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Ist Abtreibung ein Menschenrecht? Befürworterin trifft Pro-Life-Aktivistin | Sag's mir | unbubble

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  • Published on Jul 19, 2022 veröffentlicht
  • Wer entscheidet, ob ich Mutter werde? Das ist eine Frage, die viele Frauen beschäftigt. Während in Deutschland Paragraf 219a und damit das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche abgeschafft wurde, hat ein Gericht in den USA die Aufhebung des bundesweiten Rechts auf Abtreibung beschlossen.
    Justine Pust hatte mit 20 Jahren einen Schwangerschaftsabbruch. Bereut hat sie den Abbruch nie. Mittlerweile spricht sie darüber in der Öffentlichkeit. Sie bezeichnet die Entscheidung zur Abtreibung als lebensrettend, muss sich dafür oft erklären und ihre Entscheidung begründen.
    Bei „Sag’s mir“ trifft Justine auf Belinda Schmölzer. Belinda engagiert sich bei ProLife Europe, einer Lebensrechtsbewegung und spricht sich klar gegen eine Legalisierung von Abtreibungen aus. Sie findet, dass man heute zwar immer mehr über Gleichberechtigung spricht, die aber nicht greift, wenn der Mensch unsichtbar, also ungeboren, ist.
    Wir wagen das Experiment: Können sich zwei Fremde mit so unterschiedlichen Einstellungen näher kommen?
    Unsere Gäst*innen:
    Justine Pust, Autorin
    Belinda Schmölzer, Aktivistin
    Hier geht es zu Sag's mir in der Mediathek: www.zdf.de/kultur/sags-mir/ch.. .
    Und hier noch weitere Inhalte zu ähnlichen Themen:
    www.zdf.de/show/mai-think-x-d...
    www.zdf.de/comedy/bosetti-wil...
    www.zdf.de/phoenix/phoenix-pa...
    www.zdf.de/funk/brudi-12254/f...
    www.zdf.de/funk/die-frage-828...
    www.zdf.de/nachrichten/politi...
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    Redaktion ZDF: Stefanie Heidbrink
    Formatentwicklung ZDF: Vanessa Olivier, Leonie Steinfeld
    Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser
    Eine Produktion von Hyperbole.
    Regie / Autorin: Marisa Uphoff
    Redaktion: Alexander Holl
    Social Media Redaktion: Anne Sophie Lange, Melanie Schoepf
    Kamera: Fabian Uhlmann, Florian Schulz
    Licht: Ulrich Kalliske
    Ton: Wladimir Gelwich
    Set Design: Justus Saretz, David Biene, Greta Scarzo
    Schnitt: Bo Riedel
    Color Grading: Bo Riedel
    Grafik: Petra Sohnius
    Produzent: Bastian Asdonk
    Formatentwicklerin: Maria Miller
    Produktionsleitung: Laura Obereisenbuchner
    Produktionsassistenz: Nina Schögel
    Formatentwicklung ZDF: Vanessa Olivier, Leonie Steinfeld
    Redaktion ZDF: Stefanie Heidbrink
    Social Media Redaktion ZDF: Laura Díaz, Judith Aretz
    Online Redaktion ZDF: Anna Ernst
    Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser

Comments • 1 995

  • Stefan Hoffmeister
    Stefan Hoffmeister 4 months ago +1327

    Ich verstehe, dass eine Abtreibung bestimmt für viele Frauen auch ein Fehler sein kann und man zeigen möchte, dass es eben nicht sein muss. Gleichzeitig ist das doch aber kein Argument dafür, dass es grundsätzlich nicht erlaubt sein sollte.

    • XxwolfixX
      XxwolfixX 19 days ago

      @Dagobert Duck so und was passiert mit dem man der die frau geschwängert hat? Wo bleiben die Konsequenzen für ihn? Und jetzt komm hier nicht mit Unterhaltszahlungen. Ein paar euro im monat abdrücken vs körper und gesundheit aufs spiel setzen und 18 jahre das eigene leben aufgeben.
      Und was wenn die Schwangerschaft durch leichtsinn entstanden ist? Jetzt willst du die obhut für ein Kind einem solchen Menschen anvertrauen? Toll jetzt haben alle gelitten (kind, mutter, vatter, Großeltern...etc), nur damit du dein weltbild anderen aufdrücken kannst.

    • Dagobert Duck
      Dagobert Duck 19 days ago

      Wo bleibt da die Eigenverantwortung ? Die Frau steigt mit den Männern ins und denkt dann wirklich am Ende " AH ICH WERDE SCHON NICHT SCHWANGER "? Oder wie läuft das ab ?
      Ich rede hier nicht von Vergewaltigung und sowas da ist schon klar. Aber nicht ALLE Abtreibungen kommen daher. Sondern viele sind aus einem Spaß heraus und die Frau bereut später den ONS, Seitensprung etc.
      Also bleib mal realistisch und versuche nicht bei Frauen Punkte auf der Stempelkarte zu sammeln.

    • Hope
      Hope 21 day ago

      @StarBuZZpro Sorry, wer wirklich verblendet ist, wird sich mit Sicherheit einmal zeigen...Bis dahin sollte man lieber nicht so voreilig urteilen.

    • Fränzy Däncy
      Fränzy Däncy Month ago

      Richtig! Es ist vollkommen wahr, dass sich eine Abtreibung als Fehler herausstellen kann.
      Auf der anderen Seite muss man hier aber auch einbeziehen, dass man es auch bereuen kann, ein Kind bekommen zu haben. Im englischen nennt sich dieses Thema "regretting motherhood".
      Heißt: egal, ob man ein Kind bekommt oder nicht - in beiden Fällen muss man mit den darauf folgenden Konsequenzen leben, ob die Entscheidung die richtige war, weiß man immer erst nachher

    • XxwolfixX
      XxwolfixX Month ago

      @Gerlinde Phux das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Bessere Aufklärung? Klar! Sofort! Mehr davon! Kostenlose Kondome, pille umsonst (auch nach 18). Bin ich sofort dabei.
      Aber passieren kann es dennoch. Von daher muss Abtreibung legal sein.

  • Simsa
    Simsa 4 months ago +518

    Es gibt mehr Menschen, als ihr denkt, die schon abgetrieben haben und die genau wegen der krassen Stigmatisierung nicht darüber sprechen (können). Also liebe Menschen, achtet aufeinander und bedenkt in euren Formulierungen über solche Themen immer, dass Betroffene anwesend sein könnten. Danke 💜

    • Dagobert Duck
      Dagobert Duck 19 days ago

      @Orchidee Ok ich sehe schon du redest wahrscheinlich aus deinem Leben und von deiner Beziehung.
      Aber ich rede vom WALD und nicht vom einzelnen Baum. Frauen holen sich dank der Hypergamie einen Mann der mehr verdient als Sie und will abgesichert sein, auf gut Deutsch "SIE WILL IHREN ARSCH ABSICHERN" .
      Du brauchst dir nur mal die Rate der Alleinerziehenden Mütter anschauen ich beweise es dir durch Fakten und Zahlen (STATISTIK nennt man sowas) und nicht durch Bullshit gelaber. Die Frauen sehen die Kinder als IHRE Kinder an und benutzen es als Machtkampf oder Instrumentalisieren es gegen den VATER.
      Ich habe sowas bereits erlebt bei Freunden und bekannten, also sag mir nicht es sei nicht so.
      Eine Frau ist nicht Eigentum vom Mann aber das Problem heutzutage ist das wenige Frauen noch EHRE und STOLZ haben und sich freuen das sie mit IHREM MANN zusammen ist. Sie gehört heutzutage ALL DEN GUT VERDIENENDEN MÄNNERN das ist die Realität. Eine hübsche Frau von 20-30 hatte sicherlich bereits über 40Typen im Bett und da ist halt das Risiko einer Schwangerschaft sehr, sehr hoch. Eigenverantwortung gibts da keine ?

    • Orchidee
      Orchidee 19 days ago

      @Dagobert Duck Es gibt Männer, die ihre Frau als Eigentum ansehen. Warum gibt es wohl so viele Frauenhäuser?
      Die sehen auch ihre Kinder als Eigentum an.
      War bestimmt beim Fritzl und seiner Tochter auch so.
      Nein, wir arbeiten beide und keiner war reicher.

    • Dagobert Duck
      Dagobert Duck 19 days ago

      @Orchidee 4 Kinder von 1 Frau. Die leben bei mir weil wir zusammen sind.
      Warum sollte Unterhalt lächerlich sein ? Frauen suchen sich meistens in 99% der Fälle Männer die MEHR VERDIENEN als sie selbst, dementsprechend fällt dann auch der Unterhalt aus. Ich denke du bist auf dem Gebiet nicht besonders fit.
      Außerdem ist die Frau selbst schuld wenn sie mit dem BAD BOY von der Norma Kasse fickt und dann schwanger bleibt ! Er verdient nicht viel also zahlt er wenig Unterhalt ist nun mal so.
      Aber es gibt genug Frauen die sich einen Arzt, Manager, Bänker oder sonst was angeln um dann auch kräftig abzukassieren, also ist dein Argument Müll.
      Ich habe nie gesagt das Männer die Kinder machen bzw mit dem Risiko Kinder zu bekommen ins Bett steigen sich nicht um IHRE Kinder dann auch kümmern sollen. Natürlich sollen sie das im Sinne der Verantwortung. Aber aus der Erfahrung heraus gibt es VIELE MÄNNER die sich kümmern wollen und die Frauen sehen die Kinder dann als ihr EIGENTUM ! Das weißt du auch bist ja nicht auf dem Kopf gefallen (hoffe ich mal )

    • Orchidee
      Orchidee 19 days ago

      @Dagobert Duck Wie viele Frauen hast Du denn besamt?
      Und leben die Kinder bei den Frauen oder bei Dir?
      Unterhalt ist lächerlich.
      Es gibt genug Mütter, die arbeiten und der Exmann kümmert sich nicht.
      Zahlen auch keinen Unterhalt.
      Wenn sie sich deswegen trennen suchen sie sich gleich das nächste Dienstmädchen.

    • Dagobert Duck
      Dagobert Duck 19 days ago

      @Orchidee Macht kein Sinn mit einer Frau sachlich zu Diskutieren. Schönen Tag noch

  • Jasmin Zipperling
    Jasmin Zipperling 4 months ago +746

    Wenn man legale Abtreibungen verbietet, erreicht man damit nur, dass die medizinische Versorgung unterbunden ist. Es wird immer Abtreibungen geben. Wenn nicht legal, dann illegal. Und ich bin der Meinung, dass jede Person über den eigenen Körper bestimmen darf, ohne das andere darüber Entscheidungen treffen.

    • Orchidee
      Orchidee 19 days ago

      @Manne Dann verhütest Du als Mann hoffentlich richtig, nicht dass Du noch eine Frau schwängerst, die das nicht will.
      Wird Zeit für bessere Verhütungsmittel. Und zwar für diejenigen, die 24 / 7 / 365 zeugen können.

    • Manne
      Manne 20 days ago +1

      Du entscheidest nicht über deinen Körper, sondern über den des Kindes. Seid ihr wirklich so blind?

    • Orchidee
      Orchidee 2 months ago

      @Schmul Goldstein Die befruchtete Eizelle ist nicht mehr wert wie ein lebender Mensch.
      Nach der Geburt interessiert es die Verbieter nicht mehr.
      Und Gewalt unter der Geburt ist immer mehr verbreitet 😡

    • Schmul Goldstein
      Schmul Goldstein 2 months ago

      Nur weil ein Verbot gebrochen wird, heißt es nicht, dass wir nicht daran festhalten sollten. Mord, Steuerhinterziehung, Parken in Feuerwehrzufahrten; alles Dinge, die trotz missachteter Verbote ganz sicher nicht erlaubt sein sollten! Ich stimme dir zu, jeder sollte über seinen Körper entscheiden dürfen. Der Punkt der Abtreibungsgegner basiert jedoch oft auf der Annahme, dass ein Fötus bereits ein eigenständiges Lebewesen ist. Die Diskussion sollte sich auf diesen Bereich beziehen.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Fan Männer brauchen die Triebbefriedigung - sieht man an Priestern, die Kinder und Nonnen nicht in Ruhe lassen. Selbst andere Priester werden vergewaltigt.

  • leksluthor
    leksluthor 4 months ago +472

    Ich habe hier wieder einmal gesehen, dass pro life Verfechter*Innen irgendwie nicht begreifen, dass man ja die Wahl hätte nicht abzutreiben, falls es legalisiert werden würde. Es ist ja kein Eingriff in deren Freiheit. Bei einem absoluten Verbot wäre es ja ein Eingriff in die Freiheit und Selbstbestimmung, nicht andersrum. Die Argumentation hat mich schon ein bisschen frustriert und kann Justines Fazit komplett nachvollziehen.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago +1

      Die Frage lässt sich auf zwei andere, grundsätzlichere Fragen runterbrechen:
      1. Wann ist Mord gerechtfertigt?
      2. Wann ist der Mensch ein Mensch bzw. wann ist er ist nicht/noch nicht?

      Die pro Abtreibungsfraktions sagt sogesehen: Mord ist gerechtfertigt wenn mir eine anderer Mensch zur last fällt.
      Die Anti Fraktion sagt: Mord ist unter diesen Umständen auf jeden Fall nicht gerechtfertigt.
      Lasst mich erklären.
      Was ist Mord? und warum setze ich es mit Abtreibung gleich?
      Mord ist das töten einer anderen Person mit Vorsatz und meist unter niederen Beweggründen.
      Warum setze ich Mord mit Abtreibung gleich?
      Bei einer Abtreibung wird ein Mensch vorsätzlich(das heißt willentlich und geplant) getötet.
      Warum ist ein Fötus für mich ein Mensch?
      Das menschliche Leben beginnt logisch und biologisch bei der Empfängnis. Also der verschmelzung von Samenzelle und Eizelle.
      Hier entsteht erstmalig ein neuer genetischer, menschlicher Code.
      Es ist dabei unterheblich ob dieser "Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann. Es ist dennoch ein menschliches Leben und damit ein Mensch.
      Warum ist es unerheblich ob der Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann? Warum ist er trotzdem ein Mensch und damit schützenswert?
      Lasst mich dazu folgende Gegenfragen stellen:
      -Wie sieht denn ein Mensch aus? ermorden wir auch menschen die nur einen Arm haben? Oder durch krankheit entstellt wurden? Hören sie auf Mensch zu sein weil sie durch Krankheit oder Unfall nicht dem dem äußerlichen "idealbild" oder Standardbild eines Menschen entsprechen? Nein.
      -Es gibt viele Gelegenheiten bei denen wir nicht bei Bewusstsein sind. Im Schlaf, im Koma, Bei Herzstillstand, bei allgemeiner Bewusstlosigkeit. Hören wir damit auf Mensch zu sein oder ist es aufgrund dieser Zustände gerechtfertigt uns zu töten? Nein.
      -Wenn wir jeden Menschen töten würden dessen Herz nicht schlägt müssten viele Leute deren Herz stehen bleibt einfach sterben lassen und würden sie nicht reanimieren.
      -Nur weil jemand kein oder noch keinen Schmerz empfinden kann heßt es nicht das wir ihm oder ihr Leid zufügen dürfen oder gar töten dürfen.
      Für mich ist Abtreibung grundsätzlich Mord.
      Die einzige Ausnahme ist dann, wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft medizinisch bedroht ist, da man von keinem Menschen verlangen sollte sein Leben für ein anderes zu Opfern. Derartige Situationen sind aber selten. Der absolute Großteil der Kinder im Mutterleib wird deswegen ermordet, weil das Kind der Mutter gerade ungelegen kommt.

    • Klicker Beta
      Klicker Beta 3 months ago

      @Sebastian R ist der embryo zum Zeitpunkt der abtreibung eine natürliche Person im rechtlichen?
      Nö...
      Isses also mord eine abtreibung durchführen zu lassen?
      Nö...
      Und Nu?
      Dein Unfug wurde in der Luft zerpflückt.
      Die freie Wahl der Frau bleibt bestehen.

    • Sebastian R
      Sebastian R 3 months ago +1

      @Crazy_cat_lady_123 Doch. Wie würden Sie sonst das Töten eines Menschen weil man es nicht will/mag sonst nennen?

    • Crazy_cat_lady_123
      Crazy_cat_lady_123 3 months ago +1

      @Sebastian R eine Abtreibung ist nicht egoistisch

    • Sebastian R
      Sebastian R 4 months ago

      @Werner Heisenberg Wer sagt, dass andere Zellen keine Wahrnehmung haben? Die Biologie sagt nämlich, dass dem so ist. Auch Pflanzen haben ein Wahrnehmung, manche drehen sich nach der Sonne beispielsweise und müssen ja wahrnehmen woher sie kommt. Aber Menschenrechte gelten eben nur für Menschen. Das Rind hat ja auch eine Wahrnehmung, dieses aber zu töten um was zu essen zu haben. Menschen zu töten um was zu essen zu haben ist aber nicht ok.

  • Meloo
    Meloo 4 months ago +423

    Meiner Meinung nach sollten Abtreibungen bis zu einer bestimmten Woche legal sein, über den Zeitpunkt kann man gerne diskutieren. Aber Frauen die ungewollt schwanger werden sollten die Wahl haben das Kind abzutreiben. Vergewaltigungsopfer sowieso. Ich verstehe natürlich die Argumente der Abtreibungsgegner, es wird immer Frauen geben die die Entscheidung bereuen werden und welche die es nicht tun. Da kann man meiner Meinung nach vorher besser aufklären und Bedenkzeit geben. Ich habe selbst vor 5 Jahren abgetrieben und habe die Entscheidung keine Sekunde bereut und ich bin dankbar dass ich diese Entscheidung selber treffen durfte.

    • A B
      A B 3 months ago

      Wie kommt das eigentlich, dass man sich - abgesehen von Vergewaltigungen - ungewollt Spermien in den Uterus schießen lässt? Das frage ich mich schon immer.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      ​@Orchidee Ja weil sie damit das Leben eines unbeteiligten Menschen gefährden bzw. beenden würde. Nämlich das Leben des Kindes.
      Ich würde genauso jemanden davon abhalten auf die Gleise zu springen weil damit ein Bahnunfall ausgelöst werden kann. Oder verhindern das jemand vor ein Auto springt ,weil dadurch der Fahrer des Autos ebenfalls versterben könnte.
      Kannst du echt nicht soweit denken, dass man dir das erklären muss?
      Dass du nur mit Kampfbegriffen um dich schmeißt, wie ein Affe mit Kot, und darauf hoffst es bleibt was hängen hast du zu genüge gezeigt.
      Jetzt komm auch noch "Incel" hinzu.
      Ein weiterer Begriff der mit der ganzen Thematik absolut Null zu tun hat.
      Hör einfach auf mit diesen traurigen Versuchen die Diskussion entgleisen zu lassen. Ich merke dir fehlen die Argumente, darum versuchst du dein Gegenüber persönlich zu brandmarken. Aber da bist du bei mir an der falschen Adresse.
      P.s.: Es gibt nur zwei Geschlechter beim Menschen :3

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Scoots Du willst allen Ernstes einer Frau, die Selbstmord begeht, weil sie Schwanger ist, das verbieten?
      Du hast echt einen Knall - also ein Incel der schlimmen Art.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      @Orchidee Steht dir frei sofern du damit nicht jemand anderen mit in den Tot reißt.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Scoots
      Wie wäre es mit Selbstmord aus Verzweiflung?

  • charly charly
    charly charly 3 months ago +68

    ich habe mich vor 12 jahren gegen eine schwangerschaft entschieden. noch heute bin ich froh, mich so entschieden zu haben. ich bin dankbar, dass ich das tun durfte

    • Manne
      Manne 20 days ago

      Mein Beileid an dich

    • A B
      A B 3 months ago

      Muss man sich nicht erstmal aktiv dafür entscheiden, sich schwängern zu lassen? Oder geschah das per unbefleckter Empfängnis?

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      Du hast dich nicht gegen eine Schwangerschaft entschieden.
      Hättest du dich gegen eine Schwangerschaft entschieden hättest du verhütet / keinen Sex gehabt und wärst garnicht erst schwanger geworden.
      Du warst aber schon schwanger und hast dich dann dafür entschieden Abzutreiben und damit das ungeborene Kind zu ermorden.

  • ThePasc011
    ThePasc011 4 months ago +109

    Das diese Menschen dahin gehen und sich auf diese Art über kritische Themen unterhalten liebe ich an allen Menschen die bisher auf diesem Kanal zu sehen waren.
    Es ist so schwer, bei solchen Themen zu diskutieren ohne übereinander herzufallen. Zum mindestens hab ich oft den Eindruck gewonnen.
    Aber hier geht das.
    Genau so sollten solche Dinge diskutiert werden.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      Die Frage lässt sich auf zwei andere, grundsätzlichere Fragen runterbrechen:
      1. Wann ist Mord gerechtfertigt?
      2. Wann ist der Mensch ein Mensch bzw. wann ist er ist nicht/noch nicht?

      Die pro Abtreibungsfraktions sagt sogesehen: Mord ist gerechtfertigt wenn mir eine anderer Mensch zur last fällt.
      Die Anti Fraktion sagt: Mord ist unter diesen Umständen auf jeden Fall nicht gerechtfertigt.
      Lasst mich erklären.
      Was ist Mord? und warum setze ich es mit Abtreibung gleich?
      Mord ist das töten einer anderen Person mit Vorsatz und meist unter niederen Beweggründen.
      Warum setze ich Mord mit Abtreibung gleich?
      Bei einer Abtreibung wird ein Mensch vorsätzlich(das heißt willentlich und geplant) getötet.
      Warum ist ein Fötus für mich ein Mensch?
      Das menschliche Leben beginnt logisch und biologisch bei der Empfängnis. Also der verschmelzung von Samenzelle und Eizelle.
      Hier entsteht erstmalig ein neuer genetischer, menschlicher Code.
      Es ist dabei unterheblich ob dieser "Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann. Es ist dennoch ein menschliches Leben und damit ein Mensch.
      Warum ist es unerheblich ob der Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann? Warum ist er trotzdem ein Mensch und damit schützenswert?
      Lasst mich dazu folgende Gegenfragen stellen:
      -Wie sieht denn ein Mensch aus? ermorden wir auch menschen die nur einen Arm haben? Oder durch krankheit entstellt wurden? Hören sie auf Mensch zu sein weil sie durch Krankheit oder Unfall nicht dem dem äußerlichen "idealbild" oder Standardbild eines Menschen entsprechen? Nein.
      -Es gibt viele Gelegenheiten bei denen wir nicht bei Bewusstsein sind. Im Schlaf, im Koma, Bei Herzstillstand, bei allgemeiner Bewusstlosigkeit. Hören wir damit auf Mensch zu sein oder ist es aufgrund dieser Zustände gerechtfertigt uns zu töten? Nein.
      -Wenn wir jeden Menschen töten würden dessen Herz nicht schlägt müssten viele Leute deren Herz stehen bleibt einfach sterben lassen und würden sie nicht reanimieren.
      -Nur weil jemand kein oder noch keinen Schmerz empfinden kann heßt es nicht das wir ihm oder ihr Leid zufügen dürfen oder gar töten dürfen.
      Für mich ist Abtreibung grundsätzlich Mord.
      Die einzige Ausnahme ist dann, wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft medizinisch bedroht ist, da man von keinem Menschen verlangen sollte sein Leben für ein anderes zu Opfern. Derartige Situationen sind aber selten. Der absolute Großteil der Kinder im Mutterleib wird deswegen ermordet, weil das Kind der Mutter gerade ungelegen kommt.

    • unbubble
      unbubble  4 months ago +3

      Danke für Deinen Kommentar!

  • Smileynathi
    Smileynathi 4 months ago +204

    Man sollte Abtreibungen nicht verbieten, weil es immer Einzelfälle gibt, wo es nicht anders geht.
    Man sollte aber versuchen die Umstände zu verbessern, sodass (idealerweise) niemand mehr abtreibt. Das würde Leben retten, nicht es zu illegalisieren.

