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Legalize it: Sollten alle Drogen legal sein? | 13 Fragen | unbubble

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  • Published on Dec 8, 2022 veröffentlicht

Comments • 3 184

  • unbubble
    unbubble  7 months ago +148

    Wie seht Ihr das: Sollten alle Drogen legalisiert werden? Schreibt es in die Kommentare!

    • DJ Performance
      DJ Performance 9 hours ago +1

      Ihr bezeichnet LSD als harte Droge? (mal abgesehen davon, dass die Bezeichnung unangebracht ist, wie in der Diskussion klar wurde). Was soll dann bitte die legale Volksdroge, Alkohol sein, als Nervengift mit einem mehr als 10 Mal höherem Schadenspotential, hohem fremdschädigendem Potential und deutlich erschwerter Dosierbarkeit?
      Was die Frage angeht, wir können uns doch alle einig sein, dass zumindest Menschen, die Drogen nehmen nicht zwangsläufig anderen schaden wollen und vielleicht auch gar nicht anders können und deswegen eben nicht als Verbrecher abgestempelt werden sollten. Zudem ist der Konsum erlaubt, weil man ihn halt aus gutem Grund nicht illegal machen kann, das Ziel wird um alle Ecken jedoch trotzdem bewirkt. Das BtMG braucht eine vollständige Überarbeitung, man sieht ja wie es nicht funktioniert.

    • MCMettwurst
      MCMettwurst 13 days ago

      @Dirk_ 94Vergiss nicht di unnötigen Strafen für Konsumenten.

    • Otterbaby
      Otterbaby Month ago

      @Stefan szeppverdammt gute antwort!..denn elend dass durch drogen verursacht wird, kommt immer nur von unsachgemäßem gebraucht und dieser kommt nur in einer kranken gesellschaft vor..

    • Stefan szepp
      Stefan szepp Month ago

      Schafft eine lebenswerte Gesellschaft, dann regelt sich das mit den Drogen von selbst.

    • Otterbaby
      Otterbaby Month ago

      @Trentin Quarantino dann bist du teil des problems und man fragt sich wieso du dir dieses video angeschaut hast..ich mein', hast du den titel vorher gelesen?!..du kannst doch lesen order?!..
      ps.: es gibt übrigends keine bescheuerten fragen, nur bescheuerte menschen, die zu verscheuert sind um sie richtig zu beantworten..grüße gehen raus! (:3)

  • _weyhxx
    _weyhxx 6 months ago +1827

    Ich finde es bei dieser Diskussion immer sehr amüsant, wie unglaublich viele "Argumente" gegen Legalisierung eigentlich Argumente FÜR eine Legalisierung sind.

    • Seg Ka
      Seg Ka Month ago

      @Der Schätzboss Caplock unter Clip-Share nutzen Leute, die im Kindesalter nicht gestillt wurden.

    • CantinaDude
      CantinaDude Month ago

      @Der Schätzboss es gibt ein einziges argument, aber das ist auch nur eins wenn die legalisierung nicht richtig gemacht wird. In den Niederlanden ist die Legalisierung ja so schlampig dass sie trotzdem weiterhin den Schwarzmarkt unterstützt, und da es legal ist weed zu kaufen, wurden die gangs da noch aktiver

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY Month ago

      @Der Schätzboss Staat ist Grundsätzlich kein Argument, Markt ist kein Argument. Staat heißt Herrschaft und Markt heißt Ausbeutung. Wer für Staat und Markt ist, ist Ideologisch verwahrloster Abschaum, Religiot des Kapitals.

    • Der Schätzboss
      Der Schätzboss Month ago

      ES GIBT KEINE ARGUMENTE GEGEN DIE LEGALISIERUNG

    • Seg Ka
      Seg Ka 2 months ago

      @CantinaDude Du wiederholst das, was ich gesagt habe. Als stimme ich dem zu 🙂.

  • lilli e.
    lilli e. 7 months ago +3414

    Pro-Legalisierung Button:

    • D1ktator
      D1ktator 14 days ago

      aber warum die 2 frauen rechts stehen versteh ich trotzdem nicht

    • Kurt Codein
      Kurt Codein 4 months ago

      @11hunter22 wäre H nicht verboten gäbe es kein Krokodil, ist dasselbe wie mit Gras und Kräutermischung....

    • TheDolphin
      TheDolphin 4 months ago +1

      @11hunter22 So ist es. Drogen vernichten täglich Schicksale. Das man überhaupt eine derartige Diskussion eröffnet, ist unerhört!
      Ich kann mir die vielen Likes hier nur durch eine Überrepräsenz von Konsumenten erklären, oder absoluter Ahnungslosigkeit.

    • TheDolphin
      TheDolphin 4 months ago +1

      @11hunter22 Die meisten sind Komsumenten und schließen sich aufgrund ihrer Suchterkrankung ohnehin von rationaler Diskussion aus.

    • TheDolphin
      TheDolphin 5 months ago +4

      Mega traurig…

  • seshhhh
    seshhhh 7 months ago +1746

    "Wie brauchen noch jmd der komplett irrational und gegen jeder wissenschaftliche Evidenz Argumentiert"
    A: vllt einen Drogenfahnder aus Bayern ?
    B: perfekt!!

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 4 months ago

      @Vinz Du meinst chemische Cannabinoide. Den Suchtfaktor hat das THC trotzdem, auch wenn keine chemischen Cannabinoide zugeführt werden. Nicht, dass der falsche Eindruck einsteht, die bösen Kriminellen machen die Sucht und Gras per se wäre "ungefährlich".

    • Vinz
      Vinz 4 months ago

      @Patrick Rump
      Die sind häufig nicht nach Gras süchtig sondern nach "canabinoiden"(kp wie das heißt)ein Stoff der von Kriminellen bewusst auf die Ware aufgetragen wird um die Abhängigkeit zu erhöhen. Das wäre bei der Legalisierung nicht der Fall.

