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Unerfüllter Kinderwunsch: Sollte die Eizellspende legalisiert werden? | 13 Fragen | unbubble

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  • Published on Jul 12, 2022 veröffentlicht
  • Jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Bei unerfülltem Kinderwunsch gibt es in der Reproduktionsmedizin unterschiedliche Behandlungsmethoden. Bei Unfruchtbarkeit gibt es beispielsweise die Möglichkeit der Hormonbehandlungen oder künstlichen Befruchtungen durch Samenspenden. Neben der Samenspende ist auch die Eizellspende eine Möglichkeit, den Kinderwunsch zu erfüllen. Die Eizellspende ist in Deutschland allerdings verboten - im Unterschied zu vielen anderen EU-Ländern, wie beispielsweise Spanien. Viele deutsche Frauen entscheiden sich daher für eine anonyme Eizellspende im Ausland.
    Die Ampelkoalition will nun die Möglichkeit prüfen, ob neben der Samenspende auch die Eizellspende in Deutschland legalisiert werden soll. „Richtig so“, sagt die eine Seite, denn so werden Frauen in der Reproduktionsmedizin gleichgestellt. „Ganz so einfach ist das nicht“, entgegnet die andere. Gegner*innen befürchten eine Kommerzialisierung des Kinderwunsches, das Ausnutzen von Eizellspenderinnen und geben zu bedenken, dass Kinder unter Identitätsproblemen leiden könnten.
    Bei 13 Fragen haben wir darüber diskutiert, ob die Eizellspende auch hier in Deutschland legalisiert werden sollte, wie eine Legalisierung aussehen könnte und ob es vielleicht andere Lösungen braucht.
    Unsere Gäst*innen:
    Heribert Kentenich, Reproduktionsarzt
    Anna Wilken, Model & Influencerin
    Natasa Tuñon, Patient*innenbetreuung Spanien
    Laura Perler, Sozialwissenschaftlerin
    Taleo Stüwe, Gen­-ethisches Netzwerk
    Helen Frey, "Spenderkind"
    Weitere Quellen:
    www.zdf.de/dokumentation/37-g...
    www.zdf.de/funk/die-frage-828...
    www.zdf.de/funk/strgf-11384/f...
    www.zdf.de/gesellschaft/sonnt...
    www.zdf.de/dokumentation/zdfz...
    www.zdf.de/funk/leeroy-wills-...
    www.zdf.de/wissen/nano/210325...
    Hier geht's zu 13 Fragen in der Mediathek: www.zdf.de/kultur/13-fragen/e...
    13 Fragen ist ein Format von ZDFkultur. Mehr Infos hier: kurz.zdf.de/HZtF/
    Eine Produktion von Hyperbole.
    Host: Salwa Houmsi
    Regie / Autor*in: Katharina Lauck, Niels Folta
    Redaktion: Mascha Schlubach, Melanie Schoepf, Katharina Schaar, Anne Sophie Lange, Caroline Weigele, Ina Eckert
    Kamera: Fabian Uhlmann, Michel Gumnior, Taner Asma, Sebastian Lindner
    Licht: Micha Plundrich, Ulrich Kalliske
    Ton: Wladimir Gelwich
    Set Design: Justus Saretz
    Aufnahmeleitung: Denise Ghard
    Schnitt: Suraj Chandran
    Grafik: Sara-Mae Reif
    Make Up: Maria King
    Produzent: Bastian Asdonk
    Creative Producerin: Katharina Lauck, Niels Folta
    Produktionsleitung: Laura Obereisenbuchner
    Produktionsassistenz: Laura Obereisenbuchner
    Formatentwicklung ZDF: Vanessa Olivier, Leonie Steinfeld
    Redaktion ZDF: Stefan Münker
    Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser
    Social Media Redaktion ZDF: Laura Díaz, Judith Aretz
    Online Redaktion ZDF: Anna Ernst

Comments • 2 830

  • Johanna Jürgens

    Ich finde das Argument schwierig, dass eine Eizellenspende ein Markt/Menschenhandel ist, bei dem man sich Haarfarbe, Augenfarbe, etc. aussuchen kann. Ist genau das nicht auch bei der Samenspende der Fall? Ist dies dann nicht auch Menschenhandel? Und das mit der Identität und “zwei Müttern” ist doch bei der Samenspende auch der Fall, warum werden große Unterschiede gemacht, wenn es um Frauen/Mütter oder Männer/Väter geht?