    • Orchidee
      Orchidee 19 days ago

      @Hannah Winterhalder Wenn jedes Leben zählt, dann müsste man jeden zur Organtransplantation zwingen können - auch im lebenden Zustand.
      Leber wächst nach - Nieren haben wir 2.

    • Orchidee
      Orchidee 19 days ago

      @Thinking and Wondering Du bist also dafür, dass die Frau bestraft wird, weil sie eine befruchtete Eizelle in sich trägt?
      Was heißt Frau - es gibt auch Mädchen, die durch Inzest schwanger geworden sind.
      In den USA wurde vor kurzem einer 10-jährigen die Abtreibung verwehrt. Sie mussten in ein anderen Staat. Man sollte Vergewaltiger und vor allem Inzesttäter kastrieren.
      Aber das ist hier ja nicht einmal bei Pädophilen möglich.
      Angeblich Körperverletzung - die Körper der Opfer interessieren aber nicht.

    • Patricia Varvatzikis
      Patricia Varvatzikis 3 months ago

      @Smileynathi Gut, beweisen kann ich das nicht. Aber nur weil bestimmte Dinge erlaubt sind und praktiziert werden, heißt es nicht, dass alle das richtig finden. Jeder würde mir zustimmen, dass Diebstahl nicht in Ordnung ist. Aber so ziemlich jeder hat schon geklaut. Und sei es "nur" Musik aus dem Internet runter geladen. Und gelogen hat auch schon jeder, obwohl es nicht in Ordnung ist. Auch Mörder und Vergewaltiger wissen normalerweise, dass das nicht in Ordnung ist.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      @Smileynathi Damit bestätigtst du auch alles was ich schon ahnte. Du sagst eigentlich nur: "Weil ich nicht mit dir einer Meinung bin und argumentativ auf dem Niveau eines 5-Jährigen oder einer durchideologisierten Mordbefürworterin(such dir was aus)rede ich nicht mehr mit dir" sehr erwachsen.
      Ja, ich hasse Menschen die Morden. Besonders wenn sie Kinder ermorden. Und ich hasse auch Menschen die das möglich machen und befürworten. Das schließt auch Frauen ein die sowas tun. Ich weiß es ist hart für dich zu akzeptieren aber nur weil jemand eine Frau ist bekommt sie von mir keine Sonderbehandlung in ethischen Fragen. Und nun scher dich wieder zu deinen Internet Whiteknights damit sie dir die Stiefel lecken, in der Hoffnung zum Stich zu kommen. ;)

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      ​@Smileynathi Bleib mal konsistent. Was ist denn nun? Ist es ein Kind und damit ein Mensch im Bauch der Mutter oder nicht?
      Und wenn man, wie du sagst, in JEDEM Moment der Schwangerschaft eine Mutter ist, dann muss im Bauch der Mutter in JEDEM Moment der Schwangerschaft auch ein Mensch sein. Mann kann ja schlecht Mutter von einem Nichtmenschen sein. Es ist herrlich zu sehen, wie du dich mit deiner Wortakrobatik immer mehr widerlegst.
      Ja woher kann man denn nur wissen ob ein Mensch durch Fremdeinwirkung gestorben ist. Mir fällt da echt beim besten Willen keine Möglichkeit ein. Autopsien und Gerichtsmedizin wurden ja leider noch nicht erfunden.
      Das die Frau immer schuld ist habe ich in dem Post davor nicht behauptet. Ich habe sogar das genaue Gegenteil gesagt. Entweder hast du das nicht gelesen. Was schlecht wäre. Oder du hast es gelesen und nicht verstanden. Was noch schlechter wäre. Oder du hast es gelesen und verstanden aber für dein billiges Framing ignoriert. Was am schlechtesten wäre.
      Ich habe auch nie behauptet das alle Mörder sind. Sondern das Menschen die Abtreiben Mörder sind.
      Und das Mord schlecht ist, ist deiner Meinung nach "rumgeheule und framing"? Alter Schwede. Ich merk schon woran ich bei dir bin.
      Auf was soll man denn da bitte eingehen?
      Auf das Statement: "Es betrifft dich nicht also halt dich da raus?"
      Alles klar wenn die Welt deiner Meinung nach so funktionieren soll dann genieße deine kleine Blase.
      Dann bist du auch dafür alle Sozialhilfen und auch Mutterschutz abzuschaffen? Weil betrifft dich ja nicht. Oder bist du gerade schwanger? Notdienste und Krankenhäuser können wir auch dicht machen. Betrifft dich ja nicht oder bist du gerade im Krankenhaus oder hast einen medizinischen Notfall?
      Einmal im Leben weiter denken als von der Wand zur Tapete würde helfen. Dann kommst sogar du darauf was deine Ideen und Vorstellungen für Konsequenzen hätten. Aber mit Konsequenzen hast du es ja eh nicht so.

  • Jana Tkocz
    Jana Tkocz 4 months ago +136

    Ich liebe dieses Format. Ich bin schon gespannt, wann und wer die Seite von Vegan und die „gegen” Seite vertritt. Schade nur dass die Videos nicht so lang sind und etwas verkürzt wirken😕

    • KartoschkaGuuurl
      KartoschkaGuuurl 4 months ago +1

      @Crazy_cat_lady_123 Für mich nicht! Ich bin selber queer und finde das viel mehr Leute das akzeptieren sollten, Schwul oder Lesbisch zu sein ist nicht schlimm und das müssen viele einfach lernen!

    • Lurax _
      Lurax _ 4 months ago +2

      @Nemo Gris Okay danke für deine Erklärung! ich hab womöglich verstanden was du meinst. Trotzdem kann ich dir nicht komplett zustimmen. Die Aussage war sinngemäß "Wer sich nicht Vagan ernährt, ist egoistisch." Darauf hin habe ich nicht gesagt "Du spendest aber gar kein Geld damit niemand Hunger muss"... das wäre laut deiner Erklärung Whataboutism.
      Immer wenn man isst tut man das aus eigennützigkeit! Natürlich ist es egoistischer, um sich zu ernährenn Tiere zu töten als Pflanzen. Gerade weil die Tiere auch die Pflanzen essen usw. .
      Ich stelle es so dar, als wäre beides egoistisch und lasse das Verhältnis einfach weg. Von daher stimmt es schon, dass es ein Scheinargument ist.
      Sorry dafür !

    • Aloy
      Aloy 4 months ago +6

      Ich bin nicht vegan, aber es gibt eigentlich keine guten Gründe gegen vegan 🫣

    • Nemo Gris
      Nemo Gris 4 months ago +1

      @Lurax _
      Wenn jemand sagen würde es ernährt sich aus Klimagründen vegan. Und jemand sagt: aber du fliegst auch alle 3 Jahre mit dem Flugzeug (nach dem Motto bringt ja garnix weil du ein Flugzeug benutzt und somit was klimschädluches tust). Dann ist das genauso Whataboutismus, obwohl es keine Gegenfrage ist. Es ist ein Scheinargument um die getätigte Aussage sinnlos da stehen zu lassen und das persönliche Bemühen der Person klein zu reden, obwohl das eine mit dem anderen herzlich wenig zu tun hat. (Die Flugreise mag klimaschädlich sein, aber sie mindert in keinster Weise die Effekte einer gleichzeitig praktizierten klimaschonenden Ernähungsweise. Die Bilanz wäre schließlich schlechter wenn die Person zusätzlich zum Flug nicht auf die Ernährung geachtet hätte.)
      Tut mir leid, wenn du das ernst gemeint hast und wirklich bloß verstehen wolltest. Hoffe es ist so verständlicher.
      (Oft werden solche Aussagen einfach zum entwerten/irreführen getroffen, ohne echtes interesse, daher war meine Antwort so knapp.)

    • Lurax _
      Lurax _ 4 months ago +1

      @Nemo Gris ich verstehe nicht, was du meinst.

  • Dr.FugGY
    Dr.FugGY 4 months ago +81

    Allein zu sehen wie stark eine ungewollte Schwangerschaft auf die Psyche gehen kann(das sogar suizid Gedanken aufkommen), sollte schon zeigen wie ernst das Thema ist.
    Ich kann verstehen wenn ältere Leute nicht unbedingt nachvollziehen können, dass viele junge Menschen diesen Ausweg wählen möchten.
    Weil sie aus einer Zeit kommen, in der sowas kaum bis garnicht vorkam.
    Aber jungen Menschen das Recht auf ihre Zukunft zu verwehren, die sie sich ausgesucht haben(denn Kinder sind teuer und nehmen gerne 24/7 Support entgegen), ist vollkommen falsch.
    Ob sie Karriere machen oder einfach unbeschwert durchs Leben wollen, ist ganz allein ihnen zu überlassen.
    Es heißt nicht umsonst, das Recht des einen endet wo das anderer anfängt(oder so🤔).
    Ich verstehe nichtmal warum es ein Informationsverbot gibt, als ob es ne spaßige Sache ist, die man einfach mal so nach nem Spa Wochenende in Angriff nehmen könnte.
    Auch wenn da ein kleiner Mensch heranwächst, ist auch die Person die ihn in sich trägt ein Mensch, mit rechten.
    Im schlimmsten Fall werden dadurch 2 leben ruiniert.🥸

    • Nirax
      Nirax Month ago

      @Vergiss Es "Recht der Mutter auf ihre Sommerfigur" also bitte, wie wäre es mit ein bisschen Respekt. Wie J B schon erläutert hat, kann eine Schwangerschaft wirklich übel belastend sein, auf allen möglichen Ebenen. 9 Monate lang. In der Zeit kann das Leben der schwangeren Person komplett zerstört werden. Da von einer ja wohl verzichtbaren Sommerfigur zu sprechen, ist verharmlosend und noch obendrein sexistisch.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Vergiss Es
      Es hat auch schon Fälle gegeben, wo adoptierte Kinder später ihrer Mutter Vorwürfe gemacht haben, weil sie sie abgegeben hat.
      Und nun?
      Und was hat das mit Sommerfigur zu tun?
      Es sind gewaltige gesundheitliche Einschränkungen.
      Und wo bleibt das Recht der Frau auf Unterstützung und auf eine gewaltfreie Geburt? Die gibt es nämlich schon lange nicht mehr.
      Wenn ein Mann eine Frau schwängert muss er dazu stehen und notfalls sollte er das Kind aufnehmen. Alleine aus Anstand.

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      Die Frage lässt sich auf zwei andere, grundsätzlichere Fragen runterbrechen:
      1. Wann ist Mord gerechtfertigt?
      2. Wann ist der Mensch ein Mensch bzw. wann ist er ist nicht/noch nicht?

      Die pro Abtreibungsfraktions sagt sogesehen: Mord ist gerechtfertigt wenn mir eine anderer Mensch zur last fällt.
      Die Anti Fraktion sagt: Mord ist unter diesen Umständen auf jeden Fall nicht gerechtfertigt.
      Lasst mich erklären.
      Was ist Mord? und warum setze ich es mit Abtreibung gleich?
      Mord ist das töten einer anderen Person mit Vorsatz und meist unter niederen Beweggründen.
      Warum setze ich Mord mit Abtreibung gleich?
      Bei einer Abtreibung wird ein Mensch vorsätzlich(das heißt willentlich und geplant) getötet.
      Warum ist ein Fötus für mich ein Mensch?
      Das menschliche Leben beginnt logisch und biologisch bei der Empfängnis. Also der verschmelzung von Samenzelle und Eizelle.
      Hier entsteht erstmalig ein neuer genetischer, menschlicher Code.
      Es ist dabei unterheblich ob dieser "Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann. Es ist dennoch ein menschliches Leben und damit ein Mensch.
      Warum ist es unerheblich ob der Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann? Warum ist er trotzdem ein Mensch und damit schützenswert?
      Lasst mich dazu folgende Gegenfragen stellen:
      -Wie sieht denn ein Mensch aus? ermorden wir auch menschen die nur einen Arm haben? Oder durch krankheit entstellt wurden? Hören sie auf Mensch zu sein weil sie durch Krankheit oder Unfall nicht dem dem äußerlichen "idealbild" oder Standardbild eines Menschen entsprechen? Nein.
      -Es gibt viele Gelegenheiten bei denen wir nicht bei Bewusstsein sind. Im Schlaf, im Koma, Bei Herzstillstand, bei allgemeiner Bewusstlosigkeit. Hören wir damit auf Mensch zu sein oder ist es aufgrund dieser Zustände gerechtfertigt uns zu töten? Nein.
      -Wenn wir jeden Menschen töten würden dessen Herz nicht schlägt müssten viele Leute deren Herz stehen bleibt einfach sterben lassen und würden sie nicht reanimieren.
      -Nur weil jemand kein oder noch keinen Schmerz empfinden kann heßt es nicht das wir ihm oder ihr Leid zufügen dürfen oder gar töten dürfen.
      Für mich ist Abtreibung grundsätzlich Mord.
      Die einzige Ausnahme ist dann, wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft medizinisch bedroht ist, da man von keinem Menschen verlangen sollte sein Leben für ein anderes zu Opfern. Derartige Situationen sind aber selten. Der absolute Großteil der Kinder im Mutterleib wird deswegen ermordet, weil das Kind der Mutter gerade ungelegen kommt.

    • Crazy_cat_lady_123
      Crazy_cat_lady_123 3 months ago

      @Thoska Brah ja klar

    • J B
      J B 4 months ago +4

      @Vergiss Es ein paar Monate eingeschränkt sein ist aber nicht das Maximum, was man bei einer Schwangerschaft durchmachen kann. Klar gibt es auch recht schöne Schwangerschaften, aber viele erleben heftige körperliche Vorgänge, die natürlich bei jeder anders sind. Das ist kein Luxus Meckern, das sind wirklich körperliche Leiden aber nicht von einem Infekt, der nach einer Woche wieder weg ist, sondern von einem Prozess der 9 Monate geht und auf den der Körper zwar ausgelegt ist, deswegen aber nicht weniger schwer sein muss. Uns aus dieser Perspektive endet für mich die Freiheit des Fötus beim Recht der Mutter auf körperliche Unversehrtheit.

  • Jerry Lynn
    Jerry Lynn 4 months ago +20

    Ich finde es so krass wie Frauen bei diesem Thema Familienplanung noch so unterdrückt werden. Auch Sterilisierung bekommt man als Frau so gut wie nie. Als Mann? Mega einfach. Als Frau? Kann man quasi vergessen.
    Und bei Abtreibung muss man sich als Frau doch auch dauernd rechtfertigen, grade wenn man sagt, ich habe kein schlechtes Gefühl dabei.
    Und irgendwer kommt immer und meint schadenfroh "Irgendwann wirst du es sowas von bereuen". (Auch wenn das nie passiert, aber da spricht wohl eher der Wunsch aus dieser Person.)
    Ich finde bestehendes Leben, also die Frau, ist wichtiger als entstehendes oder grade entstandenes.

    • Fan
      Fan 4 months ago

      Ich habe mit 35 Jahren noch als Mann für meine Sterilisation schwer kämpfen müssen. Wenn du unterdrückt werden willst, dann versuch doch mal einen lebensgefährlichen Job anzunehmen oder lass dich zum Kriegsdienst zwingen. Als Frau unmöglich, denn Frauen sind viel mehr wert als Männer und das schon immer, überall auf der Welt. Was hält dich denn ab? Hunderttausend Abtreibungen finden jedes Jahr in diesem Land statt und keine einzige Strafe. Aus dem Kopf raus und rein in die Realität, dann wirst du noch öfter überrascht sein.

  • MyPandra
    MyPandra 4 months ago +466

    belinda bemüht sich sehr "aktiv zuzuhören". alle sekunden ein "ja" oder "mhm". was mich vermuten lässt, dass sie "nur höflich" ist. 🙂

    • JCK
      JCK 9 days ago

      Österreicher halt

    • Scoots
      Scoots 3 months ago

      Die Frage lässt sich auf zwei andere, grundsätzlichere Fragen runterbrechen:
      1. Wann ist Mord gerechtfertigt?
      2. Wann ist der Mensch ein Mensch bzw. wann ist er ist nicht/noch nicht?

      Die pro Abtreibungsfraktions sagt sogesehen: Mord ist gerechtfertigt wenn mir eine anderer Mensch zur last fällt.
      Die Anti Fraktion sagt: Mord ist unter diesen Umständen auf jeden Fall nicht gerechtfertigt.
      Lasst mich erklären.
      Was ist Mord? und warum setze ich es mit Abtreibung gleich?
      Mord ist das töten einer anderen Person mit Vorsatz und meist unter niederen Beweggründen.
      Warum setze ich Mord mit Abtreibung gleich?
      Bei einer Abtreibung wird ein Mensch vorsätzlich(das heißt willentlich und geplant) getötet.
      Warum ist ein Fötus für mich ein Mensch?
      Das menschliche Leben beginnt logisch und biologisch bei der Empfängnis. Also der verschmelzung von Samenzelle und Eizelle.
      Hier entsteht erstmalig ein neuer genetischer, menschlicher Code.
      Es ist dabei unterheblich ob dieser "Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann. Es ist dennoch ein menschliches Leben und damit ein Mensch.
      Warum ist es unerheblich ob der Zellhaufen" aussieht wie ein Mensch, ein Bewustsein hat, einen Herzschlag hat oder Schmerz empfinden kann? Warum ist er trotzdem ein Mensch und damit schützenswert?
      Lasst mich dazu folgende Gegenfragen stellen:
      -Wie sieht denn ein Mensch aus? ermorden wir auch menschen die nur einen Arm haben? Oder durch krankheit entstellt wurden? Hören sie auf Mensch zu sein weil sie durch Krankheit oder Unfall nicht dem dem äußerlichen "idealbild" oder Standardbild eines Menschen entsprechen? Nein.
      -Es gibt viele Gelegenheiten bei denen wir nicht bei Bewusstsein sind. Im Schlaf, im Koma, Bei Herzstillstand, bei allgemeiner Bewusstlosigkeit. Hören wir damit auf Mensch zu sein oder ist es aufgrund dieser Zustände gerechtfertigt uns zu töten? Nein.
      -Wenn wir jeden Menschen töten würden dessen Herz nicht schlägt müssten viele Leute deren Herz stehen bleibt einfach sterben lassen und würden sie nicht reanimieren.
      -Nur weil jemand kein oder noch keinen Schmerz empfinden kann heßt es nicht das wir ihm oder ihr Leid zufügen dürfen oder gar töten dürfen.
      Für mich ist Abtreibung grundsätzlich Mord.
      Die einzige Ausnahme ist dann, wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft medizinisch bedroht ist, da man von keinem Menschen verlangen sollte sein Leben für ein anderes zu Opfern. Derartige Situationen sind aber selten. Der absolute Großteil der Kinder im Mutterleib wird deswegen ermordet, weil das Kind der Mutter gerade ungelegen kommt.

    • Sxdxe Sbr
      Sxdxe Sbr 3 months ago

      Ne ich hab das bei mir im Bekanntenkreis auch eine Person die das sehr oft macht und tatsächlich triggert mich das sehr vor allem wenn ich selbst rede und es dir ganze Zeit mhm mhm mhm geht ich kann sowas einfach nicht ab

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 3 months ago +1

      Könnte auch mit Deinem Bias zusammenhängen und obschon sie möglicherweise tatsächlich aktiv zuhört unterstellst Du ihr aufgrunddessen etwas anderes

    • Sxdxe Sbr
      Sxdxe Sbr 3 months ago +1

      Es hat mich die ganze Zeit sehr genervt 😐

  • Aloy
    Aloy 4 months ago +60

    Meiner Meinung nach ist das Recht auf Abtreibung absolut essentiell. Niemand möchte es in Anspruch nehmen, aber es ist beruhigend zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt im Fall der Fälle. Die Ironie des "Bereuens" ist ja die kurze Frist zwingt einen ggf zu unüberlegten Entscheidungen

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Wurzel Licht Wenn frau mehr Möglichkeiten hätte, dann gäbe es weniger Abtreibungen.

    • Wurzel Licht
      Wurzel Licht 3 months ago

      @Orchidee Es geht aber gerade überhaupt nicht um die Geburtenrate.
      Sondern um das Recht auf Abtreibung.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Wurzel LichtWarum sollte das eine Themaverfehlung sein?
      Das sind Probleme, weswegen immer weniger Kinder bekommen.
      Auch gezielt keine bekommen.
      Die Abtreibungen kommen dazu.

    • Wurzel Licht
      Wurzel Licht 3 months ago

      @Orchidee Da hast du jetzt aber eine ordentliche Themaverfehlung reingehauen

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Wurzel Licht Ich weiß nur, dass es in vielen kleineren Gegenden Probleme gibt.
      Um Geburten zu fördern müssen wir Mütter und Kinder fördern.
      Dazu fehlen bezahlbare Wohnungen, es fehlen Geburtsstationen, es fehlen Hebammen, es fehlen Krippen und Kitas, es fehlen Erzieherinnen, es fehlen Lehrer.
      Wo bleiben Geburten ohne Gewalt? Kaiserschnitte ohne Narkose gab es schon, Beleidigungen unterhalb der Geburt, Medikamente wurden gegeben ohne dass eine Zustimmung dazu gegeben wurde, Medikamente, die nicht dafür zugelassen sind. Es muss schnell, schnell, schnell gehen. Geburtsstationen, die z.B. über Nacht geschlossen sind oder übers WE - aus Personalmangel.
      Armut ist weiblich - vor allem unter Müttern.
      Warum gibt es keine 24-Stunden-Kitas? Vor allem für Schichtdienstler. Kliniken und Altenheime könnte da Vorreiter sein.
      Es wird davon gesprochen, dass wir mehr Kinder brauchen - oder wo gibt es da die Hilfen?

  • Nase
    Nase 4 months ago +64

    Was ich bei den Gegnern nicht verstehe ist wieso sie dagegen sind. Wenn sie selbst keine Abtreibung wollen is doch ok, aber wieso wollen sie für andere mitentscheiden was die mit ihrem Körper zu tun und zu lassen haben. Ich muss auch sagen dass mir die junge Gegnerin hier etwas naiv vorkam als sie sagte " Frauen haben etwas besseres verdient als Abtreibung". Ja was denn? Ein Kind austragen zu müssen das sie nicht wollen und für das sie nicht bereit sind? Was ist daran besser?

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 3 months ago

      Das ist eine gesellschaftliche Frage, die jeden etwas angeht. Diese pseudoindividualistischen Argumente sind eine "liberale Krankheit" die vor Egozentrismus nur so sprüht.

    • The GOATgirl
      The GOATgirl 3 months ago

      @Nase Parasiten befallen niemals die eigene Art, daher sind Menschen keine Parasiten. Und natürlich ist der Mensch auch Pränatal bereits ein eigener Organismus. Oder hat eine schwangere Frau 4 Arme und 4 Beine, 20 Finger und 20 Zehen, zwei verschiedene DNAs, zwei verschiedene Blutgruppen oder zwei verschiedene Geschlechter?
      Möglicherweise meinst du eigenständig. Das ist aber ein neugeborenes Baby auch nicht.

    • Nase
      Nase 3 months ago

      @The GOATgirl solange der Fötus im parasitären Stadium ist, ist er kein eigenständiger Organismus. Erst nach der Geburt.

    • The GOATgirl
      The GOATgirl 3 months ago

      @Nase Nein das ist Bullshit. Das Leben eines Menschen beginnt mit der Verschmelzung der beiden Keimzellen.
      Eine einzelne Spermie oder Eizelle ist kein eigener Organismus.

    • Nase
      Nase 3 months ago

      @The GOATgirl Wenn man deine Argumentation weiter führt könnte man auch sagen, dass jeder Mann bei der masturbation einen millionenfachen Mord begeht und die Natur bei Frauen den Mord sogar einplant in Form der Periode.

  • R
    R 4 months ago +52

    Hat nicht wirklich viel gebracht, weil die Grundannahmen einfach zu unterschiedlich sind und keiner von beiden Interesse hatte über die Grundannahmen zu sprechen.
    Vielleicht hätte man versuchen können das beide eher auf einer persönlichen Ebene darüber sprechen wie sie zu ihren Grundannahmen gekommen sind um die andere Seite besser zu verstehen. Hierzu wurde aber zuviel Zeit mit den teilweise willkürlichen oder oberflächlichen Fragen vorab verloren.
    Besser als diese Fragen fände ich wenn beide über ihren background sprechen, wie sie aufgewachsen sind etc. und welche Auswirkungen das Thema bisher auf ihr eigenes Leben hatte und warum das ausgerechnet für sie so wichtig ist. Es bringt doch eher was wenn beide versuchen den anderen zu verstehen anstatt Fakten und Argumente auszutauschen.