    • ArTy - RainbowTears
      ArTy - RainbowTears 5 months ago

      @Keksimus Maximus
      "Erst einmal heißt das "schiss", nicht scheißte. Wenn du auf intelligent machen willst und dir darauf was einbilden willst, solltest du dann auch richtig konjugieren können. "
      1. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass ich, was Gramatik und dergleichen anbelangt nie der 1er Schüler war :D Wenn du noch den ein oder anderen Rechtschreibfehler, oder falsch gesetzte Kommas findest, sollen sie dir auch geschenkt sein ;)
      2. Ich bin zumindest intelligent genug, um im Leben begriffen zu haben, dass Intelligenz nicht bedeutet - alles gleichermaßen zu können, weshalb ich auch niemanden mal ne falsche konjungation vorwerfe, wenns eigentlich um was ganz anderes geht ;)
      "Die falsche Definition widerlegt aber keineswegs meine ganzen Argumente, die korrekt sind"
      Über das "korrekt" streiten wir ja, aber das ist ein anderes Thema ^^
      Habe auch nicht behauptet, dass dadurch deine Argumente wiederlegt werden würden. Meine Aussage bedeutete lediglich, dass deine Aussage nicht evident sei, weil sie eben Argumente/Nachweise ect. benötigt, wenn man deine Aussage im Zusammenhang mit den bereits getroffenen im Video und den Kommentaren dieser Diskussion nimmt.
      "Und doch, das ist arrogant, denn du denkst du wüsstest es besser und lehnst von vornherein ab dich umstimmen lassen zu können."
      Nichts für ungut, aber exakt den gleichen Eindruck erweckst du auch bei mir und ich gehe zumindest mal stark davon aus, bei den meisten anderen auch.
      Aber gliedern wir das nochmal in die 2 Einzelteile davon.
      1. ich glaube ich liege richtig .... - ja, natürlich -_-
      Liegt in der Natur des Menschen, davon auszugehen, die eigene Meinung/Überzeugung wäre ersteinmal die richtige. Niemand glaubt etwas und glaubt gleichzeitig, dass das was er glaubt, falsch sei ... denn dann würde man es ja nicht glauben ...
      2. ich lehne ab mich umstimmen zu lassen. ... Würde ich persönlich nicht über mich sagen. Liegt aber im Auge des Betrachters und würde wohl jeder so sehen. Immerhin werfe ich dir ja auch dasselbe vor und bin gleichzeitig der Meinung, dass du glaubst, dass du offen für Argumente der Gegenseite bist.
      Zu den einzelnen Punkten kurz paar Sachen die schnell gehen, weil zum großen faktencheck weder die Zeit noch ehrlich gesagt die Lust grade noch :D
      "Chinesen wurden weder gezwungen Opium zu konsumieren, noch wurde es ihnen geschenkt."
      Ich habe weder das eine noch das andere behauptet.
      "Es ist dabei unerheblich wie es der Bevölkerung geht."
      Studien und die Wirklichkeit zeigen nunmal, dass in Krisen- und Problemgebieten und Co. der Drogenkonsum höher ist, als in Ländern/Regionen mit vergleichbarer Drogenpolitik.
      "Singapur hat keine Strukturen für einen Drogenhandel und da ist praktisch niemand abhängig, oder konsumiert Drogen."
      Davon stimmt ... eigentlich garnichts so wirklich. Zumindest nicht nachweislich. Ich mein, schau dir "offiziele" Zahlen der Länder an von bsw. Homosexuellen, in denen das mit dem Tode bestraft wird - da sind die Zahlen auch "praktisch niemand" gering...
      Und lustigerweise ist Singarpur sogar ein ziemlich großer Produzent wens um Drogen geht für die Welt :D
      "Der Abschaum an Dealern und Schmugglern verdient aber den Tod, da diese bereitwillig für Profit Menschenleben zerstören und Gift ans Volk verkaufen."
      Betrifft eigentlich alles was Spaß macht oder nützlich ist und womit man also Geld machen kann. Deswegen ist da halt immer auch die Frage "wo fängt man an und wo hört man auf".
      Aber okay, hängen wir den 16jährigen Abschaum, der bisschen Gras vertickt um sich Schulbücher zu kaufen, weil die Hartzer Eltern ihr Geld lieber versaufen und der Junge niergendwo einen regulären Job finden, weil er einfach für jeden nur das Kind der größten Assis in der Umgebung ist und ihn daher niemand will.
      In deinen Augen vielleicht unrealistisch - ich hab ihn kennengelernt. Also jap, würde solche Menschen sicherlich freuen zu hören, dass du garnicht versuchst das menschliche und die Beweggründe in ihnen zu erkennen, sondern sie alle hängen sehen willst.
      Oder fangen wir noch früher an, knallen wir alle Kleinkinder ab die miteinander rangeln. Könnte ja jemand verletzt werden und das nehmen die einfach in Kauf und das nichtmal für Profit, sondern einfach nur aus Lust und Laune. Ne, so einen Abschaum brauchen wir nicht. Tod allen rangelnden Kleinkindern.
      "Du kannst aber durchaus verhindern, dass diese Menschen ihre Natur ausleben und anderen schaden."
      Hast du nicht 5 Sätze vorher noch die Chinesen damit ... kp verteidigt/angegriffen, dass sie das Opuim freiwillig genommen haben und sie keiner dazu gewzungen hat?
      Wenn ich etwas freiwillig mache von dem ich auch die potenziellen Konsequenzen kenne und von keinem (und damit auch keinem allgemeinen Zustand) dazu gewungen werde, wie du es ja meintest, inwiefern schadet mir dann ein anderer?
      Soll jetzt jeder Autohändler abgeknallt werden, der dir für den eigenen Gewinn ein Auto verkaufen will, weil du könntest ja in einem selbst- oder fremdverschuldetem Verkehrsunfall ums Leben kommen?
      Knallen wir auch noch alle Anbieter von Extremsportarten ab. ... Spaß beiseite. Aber ernsthaft, inwiefern sind die anderen (also die Dealer) Schuld an deinen freiwilligen Drogenkonsum?
      "Ja, die Leute die damit Geld verdienen wollen. Und es funktioniert indem man die Leute hinrichtet und damit die Bevölkerung vor diesen Leuten beschützt wird."
      Wie bereits gesagt - nein.
      Für die die du meinst, macht das im groben und ganzen keinen Unterschied, weil wenn da mal einer gehängt wird, dann wird sich halt der nächste gesucht, der für einen schmuggelt und dealt für ein paar Scheine mehr in der eigenen Tasche, weil man sonst kaum über die Runden kommt. ... Und selbst im reichsten Land gibt es Arme Menschen, die bereit sind selbst so ein Risiko einzugehen um bsw. ihren Kindern auchmal Spielzeug zum Geburtstag schenken zu können.
      "Nur weil das Verbot falsch gehandhabt wurde, heist das nicht, dass das Problem einer Legalisierung plötzlich nicht mehr besteht."
      Behauptet auch keiner. Deswegen ja - jeder fordert legalisierung MIT vernünftigen Regelungen und verbesserte Aufklärung ect.. Damit es eben selbst im schlimmsten Fall nicht zu dem kommen kann, was du befürchtest.
      "Die USA sind eines der reichsten Länder der Welt und haben genauso massive Probleme mit Drogen. Nochmal: Es ist unerheblich wie es der Bevölkerung geht. Drogen können verstärkt eine Sucht auslösen und sind deshalb egal in welcher Gesellschaft destruktiv."
      Die USA stehen generell in vielen Punkten ganz weit oben in den Listen ... in vielen Listen willst du aber nicht ganz weit oben stehen ;)
      Reichtum alleine ist natürlich nicht der Ausschlaggebende Punkt. Es ist aber auch kein Punkt alleine der ausschlaggebende Punkt.
      Könnte man eine ganze Gesellschaft so einfach analysieren, wären wahrscheinlich so einige Probleme deutlich einfacher zu lösen :D
      Nur die Wahrscheinlichkeit, dass es einer armen Bevölkerung schlechter geht, als bei einer reichen, liegt im großen und Ganzen dann doch etwas höher.
      Und ganz ehrlich, ob in deinen Augen arrogant oder sonst was, aber wie kann man nicht begreifen, dass Menschen die gebrochen sind eine deutlich höhere Motivation haben, ihren Schmerz zu betäuben, als Menschen ... die ... keinen Schmerz haben.
      Ich behaupte ja nichtmal das sei evident ... ich und alle anderen hier bringen jeden nur möglichen Punkt vor, der genau das stichhaltig und nachvollziehbar aussagt. ... Aber ich soll der sein, der keine andere Meinung zulässt :D
      "Das Für und Wider ist letzten Endes nur eine Sicht der persönlichen Moral und da gibt es kein offensichtliches richtig, oder falsch. Deshalb muss man sich auch nicht so arrogant verhalten und dem anderen die Expertise absprechen, nur weil ich auf der Seite bin, die nicht für eine Legalisierung ist."
      Wie auch schon bereits gesagt, wofür du persönlich bist bleibt ganz dir überlassen.
      Und ich spreche dir keine Expertise ab, weil du auf irgendeiner anderen Seite stehst ... eher weil ich bisher nicht viel von irgendeiner Expertise mitbekommen habe.
      Das meiste waren halbgare Fakten, die jeglichen möglichen Zusammenhang mit anderen Eventualitäten ignorierten, wenn sie nicht mit "hängt den Abschaum" unmittelbar zusammenhingen.
      So, gestern und heute Morgen erstmal wieder genug Leute getriggert für eine Weile, ich melde mich ab :D