  • Lissy 025

    Anna ist so sympathisch! Obwohl das Thema für sie sehr präsent zu sein scheint, argumentiert sie nicht zynisch sondern sehr gefühlvoll und dennoch sachlich.

  • Michelle S.

    Helen ist für mich sehr schwierig in dieser Diskussion mit ihrer sehr starken Emotionalität, auch gegenüber der anderen Beteiligten. Ich verstehe, dass sie Betroffene ist, aber alle anderen (gerade auch Anne) versuchen sich so sachlich und nachvollziehbar auszudrücken und verstehen auch hin und wieder die Argumente der anderen Seite. Bei Helen hab ich das Gefühl, dass sie die anderen einfach nur für Ihre Ansichten fronten will.

  • Ava G.
    Ava G.  +1

    Helen ist hochproblematisch. So funktioniert eine Debatte nicht. Viel zu emotional und unsachlich. Anna ist auch Betroffene und schafft es trotzdem, sehr sachlich zu bleiben

  • B
    B  +843

    Helens Art zu diskutieren ist sehr patzig und von oben herab. Und obwohl ich verstehe, dass das Wissen um ihre Entstehung nicht leicht zu verdauen ist und das Fehlen der biologischen Mutter ein großes Problem darstellen kann, steht es ihr aus meiner Sicht nicht zu, sich in den Entscheidungsprozess anderer Mütter einzumischen.

  • Beatrice Rainbow

    Helen spricht davon, dass sie nicht gefragt wurde..ich bin ganz normal gezeugt worden und auch nicht gefragt worden ob ich am Leben sein will, das ist doch ein komplett dummes Argument

  • Klaramell

    Limitierte Anzahl an Spenden pro Person, begrenzte Aufwandsentschädigung, offene Spenden und bestmögliche Beratung sind doch ein super Rahmen für eine Legalisierung.

  • schmidt schmidt

    Ich habe selbst wirklich gar nicht das Bedürfnis Kinder zu haben, aber wenn ich durch eine Eizellenspende einer unfruchtbaren Frau den Kinderwunsch erfüllen könnte, würde ich dies sehr gerne tun. Ich kann die meisten Argumente der Contra-Seite nicht unbedingt nachvollziehen. Jeder sollte selbst über seinen Körper entscheiden dürfen, deshalb bin ich auf jeden Fall für eine Legalisierung👍🏻 Natürlich nur mit anständiger Aufklärung, der Möglichkeit den Kontakt zur biologischen Mutter aufzunehmen und ja, ich bin auch für eine finanzielle Vergütung

  • AngelinASMR

    Tatsächlich ging ich mit 27 Jahren unwissend zu meiner Frauenärztin und fragte sie, ob ich nicht Eizellen spenden könnte, da ich selbst keinen aktiven Kinderwunsch habe. (Ich fand es dann irgendwie eine Verschwendung meiner Eizellen, da die doch gut sind.) Sie hat mir dann ganz entrüstet erklärt, dass das in Deutschland verboten sei. Ich hab es bis heute nicht verstanden, wieso das verboten sein soll. Samenspende geht ja immerhin auch und da haben die Kinder dann auch "2" Väter. Einen Sozialen und einen leiblichen.