    • Diana1984
      Diana1984 4 months ago +1

      Das fände ich auch gut. Das würde vielleicht mehr Verständnis für die andere Seite in die Debatte bringen, weil so die Gründe für die Meinung klarer werden und das nicht auf Unterstellungen beruht, die es gerade in der Debatte so oft gibt (man wolle ja nur die Frauen kontrollieren, das Baby sei einem in Wahrheit egal, oder man hasse Babys oder wolle nicht, dass Frauen Kinder bekommen oder dergleichen, was es sehr schwer macht, darüber zu debattieren). Wenn man die Beweggründe für die Meinung des anderen kennt, ist es auch leichter, gemeinsam Lösungen zu finden.

    • Tamara Todorović
      Tamara Todorović 4 months ago +2

      Hat eine für ihre Masterarbeit mit mir gemacht und es hat sehr gut geklappt, selbst wenn es keine Debatte war, sondern sie es getrennt mit beiden Seiten zu Analysezwecken gemacht hat.

    • Ela Kerkhoff
      Ela Kerkhoff 4 months ago

      Sehe ich anders.

    • unbubble
      unbubble  4 months ago +5

      Danke für Dein Feedback und Deine Vorschläge!

  • AiHappyPig
    AiHappyPig 4 months ago +69

    Ich hab in einer abtreibungsklinik als patientin 3 andere frauen getroffen, als wir alle ambulant für unseren Eingriff dort waren. Natürlich nicht in DE, wor waren alle knapp ne woche zu spät dran. Die eine war ein mädchen kaum 16, die klar sagte sie hat einen fehler gemacht. Eine war eine mutter anfang 40, die 2 kids im schlepptau hatte und sagte ein weiteres kann sie einfach nicht stämmen. Das geld fehlt, wohnung zu klein, grad nach der elternzeit erst wieder im job, sie würde in armut enden. Ich war dort weil ich definitiv den falschen partner für ein kind hatte. Ich selbst war geprägt von dem gedanken dass ich eine grausame mutter hatte und fürchtete selbst eine so grausame mutter zu werden, mein mann drohte mit selbstmord wenn ich es bekomme und so wusste ich dass ich mich wohl trennen sollte, aber auch keinesfalls alleinerziehend sein konnte. Ich bin chronisch depressiv und würde auch kein kind wollen dass so wird wie dieser vater, und dann noch in der möglichen kombi mit meinen depressionen und armut? Nein. Einfache entscheidung gegen ein weiteres leidendes Kind, so wie ich gelitten habe.
    Alle frauen waren btw aus deutschland.
    Mittlerweile bin ich in einer tollen Beziehunge, dank therapie die ich aber auch vor der schwangerschaft schon machte geht es mir gerade sehr gut und wir konnten uns finanziell stabil aufstellen. Nun bin ich bereit für ein kind und dankbar, dass ich in einer situation starten kann, die einem kind sicherheit und gesundheit geben und erhalten kann.

    • Josi
      Josi 3 months ago +1

      Alles Gute, danke fürs Teilen deiner Erfahrung❤️

    • Klicker Beta
      Klicker Beta 3 months ago

      @Il Virtuoso aber eine zwangsgeburt vergeht nach drei Tagen gell?

    • Shiro
      Shiro 4 months ago

      @Il Virtuoso Dreh es bitte nicht so da, als wäre eine Abtreibung nicht genauso so vernünftig wie sich einen "richtigen" Partner aussuchen. Warum ein Kind in die Welt setzen, wenn man sich selbst und das Adoptions system kennt? Die Abtreibung ist SELTEN eine einfache, lari fari Entscheidung, die Mal von hier auf jetzt getroffen wird. Findest du es etwa vernünftig, das Kind auf kramp zu behalten, wenn einem bewusst ist, dass man es nicht haben will, oder dass man nicht dafür bereit ist und somit unvehinderbar das Kind schädigt bei der Erziehung? Jemand der nicht bereit ist, ist nicht bereit, und jemand der kein Kind haben will, will es nicht haben. Es ist auch nicht vernünftig, das Kind dann wissend zur Adoption freizugeben, wenn man weiß dass die Aussichten auf adoption meistens sehr schlecht sind und dass Kinder, die von Pflege Familie zu pflege Familie wandern, nicht gerade der Seltenfall sind. Entweder ihr schafft bessere Verhütungsmittel, die 100% ausnahmslos wirken (und komm mir nicht mit der Wahl nie wieder Sex zu haben oder sich ein wichtiges Organ entfernen zu müssen!) Oder ihr schafft es, dass eine Schwangerschaft außerhalb des Mutterleib schon sehr früh stattfinden kann, und dass Adoption einfacher und weniger schädlich für Kinder sein wird.

    • AiHappyPig
      AiHappyPig 4 months ago

      @Il Virtuoso ein Zellhaufen in der 12. woche der nichts spürt oder wahrnimmt ist für mich noch kein Leben, da ist eben das Problem. Das wirst du mir auch nicht einreden, ich bin ein Freund von Fakten und entscheide niemals ohne alle Aspekte betrachtet zu haben. Meine Schlissfolgerung kennst du, deine Arfumente basieren schlicht auf vollkommen falschen Grundannahmen und doch, das was du beschreibst ist das wegnehmen der Selbstbestimmung, das sagst du sogar selber und bemerkst es gar nicht. Du sitzt mir auf einem zu Hohen Ross. Hab nen guten Tag, ich bin raus.

    • AiHappyPig
      AiHappyPig 4 months ago

      @Il Virtuoso nope, den Zahn kann ich dir gleich ziehen. Ich bin in vollem Umfang für Abtreibungsrechte, die Rechte der Selbstbestimmung der Frau und ich würde auch ein Kind abtreiben dass eine Diagnose wie beispielsweise Downsyndrom bekommt. Ich finde es falsch ein Kind zu bekommen das sein gesamtes Leben leodet, oder Hilfe brauchen könnte, und nach dem Tod der Eltern wäre niemand da der es weiter betreut. Die Chance dass all das NICHT eintritt ist mir viel zu gering.

  • Sarah Lisa Illner
    Sarah Lisa Illner 4 months ago +36

    niemand sollte das recht haben über den Körper eines anderen zu bestimmen. Das sollte auch nicht in einer demokratischen Wahl zur Debatte stehen dürfen, sondern jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Ich bin dennoch dafür, dass man zwingend eine psychologische Beratung durchlaufen muss, damit sichergestellt werden kann, dass die Entscheidung gut bedacht und aus freien Stücken getroffen wurde

    • Fabian Kirchgessner
      Fabian Kirchgessner 2 months ago

      @SonySlasher2468 exakt, also hab kein Sex wenn du nicht schwanger werden möchtest = Verantwortung für seine Entscheidungen nehmen

    • Fabian Kirchgessner
      Fabian Kirchgessner 2 months ago

      @SonySlasher2468 definitiv, Abtreibung ist defacto auch verboten, siehe Paragraph 218

    • SonySlasher2468
      SonySlasher2468 2 months ago

      @Fabian Kirchgessner Und genau deswegen werdet ihr niemals verstehen wie schmerzhaft es ist oder wie die ganzen Hormone und Emotionen uns deswegen wahnsinnig machen.

    • SonySlasher2468
      SonySlasher2468 2 months ago

      @Fabian Kirchgessner Was für Zufall. Ich auch nicht. Hatte auch nicht vor ein Kind zu bekommen. Aber wie sagt man so schön: "shit happens". Also soll deiner Meinung nach die Abtreibung selbst verboten werden?

    • Fabian Kirchgessner
      Fabian Kirchgessner 2 months ago

      @SonySlasher2468 nunja, ich würde mich zwar nicht als Heiligen bezeichnen, ich hatte aber bisher noch mit keiner Frau Sex bei der ich mir nicht hätte vorstellen können mit ihr ein Kind zu bekommen. (Ich kann nämlich Verantwortung für meine Entscheidungen nehmen)

  • a_guerkchen
    a_guerkchen 4 months ago +165

    Fand Justine unglaublich sympathisch, gefasst und sachlich.
    Besonders angesichts der Tatsache, dass ihr Gegenüber sich offenbar weigert, sich mit den möglichen Konsequenzen eines Abtreibungsverbots auseinander zu setzen. Wie kann man eigentlich fordern, dass Leute sich mehr "mit abtreibungen auseinandersetzen", wenn man selbst völlig faktenblind durch die Welt läuft🙄🙄

    • Vince Vegas
      Vince Vegas 4 months ago +3

      Du, hast vollkommen recht, einige "Argumente", welche die Kontra Partei aufführen wollte, z.B. wie es in den USA läuft, waren sogar eher Argumente und Beweise, welche die Meinung der Pro Seite sogar noch Fördern.

    • StarBuZZpro
      StarBuZZpro 4 months ago

      @Fan Wieso? Sie wirft eine Behauptung in den Raum, die so von niemandem auf diesem Planeten getroffen wird um die Gegenseite schlechter dar stehen zu lassen und diese Behauptung zu entkräften. Astreiner Stohmann.

    • Fan
      Fan 4 months ago +10

      @StarBuZZpro Das ist kein Strohmannargument, sondern eine Behauptung ohne Schlussfolgerung. Ich finde das furchtbar, wenn Menschen Wörter verwenden ohne deren Bedeutung zu kennen, einfach weil sich das Wort gut anhört. Außerdem könnte es sein, dass das Format deswegen so heißt? Aber verrate es keinem bevor du die Überraschung verdirbst.

    • StarBuZZpro
      StarBuZZpro 4 months ago +6

      Man merkt Justine an, dass sie in ihrer Bubble lebt und sich eigentlich nur mit Strohmannargumenten der Gegenseite wie z.B. Samenzelle des Mannes ist Leben auseinandergesetzt hat.

  • Lisa Montana
    Lisa Montana Month ago +2

    Ich bin absolut für eigene Entscheidungen und Abtreibungen.
    Danke für das interessante Gespräch!

  • TwilightShiek
    TwilightShiek 4 months ago +20

    Dem ernüchternden Fazit der beiden kann man sich nur anschließen. Eigentlich hat man nur eine Seite argumentieren gehört und auch, wenn ich mich ebenfalls auf diese Seite stelle, hat mich das Video gerade deshalb interessiert, um die Gegenmeinung zu hören. Glaube auch aus dem Rohgespräch wäre zumindest etwas mehr diesbezüglich dringewesen. So wirklich ein recht gehaltloser Beitrag für mich...

    • Arno Nymrod
      Arno Nymrod 4 months ago +8

      Durchaus, aber ich muss auch irgendwie gestehen, dass ich bei Belinda nicht so ganz das Gefühl hatte, dass da viel Argumente dahinter stecken außer "Ich bin dagegen". Ich meine sie hat zb gesagt, dass sie denkt, dass Frauen was besseres verdient haben als Abtreibung, aber hat nie erklärt, was genau das sein soll oder wie man sich das überhaupt vorstellen kann

  • World w.w.
    World w.w. 4 months ago +26

    Respekt an Belinda weil sie trotz des wissens wie die Mehrheit in diesen bubbles , Kommentare etc dazu eingestellt sind teilnimmt. Diese Gedult, Stärke und Drahtseil nerven hätte ich nicht. Und schön das sie Interesse zeigt, ins Gespräch geht und dennoch so freundlich und liebevoll geblieben ist

    • Arno Nymrod
      Arno Nymrod 4 months ago +7

      @Thinking and Wondering Kannst du mir sagen, wieso du findest, dass sie vom ZDF zu unrecht behandelt wurde? Denn Eindruck hatte ich persönlich jetzt weniger.

    • Thinking and Wondering
      Thinking and Wondering 4 months ago +3

      Ja. Echt wirklich super. Finde ich auch.
      Ich wäre vermutlich nicht so ruhig geblieben. Vermutlich hätte ich mich wirklich richtig gestritten, was schade ist, denn ich hasse Streits.
      Oder ich hätte vor lauter Stress kein Wort gesagt bzw. einen totalen Blackout gehabt.
      Aber Ja. Belinda ist da ein Vorbild für viele Christen.
      Gerade in der heutigen Zeit. Aber auch jenseits der Zeit.
      Nichts desto trotz bin ich mit der Behandlung ihr gegebenüber durch dass ZDF nicht einverstanden.

  • Josephine Rose
    Josephine Rose 4 months ago +42

    Ich finde Belinda hat in diesem Video viel zu wenig Redezeit bekommen und ihr Standpunkt wurde dadurch nicht so richtig klar. Das finde ich echt sehr schade, weil das alles andere als eine neutrale Darstellung des Themas ist. Als ein Projekt von zdf kann man schon erwarten, dass man genug von beiden seiten hört. In dem Format soll man schließlich aus der eigenen „bubble“ rauskommen, aber das ist nicht möglich wenn die eine person so wenig redezeit hat. Ich bin sehr enttäuscht

    • Corinna R.
      Corinna R. Month ago +1

      Ich fand es dieses Mal auch sehr zusammengekürzt und irgendwie unausgewogen geschnitten. Es wäre schön gewesen, ein bisschen tiefer in das Gespräch einsteigen zu können.

  • Hoaqxin
    Hoaqxin 4 months ago +15

    13:50 sehr guter Ansatz, das Volk bestimmen zu lassen, aber Belinda denkt da nicht weit genug. Schließlich bestimmt hier immer noch eine übergeordnete Instanz, nämlich der Bundesstaat. Vielleicht die Entscheidung noch weiter nach "unten" geben, vielleicht ja einfach jede Person selbst entscheiden lassen...

  • Tatze
    Tatze 4 months ago +8

    Mich macht es traurig, dass häufig nur über den Akt der Abtreibung diskutiert wird. Dabei ist die Abtreibung doch nur das Ende unterschiedlicher Prozessketten. In dem wir nur über Abtreibung diskutieren, sprechen wir beispielsweise Vergewaltigungsopfern die selben Bedürfnisse zu wie beispielsweise jungen Erwachsenen ohne soliden sozialen und finanziellen Hintergrund. Dabei sind doch die Bedürfnisse komplett unterschiedlich. Viel mehr sollten wir doch über die Prozessketten sprechen und warum diese zur Abtreibung führen und wie man hier individuell (! und mindestens) pro Personengruppe unterstützen kann, sodass eine Abtreibung nicht die einzige Option ist, oder nicht? Denn dann könnte man zumindest einem Teil derer, die ein Trauma aus der Abtreibung erhalten würden, proaktiv helfen um diesen Weg nicht gehen zu müssen. Was ja wiederum das Argument vieler Abtreibungsgegner ist.
    Es ist eine individuelle Entscheidung, versteht mich bitte nicht falsch. Aber man sollte sie aus intrinsischen und nicht aus extrinsischen Gründen fällen dürfen, ohne Druck von Außen, egal wie sie nachher ausgeht. Und dazu gehört, in beiden Fällen die bestmögliche Unterstützung der Gesellschaft zu erhalten.
    Oder nicht?

    • Fan
      Fan 4 months ago

      @0zan OG Biologisch gesehen ist Reproduktion immer das Ziel unabhängig vom Geschlecht und dass bei Männern generell eine emotionale Distanz herrscht ist absoluter Schwachsinn. Bei den meißten Männern ist das eben nicht so. Ich sehe auch keinen Grund wozu eine Frauengemeinschaft auf Männer angewiesen wäre. Wenn millionen Frauen schon bewiesen haben, dass sie alleinerziehend zurecht kommen ist diese Behauptung schlicht falsch. Generell sind deine konservativen Vorstellungen mehr dumm als sonstwas. Gott sprach es werde Licht, darum sehen wir die vielen Sonnen nicht.

    • 0zan OG
      0zan OG 4 months ago

      @Barbara Reichart
      Biologisch gesehen hat der Mann Sex um sie viel wie möglich von seinem Samen auf der Welt zu verbreiten und Nachkommen zu erzeugen.
      Die Frau ist die Empfängerin dieses Samens und ist in einer Schwangerschaft hilflos und eingeschränkt und auch nachdem das Kind geboren wurde immer noch eingeschränkt. Sie benötigt die Hilfe von einem verantwortungsvollen starken Mann der ihr überleben und ihres Kindes sichert. Da Männer den Drang haben ihren Samen überall zu verteilen liegt es meistens bei der Frau ob sie den Geschlechtsverkehr zulässt, weil wenn es nach dem Mann ginge würde er fast immer. Die Frau trägt hier die Verantwortung bei einer guten Partnerwahl um ihr überleben und ihres Kindes zu sichern.
      Bei der Frau kommt es beim Sex auch eine große emotionale Komponente dazu, welche beim Mann einfach so nicht vorhanden ist.

    • Fan
      Fan 4 months ago

      @0zan OG Meißtens ist es so: Je länger eine Version wird, desto weniger hat sie mit der Wahrheit zu tun. Mir als Mann fällt ganz spontan ein Fall ein in dem der Mann die volle Verantwortung für eine Schwangerschaft trägt. Wenn einer etwas erzwingt kann er die Verantwortung nicht abstreifen.

    • Barbara Reichart
      Barbara Reichart 4 months ago +1

      @0zan OG Ja, sehr gerne. Kann dann auch gerne mal das Argument umdrehen, um zu zeigen, weshalb ich es voellig absurd finde.

    • 0zan OG
      0zan OG 4 months ago

      @Barbara Reichart Barbara willst du die lange Version warum die Verantwortung hauptsächlich bei der Frau liegt ?

  • M.Games classics
    M.Games classics 3 months ago +2

    Ich habe in einen Krankenhaus Rahmen meiner Ausbildung bei Schwangerschaftsabbrüchen assistiert und würde es wieder tun. Es ist ein Menschenrecht. Warum steht eine Eizelle die sich zu dem Zeitpunkt n paar Mal geteilt hat rechtlich über der Frau?

  • Noise Hippo
    Noise Hippo 4 months ago +8

    Eine Abtreibung die für jemanden zum Fehler wurde, heisst nicht dass alle Freauen sich nach dem Beispiel richten müssen. Es was ein Individuum mit einer individuellen Entscheidu g und Erugnis. Sowas soll auch bei der jeweiligen Person "bleiben".

  • Kai Hennig
    Kai Hennig 4 months ago +26

    Schade, dass es mehr eine vortragende Frau und eine Zuhörerin war als eine Diskussion mit gleicher Redezeit.

    • Arno Nymrod
      Arno Nymrod 4 months ago +1

      @Wiktoria N ist es notwendig gleich so unfreundlich zu werden? :) Es hat die Redaktion einfach interessiert, woran die Person das fest macht um deren Meinung zu verstehen.

    • Kai Hennig
      Kai Hennig 4 months ago +12

      ​@unbubble Damit meine ich, dass Frau Pust fast durchgehend redet und Frau Schmölzer nicht bzw. kaum zu Wort kommt. Frau Pust hält einen minutenlangen Monolog und wenn Frau Schölzer etwas kurz beigesteuert hat, reagiert Frau Pust wieder mit einem minutenlangen Monolog. Ich habe die Redezeit nicht genau gestoppt. Als Zuschauer ist das aber mein Gefühl. Prinzipiell gefällt mir das Format bisher sehr gut. Ich würde mir jedoch für zukünftige Videos wünschen, dass beide Teilnehmenden ungefähr den gleichen Redeanteil bekommen und von der Redaktion darauf geachtet wird, dass es nicht zu einseitig ist.

    • Wiktoria N
      Wiktoria N 4 months ago +10

      @unbubble es gibt genau eine einzige Art diesen Kommentar zu interpretieren. Woran scheiterts jetzt bei euch?

    • unbubble
      unbubble  4 months ago

      Wie genau meinst Du das?

  • Kittycat904
    Kittycat904 3 months ago +1

    Finde es wichtig unter bestimmten Voraussetzungen über seinen eigenen Körper zu entscheiden. Der Staat sollte nicht das Recht haben auf dieses Persönlichkeitsrecht einzugreifen, das tut er bei anderen Dingen auch nicht. Man kann doch niemanden zwingen schwanger zu sein/bleiben und Mutter zu werden, das endet im schlimmsten Fall mit ungewollten Kindern die psychische Störungen bekommen oder noch schlimmer den Kindestod

  • Lukas Schurr
    Lukas Schurr 4 months ago +5

    Es kommt alles darauf an, wann man glaubt, dass das Leben beginnt, weil ich glaube es sind sich alle einig, dass jedes Leben gleich viel Wert ist und ich glaube keiner würde sagen, daß es erlaubt sein sollte einen erwachsenen Menschen umzubringen, um eine Schwangerschaft zu verhindern

    • Lukas Schurr
      Lukas Schurr 4 months ago

      @Nefertari🦅 Das ist ja gerade der Punkt, aus deiner Sicht ist der Fötus noch kein menschliches Leben, wenn man es aber als menschliches Leben sieht finde ich eine Abtreibung aus oben genannten Gründen falsch.

    • Nefertari🦅
      Nefertari🦅 4 months ago +1

      @Kaktus Ist aber nicht 100% richtig. Eine Person im Koma Stadium 4 zeigt keine Reaktionen auf Schmerz. Alle anderen 3 Stadien schon. Außerdem zeigt sich im Normalfall eine Verbesserung des Komas oder Hirntod. Das beides kann man nicht vergleichen.

    • Lavendel
      Lavendel 4 months ago

      @Nefertari🦅 1. Biologisch betrachtet ist es unumstritten und es gibt es keinen Zweifel wann das Leben eines Menschen beginnt: Ein neuer menschlicher Organismus beginnt zu existieren, wenn der Prozess der Befruchtung erfolgreich abgeschlossen ist. Also sobald das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist und sich mit ihr verschmilzt.
      2. woher weißt du, dass ein ungeborenes Kind kein Bewusstsein hat und keine Schmerzen?
      Das Kind befindet sich ja in einem fortschreitenden Entwicklungsprozess und von außen betrachtet kannst du nie 100% festlegen, ab wann das ungeborene Kind nun Evtl. Schon Schmerzen spürt. Außerdem denke mal deine Idee zu Ende. Sollen wir jetzt den Wert und die Würde eines Menschen daran festlegen, ob er Bewusstsein hat oder Schmerzen spürt? Was ist dann mit komatösen Menschen? Die dürfte man nach deiner Definition dann ja töten.
      Wir sind auch nicht allwissend und können nicht in die Zukunft von Menschen sehen, also finde ich es auch schwierig zu sagen, die Umstände der Mutter sind schlecht, treib mal ab. Da sollten wir lieber individuell als Gesellschaft schauen, wo die Mütter Hilfe und Unterstützung brauchen. Wir sprechen ja einem geborenen Menschen auch nicht seinen Wert ab, weil er in sozial schwachen Verhältnissen lebt.

    • Kaktus
      Kaktus 4 months ago +2

      @Nefertari🦅
      Eine im Koma liegende Person spürt ebenfalls keinen Schmerz und hat kein klassisches Bewusstsein. Trotzdem ist sie am Leben und hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das gleiche Recht sollte ein Fötus haben. Abtreibungen müssen im Sinne eines humanistischen Zusammenlebens verboten werden.

    • Nefertari🦅
      Nefertari🦅 4 months ago +2

      Dann ist aber auch die Frage was Leben überhaupt ist. Man kann zwar am Leben sein aber es ist nicht lebenswert.
      Die Frage ist ja immer: Wer treibt denn ab? Das sind ja meistens Leute, die gerade in einem Brennpunkt leben. Und Studien zeigen, dass durch eine Abtreibung die Wahrscheinlichkeit viel höher war zB aus einer gewalttätigen Beziehung zu fliehen. Während, die Frauen die das Kind bekamen eher in dieser Beziehung blieben. Da der Fötus/ungeborene Kind noch keine schmerzen spürt und kein Bewusstsein hat,würde ich das Leben der Frau immer darüber stellen.