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      @ArTy - RainbowTears
      "Evident heißt nicht, dass es beweisbar ist, sondern das es garnicht erst bewiesen werden muss um als richtig angesehen zu werden - und das war deine Aussage schlichtweg nicht."
      Also meine Aussage dazu, dass die Legalisierung von Drogen zu einer starken Zunahme von Abhängigen führt ist simpelste Logik, da das Angebot stark steigt und als Suchtmittel seine Nachfrage von selbst erhöht. Das ist ganz klar evident, da einfach gesunder Menschenverstand.
      Um die Definition des Wortes gab es dann ein Missverständnis. Ich hatte noch empirische Evidenz, sowie das englische evidence im Kopf. Dafür ist man jetzt um einen begriff schlauer. Die falsche Definition widerlegt aber keineswegs meine ganzen Argumente, die korrekt sind. Und doch, das ist arrogant, denn du denkst du wüsstest es besser und lehnst von vornherein ab dich umstimmen lassen zu können. Hier liegst du nur halt falsch.
      Dein China Beispiel ist dämlich.
      Erst einmal heißt das "schiss", nicht scheißte. Wenn du auf intelligent machen willst und dir darauf was einbilden willst, solltest du dann auch richtig konjugieren können.
      Chinesen wurden weder gezwungen Opium zu konsumieren, noch wurde es ihnen geschenkt. Die Engländer verkauften es an die Triaden und diese brachten es unters Volk, welche es freiwillig kauften und abhängig wurden. Es wurde eine Legalisierung durch die Engländer erzwungen und diese Legalisierung hatte zur Folge, dass Millionen von Chinesen abhängig wurden und sich das Leben versauten.
      Es ist dabei unerheblich wie es der Bevölkerung geht. Gewisse Drogen haben extremes Suchtpotential. Wenn du diese jetzt gesellschaftsfähig machst, dann ist es evident, dass sich der Konsum wie ein Lauffeuer ausbreitet. Und wenn die in unermesslichem Reichtum existieren würde, wie in Singapur, es würde IMMER eine nicht unerhebliche Menge an Leuten geben, deren Leben komplett vernichtet wierden, durch die Bereitstellung dieser Drogen. In Deutschland sind massenweise Menschen depressiv und viele flüchten sich in einen Eskapismus und Drogen sind eben eins der besten Mittel um diesem Eskapismus zu fröhnen. Ich lehne die Legalisierung von jeglichen Drogen demnach ab, weil ich es moralisch degeneriert finde unzählige Menschenleben gegen die Möglichkeit sich zu berauschen einzutauschen, erst Recht, wenn es bereits Möglichkeiten des Berauschens gibt.
      Weiterhin ist meine Lösung der derzeitigen Drogenthematik, dass wir Konsumenten nicht unnötig verfolgen, also den Konsum entkriminalisieren, die Konsumenten aber verpflichtend an Drogentherapien teilnehmen lassen für jedes Mal, dass sie irgendwo mit Drogen aufgefasst werden. Der Abschaum an Dealern und Schmugglern verdient aber den Tod, da diese bereitwillig für Profit Menschenleben zerstören und Gift ans Volk verkaufen.
      "Du könntest dir in Deutschland theoretisch auch zu jeder Zeit jegliche Droge besorgen"
      Was schlecht ist und nicht möglich sein sollte. Die Illegalität schreckt trotzdem noch genug Leute ab.
      "Und Alkohol kann sich soweiso jeder überall besorgen. Liegt Deutschland deswegen brach mit mehrheitlich zugedröhnten und besoffenen an jeder Ecke?"
      Wir haben ne ganze Menge an Alkoholabhängigen und Alkoholtoten. Alkohol macht zwar nicht so schnell süchtig und führt auch nicht so schnell zu einem gesellschaftlichen Abstieg einer Person, nur im schlimmsten Fall, eine Legalisierung von weiteren Drogen, viele davon mit einem weitaus höheren Suchtpotential, wird sich nicht positiv auf die Gesellschaft auswirken.
      "Und mal ganz ehrlich ... Singarpur ist AUCH KEIN GUTES BEISPIEL, HERRGOTT!
      Wieviele Menschen werden dort umgebracht?
      Wenn es mehr als 0 sind, dann funktioniert es nachweislich nicht."
      WAS?
      Was funktioniert nicht? Singapur hat keine Strukturen für einen Drogenhandel und da ist praktisch niemand abhängig, oder konsumiert Drogen. Die Leute die hingerichtet werden sind Schmuggler oder Dealer, die das Zeug ins Land bringen wollen, weil Singapur so verdammt reich ist und sie für den Profit ihr Leben aufs Spiel setzen. Was soll da dein Argument sein? Das System funktioniert perfekt. Du kannst aber nicht die Natur von manchen Menschen ändern. Du kannst aber durchaus verhindern, dass diese Menschen ihre Natur ausleben und anderen schaden.
      "Denn, wenn du dafür sogar mit deinem Leben zahlen musst und es trotzdem immerwieder zu Hinrichtungen kommt ... DANN MACHEN ES DIE LEUTE JA! Obwohl sie nen Kopf kürzer gemacht werden und die wissen das ja auch"
      Ja, die Leute die damit Geld verdienen wollen. Und es funktioniert indem man die Leute hinrichtet und damit die Bevölkerung vor diesen Leuten beschützt wird. Was ist dein Argument?
      "Die Probleme haben sie aber auch mit allem was illegal ist ... alsoooo, was willst du jetzt damit sagen?"
      Dass, was ich von Anfang an bereits sagte: Legalisierung führt zu einer Zunahme von Abhängigen. Der "War on drugs" war eine Farce. Drogen waren illegal, aber konnten trotzdem ungestört ins Land strömen. Nur weil das Verbot falsch gehandhabt wurde, heist das nicht, dass das Problem einer Legalisierung plötzlich nicht mehr besteht.
      "Ist aber auch eines der ärmsten Länder der Welt"
      Die USA sind eines der reichsten Länder der Welt und haben genauso massive Probleme mit Drogen. Nochmal: Es ist unerheblich wie es der Bevölkerung geht. Drogen können verstärkt eine Sucht auslösen und sind deshalb egal in welcher Gesellschaft destruktiv.
      "Wie gesagt, ist eben ein Unterschied in welche Gesellschatf man eine Droge reinwirft und wann"
      Im besten Fall gar nicht. :^)
      "Es fordert auch niemand, dass bei einer Legalisierung JEDE Droge gleich gehandhabt wird oder wirklich ALLES frei erhältlich wäre. Das wäre auch vollkommener Schwachsinn. Natürlich müsste man unterschiedliche Regelungen treffen für Mittel mit unterschiedlichem Sucht- und Gesundheitsrisiko."
      Lehne ich ab. Die weiterhin zu verbieten und den Handel und Schmuggel härter zu bekämpfen zieghe ich vor und sehe ich als eine Alternative, mit der wir als Gesellschaft besser fahren werden. Das ist dann aber moralische Ansichtssache.
      "Wenn also im Grunde von jeder Seite hier aus eine Legalisierung MIT vernünftigen Regelungen und allem was dazugehört gefordert und das mit vernünftigen Argumenten ect. untermauert wird
      und dann einer mit deinen Aussagen und Argumenten kommt,
      dann verhalte ich mich gerne so, als hätte ich, in deinen Augen, die Weißheit mit Löffeln gefressen,
      denn irgendjemand muss sie je fressen, bevor sie von einem wie dir mitsamt Löffel und Schale vom Tisch geschmießen wird - weil Prinzip - gab halt noch die Weißheit zum Mittag, dass soll sich jetzt auch nicht ändern"
      Beide Seiten haben vernünftige Argumente. Meine sind genauso valide, Drogen zu verbieten und sogar weitaus härter vorzugehen. Das Für und Wider ist letzten Endes nur eine Sicht der persönlichen Moral und da gibt es kein offensichtliches richtig, oder falsch. Deshalb muss man sich auch nicht so arrogant verhalten und dem anderen die Expertise absprechen, nur weil ich auf der Seite bin, die nicht für eine Legalisierung ist.