  • LeoLaPulga

    Zu sagen, es sei traurig, dass sich Personen mit einer Eizellenspende die Miete finanzieren müssen, ist doch kein Argument gegen diese Spenden, sondern eine implizite Kritik am ökonomischen System. Dann muss der Staat halt für mehr (materielle) Gleichheit unter den Bürgern (in jedem Land) sorgen und mehr Möglichkeiten allgemein anbieten, damit es nicht nötig ist über eine, meiner Meinung nach, dennoch lobenswerte Spende sein Leben zu finanzieren.

  • Mina Ha
    Mina Ha  +277

    Ich stimme Anna total zu. Eine Legalisierung bedeutet doch nicht, dass jede Frau dazu gezwungen wird ihre Eizellen zu spenden. Ich denke man kann freiwilligen Spenderinnen schon zutrauen gesundheitliche Risiken etc. mit Hilfe ärztlicher Beratung für sich abzuwegen.

  • Nina__
    Nina__  +552

    Aber das Argument mit den Identitätsproblemen ist doch total hinfällig,wenn man überlegt, dass Samenspende legal ist. Bei einer Samenspende hat man ja auch ein zusätzliches biologisches Elternteil.

  • Dog Lady
    Dog Lady  +947

    Warum traut man Frauen nicht zu, selbst darüber entscheiden zu können, ob sie spenden wollen oder nicht? Wenn sie vor der Spende ausreichend aufgeklärt werden, verstehe ich das Problem nicht.

  • Aurora Shubina

    Total interessantes Thema! Vielen Dank, dass Anna Wilken eingeladen wurde. Ich verfolge sie seit Jahren und ich finde es toll, wie sie sich für das Thema unerfüllter Kinderwunsch einsetzt!

  • Delfingirl
    Delfingirl  +391

    Ich fände es als Frau gar nicht schlecht. Ich spende ein paar Eizellen und darf dann die Hälfte für mich kostenlos lagern und bekomme statt etwas zu zahlen noch eine Aufwandsentschädigung und habe kinderlosen Familien geholfen. Also ich bin definitiv dafür. Überlege generell meine Eizellen einfrieren zu lassen. Ist aber leider sehr teuer.

  • Blablabla Love

    Also Helen geht mit der Aussage „Menschenhandel“ absolut zu weit. Erst ein mal informieren woraus Menschenhandel besteht und dann reden. Eine Eizelle die noch nicht mal befruchtet ist ist sogesehn ein Objekt und wird im Recht auch nicht als Mensch angesehn. Somit ist der Begriff Menschenhandel völlig übergriffig und dreist.

  • Hannah B
    Hannah B  +348

    Ich persönlich habe keinen Kinderwunsch, und habe schon vor Jahren recherchiert ob ich Eizellen spenden könnte, weil ich es total schön fände jemand anderem den Kinderwunsch erfüllen zu können der es sonst nicht schaffen würde. War dann sehr enttäuscht dass Eizellen spenden in Deutschland verboten ist.

  • somb
    somb  +665

    Das Mädchen redet davon, dass Eizellenspende ja so schlimm sei, weil man die biologische Mutter nicht kennt. Das ist bei der Samenspende doch genau gleich. Da kennt das Kind auch nicht den biologischen Vater und es ist legal. Als teenager weiß man eben noch nicht ganz wovon man eigentlich spricht. Ich bin dafür, dass man die Eizellenspende in Deutschland genauso wie die Samenspende legalisieren sollte. Gleiche Behandlung für alle bitte!

  • Malin N
    Malin N  +686

    Müsste man nach der Logik „der Eingriff ist risikoreich und medizinisch nicht notwendig“ dann nicht auch Schönheitschirurgie verbieten?

  • Alex ander
    Alex ander  +136

    Ich finde die Auswahl der Beteiligten ist sehr gut gelungen. Eine super Mischung aus Experten und Betroffenen. Klar bringen die Betroffenen oft Emotionen mit rein, aber das wurde dieses mal super ausgeglichen. Jeder konnte eine neue Perspektive miteinbringen und dem Zuschauer etwas den Horizont erweitern.