  • dig_dis277
    dig_dis277 2 months ago

    Ich finde es sehr interessant, dass das wichtigste in Belindas Leben ist, nicht allein durchs Leben zu gehen und sich auf jemanden verlassen zu können und sie auf der Seite der Abtreibungsgegner ist

  • Christopher Hess
    Christopher Hess 4 months ago +14

    Ich finde die Frage unpassend. Muss denn gleich alles was erlaubt ist, ein Menschenrecht sein? Besonders bei einer so moralischen Frage?
    Ich finde Abtreibungen sollten nicht verboten werden, aber sie zu erlauben ohne diese Erlaubnis in Frage zu stellen, sehe ich auch problematisch. Juristisch erlaubt aber moralisch zumindest noch hinterfragt, würde es vielleicht am besten Beschreiben. Man darf bei der ganzen Diskussion halt auch nicht vergessen, dass dabei ein werdendes Geschöpf zum Nichtwerden gebracht wird, und dass vielen Menschen dies nicht einfach so akzeptieren können ist doch erstmal nichts unmenschliches. Jeder Frau diesen Schritt aber unter allen Umständen verbieten zu wollen finde ich dennoch auch sehr übergriffig.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @tomtomtom Jede Schwangerschaft ist ein Risiko, wie auch die Geburt.
      Dazu kommt Gewalt unter der Geburt.

    • tomtomtom
      tomtomtom 3 months ago

      @Orchidee Ja in dem Fall kann man natürlich einschreiten

    • Joseph Schneider
      Joseph Schneider 3 months ago

      @Christopher Hess Dem würde ich wiederum wiedersprechen. Handlungsfreiheit, Menschenwürde - das sind alles negative Rechte. Der Staat schenkt dir hier nichts, er tut dir etwas nicht an bzw verbietet es dir nicht. Allerdings ist es halt nicht ganz so einfach, weil sich die Menschenwürde des nasciturus und die Handlungsfreiheit der Schwangeren gegenüber stehen. Die Diskussion positiv/negativ führt zu nichts. Die entscheidende Frage ist: Gibt es einen Grund, eines der beiden Leben höher zu bewerten? Und da würde ich sagen: ja. Niemand hat die Pflicht, durch seinen Körper(und sein Leben, wenn man bedenkt, dass eine Schwangerschaft auch mal zum Tod der Schwangeren führen kann, auch wenn das in 1.Welt-Ländern seltener geworden ist) jemand anderem das Leben zu ermöglichen.
      Das Argument "Das ist aber schlecht für Frauen" ist bevormundend und sollte eigentlich nicht gelten. Man fragt sich dann nur, ob Feminist:innen dieselbe Nicht-Bevormundung auch beim Thema Prostitution walten lassen.

    • Christopher Hess
      Christopher Hess 4 months ago +2

      @tomtomtom dem würde ich Widersprechen wollen. Jedes Menschenrecht muss positiv sein, sonst macht der Grundgedanke dahinter keinen Sinn.

    • tomtomtom
      tomtomtom 4 months ago

      This. Ein Menschenrecht kann eigentlich nicht positiv sein, und in einem natürlichen Setting ohne medizinischen Zugang hätte ja auch keiner Schuld daran dass eine Schwangere keine Abtreibung erhielt.

  • Black Patrick-bervely
    Black Patrick-bervely 4 months ago +19

    Ich finde es immer interessant zu sehen in welchem kreisen sich viele Menschen bewegen, ich bin stark der Meinung, daß bei gewissen Themen es unmöglich ist auf einen Nenner zu kommen. Weil gewissen Parteien/ Menschen was auch immer einfach zu unterschiedlich denken.
    Mir tun Menschen sehr leid die bei solchen Diskussionen sehr leiden müssen, weil der gegenüber einen nicht versteht.
    Ich habe jetzt keine Lösung parat, aber eins möchte ich los werden. Wir leben in einer welt wo klar gewissen menschen benachteiligt werden. Sexismus, rassismus oder wie heute frauen die wegen Abtreibung in der Gesellschaft nicht wirklich geduldet werden. Mir ist klar das solche Diskussionen wichtig sind, und gewissen Zuschauer eventuell eine neue Sichtweise zeigen kann.
    Aber ich bin der Meinung das bei gewissen Themen keine zwei Meinungen geben darf, und gewissen Personen extra Schutz brauchen.
    Ich finde es verstörend mit anzusehen, wie eine Frau, die eine treibung gemacht hat, mit einer Frau diskutiert die durch aus nett ist, aber überhaupt nicht versucht mit ihr auf einen Nenner zu kommen.
    Wenn der Ziel dieses Format es ist zu zeigen wie gespalten unsere Gesellschaft ist, bei gewissen Themen macht ihr ein guten Job.
    Aber das auf Kosten der betroffenen die mehr leiden.
    Mein Lösung Vorschlag wäre einfach sehr smarte Menschen einzuladen, die nicht nur genug Sympathie mit bringen, sondern sich auch gut in Menschen hineinversetzen können.

    • Black Patrick-bervely
      Black Patrick-bervely 4 months ago +1

      @Miguel Sanchez Sanchez
      Soweit würde ich nicht gehen, bei gewissen Themen wäre mir meine Zeit einfach zu schade, mit gewissen Leuten würde ich erst garnicht diskutieren. Nicht alle Themen muss man aus diskutieren, bei gewissen Themen gibt eine klare Antwort/ bzw sollte es keine zwei Meinungen geben.

    • Miguel Sanchez Sanchez
      Miguel Sanchez Sanchez 4 months ago +3

      @Black Patrick-bervely Es gibt aber zwei unterschiedliche Meinungen bei allen Themen, egal was du willst. Was soll mit den Menschen passieren, deren Meinungen dir nicht genehm sind? Ausschließen und canceln? Super Demokratie, tolle Debattenkultut. So überzeugst du bestimmt

    • Black Patrick-bervely
      Black Patrick-bervely 4 months ago +1

      @Miguel Sanchez Sanchez
      Bei gewissen Themen darf es keine zwei Meinungen geben. Das ist meine Meinung und ich stehe dazu. Außerdem was spricht dagegen Menschen auszuwählen die einfach sehr smarte sind. Sympathisch und genung Erfahrung im Leben gesammelt haben um dem Gegenüber zu verstehen.

    • Miguel Sanchez Sanchez
      Miguel Sanchez Sanchez 4 months ago +2

      Also willst du einfach blinde Zustimmung und überhaupt gar keine Debatte und Menschen, die für dich nicht genug Empathie zeigen, werden sofort aus dem Diskurs und der Gesellschaft ausgeschlossen? Super Idee... nicht

  • Thinking and Wondering
    Thinking and Wondering 4 months ago +20

    Interessantes Video, die Grundidee gefällt mir sehr gut, auch die Diskussion an sich war sehr aufschlussreich. Sie Regt an. Man denkt über vieles nach. Ist sehr positiv.
    die Redezeiten sind allerdings wieder absolut unter aller Sau...,
    Man merkt leider eindeutig wer eure bevorzugte Kandidatin war...,
    Deswegen, einmal mehr mein Kompliment und meine Hochachtung vor Belinda Helena.
    Trotz allem die Positionen zu verteidigen, einen kühlen Zu bewahren auch wenn es ihr wie gesagt nicht einfach gemacht wird...,

  • Hatersgona hate
    Hatersgona hate 4 months ago +1

    Abtreibung dafür oder nicht. Ich finde, man kann das erst nachempfinden, wenn man schwanger wird und das so plötzlich. Erst dann wird es einem klar, um was es sich geht und wie die Zukunft bei einem aussehen würde.

  • Jessica I
    Jessica I 4 months ago +32

    Ich finde man muss Ableitungen aufhören auf persönlicher und vor allem emotionaler Ebene zu sehen. Viel wichtiger sind Gesundheitliche und Medizinische Aspekte, ob wir nun über psychologische oder physische Zustände sprechen finde ich dabei auch garnicht so relevant. Abtreibungen sind in manchen Fällen einfach eine Notwendigkeit und sollte alleine deshalb schon legalisiert werden.

    • Claudia Kuss
      Claudia Kuss 4 months ago +1

      Ja eben! Abteilungen werden zu Hauf durchgeführt. In Deutschland dürfen Frauen mehrmals hintereinander Abtreibungen durchführen lassen

    • Seg Ka
      Seg Ka 4 months ago +5

      Das ist doch schon jetzt so. Eileiterschwangerschaften werden immer pro Mutter entschieden und dafür hat jeder Verständnis. Was ein Unsinn, das jetzt reinzubringen.

    • Judex
      Judex 4 months ago

      Gut, dann mal ganz wissenschaftlich:
      "Der Beginn des individuellen menschlichen Lebens wird überwiegend mit der Befruchtung der Eizelle und der damit verbundenen Bildung eines neuen menschlichen Lebewesens mit eigener genetischer Identität, die sich von jener der Mutter und des Vaters unterscheidet, gesehen."
      Damit ist Abtreibung per Definition Mord, da ein Leben gewollt beendet wird.
      Zum anderen ist eine Schwangerschaft für die Frau natürlich auch eine große Belastung und hat natürlich Risiken. Aber der Körper der Frau wurde dafür gemacht.
      So, jetzt zum Punkt der "notwendigen Abtreibung": Sobald das Leben der Mutter durch den Embryo bedroht wird, handelt es sich bei einer Abtreibung um Notwehr, da "Notwehr die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden, ist". Auch wenn Abtreibung illegal wäre, würde das Gesetz der Notwehr trumpfen, da die Mutter bedroht wird und womöglich sterben könnte.

  • Lara Bonczek
    Lara Bonczek 4 months ago +170

    Ich bin definitiv dafür das eine Frau selber entscheiden soll ob sie dir Schwangerschaft austragen möchte oder nicht. Sie hat das Recht selber über ihren Körper zu entscheiden

    • Sven Müller
      Sven Müller 23 days ago

      @slimstockholmsyndrome denk mal nach
      Wer hat den Schwanz und zieht das Kondom über

    • slimstockholmsyndrome
      slimstockholmsyndrome 23 days ago

      @Sven Müller was wenn die Frau mit der du schläfst "das kondom besoffen vergisst"? Wirst du dann glücklicher Vater?

    • tomtomtom
      tomtomtom 4 months ago

      @Sara Q&L Da hast du Recht, der Vater wäre genau so Schuld.

    • Sara Q&L
      Sara Q&L 4 months ago

      @tomtomtom du vergisst, dass es einen Mann braucht um ein Kind zu zeugen und dass dieser ebenfalls für die Verhütung zuständig ist.
      Wenn Chantal dazu gezwungen wird das Baby zu bekommen, müsste der Typ auch dazu gezwungen werden für das Kind zu sorgen. Ganz zu schweigen, dass Chanzal 9 Monate Schwangerschaft und ne Geburt überstehen muss, die sie nicht möchte und die für ihren Körper eine Höllenqual sein kann

    • Diana1984
      Diana1984 4 months ago +2

      @Lara Bonczek Stimmt, wer als Mann nicht die Verantwortung übernehmen möchte, Vater zu werden, der sollte auch keinen Sex haben. Ich mache da keinen Unterschied, nur sind Abtreibungen eben die Entscheidung der Frau, daher richte ich mich natürlich an Frauen, wenn es um dieses Thema geht.
      Ginge es um Unterhaltszahlungen und Männer wollen dazu nicht verpflichtet werden, würde ich auch ihnen sagen, denkt an dieses Risiko vor dem Sex, und mich nicht stattdessen an Frauen wenden.
      Du kannst außerdem nicht davon ausgehen, dass jeder Abtreibungsgegner kein einziges Problem außer Abtreibungen angeht. Das ist eine unfaire, falsche Annahme.

  • Sascha Schröder
    Sascha Schröder 4 months ago +14

    Die Frage sollte eigentlich nicht heißen, ob man legal abtreiben darf, sondern bis zu welchem Zeitpunkt es legal sein sollte ohne medizinische Gründe.
    In den letzten Jahren waren ja die verschiedensten Daten immer genannt wurden. Angefangen von der 13. SSW über die 24. SSW bis hin zum 9. Monat, also kurz vor der Geburt.

    • Sascha Schröder
      Sascha Schröder 3 months ago

      @DaveDEF82 ich meine beides!

    • DaveDEF82
      DaveDEF82 3 months ago

      Und "medizinische Gründe"? Du meinst hoffentlich medizinische Indikationen, die auf eine Gefährdung der Mutter hinweisen, und nicht irgendwelche eugenischen Ansätze wie das Abtreiben von nachweislich mit Gendefekten versehenen Embryos oder Föten.

    • Trollinator
      Trollinator 4 months ago +1

      An was würdest du den Zeitpunkt dann festmachen?

  • therealdasina
    therealdasina 4 months ago +4

    Ich frag mich was Belinda meint mit Frauen hätten was besseres verdient🤷‍♀️
    Also ich finde Frauen haben verdient, dass sie ernst genommen werden. Und auch, wenn man sich einfach ne Schwangerschaft nicht zutraut und das nicht durchmachen möchte, muss das ernst genommen und anerkannt werden. Bis wann, wie wo was etc. muss per Ethikrat und Politik festgelegt werden, Entkriminalisierung und ne gute Regelung und gut ist.

  • Joel 88
    Joel 88 4 months ago +3

    In jeder Folge steht: "Alle erkennbaren Merkmale die auf sozialen Status oder persönlichen Geschmack hinweisen... eliminiert werden" das werden sie eben nicht durch einen grünen "Blaumann"... Ich finde das Konzept an sich schon gut, nur sollte man es erweitern. Es geht um die Geschichte und die Meinung des jeweils anderen. Wenn man aber demjenigen "face to face" gegenüber sitzt, ist man automatisch ein wenig gehemmt die Wahrheit zu sagen. Mein Vorschlag: baut einfach die klassische Schattenwand zwischen den Hockern ein.

  • Bianca J.D.
    Bianca J.D. 4 months ago +45

    Die "Anonymisierung" ist doch ein Witz...
    Alleine die Frisuren, ob jemand manikürte Nägel hat, die Zahngesundheit, die Haut, ob Botox benutzt wurde usw..., sagen so unfassbar viel über Klasse und ökonomischen Status aus...

    • Valentin Friedrich Hahn
      Valentin Friedrich Hahn 3 months ago +5

      Kleider machen Leute. Wenn da jemand grade von der Arbeit kommt im vollen Markenanzug und da sitzt mit jemanden in Pumphose sind doch schon die ersten Wörter gefallen. Natürlich macht ein Gesicht auch einen Menschen, aber wenn man die Kleider doch schonmal rauslässt, ist doch schon ein Schritt getan

    • Diana1984
      Diana1984 4 months ago +6

      Na ja, das stimmt an sich schon, allerdings wird der Effekt zumindest etwas abgeschwächt, außerdem lassen sich manche Haltungen etc. dadurch evtl. besser verbergen.
      Ob man sich z.B. freizügig oder bieder, sportlich oder elegant, maskulin oder feminin kleidet, sagt doch nochmal mehr über eine Person aus. Und viele von den von dir aufgezählten Dingen können manchmal auch trügerisch sein, wenn sich beispielsweise jemand nicht für seine Nägel oder Haare interessiert oder all seine Ersparnisse ins Aussehen investiert usw.. Gewisse Rückschlüsse kann man aber meistens natürlich doch ziehen und Verhalten und Ausdrucksweise lassen diese bis zu einem gewissen Grad ebenso zu.
      Ich bin mir allerdings auch gar nicht so sicher, was der Sinn hinter der Anonymisierung ist. Weiß man vorher nicht, zu welchem Thema oder Format man eingeladen wurde?

  • Sojabohne
    Sojabohne 4 months ago +21

    Sie spricht davon das wir uns nicht das Recht herausnehmen sollten dem einen mehr Wert und Recht auf Leben zuschreiben sollten als dem anderen. Gleichzeitig nimmt sie sich aber das Recht heraus den Wert eines fühlenden Lebewesens zu bestimmen und als minderwärtig zu bestimmen. Und zwar eines Tieres. Warum hat ein Hund, eine Katze oder ein Schwein weniger das Recht auf Leben als der Fötus der sich in der 9.Woche der Entwicklung befindet? Besitzen nicht beide einen Lebenswillen? Bei dem Tier ist es sogar so das es Angst und Freude empfindet und in der Lage ist Empathie zu empfinden. Ein Schwein kann zu uns Menschen die gleiche Bindung aufbauen wie ein 2 Jähriges Kind aber das Schwein hat weniger Lebensrechte als der Fötus? Ab wann beginnt die Fähigkeit für eine emotionale Bindung bei einem Fötus?

    • DaveDEF82
      DaveDEF82 3 months ago

      @Aljoscha Dietrich Sorry, aber woher hast du bitte den Unsinn, dass Shapiro Flat Earther wäre?

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Aljoscha Dietrich Achso, dann sag das doch gleich.
      Ich verstehe zwar nicht ganz, was du unter "moralischer Wert" verstehst, aber ich würde Menschen aufgrund ihrer potentiellen Kulturfähigkeit (Kultur im Sinne der Kulturanthropologie von Ernst Cassirer) einen höheren Wert zugestehen als anderen Tieren. Das trifft dann auch auf Embryonen zu.

    • Aljoscha Dietrich
      Aljoscha Dietrich 4 months ago

      @Xadrian Mich interessiert nicht, was Nietzsche denkt, sondern was du persönlich denkst. Warum hat ein Fötus moralischen Wert? ganz einfache Frage.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Aljoscha Dietrich
      Puh...Ein Vergleich mit Ben Shapiro...Jetzt fühle ich mich irgendwie schmutzig.
      Zu deiner Frage: Das ist natürlich eine sehr weitreichende Frage...Aber man könnte z.B. mit Nietzsche Moral an sich zunächst kritisieren. Und soziologisch betrachtet ist Moral ohnehin nichts anderes als der kollektiv verschleierte Wille der Mächtigen. Aber das ist natürlich nur eine von vielen möglichen Herangehensweisen.
      PS: Ich glaube übrigens daran, dass die Erde eine Kugel ist (sonst könnten die Reptilienmenschen ja gar nicht im Erdkern wohnen)

    • Aljoscha Dietrich
      Aljoscha Dietrich 4 months ago

      @Xadrian lmao. Und Ben Shapiro hatn MBA von Harvard University glaubt aber daran, dass die Erde ne Scheibe ist. Aber komm da du deinen Phd machst bin ich jetzt mal gespannt. Dann sag mir doch mal was auschlaggebend ist für moral value

  • Einfach, Denken
    Einfach, Denken 4 months ago +23

    "Wenn ich erzähle: "ich hatte eine Abtreibung" dann ist die Reaktion nicht "ja cool sis lass uns einen trinken gehen"". Als wäre eine Abtreibung (selbst wenn legal) eine tolle Sache. Das ist ja wie wenn man sich beschwert, dass man nicht dafür gefeiert wird, wenn man bei seinen Eltern die Lebenserhaltenden Maschinen abstellen musste... Eine sehr merkwürdige Sicht auf die Welt...

    • IN • TE • DOMINE • SPERAVI
      IN • TE • DOMINE • SPERAVI 4 months ago

      @Elisa Burm Eine freiwillige Entscheidung für eine Kindstötung ist trotzdem immer falsch. Warum redet man so selten über die moralische Natur der Handlung "Abtreibung"?
      Dabei wird ein kleiner, schwacher, unschuldiger Mensch von einem großen Menschen entweder vergiftet oder mit einem Unterdrucksauger zerrissen. In späteren Phasen (etwa ab Woche 13-15) wird das Kind dann mit einer Zange in Stücke gerissen. Beispielsweise erst ein Arm, dann ein Bein, etc. Der Kopf muss schon in der Gebärmutter zerknirscht werden, damit er auch herausgeholt werden kann. Anschließend muss man noch nachzählen, ob man auch alles erwischt hat. Das ist erstens Mord, und zweitens auch noch eine ziemlich grausame Art und Weise ermordet zu werden. Das würde mit einer Legalisierung tausendfach jedes Jahr passieren. Und Leute, die sowas für Geld machen, sind vielleicht in unserer Nachbarschaft.
      Ein Mensch braucht keine Daseinsberechtigung, indem er gewollt ist. Dieses Prinzip wurde in unserem Land schon in den 30er und 40er Jahren zuende gedacht.
      Ich sage hier nicht, dass das deine Sichtweise ist, aber das sind deine Prinzipien zuende gedacht. Und es gibt Leute, die das zuende denken (und handeln) werden.

    • Jule JEF
      Jule JEF 4 months ago

      @LivenItUp Whuat? Abtreibungsgegner behaupten, man würde heutzutage gefeiert werden, weil man abgetrieben hat? Wer verdreht hier welche Argumente 🙈

    • LivenItUp
      LivenItUp 4 months ago

      Du missverstehst das Argument& verdrehst es auf fast schon bösartige Art. Sie hat es gesagt um aufzuzeigen, dass man eben nicht für einen Schwangerschaftsabbruch gefeiert wird, sondern im Gegenteil massiv verurteilt wird-anders als Abtreibungsgegner_innen es behaupten. Ju hat nie behauptet dass das die Reaktion ist, die sie haben will.

    • Elisa Burm
      Elisa Burm 4 months ago

      @Jule JEF ja, richtig. Denke ich auch. Offenbar macht man sich es einfacher, das Problem zu lösen, indem Abtreibungen verboten werden, als klar zu benennen: die Entscheidung für oder gegen das kind muss freiwillig sein.

    • Einfach, Denken
      Einfach, Denken 4 months ago +1

      @Jule JEF ich habe das sehr ähnlich verstanden, was ich tatsächlich sehr schade finde, da die Ansichten nicht wirklich weit auseinander liegen. Ich bin der Überzeugung, dass Abtreibungen moralisch nicht zu rechtfertigen sind. Würde mich aber freuen wenn mich jemand von Gegenteil überzeugen könnte. Leider habe ich auch noch nie jemanden getroffen der anstlatzweise haltbare Argumente für eine Abtreibung bringen konnte, daher hatte ich mich sehr auf eine solche Debatte gefreut.
      Wobei die Expertise von Personen die vermutlich noch nie ein philosisches Werk gelesen haben, in einer so komplexen Thematik wie der Ethik zumindest anzuzweifeln ist.

  • O. Baum
    O. Baum 4 months ago

    Ich glaube das Problem bei diesen Diskussionen ist das 1. viel zu viel vor allem am anfang um den heißen Brei geredet wird. Und 2. Jeder sollte zu Anfang seinen Standpunkt ganz klar und deutlich definieren, aufzeigen WO man steht und WIE man da hin gekommen ist. Das fehlt mir oft vorallem auf pro life Seite. Um eine Sinnvolle Diskussion führen zu können muss nämlich jeder den anderen ganz verstehen und noch weiter gegriffen jeder muss seinen eigenen Standpunkt verstehen und klar haben. Dazu kann man den Menschen auf helfen mit guten Fragen. Ansonsten ist es eher ein Austausch von Meinungen oder argumenten aber es scheint nicht richtig zum anderem durch zu dringen dadurch werden Diskussionen wertlos da alle ihre Meinung nur verfestigen. Man diskutiert doch um voran zu kommen und nicht um sich auf seine Stelle einzufahren.

  • speckolga
    speckolga 4 months ago +59

    Mit hat auf der Seite gegen Abtreibung total gefehlt, was denn die Alternative sein soll. Ich weiß nun natürlich nicht, ob das besprochen aber nicht ins Video aufgenommen wurde. Aber das fand ich schon sehr komisch. Man kann ja für sich selbst Abtreibung ablehnen, aber wie hier auch schön rausgestellt wurde: Abtreibung zu illegalisieren verhindert Abtreibungen NICHT. Sie macht sie nur gefährlicher.

    • Bianca J.D.
      Bianca J.D. 3 months ago

      @DaveDEF82 25 tote Frauen jedes Jahr in Deutschland sind also "kein Problem"? Richtig ekelhafte Denkweise...

    • DaveDEF82
      DaveDEF82 3 months ago

      @Bianca J.D. 2016 waren es 0,003% ... Tu nicht so, als ob das ein großes Problem wäre. Übrigens 0,004% bei Kaiserschnitt. OP-Risiko und so ... Wir reden hier also von 3 Frauen auf 100.000 Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes sterben.