    • ArTy - RainbowTears
      ArTy - RainbowTears 5 months ago

      ​@Keksimus Maximus Evident heißt nicht, dass es beweisbar ist, sondern das es garnicht erst bewiesen werden muss um als richtig angesehen zu werden - und das war deine Aussage schlichtweg nicht.
      "Evident bedeutet einfach nur beweisbar. " und "Verhalte dich nicht so arrogant, zu denken, ich wüsste nicht wovon ich spreche"
      Sorry, aber ist 1. nicht arrogant etwas einfach besser zu wissen und 2. du hast gerade bewiesen, dass du die Bedeutung nicht richtig kanntest. Also jap ...
      "Es konnte erst dazu kommen, weil Opium zwangsweise legalisiert war und wurde erst erfolgreich bekämpft, als Dealer und Schmuggler allesamt hingerichtet wurden. Repression funktioniert also wunderbar,"
      Schlüsseln wir das nochmal genauer auf.
      Opium war in China verboten.
      China hatte zuvor einige gute Jahre, worduch sich die Bevölkerung in kurzer Zeit fast verdreifachte.
      Dadruch, dass das Kaiserreich aber trotzdem auf das Volk scheißte, kam es dazu, dass sich große Teile der Bevölkerung kaum noch ernähren konnte, während sie sich trotzdem 14-16 Stunden am Tag kaputtarbeiten musste und der großteil ihres Verdienstes den Adligen und dem Kaiserreich zugute kam.
      England wollte Geld machen und schmuggelte deshalb große Mengen an Opium nach China, da sie in einer bereits brachliegenden Gesellschaft großes Abnehmerpotenzial sahen.
      England fand tatsächlich viele Abnehmer innerhalb der brach liegenden Gesellschaft.
      China fand das nicht toll und ging verstärkt gegen die Dealer und Schmuggler vor.
      Das wiederum gefiel England nicht und zettelte einen Krieg an. ... 2 mal.
      England gewann und zwang dem Kaiserreich seinen Willen auf.
      Nun konnte England nicht nur Opium schmuggeln und an die kaputte Gesellschaft verteilen lassen, nun konnten sie es ganz offiziel wie Bonbons an Karnevall in die brachliegende Gesellschaft schmeißen, während England alles weitere daran setzte, China und dessen Bevölkerung zu schaden, um selbst Vorteile und Proviz daraus ziehen zu können.
      Dann gabs nach mehrere Jahre Bürgerkrieg, weil den Leuten einfach nicht mehr ausreiche, sich die Scheiße in der sie durch das Kaiserreich selbst aber auch England und co. lebten schönzurauchen - was aber in absoluter barbarei und Blutrausch endete - woraufhin sich dann auch noch Japan und Co. sich "ihre" Teile Chinas holten
      Das Leben als einfacher Bürger innerhalbs Chinas bot also nicht viele Möglichkeiten. Entweder sich hungernd halbtot arbeiten und unterdrückt werden, oder kämpfen und ganz tot gefoltert werden, oder eben sich die Welt schönzurauchen
      ...
      Alles in allem ist das KEIN gelungenes Beispiel dafür, wie es läuft wenn Drogen legalisiert wären/waren.
      Warum?
      Weil man hier quasi jemanden grün und blau geprügelt hat, ihn dann aber vorwirft, dass er Schmerzmittel genommen hat wegen dieser Schmerzen und dem Wissen, dass er auch noch weiter getreten wird. Aber sein Leben doch viel besser gewesen wäre, wenn man garnicht zugelassen hätte, das die Person überhaupt Schmerzmittel hätte nehmen können, damit sie, alles spürend, weiter wehrlos getreten werden kann.
      Niemand fordert mit einer Legalisierung
      zerstört erst die Gesellschaft und gebt ihnen dann soviele Drogen wie sie wollen.
      Mann fodert, dass Drogen zwar legal werden, aber eben auch reglementiert und überwacht und kontrolliert. Und das eben bei einer Gesellschaft die nicht bereits in großen Teilen brach liegt, sondern eben funktioniert.
      Du könntest dir in Deutschland theoretisch auch zu jeder Zeit jegliche Droge besorgen, die die willst. Und Alkohol kann sich soweiso jeder überall besorgen. Liegt Deutschland deswegen brach mit mehrheitlich zugedröhnten und besoffenen an jeder Ecke?
      Nein. Weil es eben wie gesagt einen Unterschied macht bei unterschiedlichen Gesellschaften und deren stabilität, wann was legalisiert oder verbietet wird - aber vorallem WIE es gehandhabt wird.
      ... Und mal ganz ehrlich ... Singarpur ist AUCH KEIN GUTES BEISPIEL, HERRGOTT!
      Wieviele Menschen werden dort umgebracht?
      Wenn es mehr als 0 sind, dann funktioniert es nachweislich nicht. -_-
      Denn, wenn du dafür sogar mit deinem Leben zahlen musst und es trotzdem immerwieder zu Hinrichtungen kommt ... DANN MACHEN ES DIE LEUTE JA! Obwohl sie nen Kopf kürzer gemacht werden und die wissen das ja auch ...
      " Die USA haben mit ihren legalen Opiaten auch ein Problem"
      Die Probleme haben sie aber auch mit allem was illegal ist ... alsoooo, was willst du jetzt damit sagen?
      "und Liberia hat massive Probleme mit Heroin und Crack"
      Ist aber auch eines der ärmsten Länder der Welt, das relativ frisch aus einem Bürgerkrieg kommt.
      Ums mal zu verdeutlichen - das Durchschnittsalter in Deutschland liegt etwas über 44 Jahren und die Lebenserwartung liegt bei etwa 80 Jahren.
      Das Durschnittsalter in Liberia ist grademal 19 Jahren und die Lebenserwartung liegt bei etwa 64 Jahren. ... Ach un nen Durschnitseinkommen von nichtmal 600€ Deutschland dagegen über 40.000€.
      Wie gesagt, ist eben ein Unterschied in welche Gesellschatf man eine Droge reinwirft und wann -_-
      Es fordert auch niemand, dass bei einer Legalisierung JEDE Droge gleich gehandhabt wird oder wirklich ALLES frei erhältlich wäre. Das wäre auch vollkommener Schwachsinn. Natürlich müsste man unterschiedliche Regelungen treffen für Mittel mit unterschiedlichem Sucht- und Gesundheitsrisiko.
      Wenn also im Grunde von jeder Seite hier aus eine Legalisierung MIT vernünftigen Regelungen und allem was dazugehört gefordert und das mit vernünftigen Argumenten ect. untermauert wird
      und dann einer mit deinen Aussagen und Argumenten kommt,
      dann verhalte ich mich gerne so, als hätte ich, in deinen Augen, die Weißheit mit Löffeln gefressen,
      denn irgendjemand muss sie je fressen, bevor sie von einem wie dir mitsamt Löffel und Schale vom Tisch geschmießen wird - weil Prinzip - gab halt noch die Weißheit zum Mittag, dass soll sich jetzt auch nicht ändern -_-