    • Tessa Ritter
      Tessa Ritter 4 months ago +1

      @Ivan, ich dachte lange, entscheidend sei die Frage, ab wann das menschliche Leben beginnt oder ab wann man es als Person bezeichnen könnte. Diese Frage finde ich extrem schwierig. Aber dann habe ich erkannt, dass diese Frage (für mich) keine Rolle spielt, da wir auch um eines erwachsenen Menschens Willen niemanden verpflichten, Teile seines Körpers zu teilen. Leben zu retten mit Blut-/Organspenden ist ein lobenswerter Akt der Selbstaufopferung. Leben in sich zu schaffen mit einer Schwangerschaft und Geburt ist ein lobenswerter Akt der Selbstaufopferung. Beides sollte keine Pflicht sein.

    • Ivan
      Ivan 4 months ago

      @Tessa Ritter Ich habe nur geschrieben, dass der Vergleich hinkt und es schade ist, dass ausgerechnet dieser Vergleich dich am Ende überzeugt hat.
      Ich habe nicht geschrieben, dass eine Schwangerschaft leicht sei oder ohne Komplikationen bleibt. Ich weiß deine detaillierte Beschreibung zu schätzen, aber du musst mir nicht erklären, wie verdammt hart eine Schwangerschaft sein kann.
      Warum warst du denn lange Zeit zwiegespalten wenn es um Abtreibung geht? Irgendetwas scheint dich daran irgendwann mal gestört zu haben

    • Tessa Ritter
      Tessa Ritter 4 months ago +2

      @Ivan, was an dem Vergleich hinkt? Warst du schon mal schwanger? Ich zweimal. Das ist eine krasse Belastung für den Körper. Übelkeit, Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Inkontinenz, Kreislaufprobleme, geschwollene Hände, Füße, Beine, jede Menge Infektionen, weil das Imunsystem runter fährt, Nährstoffmangel mit entsprechenden Symptomen... und das ist nur eine Auswahl der Probleme, mit denen frau 1-2 Jahre zu kämpfen hat. Ja, die reine Schwangerschaft sind 9 Monate, aber bis sich der Körper halbwegs erholt hat, dauert es mindestens nochmal so lange. Und manche Änderungen gehen nie zurück. Jede Schwangerschaft verändert den Körper für immer. Dabei meine ich nicht nur ästhetische Dinge wie Dehnungsstreifen, sondern v.a. die Dehnung des Beckenbodens (Inkontinenz bleibt ein Dauerthema) und Veränderungen des Zyklus, häufig hin zu längeren und stärkeren Regelschmerzen. Ich habe das alles gerne gemacht. Ich wollte Kinder und mir war es das wert. Aber ich will nicht, dass mir oder irgendeiner Frau diese Entscheidung abgenommen wird. Erst recht nicht durch Leute, die nie diese Erfahrung gemacht haben, schwanger zu sein.

  • Squiddy Squad
    Squiddy Squad 4 months ago +8

    Wieso müssen die Menschen die bewusste Entscheidungen Treffen immer ein stecken gegen die die es später bereuen? Die die es später bereuen haben halt Pech. Wieso müssen die andere Leute Leben versauen?

    • c:
      c: 4 months ago

      Wow... Hammer aussage.
      Wenn Familie und Partner einen zu einer Entscheidung drängen hat man auch einfach Pech gehabt?
      Bin 100% pro choice aber deine aussage ist echt mies.

    • Riot Grrrl
      Riot Grrrl 4 months ago

      Du bist auf die falschen wütend, die wenigsten Frauen bereuen den Eingriff. Es handelt sich um einen Vorwand und Infantilisierung von Frauen.

  • Sarah Solange Channel
    Sarah Solange Channel 2 months ago +3

    Einfach mal eine Familienaufstellung machen, dann denkt man ganz anders über dieses heikle Thema und viele würden sich ganz anders entscheiden!

  • Minamiyah
    Minamiyah 4 months ago +7

    Meine Meinung deckt sich genau mit der von Justine. Würde ich ungewollt Schwanger werden und mir wäre ein Abbruch verboten würde ich denken wie sie und im schlimmste Fall wäre mir mein Leben dann auch egal. Ich find es super wichtog das es Schwangerschaftsabbrüche gibt auch wenn es natürlich das Risiko gibt das nicht jeder diese Entscheidung in der Zukunft noch gut findet. Es ist ein sehr sensibles Thema aber ich finde Belinda, auch wenn ich nicht ihrer Meinung bin unfassbar sympatisch. Beides sehr gute Gäste und ein respektvolles Gespräch auf Augenhöhe, großes Lob an die beiden.

    • Minamiyah
      Minamiyah 4 months ago +1

      @SonySlasher2468 Der Meinung bin ich auch. Klar ich möchte keine Kinder aber Frauen die ein Kind verlieren gehen etwas Traumatisches durch was man niemandem wünscht. Ich finde jeder sollte entscheiden dürfen ob er Kinder möchte oder nicht und falls es zu Unfällen kommt sollte die Möglichkeit bestehen einen Abbruch durchzuführen. Zudem gibt es genug Frauen die durch Vergewaltigung ungewollt schwanger werden, ihnen dann wie jetzt in Amerika das Kind aufzuzwingen find ich absolut Verachtend der Frau gegenüber.

    • SonySlasher2468
      SonySlasher2468 4 months ago +2

      @Minamiyah Das respektiere ich. Ich hasse es wenn andere Frauen mich zwingen eine Schwangerschaft und Geburt durchzustehen die ich gar nicht will. Es ist traurig ja ein Kind so zu verlieren und mir tun auch die anderen Frauen leid die nicht in der Lage sind Kinder zu bekommen. Aber trotzdem bin ich nicht bereit mein Leben für ein Kind zu riskieren was sowieso nicht großziehen werde und ein Heim kommt für mich sowieso nicht infrage. Ich bin allerdings nicht sicher was Pflegefamilien angeht.

    • Minamiyah
      Minamiyah 4 months ago +1

      @SonySlasher2468 Und ob es Kinderhandel ist, da bin ich zwiegespalten und habe um ehrlich zu sein keine richtige Meinung dazu weil ich mich nie mit dem Thema befasst habe weil es für mich nicht infrage kommen würde, kann dir diese Frage deshalb nicht beantworten.

    • Minamiyah
      Minamiyah 4 months ago

      @SonySlasher2468 Nein, es ist mir egal wie viel Geld geboten werden würde für mich ist die Vorstellung von einem Kind oder überhaupt eines in mir zu haben so schlimm das mir alles so egal wäre und ich es nur weg haben wollen würde. Ich hatte tatsächlich mal die Vermutung schwanger seien zu können, wurde daraufhin wegen einem Suizidversuch in die Geschlossene gebracht. Die Monate danach waren Horror für mich, auch wenn der Test negativ war hatte ich immer das Gefühl es könnte doch etwas sein. Ich kann auch aufgrund dieser Angst keinen Sex mehr haben, selbst mit mehrfacher Verhütung. Es ist so ein schlimmes Thema für mich und würde Frauen die Möglichkeit genommen werden Abzutreiben wäre das ein Skandal meiner Meinung nach.

    • SonySlasher2468
      SonySlasher2468 4 months ago +1

      Verstehe ich aber was wäre wenn sich jemand bei dir melden würde der dein Kind adoptieren würde und sogar bereit wäre für dich zu zahlen? Würdest du es als Kinderhandel bezeichnen? Immerhin bezahlt die Person nicht direkt mit Geld sondern sorgt mit seinem Geld dafür dass du die Schwangerschaft einwandfrei überstehen kannst im Austausch für das Sorgerecht des Kindes. Ich bin nicht gegen die Legalisierung ich bin dafür. Wenn dir jemand aber so ein Angebot machen würde würdest du ja sagen oder nein und wenn nein warum? Ist es Kinderhandel?

  • Hannah
    Hannah 4 months ago +8

    16:39 muss ich zustimmen. Die Argumentation v.a. auf der gegen Seite war teilweise sehr unbegründet und schwer nachvollziehbar. Vielleicht wurde da auch einiges rausgeschnitten aber es wirkte nicht sehr überzeugend. Trotzdem fand ich schön dass sachlich und respektvoll miteinander umgegangen wurde, speziell bei so einem emotionalen Thema ist das oft schwierig.

    • unbubble
      unbubble  4 months ago +1

      Danke für Dein Feedback!

  • Zellhaufen Podcast
    Zellhaufen Podcast 4 months ago +35

    Liebes Unbubble-Team,
    echt stark, dass ihr in euren Formaten so unterschiedliche Seiten zu Wort kommen lasst. Leider finde ich das Gespräch sehr unausgeglichen geschnitten. Belinda hat sicher noch viel mehr gesprochen und auch persönliche Erfahrungen eingebracht. Der Schwerpunkt liegt im öffentlichen Diskurs sowieso auf der Pro Choice-Seite, es hätte euch keinen Zacken aus der Krone gebrochen, auch die Pro Life-Seite noch ausführlicher zu Wort kommen zu lassen. Schade.
    Und noch eine Anmerkung zu Justines Aussage, es sei uneindeutig, wann das Leben des Menschen beginne (oder so ähnlich): Nein, ist es nicht. Man kann auf philosophischer Ebene diskutieren, ob ein Embryo bereits wie ein Mensch behandelt werden sollte, aber auf biologischer Ebene ist er einer. Und es ist auch nicht egal, ob wir die Ungeborenen als vollwertigen Menschen erachten oder nicht. Das ist der Kernpunkt der ganzen Thematik.

    • Klicker Beta
      Klicker Beta 3 months ago

      @Zellhaufen Podcast bist also noch immer pro zwangsgeburt?
      Alte Gewohnheiten sind schwer auszurotten.

    • Zellhaufen Podcast
      Zellhaufen Podcast 4 months ago

      @a_guerkchen Auch wenn es noch so oft in sämtlichen Variationen wiederholt wird: Ein Eingriff zur Rettung des Lebens der Mutter ist KEINE Abtreibung im Sinne der direkten und gezielten Tötung des Ungeborenen und daher komplett anders zu bewerten. Beispielsweise ist das so in ALLEN amerikanischen Bundesstaaten festgehalten, Eingriffe zur Rettung der Mutter sind selbst von den strengsten Regelungen nicht betroffen, was auch der Beleg dafür ist, dass Pro Life das Leben des Embryos NICHT über das Leben der Mutter stellt, sondern auf die gleiche Stufe. Ja, wir glauben, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und nicht, dass es wichtigere und weniger wichtige Menschen gibt. Aber es sind halt nicht alle Rechte gleich gewichtig.
      Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie du zu dem Schluss kommst, die Müttersterblichkeit in den USA sei mir/uns egal?! Ich hab doch vorher geschrieben, dass eben diese Rate in anderen Ländern mit restriktiven Gesetzen viel niedriger ist und das ist genau das, was wir wollen! Dass medizinische Versorgung optimiert wird anstatt der Illusion zu erliegen, legale Abtreibungen senken Müttersterblichkeit „automatisch“?!? Warum ist die in den USA denn so hoch wenn Abtreibung die letzten 50 Jahre legal war? Kann es sein, dass Abtreibung da gar nicht so ne gute Lösung für ist? Und die politischen Strömungen in den USA sind mir ehrlich gesagt ziemlich egal, weil ich 1. für nichts von dem stehe und 2. die Pro Life-Bewegung so facettenreich ist, dass sie heute absolut nicht mehr nur auf die konservativ-christliche Seite beschränkt werden kann. In den USA wie hoffentlich auch bald in Deutschland wachsen säkular-progressive Pro Life-Gruppen stetig an und prägen die junge Generation zunehmend. Es ist langweilig und auch etwas altbacken, zu versuchen das Narrativ der alten weißen Pro Life-Männer weiterzuzeichnen, wenn es mittlerweile ganz anders aussieht. Aber ist halt einfacher, Menschen in Schubladen zu stecken. Naja.
      Ich werde weiterhin für Gerechtigkeit
      und Gleichwertigkeit ALLER Menschen einstehen und dafür, dass Frauen bessere Lösungen angeboten werden, als ihre eigenen Kinder sterben zu lassen.
      Dir auch alles Gute.

    • Zellhaufen Podcast
      Zellhaufen Podcast 4 months ago +2

      @Jonas Wenige = wer? Es gibt in Deutschland nicht umsonst das Embryonenschutzgesetz.

    • Jonas
      Jonas 4 months ago

      Wenn man diese Definiton nimmt, dann sind im Labor befruchtete Eizellen Menschen. Aber nur wenige würden jenes als Mensch definieren.

    • A. Birdie_78
      A. Birdie_78 4 months ago

      Die Pro-Life- Seite hat schon viel zuviel Zeit bekommen und leider kein einziges Argument geliefert.

  • T
    T 4 months ago +17

    Ich halte Abtreibungen für in Ordnung, jedoch mit einer harten zeitlichen Grenze. Es kann nämlich nicht sein, dass eine Abtreibung etwa im achten oder neunten Monat erfolgt - also wenn ein Kind medizinisch bereits lebensfähig wäre. Deshalb muss hier im Sinne aller Beteiligten eine exakte Grenze gezogen werden, ab der eine Abtreibung nicht mehr erlaubt ist.

    • Tam illo
      Tam illo 2 months ago

      @IN • TE • DOMINE • SPERAVI @IN • TE • DOMINE • SPERAVI ein Embryo oder Fötus ist aber bis zu einem gewissen Punkt nicht ohne den Körper der Frau lebensfähig. Das ist für mich der springende Punkt. Wenn es nicht ohne meinem Körper leben kann, ist es Teil meines Körpers über den nur ich entscheiden kann.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Jasmine Victoria Aufzucht - wie bei Tieren?
      Du weißt schon, dass es kaum bezahlbare Wohnungen gibt und spätestens ab Schule wird es richtig teuer.
      Ich erwarte, dass Frauen, die keine Kinder wollen, die Sterilisation einfach gemacht wird. Dass da nicht ständig von Ärzten vorgeschrieben wird was für Bedingungen frau erfüllen muss (Mindestalter, wie viele Kinder muss sie schon haben). Eileiterunterbrechungen müssen bezahlbar sein.
      Und warum lassen sich Männer, die keine wollen, nicht sterilisieren.
      Pille für den Mann kommt ja nicht weiter - da darf es ja keine Nebenwirkungen geben - bei Frauen werden die bis zum Tod akzeptiert.
      Und wo gibt es genügend Geburtsstationen?

    • Anna H
      Anna H 3 months ago

      @Jasmine Victoria Niemand macht eine Abtreibung im 6. Monat, weil er plötzlich das Kind nicht mehr will, sondern, weil die Gesundheit der Mutter/des Kindes auf dem Spiel steht. Bei dir klingt das, als würden Frauen es sich einfach mal eben so anders überlegen. Wer nicht schwanger sein will, weiß das früher und wartet nicht mit Absicht so lange.

    • purga tory
      purga tory 4 months ago

      @bimmer Auch bei Kindern mit Trisomie 21 o. Ä. Behinderungen, ist es in Deutschland erlaubt bis zum 9. Monat abzutreiben.

    • Aurelia
      Aurelia 4 months ago

      @IN • TE • DOMINE • SPERAVI Nein, ich habe nur diesen Account, vielleicht verwechselst Du etwas. Ich hatte ursprünglich auf einen Kommentar von einem Account namens @bimmer reagiert und erklärt, dass man bei Lebensgefahr der Mutter im 8. oder 9. Monat keine Abtreibung durchführt, sondern die Schwangerschaft z.B. einfach durch einen Kaiserschnitt beenden könnte (beispielsweise beim HELLP-Syndrom). Die vorherige aktive Tötung des Kindes würde in diesem Zusammenhang ja keinerlei Sinn ergeben und wäre so auch nicht erlaubt.

  • Mauro Köller
    Mauro Köller 4 months ago +7

    Die einzigen Extremen Positionen in der Debatte sind: Gar nicht abtreiben oder jederzeit abtreiben dürfen.
    Die eigentliche Frage, ist die nach dem Zeitpunkt ab dem es verboten sein sollte.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Mauro Köller Mir fehlen Hilfen. Z.B. 24-Stunden-Kitas für Schichtdienstler.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Mauro Köller Das ist doch gar nicht erlaubt so spät.

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 3 months ago

      @Orchidee Was ist denn das Problem mit meiner Meinung? Ich habe hier ja in genügend Kommentaren vorgelegt, was meine Meinung ist.
      Schwangerschaftsabbrüche erlauben und ab einem späten Zeitpunkt, zum Beispiel, wenn das Kind im Brutkasten überleben könnte, es nicht mehr zu erlauben.
      Was davon kritisierst du speziell?

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Mauro Köller Komisch, dass Männer, die nicht schwanger sein können, solche Meinungen haben.
      Frauen werden benutzt (z.B. bei Vergewaltigungen). Die Täter interessiert es nicht, dass sie einen Körper benutzen, von dem sie nicht die Genehmigung haben.
      Aber der benutzte Körper soll sich über Monate weiter benutzen lassen?

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 4 months ago

      @Barbara Reichart Ich glaube das Problem liegt bei dem medizinisch ethischem Grundsatz "First do no harm."
      Das bedeutet auch, dass töten und sterben lassen tatsächlich unterschiedlich ethisch zu betrachten ist und das das Töten schlimmer ist. In einer Situation in der beide Ausgänge schlimm sind (bei gleicher Bewertung) ist (generell gesprochen) die Situation in der man eingreift und schaden anrichtet die schlimmere. Es ist also moralischer den Dingen seinen Lauf zu lassen, auch wenn das ebenfalls ein schlimmes Ergebnis zur Folge hat, als aktiv einzugreifen und etwas schlimmes zu tun.

  • Nathalie
    Nathalie 4 months ago +3

    Wenn ich mir vorstelle, was Kindern angetan wird, die nicht gewollt werden - und selbst, wenn sie "nur" vernachlässigt werden und die Tortur überleben. Ich denke, für die Beteiligten ist der Abbruch schlimm genug zu verkraften, wer sich dafür entscheidet, sollte keine Steine in den Weg gelegt bekommen (außer der Fötus wäre bereits selbstständig lebensfähig). Allerdings werden alle Beteiligten dankbar sein, je früher die Entscheidung fällt.

  • Feels Good
    Feels Good 4 months ago +49

    "Ich bin gegen Schwangerschaftsabbrüche, weil ich glaube, dass Frauen etwas besseres verdient haben"
    Hier habe ich direkt ausgeschaltet. Manchmal sind Meinungen leider durch fehlende Reflexion wertlos und sollten nicht verbreitet und gehört werden

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @syrenya0 Ein ungewolltes Kind spürt es die ganzen Monate.

    • syrenya0
      syrenya0 4 months ago +3

      Was oft gar nicht diskutiert wird: was geschieht dann mit dem Kind, dass eine Frau nicht austragen wollte aber musste? Ist es denn besser, dass das Kind geboren wurde und dann eventuell dafür leiden muss. Entweder weil es in extrem armen Verhältnissen aufwachsen muss, oder gewalt erfährt weil es ungewollt war oder dann von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschubst wird? Meistens wird nur vom Schwangerschaftsabbruch geredet aber vom "Danach" will niemand was wissen... das finde ich bedenklich...

    • Josephine Rose
      Josephine Rose 4 months ago +1

      ich weiß es zwar nicht, aber ich gehe davon aus dass das nur die hälfte ihres Arguments ist. Der rest wurde eben rausgeschnitten. achte mal drauf, wie ihre tonlage ist und wie danach ein cut gemacht wurde

    • samuel stein
      samuel stein 4 months ago +1

      Artikel 5 des Grundgesetzes scheint wohl nur für die zu gelten, deren Meinung mit der von Feels Good übereinstimmt.

    • Black Patrick-bervely
      Black Patrick-bervely 4 months ago +2

      Fells Good Diese Aussage fand ich auch maximal komisch.

  • Jonas Schich
    Jonas Schich 4 months ago +17

    Ich glaub ich bin der einzige, aber ich bin der Meinung, dass wir in Deutschland einen sensiblen und vernüftigen Kompromiss in Sachen Abtreibung gefunden haben.

    • Aurelia
      Aurelia 4 months ago +1

      @Jonas Schich Ich sehe es wie Du. Deutschland hat in diesem Punkt einen vergleichsweise akzeptablen Kompromiss gefunden.
      Ein Abbruch, der aufgrund einer kriminologischen oder medizinischen Indikation erfolgt, ist ja nicht rechtswidrig und bleibt straffrei. Das betrifft im Jahr etwa 4% aller Abbrüche. Die restlichen 96% erfolgen nach Beratungsregelung innerhalb der Fristenlösung. Sie gelten zwar als rechtswidrig, bleiben aber ebenfalls straffrei. Der Staat sieht sich in der Pflicht, zwischen dem Schutz des Ungeborenen und dem Selbstbestimmungsrecht der Frau abzuwägen und beidem gerecht zu werden. Die Frau muss zwar zur Beratung, doch sie entscheidet letztlich selbst, den Abbruch vorzunehmen. Es ist ein Kompromiss.
      Die Pflicht zur Beratung empfanden zwei Betroffene aus meinem Umfeld nicht als eine Art unzumutbare Belastung, sondern durchaus wichtig, nicht zuletzt, um auch Frauen zu erreichen, die zu wenig informiert sind, emotional aufgewühlt oder durch ihre Familie unter Zwang stehen. Das sind nicht wenige. Ich befürworte allerdings, mehr neutrale Beratungsstellen anzubieten, um Frauen die Möglichkeit zu geben, zwischen einer konfessionellen oder konfessionslosen Beratung zu wählen.

    • Jonas Schich
      Jonas Schich 4 months ago

      @Rico Valentin Grundsätzlich ja. Aber viele Ärzte bieten keine Abtreibungen an, weil sie von selbsternannten "Lebensschützern" nicht belagert werden wollen. Und bei Krankenhäusern etc in öffentlicher Hand ist es eh nochmal was anderes.

    • Schill
      Schill 4 months ago +3

      Bist nicht der einzige aber man musste sich durch einige dumme Kommentare scrolle bist zu deinem ^^. Es ist ja so, wer es machen will hat die Möglichkeiten aber die die es verwerflich finde können es kritisieren. Es sind halt diese zwei Lager. ''my body my choic'' und ''Abtreibung ist Mord'' die am lautesten schreibe.

    • Sarah Lisa Illner
      Sarah Lisa Illner 4 months ago +1

      ich glaube als jemand der vermutlich noch nie versucht hat ein Kind abzutreiben ist das eine sehr gewagte Aussage...

    • Fan
      Fan 4 months ago

      @leksluthor So einfach ist das nicht. Es ist sicher nicht selten, dass sich Frauen den Schwangerschaftsabbruch aus einer irrationalen Angst heraus wünschen und dass zusätzliche Informationen diesen sehr viele Sorgen nehmen können. Die meißten Frauen wünschen sich ja auch irgendwann einmal Kinder. Jemanden der aus Überzeugung kinderlos bleiben möchte nervt das bestimmt, aber diese Frauen würde ein solches Gespräch auch wohl kaum emotional belasten.

  • unbubble
    unbubble  4 months ago +2

    Justine und Belinda haben ganz unterschiedliche Einstellungen zum Thema Schwangerschaftsabbrüche. Aber wie ist das bei Euch? Was ist Eure Meinung zum Thema? Schreibt's in die Kommentare!

  • Mia Herrmann
    Mia Herrmann 4 months ago +14

    Warum kann es nicht jeder selber entscheiden? Warum mischen sich Frauen ein die keine Erfahrungen damit haben. Anderen etwas zu verbieten und damit über andere zu entscheiden, was einen selber nicht betrifft ist doch nicht fair

    • svenja
      svenja Month ago

      @Dominik (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
      (2) Mörder ist, wer
      aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
      heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
      um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
      einen Menschen tötet.
      Es handelt sich bei einem embryo / fötus übrigens um keinen (fertigen) Menschen.

    • Dominik
      Dominik Month ago

      @svenja zeig mir mal bitte deine medizinischen Fakten.

    • svenja
      svenja Month ago +2

      @Dominik Abtreibung ist faktisch kein Mord. Lass deine Emotionen aus dem Spiel und fokussiere dich auf medizinische und rechtliche Fakten.