  • bubatzbube
    bubatzbube 7 months ago +3469

    Dass der Drogenfahnder nicht davon überzeugt werden kann, ist klar. Sonst müsste er sich ja eingestehen, dass seine Arbeit absolut umsonst war

    • Galadriel
      Galadriel Month ago

      100% AM PUNKT!

    • christian harten
      christian harten Month ago

      @robot weizenkeim schlimmer für den diskurs wäre es doch, ihn da auszulassen. er vertritt ne wichtige gruppe, die es zu überzeugen gilt. ihn hier zu übergehen würde nur die fronten verhärten.

    • Marvin Kemper
      Marvin Kemper Month ago

      @robot weizenkeim Die härtesten Kritiker in eine Diskussion einzubeziehen ist nur logisch. Wie soll überhaupt ein sinnvoller Diskurs entstehen wenn man 6 Ja-sager einlädt die sich alle direkt einigt sind...

    • Dominic Mutzhas
      Dominic Mutzhas 2 months ago

      Sacrifice binds haha

    • gza_007 srb
      gza_007 srb 3 months ago

      @robot weizenkeim ist wenn man bei Meinungsfreiheit ein Nazi einlädt, über die Coronapolitik einen Coronaleugner einlädt....
      Komischerweise bei so einem Thema ist ein Querdenker erlaubt!

  • Schnitzel Andy
    Schnitzel Andy 6 months ago +507

    Meiner Meinung nach müsste eine Legalisierung mit folgenden Maßnahmen einhergehen:
    - Werbeverbot in allen Bereichen für sämtliche Substanzen (inkl. Alkohol und Tabak)
    - Staatliche Kontrolle der Qualität sämtlicher Substanzen
    - Verkauf ausschließlich für Menschen ab 21 Jahren in lizensierten Fachgeschäften
    - Massiver Ausbau der Prävention und der Sensibilisierung der Bevölkerung
    - Konsumverbot auf öffentlichen Plätzen
    - Harte Strafen bei Abgabe an Menschen unter 21 Jahren

    • Baby Bell
      Baby Bell Month ago

      Ich kenne einige süchtige,die nie sexuell missbraucht wurden.
      Diese Aussage war ein bisschen heftig.
      Als wäre es so gut wie immer so…
      Dies ist aber nicht der Fall.

    • Baby Bell
      Baby Bell Month ago

      @pfiera damit Leute die damit nichts zu tun haben wollen oder sollen,damit nicht in Berührung kommen

    • manxy
      manxy 2 months ago

      Ganz genau. Es sollte früh an die Jugend Bildungstechnisch verbunden werden, denn gerade Neugier und die darin verbundene Selbstfindungsphase sind ein harter Gegner, denn wer Bildungslos ist, haut sich ohne bedenken alles rein, denn es gibt ja nichts zu bedenken, weil man nichts weiß!

    • Elisa
      Elisa 2 months ago

      Absolut gute Argumente. Vor allem Konsumverbot auf öffentlichen Plätzen. Ich würde generell gerne immer überall Bereiche haben wo Leute rauchen dürfen z.B. im Restaurant. Wenn man nämlich Nichtraucher ist und den ganzen Qualm nicht einatmen möchte ist die einzige Möglichkeit dem zu entkommen, sich rein zu setzen und das finde ich sehr ungerecht. Und Gras stinkt extrem deshalb sollte es da dann auch bestimmte Bereiche geben wo es erlaubt ist. Es ist ja schließlich die eigene Entscheidung sich selbst mit rauchen zu schaden aber dann muss man nicht noch anderen das ins Gesicht pusten🤢

    • CruzzioXT
      CruzzioXT 2 months ago

      @TWAINCOMPANY Oh, wie kryptisch!

  • Brain Bac
    Brain Bac 6 months ago +398

    ich finde diese Folge hat etwas tolles geschafft. Die Schlagzeile "Legalisiserung aller Drogen" wie man sie in der Zeitung lesen würde, wurde für alle aufgedröselt in ein ausdifferenzierteres Bild. Die Bereitschaft auf den Anderen zuzugehen war stark, von allen Debattenteilnehmern. Wäre schon würden mehr Folgen so enden und man nach Lösungen suchen, anstatt die eigene Ideologie zu verhärten.

    • Spirorion
      Spirorion 22 days ago

      @Malte "garantiert tödlich" omegalol

    • Saihttam
      Saihttam 5 months ago +2

      @Malte
      Vieles von dem Gesagten bezog sich auf jede Droge und Substanzen wie z. B. Heroin oder Mdma wurden auch explizit angesprochen.
      Außerdem wird mit "allen" Drogen ganz sicher nicht sowas wie Krok gemeint sein, was unter Anderem besonders durch seine Unreinheit so schädlich ist. Die Legalisierung soll die Leute ja gerade vor diesen Unreinheiten schützen.

    • Malte
      Malte 5 months ago

      @TS May
      Das stellst du leider falsch fest.
      In welcher Minute wird denn bitte über die Legalisierung von extrem harten und geradezu garantiert tödlichen Drogen gesprochen?

    • TS May
      TS May 5 months ago +4

      @Malte Ich stelle fest, Du hast die Sendung gar nicht gesehen.

    • Malte
      Malte 5 months ago

      Tatsächlich ist die Diskussion vollkommen am Thema vorbeigegangen, weil es zu 90% um die Legalisierung von Gras geht.
      Wenn wir von der Legalisierung ALLER Drogen reden, dann reden wir auch von Crack, Krok und Co.
      Wer hierfür eine Legalisierung fordert, muss geisteskrank sein.

  • Sebastian
    Sebastian 6 months ago +158

    Erster Schritt einer neuen Drogenpolitik: Jede Werbung für Tabak und Alkohol verbieten, weil Werbung von ihrem Grundsatz her eine rationale und selbstbestimmte Entscheidung umgehen will, die für einen mündigen Drogenkonsum notwendig ist.
    Und als nächsten Schritt wissenschaftlich begleitete Entkriminalisierung von Drogen und legale Bezugswege schaffen/ausbauen verbunden mit Aufklärung, um Konsumenten zu schützen und eine freiere Entscheidung zu ermöglichen.