    • unbubble
      unbubble  4 months ago +1

      Hi Dominik!
      Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland nicht legal - werden aber bis zur 12. Schwangerschaftswoche ohne Strafverfolgung durchgeführt (soziale Indikation: Beratungsregelung, § 218a Absatz 1 StGB). Straflos bleibt die Abtreibung auch, wenn bestimmte rechtfertigende Indikationen vorliegen (Indikationen nach § 218a Absatz 2 und 3 StGB). Im Gegensatz dazu steht der Mord, der egal wann oder wie immer bestraft wird. (§ 211 Mord StGB).

    • Dominik
      Dominik 4 months ago +3

      Doch weil es hier um Mord geht.

  • Paddybee78
    Paddybee78 2 months ago

    "Das du den Mut hast hier her zu gehen" Kompliment oder Vorurteil? Belinda, was immer du sagst, ich bin dagegen!

  • Mandy M.
    Mandy M. 4 months ago

    Ich wünschte die beiden hätten 3 Stunden Zeit, sich richtig zuzuhören und ich würde gern lauschen.
    Wenn man eine Position so enthusiastisch vertritt, müssen doch existenzielle, emotionale Erfahrungen und Ängste dahinter stecken.
    Ich wüsste gerne, was Pro-Life-Aktivisten erlebt haben, dass sie an den Punkt gekommen sind, dass sie verzweifelten Menschen mit zwingenden Gründen die ersehnte Abtreibung verbieten wollen.
    (P.S. Das wird man in einer Kommentarspalte nicht aufklären)

  • Jolina Kirchner
    Jolina Kirchner 4 months ago +8

    Wenn jmd sein Kind abtreibt und es danach bereut ist sie doch selber schuld weil es ja ihre Entscheidung war 🤦🏼‍♀️

    • Sven Müller
      Sven Müller 4 months ago

      Das gleiche kann man auch zu Leuten sagen, die Sex haben und dann schwanger wurden und es bereuen

  • Irene Lala
    Irene Lala 4 months ago

    Ist es den Gästen eigentlich nicht gleich klar, worum es geht, wenn die über sich so etwas Herausstechendes erzählen wie mit den Abtreibungen? 🤔

  • Milovely
    Milovely 22 days ago

    Dass was wir brauchen ist nicht ein "Anti-Abtreibungsgesetz"
    Wir brauchen mehr Hilfe für junge Eltern / Mütter, mehr Hilfe für zukünftige Eltern die finanzielle schlecht aufgestellt sind, mehr Hilfe für Alleinerziehende Mütter (oder Väter). Die Möglichkeit Abtreibungen durchführen zu lassen, sollte trotzdem bleiben. Aber mit mehr Hilfe, denke ich schon dass es weniger Abtreibungen geben würde..

  • Lila
    Lila 4 months ago +22

    Ich finde bevor wir Abtreibungen legalisieren bzw. Der Weg dahin vereinfacht wird, sollten erstmal sichere Verhütungsmittel vereinfacht zu bekommen sein bzw. Dafür nochmals mehr geworben werden. Denn es kann nicht sein, dass dann Abtreibungen die dann einfacher zu bekommen sind dann als "sicheres Verhütungsmittel" missbraucht werden. Und bei 11:40 weiss ich nicht wie sie sich das vorstellt mit keiner hat ihr zugejubelt weil sie abgetrieben hat. Ich meine eine Abtreibung ist ja auch nichts schönes worüber man sich freuen kann. Egal ob man jetzt hinterher ein schlechtes Gewissen hat oder nicht, es ist ja in der Regel nicht etwas wo man zu sich sagt: "ja also irgendwann mal in der Zukunft will ich mal unbedingt eine Abtreibung durchführen". Ich glaube dass kein normaldenkender Mensch, egal ob Abtreibungsbefürworter oder Gegner so denkt. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine Abtreibungsgegnerin. Ich finde es sogar gut dass unter bestimmten Umständen Abbrüche möglich sind. Wie bei Gewaltakten oder wenn sich jemand psychisch dazu nicht in der Lage sieht oder bei anderen guten Gründen. Vielleicht kann man ja darüber reden die Zeit zu verlängern bis zu welcher Woche Abtreibungen durchgeführt werden können um mehr Bedenkzeit zu geben. Denn oft ist es ja auch so dass eine Schwangerschaft erst in der 12. Woche bemerkt wird. Dann ist es ja mit dem legal abtreiben gelaufen.

    • a_guerkchen
      a_guerkchen 4 months ago +1

      @Stack absolut. Mehr Unterstützung für Familien und Alleinerziehende, Zugang zu Sterilisation (allein schon für ältere Menschen mit mehreren Kindern nicht leicht zu bekommen), besserer Schutz vor häuslicher Gewalt, Möglichkeit der Zulassung der Verhütungsmethoden auch für Männer (zB Pille für den Mann) fallen mir spontan ein. Bei allen Forderungen um bessere Zugänglichkeit und Entstigmatisierung bin ich natürlich für Prävention und Alternativen. Die von einigen Pro-birth Menschen hier geforderte Alternativlosigkeit macht mir ehrlich gesagt Angst.

    • Stack
      Stack 4 months ago +1

      @a_guerkchen die Einblicke in die Ausbildung, die man als angehende- r Mediziner-in bekommt sind auf jeden Fall sehr interessant und krass zu hören.
      Ich bin auch der Meinung, dass man Menschen die die Verantwortung für die Verhütung nicht übernehmen konnten kein Kind aufzwingen sollte und dass es die sichere Möglichkeit zu abtreibungen geben sollte.
      Was ich aber krass finde ist die Anzahl der Abtreibungen. Ca. 100.000 Abtreibungen auf nicht ganz 800.000 Geburten kommen einem doch schon sehr viel vor, sodass sich aus meiner Sicht schon die Frage aufdrängt wie man das Verhältnis verbessern könnte sodass es am Ende wirklich nur Einzelfälle sind in denen eine abtreibung gemacht werden muss.
      Also irgendwie finde ich auch wir müssten bezüglich Verhütung, Aufklärung usw. Iwie mehr machen anstatt einfach die Hürde für die Abtreibung zu reduzieren obwohl es doch schon zu so vielen Abtreibungen kommt.

    • Lila
      Lila 4 months ago

      @a_guerkchen Erst mal ein großes Dankeschön für deine anerkennende Worte in Bezug auf meine Entscheidung.
      Wie gesagt komme ich ja aus einer Großstadt wo es nicht so schwierig ist an eine Abtreibung zu kommen. Wie einige Frauen in meinem Bekanntenkreis. Anscheinend ist das in eher ländlichen Regionen mit wahrscheinlich einer eher konservativen Haltung nicht so. Vielleicht sollte dann doch in Betracht gezogen werden an den Orten geeignete und neutrale Anlaufstellen dazu zu verpflichten damit überall in Deutschland die Möglichkeit für einen Abbruch gegeben ist.
      Ich denke in dem Punkt dass man durch Abtreibungen Kinder vor verantwortungslosen Eltern schützen sollte ich dir schon zustimmen kann.
      Was den Eingriff betrifft, kann ich auch deine Haltung nach deiner Erklärung dazu aufjedenfall nachvollziehen. Mir war vorher nicht bewusst dass schonendere Eingriffe nicht vorgezogen werden. Verstehe dann nicht warum einem neben einer Ausschabung nicht auch die schonendere Variante beigebracht werden kann wenn's eine gibt. Gebe dir auch in dem Punkt Recht. Danke übrigens für deine Erklärung dazu 🙂

    • a_guerkchen
      a_guerkchen 4 months ago +4

      @Lila Tut mir leid, ich scheine dich wirklich falsch verstanden zu haben. Je nachdem, wo man in Deutschland lebt, bekommt eben nicht jeder eine Abtreibung, der eine braucht. Daher fände ich es schwierig zu sagen, zuerst muss der Zugang zu Verhütung verbessert werden, bevor der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessert wird.
      Es freut mich unheimlich, dass du mit deiner Entscheidung glücklich bist und dir die Beratung geholfen hat. Mit Blick auf deine Bekannten kann ich deine Haltung auch viel besser verstehen. Aber ich finde es auch schwierig, wenn der "Denkzettel" am Ende einem ungewollten Kind aufgebürdet wird. Ich bin der meinung, dass Kinder vor Menschen, die (mit großen Anführungszeichen) zu "verantwortungslos" sind, um zu verhüten, geschützt werden sollten, im Zweifelsfall eben durch eine frühe Abtreibung.
      Zur Versorgung:
      Ich studiere Medizin und wir haben in unserem Gyn-Block nichts über Abbrüche gelernt. Eine *externe* Dozentin merkte im Nebensatz an, dass nicht jede Schwangerschaft erwünscht ist, und die sollte eigentlich nur über "normale" Geburten reden. Nach dem Studium macht man die Facharztausbildung in einem Krankenhaus, handwerklich lernt man zB eine Ausschabung, weil sie auch in anderen Situationen zum Einsatz kommt, oder in sehr großen Krankenhäusern auch mal im Rahmen von Fehlgeburten den Einsatz der Medikamente. Man lernt aber nichts über den Umgang mit Schwangerschaftskonflikten oder schonendere Verfahren wie Vakuumaspiration, wenn das Krankenhaus keine Schwangerschaftsabbrüche anbietet. Und das ist zum Beispiel in meiner größeren Universitätsstadt in allen Krankenhäusern der Fall, einige, aber nicht alle davon sind in christlicher Trägerschaft. Daher erhoffe ich mir von der Legalisierung, dass das Anbieten von Abbrüchen allgemein akzeptierter ist oder würde mir alternativ erhoffen, dass AbbrücheBestandteil der Ausbildung sein müssen. 1. auf einem sehr grundsätzlichen Level im Studium und 2. zB dass jedes Krankenhaus mit einer gynäkologischen Station ab X Betten, das Fachärzte ausbildet, diesen Eingriff anbieten muss. Ich bin nicht dafür, dass Ärzte diese in der Ausbildung lernen müssen, aber die Möglichkeit sollte gegeben sein. Dann wären wir heute nicht in der Situation, dass in manchen Bundesländern Ausschabung die häufigste Methode ist, obwohl in den meisten Fällen schonendere Verfahren wie medikamentös oder Vakuumaspiration ebenso geeignet sind.
      Nochmal: ich finde es total stark, dass du gegen den Druck deines Umfeldes für dich richtig entscheiden konntest. Alleinerziehende Mütter sollten mehr Unterstützung und Anerkennung erhalten. Ich glaube darauf, dass "unpassend" trotzdem gut sein kann, dass niederschwellige Beratung allen in dieser Situation zugänglich und Abbrüche kein Verhütungsmittel sein sollten, können wir uns einigen :)

    • Lila
      Lila 4 months ago

      @a_guerkchen Ich glaube dass du mich falsch verstanden hast, ich bin keine Abtreibungsgegnerin und ich will eine ungewollt Schwangere nicht abstrafen lassen weil sie kein Zugang zu Verhütungsmittel hat. Letztendlich bekommt sie ihre Abtreibung auch mit der jetzigen Gesetzeslage, auch wenn diese nicht so einfach zu bekommen ist wie von dir gewünscht. Aber in der Regel kommt es zur Abtreibung.
      Deshalb mein Vorschlag: wäre es nicht sinnvoller das Problem an der Wurzel zu packen, indem man vernünftige Verhütung an den Mann bzw. Frau bringt mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch Staat, Krankenkassen, Jobcenter oder was auch immer damit es im Idealfall zu keiner Abtreibung kommen muss und nicht gleich über komplette Legalisierung von Abtreibungen zu debattieren? Oder wofür ich auch wäre um dir vielleicht ein kleines bisschen entgegen zu kommen: bei ungewollten Schwangerschaften durch Gewalt den Weg zur Abtreibung zu vereinfachen bzw. zu legalisieren. Bei ungewollten Schwangerschaften durch gewolltem und vorallem noch ungeschützten Geschlechtsverkehr hingegen finde ich die aktuelle Gesetzeslage in Ordnung. Ich meine, jeder sollte doch wissen dass man bei ungeschütztem Verkehr Schwanger werden kann. Da finde ich es schon ok dass diejenige erstmal einige Gespräche durchlaufen muss um abzutreiben. Weil vielleicht wird ihr so auch ein Denkzettel verpasst sich mal mit Verhütung auseinanderzusetzen.
      Denkst du dass durch eine Legalisierung sich die Meinung deines konservativen Umfeldes ändern wird und es dann mehr Ärzte geben wird die Abtreibungen durchführen? Und den Punkt verstehe ich nicht so ganz, wo du schreibst dass es einer der häufigsten Eingriffe ist aber es nicht gelehrt wird. Vielleicht kannst du das genauer erläutern damit ich es verstehe. Komme leider nicht aus dem medizinischen Bereich um einen Einblick darauf zu haben.
      Bei mir ist es so, dass ich viele in meinem Bekanntenkreis habe die Abtreibungen durchgeführt haben und eine aus meinem Bekanntenkreis sogar schon mehrere Male, was meiner Meinung nach schon als Missbrauch als Verhütungsmittel gelten könnte und das unter der aktuellen Gesetzeslage. Gut, mag sein das es in meinem Umfeld etwas einfacher ist weil ich aus einer Großstadt komme. Aber was glaubst du wird kommen wenn Abtreibungen komplett legalisiert werden? Ich vermute dass dann einige die das Thema Abtreibung jetzt schon als ne Art letztes Verhütungsmittel ansehen und es vielleicht sogar auf die leichte Schulter nehmen, sich darin bestätigt fühlen dass es in Ordnung ist es als Verhütungsmittel zu missbrauchen und damit immer und immer wieder potenzielles Leben zu beenden. Ich fände das schon sehr unethisch und unmoralisch.
      Was die neutrale Haltung der Beratungsstellen betrifft gebe ich dir vollkommen Recht. Wobei mir gegenüber waren die damals recht neutral eingestellt obwohl ich damals sogar gewollt von beiden Seiten aus schwanger wurde und mich mein ex hat sitzen lassen weil er kalte Füße bekam. War letztendlich froh darüber dass es Gespräche und Wartezeit gab, denn ich habe mich doch für mein Kind entschieden. Ich rede jetzt für mich: ich bereue keine Sekunde diese Entscheidung getroffen zu haben, hätte es eher bereut abgetrieben zu haben. Ich verstehe nicht warum heutzutage das Thema Kinder bekommen oft in eine negative Schublade gesteckt wird. Klar ist es nicht einfach und verlangt einem viel ab, aber was im Leben ist denn schon einfach? Als alleinerziehende kann ich auch sagen dass man mehr zurück bekommt als das man gibt. Ich weiss, trifft nicht auf jeden zu. Deshalb bin ich auch froh dass es dann Abtreibungen gibt, damit Kinder im Endeffekt nicht verwahrlosen bzw. sogar misshandelt werden.

  • Max
    Max 4 months ago +1

    Echt cooles Format🙏 würde mich aber freuen wenn ihr wieder die Musik der ersten Folgen nehmt, Hat besser gepasst

  • Jim Moriarty
    Jim Moriarty 4 months ago +6

    Wow hab selten jemanden gesehen, für den ich so viele Sympathien empfunden habe, obwohl ich komplett die gegenteilige Position vertrete, wie Belinda

  • Senyuki
    Senyuki 4 months ago +3

    Jede Frau muss das Recht haben abzutreiben, ja. Wichtiger wäre allerdings erstmal die Verhütung, bessere Aufklärung -> Pille danach usw...
    Und das Recht auf Abtreibung ist das Eine, aber dass das die Gesellschaft "gut finden muss", das ist das Andere... das ist schlichtweg nicht so und das darf auch nicht erwartet werden.

    • Fan
      Fan 4 months ago

      Es muss ja auch Ärzte geben die das machen und deshalb ist das was die Gesellschaft denkt schon wichtig. Man kann nicht wie die Nazis hingehen und Ärzte zwingen Dinge gegen ihren eigenen Willen zu tun. Derzeit ist es ja zum Glück so, dass wir in Deutschland eine sagenhafte Verfügbarkeit haben, die größer ist als im ganzen restlichen Europa und Nordamerika zusammen.

  • Running Rhea
    Running Rhea 4 months ago

    Ich unterstütze das Recht auf den eigenen Körper. Abtreibung als Lösung finde ich nur in zwei Situationen unfair, einmal, wenn Leute einfach nur dumm sind und es ohne Verhütungsmittel treiben (und ich rede hier von einvernehmlichem Sex, der auch nicht unter Einfluss irgendwelcher Substanzen ausgeführt wurde). Zumindest sollte es das erste und letzte Mal sein, dass sie diesen Fehler machen, wenn sie nicht schwanger werden wollen. Safe, sane, consensual sollte ein Goldstandard jeder sexuellen Begegnung sein. Das andere ist, wenn Leute, die das Kind nicht selbst austragen können, einen Kinderwunsch haben und es der Partner sich aus einer Laune heraus anders überlegt und lieber abtreiben will. Jemandem so die Hoffnungen zu zerstören finde ich mies.

    • Absolute Katastrophe
      Absolute Katastrophe 3 months ago +1

      Was ist denn das bitte für ein schwaches Argument? Auch " dumme" Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung. Ich bin zurzeit schwanger und es ist richtig anstrengend. Niemand sollte von Rechtswesen her dazu gezwungen sein das durchzumachen. Selbstbestimmung gilt für ALLE Menschen

  • M.Frieden
    M.Frieden 4 months ago +4

    Ich finde das Format einfach zu kurz. Die Themen sind ja interessant, aber zu komplex um sie in so kurzer Zeit zu behandeln

  • Meli Kaninchen
    Meli Kaninchen 4 months ago +85

    Justine hatte in dieser Diskussion einfach die besseren Argumente. Belinda geht davon aus, dass Frauen nur oder hauptsächlich abtreiben, weil sie gesellschaftlich keine andere Wahl haben, doch das stimmt nicht. Es gibt einfach Frauen, die wollen keine Kinder (austragen), egal unter welchen Umständen. Ich bin für die Legalisierung von Abtreibung, denn nur weil etwas legal ist, heißt es nicht, dass man es machen muss.

    • X*X
      X*X 4 months ago +1

      @Trollinator rufe mal in EGAL welche Praxis an und frage dort mal nach..
      War bis jetzt bei 5 Ärzten, keiner würde es unter 30 machen.

    • Trollinator
      Trollinator 4 months ago +1

      @shimpooky Hast du jemals versucht einen solchen Arzt zu finden? Wenn ja, wie war deine Erfahrung dabei? Wenn nein, woher willst du wissen wie schwer das ist?🤔

    • Crazy_cat_lady_123
      Crazy_cat_lady_123 4 months ago +7

      Und genau das ist doch das Paradoxe: sie möchte dass keine Frau zur Abtreibung gezwungen wird, gleichzeitig möchte sie aber Frauen zur Geburt zwingen.. Doppelmoral!
      Zumal die pro Choice Seite, ungleich der Zwangsgeburt bzw. Frauenhasser Seite, Frauen eben die Wahl geben will ob Geburt oder Abtreibung

    • Smileynathi
      Smileynathi 4 months ago

      @Trollinator natürlich wäre da Sterilisation angebracht, aber das ist gesellschaftlich so heftig stigmatisiert, dass man sich gar nicht sterilisieren kann, wann auch immer man möchte.

    • Fan
      Fan 4 months ago +2

      @shimpooky Du musst sogar schreiben wofür du bist, weil ich keine Gedankenleser bin! Du bist dafür Ärzte unter Zwang zu setzen?

  • EdgeZero RT
    EdgeZero RT Month ago +1

    So wie wir es jetzt haben, ist es so gut wie perfekt.
    Entweder man entscheidet sich nicht abzutreiben oder man tut es.
    Verbieten ist keine Alternative.

  • Schneckenbaer
    Schneckenbaer 3 months ago +1

    Ich denke eine Verbindung der beiden Positionen wäre eine tolle Lösung.
    Also ja, legalisieren. Aber auch das Beratungsangebot und die Hilfe massiv ausbauen.
    Denn es gibt viele Frauen, die sich nur für eine Abtreibung entscheiden, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. Nicht, weil sie das Kind nicht haben wollen.
    Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die in ihrer Entscheidung absolut klar sind und denen sollten weniger Steine in dem Weg gelegt werden.
    Ein Schwangerschaftsabbruch bis zur 24. Woche ist moralisch absolut nicht vertretbar. Ich kenne Frühgeborene, die in der 24. Woche zur Welt kamen und mit medizinischer Hilfe gut überlebt haben. Ab der 24. Woche gilt ein Kind als lebensfähig, wenn es zur Welt kommt. In Japan bereits ab der 22. Woche

  • Weltraumpräsident SuperstarMacHammergeil

    Ich könnte Abtreibungsgegner mehr ernst nehmen,wenn sie einfach klar dafür stehen würden, das nur der Sex haben darf ,der Kinder will oder in kauf nimmt ,gegebenfalls Gleichgeschlechtlich verkehrt.
    Alles andere ist Realistätsfern.
    Wenn Männer schwanger werden könnten ,würden wir diese Debatte wohl nicht haben

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Kathi K Und die Erzeuger? Die spüren die Konsequenzen nicht. Gibt genug, die es nicht interessiert.
      Arbeitgeber übrigens auch nicht.
      Arbeite mal 12 Tage durch in der Pflege - gibt es irgendein Altenheim oder Klinik, die eine 24-Stunden-Kita anbietet?

    • Shiro
      Shiro 4 months ago

      @Kathi K achso hier ist das heilige leben aber wieder nur auf eine Konsequenz verringert worden, um auf andere zu zeigen und lachen zu können, "Guck Mal die ist zu dumm für Sex" oder so? Sehr geschmackvoll.

    • Gionata Boschetti
      Gionata Boschetti 4 months ago +5

      @Kathi K Die Konsequenz wäre ein Kind, dass eigentlich keiner wollte und deshalb wahrscheinlich eine beschissene Kindheit, wenn nicht sogar Leben, haben wird. Aber das wichtigste ist ja, die Konsequenzen zu spüren.

    • a_guerkchen
      a_guerkchen 4 months ago

      @Seg Ka was ist denn bitte "Leichtfertigkeit" für dich? Immerhin haben laut profamilia die meisten Menschen, die einen Abbruch benötigen, verhütet. Außerdem vernachlässigt deine Argumentation die Tatsache, dass die meisten Menschen, die wir in unserem gesundheitssystem behandeln, selbst an ihrem Zustand schuld sind. Auch ein Mensch mit KHK bekommt selbst bei fortlaufendem Zigarettenkonsum (davon sterben im Gegensatz zum Abbruch tatsächlich Kinder) medizinische Betreuung. Warum soll nun im Fall der ungewollten Schwangerschaft, für die zwei Personen verantwortlich sind, nur eine abgestraft werden? Weil anti-choice Akteure ein grundsätzliches misstrauen gegenüber Frauen hegen und sie in traditionelle familienbilder zwängen wollen. Wie sonst erklärst du dir die inhärente frauenfeindlichkeit der "pro-life" Parteien im Bundestag und die Ankündigung des SCOTUS, als nächsten Schritt den Zugang zu Verhütungsmitteln einzuschränken?
      Ich persönlich bin froh, dass ich sie finanziellen Möglichkeiten und geeignete körperliche voraussetzungen für ein kupfer-IUD habe, weil mir das kondom zu unsicher ist. Die Pille danach funktioniert übrigens nur, wenn noch kein Eisprung stattgefunden hat und wenn man weiß, dass die Verhütung versagt hat.

    • Seg Ka
      Seg Ka 4 months ago

      @a_guerkchen Und wie ist der Index bei einer Kombination aus zwei Verhütungsmitteln? Niemand sagt, dass es ein Verhütungsmittel ist. Man sagt, dass bei Leichtfertigkeit auf den Abbruch zurückgegriffen wird. In der ganzen Argumentation ist die Pille danach noch gar nicht erwähnt.

  • Fatima Bah
    Fatima Bah 3 months ago +2

    Nur weil einige Menschen ihre tattoos bereuen, sollte man tattoos doch nicht illegal machen, oder?
    (Das ist eine Metapher und kein Vergleich)

    • Nachrichten
      Nachrichten 2 months ago

      Nur weil man gegen Sklaverei ist, sollte man Sklaverei doch nicht verbieten, oder?
      (Das ist ein Vergleich, keine Metapher)

  • Lara Bran
    Lara Bran 4 months ago +15

    Ich bin in keiner bubble aber nehme das schon auch so wahr, dass pro choice gepusht und pro life belächelt wird.