    • Sven Görgl
      Sven Görgl 5 months ago +1

      @Bea stimmt dir zu ja, für Süchte sollte es keine Werbung geben generell. Aber dann liegt das wahrscheinlich daran das ich keine Alkohol Werbung bekomme weils nicht in mein Algorithmus passt :)

    • Bea
      Bea 5 months ago +1

      @Sven Görgl Alkohol Werbung gibt es noch,leider. Aber ja für Tabak gibt es schon lange keine Werbung mehr. Malborro Mann und co sind verboten. Selbst in den neuen Filmen ist es selten geworden Rauchende zu zeigen. Vielleicht noch in Filmen wo es um Drogen geht. Aber dieses coole Image gibt es schon lange nicht mehr. Und es hat auch geholfen. Vor 30 Jahren und davor war es cool zu rauchen ,heute ist es assozial . Und ich finde so sollte auch mit Alkohol und co umgegangen werden. Das Image muss verändert werden. Klar wird es immer welche geben die in sucht fallen aber das hat andere Ursachen. Schön beschrieben von Dr Peschel in der Sendung von Roman (Sucht und Ordnung)

    • Manolo Luca
      Manolo Luca 6 months ago +1

      Sollte man dann nicht auch Werbung für Glückspiele verbieten, weil man danach auch süchtig werden kann?🤔

    • Sven Görgl
      Sven Görgl 6 months ago

      Sowohl tabak als auch alkohol werbung ist bereits verboten soweit ich weiß, lediglich in medien wo altersfreigabe herrscht, z.b. filme im kino ab 16/18 dürfen diese Werbungen noch gezeigt werden. Soweit ich weiß. (Aber auch keine Ahnung von Werbung, schaue viel zu selten Werbung)

    • Sebastian
      Sebastian 6 months ago +3

      @Nicolas Heyminsohn ja, wir als freie und demokratische Gesellschaft sollten uns überlegen zu was wir durch Werbung verführt werden wollen und was dadurch normalisiert wird und wo der Schaden so groß ist, dass es nicht erlaubt ist.

  • Matthis Munzinger
    Matthis Munzinger 7 months ago +307

    Super Folge!
    Fand die Kompromissbereitschaft und Sachlichkeit bei fast allen (außer vielleicht Herr Wimmer) sehr gut.
    Auch die Vorschläge von beiden Seiten.
    #legalizeit #cannabisnormal

    • Ph M
      Ph M 6 months ago

      Isso. Und ein bayrischer Drogenfahnder Ü50, wie soll der dazulernen? CDU CSU hat hier ihr Epizentrum.

    • Matthis Munzinger
      Matthis Munzinger 7 months ago +45

      @unbubble Die Argumente und Vorschläge der Pro-Seite haben mich am Ende mehr überzeugt.

    • unbubble
      unbubble  7 months ago +9

      Danke für Dein Feedback! Wie stehst Du nach der Folge zur Konfliktfrage? Welche Argumente konnten Dich überzeugen?

  • Sören Matt
    Sören Matt 6 months ago +1072

    Mich hat an dieser Diskussion schon immer gestört, dass Konsum quasi mit Sucht und Absturz etc gleichgesetzt wird. Ich nehme seit über 10 Jahren regelmäßig alle möglichen Drogen und hatte noch nie Probleme. So geht es den allermeisten Konsumenten, die ich kenne. Und ja, Recht auf Rausch sollte es ganz klar geben. Rausch ist in der Natur ganz normal.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 13 days ago

      @MCMettwurst Drogenverbote sind schon Antiliberal, das ist alles was dazu zu sagen ist.

    • MCMettwurst
      MCMettwurst 13 days ago

      Gut so eine Verallgemeinerung ist schwierig. Vor allem weil du körperliche Schäden vielleicht nicht sofort erkennst oder bekommst und diese auf Drogen zurückführen würdest. Reine Formen der Drogen würden die körperliche Schädlichkeit um ein vielfaches senken.

    • Berlin 96
      Berlin 96 24 days ago

      Versager.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY Month ago

      @Trentin Quarantino Du taugst vor allem, als Untertan.

    • Trentin Quarantino
      Trentin Quarantino Month ago

      @TWAINCOMPANY So ein pseudophilosophisches Gequatsche....du willst den Anspruch, 40h die Woche zu arbeiten ernsthaft mit nem Junkie vergleichen, der sich in der öffentlichen Toilette ein Feuer im Waschbecken macht, damit er nicht friert.

  • Gary McCloud
    Gary McCloud 6 months ago +180

    Was ich an dieser Debatte immer schade finde ist, dass nie ein Vergleich zu einem Verbot von Alkohol oder Tabak gezogen wird.
    Wenn man gegen eine Legalisierung von allen Rauschmitteln ist, dann muss man sich entweder auch gegen Tabak und Alkohol aussprechen, oder begründen warum es sinnvoll ist das eine freizugeben und das andere zu verbieten.

    • Seeyoubebi -
      Seeyoubebi - 12 hours ago

      Sie schauen halt lieber auf 1000 töte von Opium was 0.5% sind von 200 hunderttausend töte durch legale Drogen ich hasse Medien und es bleibt so eine Doppelmoral so ca 5 Millionen oder mehr deutsche zu verfolgen als hatten sie ein Einbruch gemacht und
      An die eier fassen ohne ein Beschluss macht auch die Psyche kaputt und das Recht des Bürgers/innen die Polizei nimmt sich zu viel raus an Recht
      Die grüne Seite macht es richtig
      Der contra Mann mit Glatze wirkt auf mich wie ein nazi auf alle Bereiche die anders sind als er
      In knast durch bisschen Gras macht auch die Psyche kaputt keiner will dahin

    • anti gone
      anti gone 7 days ago

      @Joty B. Alkohol ist körperlich viel schädlicher. Opiate sind körperlich nicht sonderlich schädlich, sie machen nur extrem abhängig. Viele Menschen sind ja auch legal opiatabhängig (Schmerzmittel) und kommen damit offenbar gut durchs Leben.
      Nein, ich habe nie Heroin probiert und auch kein Interesse daran. Aber ich habe ein gewisses Interesse am Thema an sich und habe mich da etwas eingelesen und war erstaunt, dass Opiate tatsächlich körperlich kaum schädlich sind. Alkohol hingegen.... ist extrem zerstörerisch und - was viele nicht wissen - auch bei vielen Krebsarbeiten (mit)verantwortlich! Mal abgesehen von den Folgen für die Gesellschaft (betrunken fahren, Gewaltausbrüche...).
      Wenn Heroin legal, rein, günstig, in der richtigen Dosis verfügbar wäre, dann wäre es wohl nicht groß anders als bei den legalen Opiatabhängigen, sprich, man muss das Zeug immer nehmen, ist aber nicht kriminell oder gewalttätig und lebt relativ gesund, mal abgesehen davon, dass man eben immer drauf angewiesen ist.
      Wäre Alkohol illegal (und auch so teuer wie Heroin), dann hätten wir vermutlich noch viel schlimmere Probleme als mit Heroin. Abgesehen davon, dass Leute sich mit Fusel vergiften würden, hätten wir da auch massive Beschaffungskriminalität mit allem drum und dran.
      Wie gesagt, es macht extrem abhängig. Aber das heißt nicht unbedingt, dass es extrem schädlich ist.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 3 months ago

      Ein Drogenverbot kann man nicht vernünftig begründen, es ist Antiliberal.

    • DeniseForPeace
      DeniseForPeace 3 months ago

      @Vinz Ist dem so? Die Horrorfälle, die ich kenne, haben ihr Zeug allesamt selbst angebaut.
      Demnach halte ich solches Gerede nur für Ausflüchte.
      Generell hab ich bisher keinen einzigen Kiffer kennenlernen "dürfen", der sie noch beisammen hatte. Und ich kenn leider ein paar. Dieses ständige "Alkohol ist viel böser!" mit anschließendem surprised pickachu face, wenn sie erfahren, dass ich komplett drogenfrei lebe, macht mich regelmäßig wütend. Hören sich Kiffer überhaupt reden?

    • DeniseForPeace
      DeniseForPeace 3 months ago +1

      Also ich kann nur mit meiner eigenen Meinung sprechen, es sollte ALLES legalisiert werden inklusive einer guten Aufklärung zu den negativen Folgen jeder einzelnen Droge, auch Alkohol mit all seinen schlimmen Effekten und Kannabis mit Psychosen und im Leben versagende Menschen, die nur noch Gras-Jünger sind und sich ständig auf Alkohol versteifen, als würde das irgendwie von ihrem Problem ablenken.

  • peter lustig
    peter lustig 7 months ago +602

    "Drogen können uns in schwere Situationen bringen" - Vor den Strafrichter - in die Kriminalität, dadurch an den Rand der Gesellschaft und dadurch ins Aus. Sehr weirde Corntraseite. Es ist zum heulen.

    • Joachim Heinen
      Joachim Heinen 5 months ago

      @TheDolphin Danke sehr. Wenigstens einer der es auch sieht. 😊

    • TheDolphin
      TheDolphin 5 months ago

      Oder sie befördern dich einfach ins gesellschaftliche Aus, die Psychiatrie oder ins Grab 😉. Wie die Gefahren des Konsums hier versucht wegrationalisiert werden, ist schon sehr bezeichnend!

    • ItsNikoHimSelf
      ItsNikoHimSelf 6 months ago +1

      Auswirkung jahrelanger Doktrin.

    • lmozep
      lmozep 6 months ago

      @teekanne15 aja cool. dann prügle ich einen im rausch mal einen zu tode. mal sehen ob du dann immer noch so lockere kacke laberst

    • Joachim Heinen
      Joachim Heinen 6 months ago

      @teekanne15 Schon richtig. Aber für therapeutische Hilfe muss der Betroffene auch willig sein. Ohne die Bereitschaft die Hilfe anzunehmen kommst du nicht weit.
      Und Repressionen können diese Bereitschaft deutlich erhöhen. Ein Drogensüchtiger denkt schließlich in ganz anderen Bahnen solange er seinen Stoff bekommt. Du musst ihn erstmal aus seinem Drogenkreislauf herausbekommen um einen Zugang zu bekommen. Dann kann man ihn vielleicht erreichen.
      Es gibt schließlich die Möglichkeit der Therapie statt Strafe. Anstatt eine gewisse Zeit in Haft zu verbringen kann man eine kurze Therapie machen und ist auf Bewährung frei. Klappt durchaus nicht bei jedem, aber jeder der darüber eine Therapie beginnt ist schon ein kleiner Erfolg.
      Ihr könnt da nicht einfach mit eurer Logik drüber diskutieren.
      Süchtige haben ihre eigene Logik und Heroin oder Meth haben ein ganz anderes Suchtpotential als Gras und Alkohol.
      Legalisierung ist hier definitiv nicht angesagt.
      Eine Überarbeitung der Strafe und Vereinheitlichung der Gesetzte sind was anderes.
      Aber Strafe als Konsequenz ist leider einer der wenigen Hebel mit denen man bei einem Süchtigen ansetzen kann.

  • Chabernack
    Chabernack 7 months ago +418

    Glaube an die Menschheit kurzzeitig wieder hergestellt. Danke, absolut gute Diskussion.

    • Chabernack
      Chabernack 4 months ago

      @dalhecimify so wird es sein 👆

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago

      Theologie kann auch als Atheist interessant sein. Schlimm ist es halt nur, wenn einer sein Instrument nur mit zwei Saiten spielt.
      Google ist suboptimal, wegen Monopol. Aber Suchmaschinen sind als Lückenfüller gelegentlich brauchbar. Allerdings generieren die auch Echokammern, die ein verkehrtes Weltbild vermitteln können. Als Atheist sollte man ja auch auf der Hut vor allzu subjektivistischen Weltanschauungen sein.

    • Chabernack
      Chabernack 4 months ago

      @dalhecimify xD Ich bin Atheist, aber wenn du manche Worte nich verstehst google ist dein Freund ;)

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago

      Wer sonst nix hat, hat halt noch den Glauben. Kannste nix machen ;)

    • Chabernack
      Chabernack 4 months ago

      @dalhecimify Bin ich bei dir, aber glaube hat mehr als eine Bedeutung oder? Man könnte es Floskel nennen. Was ist dein Punkt hierbei? xD

  • DrinkMoreTea
    DrinkMoreTea 7 months ago +765

    Drogen rufen bei vielen Menschen irrationelle Gedanken hervor, besonders bei denen, die sie noch nie genommen haben.

    • astreiner boi
      astreiner boi Month ago

      @dalhecimify Ok, dann folgendes: LSD ist weniger gefährlich als Reiten (Ja, auch wenn man die relative Häufigkeit der beiden Aktivitäten miteinbezieht.). Wenn der Grund für die Kriminalisierung von LSD also die Gefahr ist, dann sollte Reiten ebenso verboten sein.

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago +1

      @TheDolphin Konsum und Verdrängung und irrationale Erklärungsmuster. Standard.

    • TheDolphin
      TheDolphin 4 months ago +2

      @dalhecimify Das blenden Befürworter zumeist völlig aus. Es ist leider völlige Zeitverschwendung, hier zu argumentieren. Der Befürworter ist zumeist selbst Dauerkonsument und dadurch in seiner rationalen Entscheidungsfähigkeit stark limitiert. Der Konsum steht über Allem.

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago +1

      @DrinkMoreTea Außerdem muss man das Größenverhältnis miteinbeziehen. Die Chance mit dem Auto zu verunglücken ist geringer, als die durch schon sowas harmloses wie Cannabis an Schizophrenie zu erkranken. Und wenns schlecht läuft, hat so ein Schizophrener auch nicht mehr viel vom Leben. Die hohe Zahl der Verkehrstoten ergibt sich durch die Grundmenge und Häufigkeit. Verkehr findet häufiger statt und wird von mehr Menschen verwendet (als Drogenkonsum).

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago

      @DrinkMoreTea Wo war die Rede von Autounfällen? Zum Drogenbesorgen braucht man übrigens auch Fahrzeuge, schädigt damit die Umwelt und hat eine Gefahr zu verunglücken. Ganz schön irrational.

  • Sucht und Ordnung
    Sucht und Ordnung 7 months ago +300

    Herzlichen Dank für die Einladung und den äußerst respektvollen Umgang miteinander 🙏🙏🙏
    Lg Roman

    • harrzer
      harrzer 6 months ago +9

      @Reiner Terror das war weder eine passende Antwort auf mein Argument, noch bin ich dazu bereit jemanden der Pädophilie mit Drogenkonsum vergleicht auch nur im Ansatz ernst zu nehmen

    • Reiner Terror
      Reiner Terror 6 months ago

      @harrzer ja genau, warum ist Pädophile noch verboten? Merkst du das diese Argumentationskette hinkt? Das hast du leider 0 Punkte bekommen.

    • Reiner Terror
      Reiner Terror 6 months ago

      @harrzer komm geh dich voll dröhnen. Ich geh slapshot hören.