    • Klicker Beta
      Klicker Beta 3 months ago

      @Ivan man ist per se nicht für die abtreibung sondern für die freie Wahl.

    • Diana1984
      Diana1984 4 months ago +1

      @Wiktoria N Ich kann dir auch sagen, Abtreibungen sollten verboten sein und fertig, da gibt es nichts zu diskutieren. Weitergekommen sind wir so immer noch nicht, man muss Themen, zu denen es verschiedene Meinungen gibt, eben diskutieren, wenn man zu irgendeinem Ziel kommen möchte, auch wenn man fest daran glaubt, im Recht zu sein.

    • Ivan
      Ivan 4 months ago

      @Wiktoria N Warum bist du für Abtreibung?

    • Lara Bran
      Lara Bran 4 months ago +13

      @Wiktoria N ich hab nichts dagegen, dass du deine Meinung hast, die du vehement vertrittst. Finde es nur wichtig anzuerkennen, dass andere da eine andere, genauso vehement vertretene Meinung haben. Bin froh, dass wir in einer Demokratie leben, in der das möglich und erwünscht ist.

    • Wiktoria N
      Wiktoria N 4 months ago +5

      @Lara Bran ja, und meiner Meinung nach gibt's darüber auch nichts zu diskutieren. Abtreibungen sollten Teil medizinischer Grundversorgung sein und fertig.

  • Mauro Köller
    Mauro Köller 4 months ago +2

    Wie so häufig wird beim Thema Abtreibung aneinander vorbeigeredet.
    Die eine Seite sagt, dass Abtreibung nichts gutes ist, und die andere Seite sagt, dass Abtreibung erlaubt sein soll.
    Diese Dinge schließen sich nicht aus. Wie wäre es mit Abtreibung ist nichts gutes, sollte aber trotzdem erlaubt sein (bis X Wochen), weil das Verbot auch schlecht und potentiell schlimmer ist, als eine Legalisierung.

    • Fan
      Fan 4 months ago

      @Andi Es muss ja nicht legal sein um es zu erlauben, sondern bloß um es zu einem Geschäft zu machen.
      In Deutschland ist es illegal und wird 100000 mal im Jahr ohne jede Strafe für eine Aufwandsentschädigung gemacht. Wenn es legal wäre könnte es ohne weiteres sein, dass es tausende von Euro kostet und mehr Frauen mit spitzen Gegenständen in sich herumstochern. Von daher finde ich das schon sehr sinnvoll wie es bei uns ist, auch wenn es illegal ist.

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 4 months ago +1

      @Riot Grrrl'Amputation ist eine enorme Erleichterung bei Krebs, natürlich ist das was gutes.'
      Es gibt einen Unterschied zu sagen, dass es gut ist, dass eine bestimmte medizinische Versorgung verfügbar ist, oder ob es gut ist, dass es notwendig ist, diese durchzuführen. Niemand freut sich über eine Abtreibung, niemand will abtreiben und erzeugt absichtlich die Situation um etwas "gutes" zu tun. Die Möglichkeit abtreiben zu können ist was gutes. Das ist ein Unterschied.

    • Riot Grrrl
      Riot Grrrl 4 months ago

      Abtreibung ist eine enorme Erleichterung bei ungewollten Schwangerschaften, natürlich ist das was Gutes.

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 4 months ago

      ​@Andi Das ist auf jeden Fall ein Argument. Und bei solchen Diskussionen bei dem es am Ende (mehr oder weniger) um eine Ja-Nein Frage geht, muss man für verschiedene Menschen, mit verschiedener Moral unterschiedliche Argumente anbringen.
      Deswegen kann ich nicht verstehen, wie die Diskussionen auf einem Level gehalten werden, in denen man keine Empathie besitzt und sich nicht fragt, was die andere Person für Moralvorstellungen hat und dementsprechend versucht zu argumentieren, sondern immer nur Argumente nennt, die einen selber überzeugen würden.

    • Andi
      Andi 4 months ago

      Das einzige Argument, dass für eine legale Abtreibung spricht ist, dass durch ein Verbot illegale "Hinterhof" Abtreibungen verstärkt auftreten werden.

  • bubatzbube
    bubatzbube 4 months ago +24

    Sorry, aber gegen ein Abtreibungsrecht zu sein ist meiner Ansicht nach keine valide Meinung.

    • The GOATgirl
      The GOATgirl 4 months ago +1

      Also ich halte es für keine valide Meinung für ein Recht auf Kindstötung zu sein

    • Trollinator
      Trollinator 4 months ago

      @bubatzbube Da du deine Meinung einfach so ohne Argumente in die Welt wirfst, während du anderen Personen eine invalide Meinung vorwirfst, finde ich schon, dass eine kleine Erklärung nötig wäre.
      Weiterhin habe ich mit keinem Wort in meinem Kommentar impliziert, dass ich über den Körper einer Person bestimmen möchte. Es gibt sowohl für, als auch gegen ein Abtreibungsrecht genügend Argumente von beiden Seiten, manche mehr überzeugend und manche weniger.
      Ein Beispiel: Mit einem vollen und uneingeschränkten Abtreibungsrecht könnten Schwangere theoretisch bis zum Tag der Geburt legal abtreiben, was für einen gewissen Zeitraum noch nachvollziehbar wäre, einen Tag vor dem errechneten Geburtstermin für die meisten aber eher dem Kindsmord gleicht. Auf der anderen Seite würde gar kein Abtreibungsrecht dazu führen, dass Frauen die von dir genannten Methoden anwenden müssten um nicht bei lebensgefährlichen Schwangerschaftskomplikationen den Löffel abzugeben und das möchte auch wirklich niemand.
      Per se zu sagen, dass die Meinung einer Personengruppe invalide ist, ohne sich mit deren konkreten Argumente zu befassen, zeugt von großer Ignoranz und ich würde dir empfehlen, dich in Zukunft mit "validen" und "nicht-validen" Meinungen mehr auseinander zu setzen :)

    • bubatzbube
      bubatzbube 4 months ago

      @Trollinator Muss ich das wirklich erklären? Wieso willst du über den Körper einer fremden Person bestimmen? Außerdem haben Verbote gezeigt, dass Abtreibungen dadurch nicht verschwinden sondern nur ins Illegale getrieben werden und damit nur gefährlicher werden

    • Fan
      Fan 4 months ago

      Invalide Meinungen gibt es nicht außerhalb von Diktaturen

    • Trollinator
      Trollinator 4 months ago

      Warum nicht?

  • HipsThor
    HipsThor 4 months ago +2

    Trinkspiel: 1 Shot wenn Belinda "ja" oder "uhu" zwischenredet.

  • Selbst Verständlich
    Selbst Verständlich 4 months ago +65

    Wann lebt ein Mensch? Ich habe leider drei Kinder durch frühe Fehlgeburten verloren. Eine Frage die mich stark beschäftigt hat war, ob den meine Kinder Tod sind? Ich habe mir die Fragen so beantwortet: für mich beginnt das Leben erst dann, wenn das Kind getrennt von meinem Körper überleben kann, also bei normaler Entwicklung frühstens bei der 23. Woche. Meine Kinder sind nicht Tod, sie blieben im Jenseits.

    • Bianca J.D.
      Bianca J.D. 4 months ago +1

      Schön ausgedrückt ❤️ In meiner Familie hatten bisher alle Frauen mindestens eine Fehlgeburt und dadurch habe ich mir diese Frage auch schon gestellt.
      Für mich persönlich steht fest, dass ich es bis zum "Überlebensstatus" nur meinem Mann mitteilen werde und solange auch nicht von einer eigenen Person im Bauch ausgehen werde...
      Sobald das Baby als Frühchen überleben könnte, ist es für mich auch ein Mensch...
      Vielen Dank für deinen Kommentar! 🌺

    • Lese Zeichen
      Lese Zeichen 4 months ago

      @Tamara Todorović Fair enough. Und ich empfinde Dein Kommentar unangemessen unter dem Kommentar zu einer persönlichen Aussage zu Fehlgeburten. Da sind unsere Sichtweisen einfach sehr verschieden.

    • Sean Birch
      Sean Birch 4 months ago

      @Tamara Todorović Semantik.

    • Tamara Todorović
      Tamara Todorović 4 months ago

      @Lese Zeichen Das Problem beginnt, wenn man Menschen dehumanisiert und diesen Verlust dafür nützt, um anderen Menschen ihre Rechte abzusprechen. Der Kommentar ist einfach unter einem Abtreibungsvideo fehl am Platz. Man kann Tatsachen natürlich leugnen, aber das nicht dafür benützen um hier eine Botschaft zu senden, dass sogar Menschen die Leben spüren dieses trotzdem leugnen. Ich fand das einfach sehr menschenfeindlich und konnte es deswegen nicht reinem Gewissens so stehen lassen.

    • Lese Zeichen
      Lese Zeichen 4 months ago

      @Tamara Todorović Nur bitte überlasse anderen Menschen wie sie mit ihren Verlusten und ihrer Trauer und ihren Erfahrungen ( ! Etwa anderes als reine Meinung ! ) umgehen. Jede Person ist anders und hat andere Arten mit Gefühlen und Beziehungen umzugehen, insgesamt die Welt wahrzunehmen und auch: das zu benennen und große Ereignisse ins eigene Leben zu integrieren. Dabei zu vergleichen und zu moralisieren, wie es zu sein hat finde ich extrem! deplatziert und übergriffig. Bitte lasse den Anderen Ihren Umgang genauso wie Du Deinen hast und setze Deine politische Position an einem anderen Punkt an als an dem der Fehlgeburt. Du kannst für Dich sprechen ohne einen Punkt wo eine andere Person für sich gesprochen hat als Vorlage oder Anlass überhaupt das Wort zu ergreifen nutzen zu müssen.

  • Vinsmoke Guts
    Vinsmoke Guts 4 months ago +83

    In einer Diskussion oder Aussprache sollte man nicht immer 'ahem', 'hmhm' oder 'ja, ja,ja'. Das ist sehr nervig und manchmal sollte man einfach ruhig zuhören.

    • TheDolphin
      TheDolphin 4 months ago

      Finde ich nicht. Das bestätigt doch eher, dass mein Gegenüber mich wahrnimmt.

    • Seg Ka
      Seg Ka 4 months ago

      Sinnvolle Belehrung.

    • Sofia Bañez
      Sofia Bañez 4 months ago +13

      Genau, das macht mich wahnsinnig

  • xTiimeToDiie97
    xTiimeToDiie97 4 months ago +33

    Ich habe in einem Kinderheim gearbeitet, habe viele Eltern gesehen die mit der Erziehung ihrer Kinder versagt haben und ich habe auch gesehen was das mit den Kindern gemacht hat. Ein Kind zu haben ist eine der größten Verantwortungen die ein Mensch haben kann und wenn eine Frau schon in der Schwangerschaft denkt, dass sie dem nicht gewachsen ist und deshalb abtreiben will, hat sie Respekt verdient und nichts anderes! Lieber so, als dass noch mehr unglückliche Kinder auf die Welt kommen müssen. Wer sich „Pro Life“ auf die Fahne schreibt und gegen Abtreibungen ist, kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen. So Realitätsfern kann man doch nicht sein..

    • Hans Müller
      Hans Müller 4 months ago +1

      @xTiimeToDiie97 Danke dafür, dass du respektvoll warst und nicht in beleidigungen abgetrifftet bist...

    • xTiimeToDiie97
      xTiimeToDiie97 4 months ago +1

      @Hans Müller Hab deinen Standpunkt begriffen. Ich sehe da das Selbstbestimmungsrecht der Frau und die möglichen Risiken eines Verbots haben ein viel höheres Gewicht, als sich über Fragen Gedanken zu machen, die sich eventuell gar nicht erst stellen. Danke jedenfalls für die Diskussion, war lustig mein Gehirn während der Ferienzeit mal wieder ein bisschen angestrengt zu haben.

    • Hans Müller
      Hans Müller 4 months ago

      @xTiimeToDiie97 Nein tut mir leid, so einfach ist das nicht. Die Hypothese wird gemessen nicht an dem was Emrboynen denken. Da machst du es dir zu einfach an der Stelle. Kurz zu der Aussage " Aber damit du sagen kannst dass die Embryonen das tatsächlich gedacht haben, muss es ja einmal gemessen werden". Darum ging es nicht. Es ging darum, ob es besser wäre, ein Kind zur Welt kommen zu lassen anstatt es abzutreiben. Dafür muss ich nicht messen, was das Embroye denkt. Dazu kann ich messen, was das Kind denkt. Das heißt die geborenen sind die Stichprobe von denen ich auf die Gesamtmenge(alles noch ungeborene Leben) schließe. Genau so funktioniert ein Hypothesentest... Denn es geht nicht darum eine Aussage über die EMBROYNEN ZU TREFFEN, sondern darum eine Aussage darüber zu treffen, ob es besser ist ein Kind zu gebären oder abzutreiben. Dafür reicht aber die Befragung der geborenen Kinder aus, um zu messen, was Kinder, die nicht das Licht der Welt erblicken würden, sagen würden, wenn sie auf die Welt gekommen wären...

    • xTiimeToDiie97
      xTiimeToDiie97 4 months ago

      @Hans Müller An dem Punkt hättest du eine Hypothese richtig. Aber damit du sagen kannst dass die Embryonen das tatsächlich gedacht haben, muss es ja einmal gemessen werden. In der Wissenschaft kannst du erst sagen, dass etwas wahr ist, wenn du es irgendwie gemessen hast. Das würde voraussetzten, dass du eine Methode kennst, die die Gedanken der Embryonen lesen kann. Die wirst du ja wohl kaum haben, also bleibt es eine Hypothese, die wahr sein kann, aber nicht muss. Ergo, du WEIẞT nicht ob es wahr ist oder nicht, sondern vermutest es aufgrund von Hinweisen. Du kannst also nicht sagen: „meine Hypothese ist wahr.“Schon frech von dir, dass du mir vorgeworfen hast keine Ahnung von Wissenschaft zu haben und du checkst ja selbst die einfachsten Sachen nicht.. 🥴

    • Hans Müller
      Hans Müller 4 months ago

      @xTiimeToDiie97 Die beiden Hypothesen H0 und H1 haben wir ja jetzt. Man nimmt eine Repräsentative Stichprobe von allen Menschen, bei denen die Mutter an Abtreibung während der Schwangerschaft mindestens einmal dachte und fragt diese, "Wären Sie lieber abgetrieben worden?"(Denn diese waren ja voher Embroynen gewesen), dann nehmen wir diese Ergebnisse und schauen, was kommt dabei raus. Kommt raus, dass der Großteil lieber nicht abgetrieben wären würde, dann wissen wir das meine Hypothese wahr ist.
      www.studyhelp.de/online-lernen/mathe/hypothesentests/

  • argüello estefanie
    argüello estefanie 15 days ago

    ich finde es muss definitiv mehr aufgeklärt werden von Eltern, Lehrkräften, jeder muss sich selbständig mit dem Thema auseinander setzen und allgemein muss die Gesellschaft den Frauen vermitteln dass sie verstanden werden. Ein verbot hilft niemanden, es muss den Frauen einfach sein Informationen zu erhalten

  • Gustav Janich
    Gustav Janich 4 months ago +4

    Bin dafür aber deshalb ist es noch lange kein menschenrecht.

  • Einfach, Denken
    Einfach, Denken 4 months ago +9

    Das nur "Menschen mit Uterus" darüber entscheiden sollten ob Abtreibungen legal sind oder nicht, ist doch nonsense. Wenn ich als Frau über Abtreibungen abstimme bestimme ich damit genauso über die Freiheit eines anderen, wie wenn ich an dieser Abstimmung als Mann teilnehme. Das Argument ist also hinfällig.

    • Einfach, Denken
      Einfach, Denken 4 months ago +3

      @Hans Müller das sehe ich tatsächlich genauso. Wenn eine Abtreibung lediglich in die Hand der Mutter gelegt wird und sie zu 100% die Entscheidungsgewalt trägt, muss daraus auch eine 100%ige Übernahme der Konsequenzen folgen.
      Natürlich basiert das nur auf der ohnehin ungerechten aktuellen Rechtslage. Aber wenn man in seiner Haltung konsequent bleiben möchte, hast du vollkommen Recht. 100% Entscheidungsgewalt = 100% Verantwortung.

    • Einfach, Denken
      Einfach, Denken 4 months ago

      @LivenItUp in einem Fall in dem das Leben der Mutter akut bedroht ist oder z.B. das Kind nur eine sehr geringe Überlebenschance hat, sollte meiner Ansicht nach auch die Schwangerschaft abgebrochen werden. In diesem Fall wird schließlich Leben gegen Leben bzw. im Falle eines bereits lebensunfähigen Kindes die Selbstbestimmung der Mutter gegen "nichts" abgewogen. Es stellt sich also eine fundermental andere Frage.
      Diese Möglichkeit muss allerdings vom Arzt eröffnet werden und nicht von der Mutter selbst.
      So hart wie es sich anhört ist rechtlich gesehen, die Mutter die Gegenpartei des Kindes. Somit käme die Entscheidung der Mutter zu überlassen dem gleich, wenn vor Gericht der Ankläger über die Schuld des Angeklagten richten würde. Natürlich hat die Mutter andersherum das Recht auf ihr eigenes Leben zu verzichten, um dem Kind eine noch so kleine Chance auf sein überleben zu geben, da hier die Mutter tatsächlich nur über das eigene Leben richtet und niemand ihr das verweigern kann (es sei denn die Urteilsfähigkeit ist nicht gegeben).

    • Hans Müller
      Hans Müller 4 months ago

      @Shiro Warum hat der Sex Konsequenzen für Männer, aber nicht für Frauen, die dann ja abtreiben können, wenn sie nicht wollen?

    • Shiro
      Shiro 4 months ago

      @Hans Müller Konsequenz, Sex zu haben, die Frau hat das Kind, der Mann den Unterhalt. Die Frau muss also noch einen ganz neuen Mensch erziehen. Sonst heißt es ja auch immer, dass Mütter, die Abtreiben, sich der Konsequenz des Geschlechtsverkehrs entziehen.

    • LivenItUp
      LivenItUp 4 months ago +1

      @Einfach, Denken das ist sehr wohl ein Argument, weil eine Schwangerschaft potenziell lebensgefährlich bis tödlich für die Schwangere Person sein kann& Menschen die dieses Risiko niemals erleben werden, haben kein Recht darauf über diejenigen zu entscheiden die es trifft.

  • M. Z.
    M. Z. 4 months ago

    Ich denke beide haben wichtige Punkte und eigentlich setzen sie sich für die gleichen Dinge ein. Das Ziel soll es immer sein, dass es so wenig Abbrüche wie möglich gibt. Deswegen find ich beide Ansätze gleich wichtig. Eine Flinta* hat d as Recht über ihren Körper zu entscheiden und ich denke aber auch wenn man die Umstände erleichtert dann werden sich mehr Leute für das Kind entscheiden, dennoch sollte es die Entscheidung der Mutter sein. Denn es bringt einem Kind nichts wenn die Mutter insgeheim denkt sie will das Kind nicht und es dann austragen muss.
    Das Beste wäre, wenn es erst gar nicht zur ungewollten Schwangerschaft kommt. Dann muss die Flinta auch nicht diese schwierige Entscheidung treffen, denn ich bin mir sicher, dass es für jeden keine leichte Entscheidung war, denn diese Entscheidung ist irreversibel. Aber wir müssen anfangen den Frauen zuzuhören und sie zu fragen, was willst du?
    Wir leben in einer so vollen Gesellschaft, das Überleben der Menschjeit ist nicht gefährdet wenn ein paar Frauen antreiben und wenn man so will dann ist es ein Teil der Evolotion. Dann wird es irgendwann nur noch gewollte Wunschkinder geben, die Liebe erfahren. Dennoch sollten wir den Frauen alles ermöglichen damit sie die Entscheidung leichter treffen kann.
    Ich liebe Kinder und ich wünsche mir immer Kinder, aber auch ich sage zur aktuellen Situation käme für mich eine Schwangerschaft nicht in Frage. Es ist bei mir situationsbedingt, aber viele fühlen sich noch nicht bereit für ein Kind oder wollen schlichtweg keins. Diese Frauen haben das für sich bereits entschieden. Natürlich tun sie dann sicherlich alles um eine Schwangerschaft zu verhindern. Das bedeutet, ich fänd es cool, wenn nicht nur der Zahnarzt in die Schulen kommt um den Kindern das Zähneputzen beibringt, sondern es sollte auch ein Fraurnarzt und ein Psychologe in die Schulen kommen. Es sollte viel mehr Aufklärung in den Schulen geben auch in die Richtung was man machen kann, wenn man keine Kinder haben will oder was es für verschiedene Verhütungsmöglichkeiten gibt oder welche Hygieneprodukte es gibt. Denn ich habe einfach das genommen was meine Mutter genommen hat, dabei gibt es so viel mehr und genauso ist es auch bei der Verhütung. Es gibt für Mädchen die Pille und eben das Kondom. Aber beides ist mit Risiken verbunden. Dabei gibt es noch ganz andere Möglichkeiten. Viele kennen diese aber nicht. Und es sollte Sexualunterricht nicht getrennt stattfinden. Wir sind alle Menschen mit unterschiedlichen Sexualitäten, aber wir alle sollten auch über die anderen Bescheid wissen. Würde viel mehr Toleranz bringen

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      Es fehlen Verhütungsmittel für Männer.
      Aber die müssen natürlich ohne Nebenwirkungen sein.
      Dass das Kondom weniger Gefühl zulässt ist ja schon ein Punkt dageben für manche Männer.
      Dass die Hormone für Frauen erhebliche Nebenwirkungen - bis zum Tod - haben können ist unwichtig.
      Es wäre doch logischer die Knarre zu entladen als auf eine Schutzweste zu schießen.
      Und die chronischen Krankheiten, die durch die Pille z.B. entstehen können, sollte man nicht außer acht lassen.

  • Astrator Esp
    Astrator Esp 4 months ago +72

    Man könnte die Frage mal so stellen:
    Stellen sie sich vor, sie wachen im Krankenhaus auf, neben ihnen liegt ein mensch, der über Schläuche mit Ihnen verbunden ist. Wenn diese Verbindung getrennt wird, stirbt der andere Mensch, bleibt die Verbindung 9 Monate bestehen wird er wieder gesund.
    Dürfen wir in einer freiheitlichen Demokratie jemanden zwingen eine solche erhebliche Freiheitseinschränkung über sich ergehen zu lassen um einen anderen Menschen zu retten? Ich denke das selbstbestimmungsrecht über den eigenen körper überwiegt gegenüber der moralischen verpflichtung andere menschenleben zu retten. Wenn ein Risiko für das eigene Leben besteht ist niemand zur hilfe verpflichtet.
    Verpflichtende Organspende halten viele auch für unmoralisch, wobei da der Spender schon tot ist. Die Präferenzumkehr bei Abtreibungen verstehe ich nicht.

    • Anna H
      Anna H 3 months ago +1

      Dazu kommt auch, dass der Embryo im frühen Stadium noch gar keine Wahrnehmung darüber hat, dass er existiert und er kann nicht bedauern, nicht leben zu können. Wenn meine Mutter mich abgetrieben hätte, wäre ich heute nicht hier - ja und? Dann wüsste ich davon nichts und fertig. Es wäre dann ja für niemanden schlimm, weil niemand etwas bedauern würde.

    • Helen P
      Helen P 3 months ago

      @Joel Balsiger man kann Vater und Mutter nicht die gleuche Verantwortung zuschreiben wenn man bedenkt, welche heftigen psychischen und physischen folgen eine (ungewollte) Schwangerschaft mit sich führt. Das kann man kaum aufwiegeb und deshalb schwierig sagen, dass beide Elternteile gleichermaßen Verantwortung übernehmen

    • Helen P
      Helen P 3 months ago

      @Andi wenn ich jmd mit dem Auto anfahre und selbst dabei sterbe. Über eine Transplantation eines meiner Organe würde das Opfer aber potenziell überleben, dürfte man mich obwohl ich tot bin nicht einfach einer meiner Organe entledigen, auch, wenn ich den Tod eines "ausgewachsenen" Menschen verantworte.

    • Helen P
      Helen P 3 months ago

      Das Beispiel ist sogar noch untertrieben, wenn man sich die gesamten psychischen ind körperlichen (teilweise langfristigen) Folgen für die Mutter ansieht...

    • X*X
      X*X 4 months ago

      @Fan ehm, nach dieser Logik dürften Menschen, die Rauchen, Trinken, Süßigkeiten essen, Schwimmen gehen etc. keine medizinische Hilfe bekommen.

  • Paul _
    Paul _ 7 days ago

    Frauen sollten *immer* die Möglichkeit haben eine ungewollte Schwangerschaft frühzeitig abzubrechen. Egal wie sie schwanger wurde.
    "My body my choice"
    Was eine Frau mit ihren Körper geschehen lässt und was nicht entscheidet sie selbst und sonst niemand

  • Xadrian
    Xadrian 4 months ago +8

    Bei Abtreibung verhält es sich so wie bei vielen anderen gesellschaftlichen Themenbereichen wie Coronamaßnahmen, Waffenrechte etc.
    Letzten endes ist es ein Trade-off von Freiheiten gegen Menschenleben.
    Wie dieser Tausch konkret zu gestalten ist, muss eine jede Gesellschaft immer wieder aufs neue untereinander aushandeln.
    Beim Thema Abtreibung bin ich übrigens dafür, allerdings nicht nur aus emanzipatorischen Gründen, sondern auch aufgrund von klimapolitischen und eugenischen Erwägungen.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @TheDolphin
      Wissen Sie denn überhaupt, was Eugenik bedeutet?
      Es geht nicht darum, irgendwelche Menschen mit Behinderung zu töten (so funktioniert bereits unser derzeitiges System, siehe medizinische Indikation), sondern gesellschaftlich einen Diskurs miteinander zu führen, welche Gene wir an die nächste Generation weitergeben möchten und welche nicht. Auf Dispositionen beispielsweise für Krebs, weswegen viele Menschen (und auch Kinder) sterben, könnte ich gut verzichten. Dann könnte man Menschen, die solche Dispositionen haben, die freiwillige Möglichkeit geben, sich im Tausch für zuvor festgelegte Begünstigungen (Geld, Erleichterung bei Adoptionen etc.) dazu zu verpflichten, keinen Nachwuchs in die Welt zu setzen bzw. sich sterilisieren zu lassen.
      Das wäre auf jeden Fall humaner, als die derzeitige Praxis, bei der 90% der Menschen, bei denen zum Beispiel das Downsyndrom diagnostiziert wurde, einfach zu töten.

    • TheDolphin
      TheDolphin 4 months ago

      @Xadrian Wow. Eugenik also. Sie hätten auf jeden Fall mitgemacht. Bin normalerweise echt kein Fan davon, persönlich zu werden, aber bei diesen Aussagen echt angeekelt, Srry. Was sind denn die Attribute, nach denen Sie Menschen ausselektieren möchten? Das würde mich noch interessieren.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Amelie Yun Dann erklär dich doch mal, anstatt mir die ganze Zeit irgendetwas zu unterstellen.

    • Amelie Yun
      Amelie Yun 4 months ago

      Xadrian du verstehst nich was ich meine glaube ich…. Whatever

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Amelie Yun Doch, das ist sogar die Lexikondefinition von Eugenik.
      Was gute und was schlechte Erbanlagen sind, darüber entscheidet der politische Souverän, also in unserem Fall das Volk. Und das macht es bereits jetzt, wie ich bereits an der aktuellen Gesetzeslage (Abtreibung, Inzestverbot) dargelegt habe.
      Wir sind eine eugenische Gesellschaft, ob du das willst oder nicht.

  • Japan Fan
    Japan Fan 4 months ago +3

    Es sollte sich nicht die Frage gestellt werden ob, sondern bis wann. Aller spätestens wenn das Kind auf Stimmen reagiert und sich anfängt zu bewegen sollte es definitiv verboten werden. Aber viele Befürworter würden selbst dann noch abtreiben wollen. Und das finde ich schon Krank.
    Aber komplett verbieten nein.Allein schon wegen Vergewaltigungsopfern.
    Aber Abtreibung sollte auch nicht zur Normalität werden oder gar als alternativ zur Verhütung geben. Nachdem Motte ich verhüte nicht mehr .Ich kann ja immer. Abtreiben.

    • Orchidee
      Orchidee 3 months ago

      @Jasmine Victoria Dann stell Dir mal vor, wie Du Dich gefühlt hättest, wenn Du es nicht gewollt hättest?
      In den USA wurde vor kurzem einem vergewaltigten Kind die Abtreibung verwehrt. In Braslien auch.
      "In Brasilien wurden 2021 mehr als 52.000 Frauen und Mädchen vergewaltigt. Die Mehrheit von ihnen war minderjährig. Obwohl Abtreibung nach einer Vergewaltigung erlaubt ist, wird sie oft verhindert." Quelle DW
      Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man es will oder nicht.
      Und die befruchtete Eizelle spürt, ob sie erwünscht ist oder nicht. Stell Dir vor Du spürst über Monate, dass Du nicht gewollt bist. Das schleppt man sein ganzes Leben mit sich.
      Eine Frau, die ein Kind möchte, die wird sich vernünftig ernähren. Wenn es nicht erwünscht ist - kann man ihr verbieten was falsches zu essen oder zu trinken? Würdest Du diese Frauen einknasten um es zu gewährleisten?

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago +1

      @Jasmine Victoria Weil man eventuell andere Werte als höher bewertet als menschliches Leben.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Jasmine Victoria Warum soll ich nachfragen? Ich war doch selbst dabei.
      Ich habe auch die Ultraschallfotos gesehen, gefühlt wie meine Tochter sich im Bauch bewegt und getreten hat etc. Klar, ist natürlich nicht dasselbe wie selbst schwanger zu sein, aber ich habe schon mitbekommen, dass da gerade ein Lebewesen heranwächst.
      Das ist aber für die Frage, ob Abtreibung legalisiert werden sollte oder nicht völlig irrelevant.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @Jasmine Victoria Mutter werden ist etwas schwierig, da ich leider ein Mann bin, aber ich bin Vater einer 2,5 jährigen Tochter. Reicht das?

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago +1

      "wenn das Kind auf Stimmen reagiert und sich anfängt zu bewegen..."
      Diese Grenzziehung ist schon ziemlich willkürlich und diffus.

  • FinaNightmare
    FinaNightmare 4 months ago +1

    "Demokratie funktioniert nur solange, wie nicht die Rechte eines anderen beschnitten werden."
    Ich wette die Person gehört zur Bubble, die Ungeimpfte ausgegrenzt sehen will... aber ist nur meine Vermutung. Sie spricht einfach exakt die gleichen Worte nach, wie alle, die sich in dieser Bubble bewegen.
    Korrigiert mich gerne, wenn ich mich irre. ;)

    • FinaNightmare
      FinaNightmare 4 months ago

      @sara Eine Impfung bzw. der Stich mit der Nadel ist auch ein Eingriff in den Körper. Und bedenkt man die aktuell zugegebenen Impfschäden finde ich es durchaus berechtigt, das zu vergleichen.... und, ich find das Argument etwas schwach, wenn man bedenkt, dass ein Lebewesen getötet wird.

    • sara
      sara 4 months ago +1

      zu sagen, dass alle Leute ein Recht darauf haben unversehrt zu bleiben ≠ Ungeimpfte ausgrenzen wollen

  • Lovely Dead
    Lovely Dead 4 months ago

    Bei dem Begriff Flinta anstatt Frau oder dem dummen Gegendere merkt man schon das ihr nicht mehr alle Tassen im schrank habt! (No hate aber ich bin trotzdem pro choice)

  • Aidan Fraser
    Aidan Fraser 4 months ago +15

    Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ist es in meinen Augen einfach noch kein Mensch, sondern ein Zellhaufen.
    Finde auch, dass jede Frau selbst entscheiden sollte, ob sie ein Kind austrägt oder eben nicht.

  • Tamara Todorović
    Tamara Todorović 4 months ago +3

    „Es ist egal wann Menschenleben beginnen“, ohne gegen sie zu hetzen, aber das klingt schon sehr fragwürdig, dass Tötung erlaubt sein sollte solange jemand jemanden stört.

  • Hilal
    Hilal 4 months ago +4

    Hallo,
    Dass man eine Abtreibung inzwischen „so“ leicht auf die Schulter nimmt und per „Gesetz“ nehmen will, wie sie es hier fordert…das ist ja mal ein ganz anderes Level! Das Gesetz wird ganz schön bunt werden in Zukunft coooooool 👎

  • Whimsiwun
    Whimsiwun 4 months ago +24

    Jede Frau darf ganz alleine darüber entscheiden ob sie das Kind behält oder nicht. Niemand anderes hat darüber zu entscheiden. Warum verstehen so viele Leute das nicht? Ist doch eigentlich ganz einfach.

    • Whimsiwun
      Whimsiwun 4 months ago

      @Vergiss Es die Frau trägt das Kind aus also darf sie alleine darüber entscheiden! Für die Frau ändert sich alles wenn sie das Kind austrägt. Was ist wenn man schwanger wird weil man z.B vergewaltigt wurde? Männer sollen nur EINMAL die Schnauze halten und pro aktivistinnen ebenfalls!

    • Vergiss Es
      Vergiss Es 4 months ago +2

      Weil es mindestens zwei Leben betrifft (wenn man den Vater, dessen Fleisch und Blut es eigentlich auch ist, nicht mitzählt), eins davon aber noch keine Stimme hat und sich nicht wehren kann.

    • SonySlasher2468
      SonySlasher2468 4 months ago

      Weil es Frauen gibt die aus irgendwelchen Gründen nicht selbst in der Lage sind ein Baby zu bekommen und dann selbst auf die Warteliste stehen für eine Adoption. Deswegen sind manche Frauen gegen eine Legalisierung von Abtreibung was ich zwar nachvollziehen kann aber es ist trotzdem dreist von denen eine Entscheidung der Frau wegzunehmen die das gar nicht will. Ich bin für die Legalisierung einer Abtreibung den die Frau egal für was sie sich einlässt wird im jeden Fall einen Eingriff vornehmen müssen was sie und ihr Kind betrifft. Außerdem verläuft nicht jede Schwangerschaft einwandfrei und/oder ohne Folgen. Sind diese sogenannten unfruchtbaren Frauen überhaupt bereit für uns zu zahlen wenn wir uns schon auf eine Schwangerschaft einlassen und dann erlauben dass sie unsere Kinder adoptieren? Ich glaube eher nicht außerdem grenzt das Ganze schon auf Kinderhandel.

  • Maxi. the.1st
    Maxi. the.1st 4 months ago +71

    Die Argumente gegen grundsätzliche Abtreibung sind wie immer schwammig, schwach, kurzsichtig und basieren bei Zahlen immer auf Zusammenhangslosigkeit und unterstellen vor allem Falschheiten. Man bastelt sich so ein wenig den ganz kleinen wissenschaftlichen Stützpfeiler noch zurecht, damit es auch passt in die Ideologie.
    Besonders interessant finde ich, dass die ursprüngliche Kraft von Abtreibungsgegner aus der Religion stammt und damit von Männern maßgeblich beeinflusst worden sind. In vielen Fällen ist dieses Gedankengut erst dann darüber auf Frauen übergetreten und fand gesamtgesellschaftlichen Anklang. Und genau dort liegt das Problem, denn Abtreibung bedeutet auch unabhängig bzw. weniger abhängig von Männern. Finanziell, emotional, gesellschaftlich. Es ist eine Haltung von Männern konzipiert als ein Druckmittel, ein Rollenbild. Wer Abtreibung grundsätzlich verbietet verhindert damit aktiv auch die weitere Unabhängigkeit der Frau und allein das ist Grund genug dagegen zu sein, ganz fern der individuellen Ebene. Andernfalls muss man nur in die USA schauen, wo wir gerade den Rückgang in die 40er, 50er und noch weiter zurück erleben.
    Natürlich kommt dann immer das einzige Argument was den Gegnern verbleibt, es sei ja Leben und weil man wissenschaftlich nicht zeigen könne wo es beginnt, müsse man es schützen. Das impliziert natürlich immer direkt das die Legalisierung ein Marktboom zur Folge hat und Abtreibung so ein Lifestyle wird. Faktisch, wissenschaftlich spricht alles dagegen, was auch im Video erwähnt wird. Darüber kann man sicherlich eine Teildiskussion führen, sich auf Standards festgelegen, aber es ist auch immer ein Zeichen mangelnder Argumente in einem schwarz-weißem Weltbild.
    Am Ende ist für mich Selbstbestimmung ein Menschenrecht und damit auch die Abtreibung.

    • DaveDEF82
      DaveDEF82 3 months ago

      Dann muss im selben Falle aber auch das Unterhaltsrecht überdacht werden ... Männer können nicht weiterhin für potenziell alleinige Entscheidungen von Frauen dingfest gemacht werden in einer Zeit, die die finanziell unabhängige Frau auf ein Podest stellt.
      Nebenbei umschiffst du das Zentrum der Fragestellung, ob Menschenrechte sozusagen ein Geburtsrecht oder ein wirkliches Universalrecht darstellen, denn in letzterem Fall müsstest du auch dem Ungeborenen das Recht auf Selbstbestimmung einräumen. Ad absurdum getrieben: Wenn bei einer Doppelfehlbildung und verbundenen Zwillingen nur ein Zwilling funktionierende Organ mitbringt, die aber beide zentralen Nervensysteme versorgen, und der 'intakte' Zwillinge als Akt der Selbstbestimmung den 'parasitären' Zwilling entfernen lässt, würde das doch auch niemand durchwinken. Selbst dann nicht, wenn der vegetative Zustand des 'parasitären' Zwillings arg eingeschränkt wäre und keine Kommunikation möglich wäre.
      Qualifiziere also menschliches Leben und begründe unumstößlich, dass Menschenrechte nur für geborene Menschen gelten.

    • Vinz
      Vinz 4 months ago +2

      @machi avelli
      Warum?
      Argumente währen nett. Kommt halt weird einfach nur "nö" und sonst nichts zu sagen.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago

      @overexplainer Ja auch, aber wir leben ja in einer liberalen Demokratie und da wird der Wille des politischen Souveräns aufgrund von Mehrheiten bestimmt (zumindest der Theorie nach)
      Aber die Ideologie spielt bei der Frage natürlich auch mit rein. Das sieht man ja schon daran, je liberaler eine Gesellschaft ist, umso lockerer sind die Abtreibungsgesetze (siehe z.B. Niederlande vs. Polen). Das liegt ja nicht daran, dass die Niederländer andere wissenschaftliche Erkenntnisse hätten als die Polem, sondern verschiedene politische Gruppen unterschiedlich stark sind.

    • overexplainer
      overexplainer 4 months ago +1

      @Xadrian wieso geht es um mehr- und minderheiten bzw. macht? für mich ist das eher eine frage der ideologie.

    • Xadrian
      Xadrian 4 months ago +3

      Das ist aber eine etwas einseitige Betrachtungsweise. Ideologie bzw. Religion spielt sicherlich bei den Pro-lifern eine Rolle, aber auch bei den Pro-choicern (Liberale Ideologie).
      Und auch wissenschaftlich betrachtet ist die Frage, ab wann ein Mensch ein Mensch ist, alles andere als unumstritten.
      Auf wissenschaftliche Quellen können sich beide berufen.
      Letzten endes ist die Frage der Legalisierung von Abtreibung keine wissenschaftliche, sondern eine politische.
      Da geht es nicht um "richtig" oder "falsch", sondern um Mehrheiten und Minderheiten, oder in einem Wort: Macht.
      Und genau das passiert gerade in den USA, wo eine politisch und wissenschaftlich umstrittene Frage wieder zurück an die demokratisch legitimierten Parlamente gegeben wurde. Ob es nun ein Rückschritt in die 50er Jahre ist oder nicht, darüber kann man gerne streiten, aber faktisch betrachtet ist es ein Demokratisierungsprozess.

  • Daniel Kö
    Daniel Kö 4 months ago +13

    Der Grundsätzliche unterschied zwischen Pro- und Anti-Batreibung ist eigentlich die Debatte über den Zeitpunkt an dem der Embryo/Zellenhaufen als Leben gilt.
    Dieser Gedanke ist leider sehr tief in Menschen verankert weshalb Debatten in vielen Fällen im Sand verlaufen.
    Bei Justine hat man das Gefühl gehabt, dass genau dieser Gedanke ihr immer im Hinterkopf geblieben ist, sie ihn aber nicht aussprechen wollte.

    • Diana1984
      Diana1984 4 months ago +1

      @Tessa Ritter Deine Vergleiche ergeben deswegen keinen Sinn, weil es bei ihnen darum geht, NICHT EINZUGREIFEN. Eine Abtreibung dagegen ist selbst ein Eingriff, bei dem der Embryo/Fötus getötet wird.

    • Tessa Ritter
      Tessa Ritter 4 months ago +6

      Es geht nicht nur um den Zeitpunkt, nein. Es geht eher um diese Frage: Zu wie großer Anstrengung darf die Gesellschaft einzelne Menschen, die Schwangeren, verpflichten, um ungeborenen Menschen das Leben zu ermöglichen? Jeder ist in Deutschland verpflichtet, offensichtlich verunglückten Menschen auf der Straße zu helfen - solange sie sich dabei selbst nicht gefährden. Von Schwangeren wird erwartet, dass sie sich gefährden, um dem ungeborenen Leben in sich zu helfen. Niemand ist in Deutschland verpflichtet, Blut und Organe zu spenden. Von Schwangeren wird erwartet, dass sie monatelang ihr Blut und ihre Organe mit einem anderen Menschen teilen. Natürlich ist das nicht dasselbe. Aber es ist doch ähnlich, wenn man in Ruhe drüber nachdenkt. Der Hauptunterschied ist wohl, dass Schwangere meistens mitverantwortlich sind, dass sie schwanger sind. Aber stellen wir uns vor, Person A greift mit einem Messer Person B an und Person B braucht daraufhin eine neue Niere. Wäre es rechtlich vertretbar, Person A zu zwingen, Person B eine Niere zu geben?

    • Mika Hohlheim
      Mika Hohlheim 4 months ago +10

      Was ich mich frage: warum geht es immer nur um den Beginn des Lebens? Ein Leben an und für sich ist dem Menschen ja ziemlich wenig wert. Siehe: erschlagene Mücken, gegessene Tiere, etc.
      Es ist ja klar, dass sich ein menschlicher Embryo in der Entwicklungsstufe in der er abgetrieben wird, von einem tierischem nahezu gar nicht unterscheidet. Wenn man denkt dass ein Leben auf so einer Stufe schützenswert ist, dürfte man konsequenterweise auch keinem Tier oder tierischem Embryo schaden zufügen. Deshalb denk ich, dass es Abtreibungsgegnern überhaupt nicht um den Embryo selbst geht, sondern lediglich um sein Potenzial, eines Tages ein richtiger Mensch zu werden.
      Jedoch ist ein Potenzial ja nichts handfestes, sonder fast nur heiße Luft. Das Leben eines Menschen aufgrund eines bloßen Potenzials zu ruinieren, find ich ziemlich unverantwortlich.

  • c:
    c: 4 months ago

    Ich mag die Diskussionskilleraussagen von der pro choice seite nicht... "Aber das ändert doch nichts" "Das tut doch nichts zur Sache" "Die Frage ist doch irrelevant" Nein ist es nicht. Du kannst nicht der Frage ausweichen ab wann etwas für dich ein Mensch ist aber dann mit argumenten kommen "aber das ist doch kein mensch". Dann sag doch für dich persönlich ab wann es ein Mensch ist.

  • ueberlebenskuenstler
    ueberlebenskuenstler 4 months ago +1

    Moral ist eh subjektiv und bei solch einem Thema gilt die Grauzone.

  • VuIvaRine
    VuIvaRine 3 months ago +1

    Ich habe mir die Folge gerade als Podcast anhören wolen und finds so unangenehm, dass die pro life Aktivistin die ganze zeit "mhm", "ja" "mhmmh" Laute von sich gibt. Musste es jetzt leider ausschalten :D

  • Juliana
    Juliana 4 months ago

    Wenn wir Abtreibung nicht legalisieren trifft es vorallem die Menschen, die sowieso unter mehrfacher Marginalisierung leiden und das zeigt sehr unser Machtsystem.

  • Cidar
    Cidar 4 months ago +1

    1:07 / 7:30 - "Ich persönlich [...]" - Darfst du. Warum es anderen aufzwingen, die persönlich nicht diese Einstellung teilen?
    8:40 / 11:46 uvm. - Vermutlich nur eine persönliche Präferenz, aber können Leute bitte aufhören, Dauer-ich-höre-dir-zu-mhm-mhm-ja-ja-mhm-Geräusche abzugeben?
    Oder bitte meinem Verständnis helfen, was es bezwecken soll? Vielleicht heißt es ja auch "Mhm mhm ja mhm ja mhm.. werde endlich fertig, ich möchte nicht länger zuhören und selbst reden!?!"?
    Vielleicht finden einige Zuhörer das auch super als (Feedback?), dann gerne mitteilen.
    Seltsame Diskussionsgrundlage oder ungünstiger Schnitt:
    "Wie und wann ist ja ein anderes Thema, aber das Verbot als solches ist mein Problem und darum geht es ja bei dem Thema zur Legalisierung."
    "Mhm mhm mhm.. aber lass uns einmal über das 'Wann' reden." ... 🤔
    Auch dieses:
    "Ich habe hier Argument A"
    "Ja, aber bei diesem Argument A muss auch dies bedacht werden"
    "Ja, mhm, aber ich habe hier auch Argument B"
    ...
    Themenhopping ist generell eine schlechte Diskussionsstrategie oder, wie erwähnt, eine ungünstige Zusammenschnittsentscheidung.
    Es lässt die Argumente bzw. die Argumentationsstruktur von Belinda dumm wirken. Es ist die gleiche Wirkung von Leuten, die 100 Themen aufbringen wollen, in der Hoffnung, dass es darauf keine Gegenantwort gibt und so lange wird von einem Thema zum anderen gesprungen ohne eins einmal zu vertiefen oder abzuschließen. Ideal für die Beeinflussung von Menschen, die nicht etwas tiefer über Themen nachdenken wollen. Ich hoffe, dass Belinda nicht in dieser Argumentationsstruktur lebt, denkt und argumentiert und dies nur eine Schnittentscheidung war.
    Diese Argumentationskultur findet sich auch bei einigen Verschwörungstheoretiker/-innen. Sobald eine Sache einmal vertieft wird, fällt es den 'wahrheitsüberzeugten' Personen immer schwerer, bei einem Thema zu bleiben und es müssen (gefühlt) gezwungenermaßen neue Themen reingestreut werden, weil sonst eine allergische Reaktion droht, da dann im eigenen Kopf ggf. der eigenen Haltung zum Thema widersprochen werden muss. Das gibt es allerdings auf allen Seiten bei Leuten, die 'zu sehr' überzeugt sind, was häufig Leute betrifft, die sich durch Schlagzeilen informieren.
    @unbubble: Klar, soll dieses Format ein gewisses Zeitlimit nicht überschreiten für eine gewisse Dramaturgie und um die Themen einer möglichst breiten Masse zugänglich zu machen, aber wäre es eine Möglichkeit, dass neben dieser Version auch einmal eine 'langweilige'/weniger bearbeitete vollständige Videoversion hochgeladen wird, um bei Bedarf zu sehen, ob das jetzt eine Schnitt-Entscheidung oder wirkliche Verhaltensweise der Person ist/war?

    • Blabla Klabautermann
      Blabla Klabautermann 3 months ago

      echt gute Beobachtung mit dem Themenhopping. das ist mir unbewusst auch schon in solchen diskussionen aufgefallen, aber have es nie so richtig greifen können