    • harrzer
      harrzer 6 months ago +1

      @Reiner Terror der einzige der beim Auto fahren sein und andere leben zerstört ist der der es gegen die Wand fährt. Also wozu Führerscheine, Airbags und Gurte? Sehr gutes Argument, 10/10 Punkten, reiner hat Mal wieder Politik gewonnen

    • Reiner Terror
      Reiner Terror 6 months ago +1

      Der Einzige der sein und andere Leben zerstört, ist der Abhängige. Genau an dem Punkt an dem er sich bewusst entscheidet
      Ach, ihr seit Verlierer. Ganz einfach und eine Legalisierung ändert nichts an euer Sucht.

  • Fido
    Fido 6 months ago +434

    Ich war schon immer für eine komplette Entkriminalisierung aller Drogen und (logischerweise) auch für die Legalisierung von Cannabis aber diese Debatte hat mich definitiv davon überzeugt, dass alle Drogen legalisiert werden sollen! Super Argumente und Tolle Moderation. Kompliment!
    (Herr Wimmer ist eigentlich ein sehr sympathischer Typ der einfach an einem alten, komplett überholten, Weltbild festhält. Trotzdem Respekt an ihm dass er sich dieser Debatte gestellt hat und auch wichtig das solche Meinungen trotzdem gehört werden)

    • Alexandra Zaade
      Alexandra Zaade 2 months ago

      @Johannes F Aaah ja, da dämmert was!!! 🤣 "Drogen sind verboten, weil sie illegal sind" oder so ähnlich. Kam nicht später noch der hübsche Vergleich mit Broccoli? Wie hieß die Gute noch? War sie nicht sogar Drogenbeauftragte oder Ähnliches?

    • Alexandra Zaade
      Alexandra Zaade 2 months ago

      @Young Caesar Ist "Flakka" das, was gemeinhin auch als Badesalz bekannt ist oder geht das eher in die Richtung von Crystal Meth, welches ja auch manchmal als "Flakes" bezeichnet wird, wo ich zumindest eine sprachliche Nähe herstellen kann.

    • TheTaxxor
      TheTaxxor 4 months ago

      @Xangura Menschen, die alkoholabhängig sind ebenso, hier sogar belegbar in sehr viel größerem Ausmaß, als bei allen anderen Drogen.
      Ebenso Menschen, die spielsüchtig, kaufsüchtig etc. sind.
      Und genau damit es eben nicht zu einer solchen Abhängigkeit kommt bzw. diese ggf. früh erkannt werden kann, brauchen wir zuerst mal Entkriminalisierung, Aufklärung und im letzten Schritt Legalisierung.

    • dalhecimify
      dalhecimify 4 months ago

      Veraltete Weltbilder gibt es vor allem in der Unterhaltungsindustrie, also TV und Internet. Also beides ausschalten und 21. Jahrhundert einschalten. Die Sensationsgierbefriedigungskonzepte aus Unterhaltungsindustrie-Formaten wie diesem hier stammen aus den anfängen der visuellen Medien von vor ca. 100 Jahren. Der Mensch ist ein lebender Anachronismus, Manipulierbarkeit durch Bedürfnisbefriedigung ist ein Grundkonzept der Unterhaltung, schon in Theatern des alten Roms oder Rummelplätze im Mittelalter. Top aktuell eben.

    • Wrack8
      Wrack8 6 months ago

      @Johannes F naiv zu glauben, dass diese Schäden dann nur dich betreffen xD Ja zu Entkriminalisierung, Nein zu Legalisierung. Drogen sind nämlich WIRKLICH schlimm, mkay.
      MfG
      Ex Junkie
      P. S: (Wenn ich zB ein Student aus gutem Hause wäre, der ab und zu mal eine Line zieht um Poetry Slam Texte zu schreiben, hätte ich wahrscheinlich eine ganz andere Meinung zu (harten) Drogen.)
      Kompromiss (vlt machen dies ja am Ende genauso, hab noch paar Minuten vor mir) :
      Erstmal nur Gras legalisieren um zu schauen wie und ob sowas überhaupt funktioniert, dann nach und nach "alles andere" entkriminalisieren und Medizinforschung mit vielen Substanzen fördern, um zB irgendwann mit Psilocybin ganz normal Depressionen zu behandeln, oder mit Kokain was weiß ich ... Sozialphobien oder so xDD aber ZUM SPASS H UND EMMA IN LÄDEN WOLLEN. JUNGS, MÄDELS, Ey,🤦‍♂️ das kann nur jmd wollen der eine ziemliche Drogenjungfrau ist (im passiven Sinne, versteht sich;))))
      Denn wenn du wirklich alle Drogen frei verkäuflich machen willst: Wie willst du kontrollieren, aus welchem Grund ein 30jähriger gut angezogener scheinbar psychisch stabiler Mann in deiner Apotheke Heroin kaufen will? Vlt will er nur bisschen Party mit Freunden machen, vlt hat er aber auch schwere Depressionen und will sich selbst behandeln, denn ein Gang zur Apotheke mit legal erhältlichen Painkillern ist V I E L schneller als zB auf einen Therapieplatz zu warten. Usw... Es gibt zu viele Situationen, die bei diesem mMn zu radikalen Schritt nicht bedacht wären, darum: Nichts überstürzen😉.
      P. P. S. : Selbstverständlich müsste im Fall einer Legalisierung von whatever ein RIESENAnteil der Einnahmen durch diese "Genussmittel" in Prävention und Suchthilfe investiert werden, anstatt die Taschen der frisch gebackenen C-Bauern und C-Apotheker zu füllen , ob das so reibungslos klappen würde weiß ich auch nicht.
      Nichtsdestotrotz wollte ich noch kurz die Aufklärung durch Schule ab hmmm... 12 ?...(In diesem Alter ist man mMn einerseits schon reif genug für solche Themen und *noch* "empfänglich" für Tipps von Älteren, andererseits fangen gerade die kids mit Problemen, mich eingeschlossen, in diesem Alter an zu konsumieren) als einen der wichtigsten Punkte überhaupt hervorheben. Vlt als ein extra Pflichtmodul jedes Schuljahr.
      Ach und noch was: damit diese ganze verk@*kte Diskussion überhaupt ernst genommen werden kann : schafft endlich diese drecks Alkwerbung ab 😂😂 (nicht an dich gerichtet logischerweise ne;D)

  • Baki
    Baki 6 months ago +93

    Ich liebe dieses Format. Bitte diese niemals Absetzen!
    Es tut gut immer verschiedene Ansichtsweisen verschiedener Thematiken zu sehen, ohne dass es unsachlich wird.
    Weiter so! 💪💪

  • Tariq
    Tariq 6 months ago +665

    "Drogen können zur Sucht führen und Menschen in schwierige Situationen bringen"
    Hier eine Liste von Dingen die nach dem Argument verboten werden müssten:
    Videospiele
    Glücksspiel
    Sex
    Alkohol
    Tabak
    Social Media (vor allem TikTok, Clip-Share, Instagram oder eigl das gesamte Internet)
    Shopping (Kaufsucht ist verbreiteter als man denkt, also sollte jede Karte ein Limit von 500€ pro Tag haben)
    Und alles andere was Spaß macht.
    Reguliert am besten das Leben sämtlicher Menschen, damit wir zu funktionierende Maschinen werden, ohne die Freiheit eigene Fehler begehen zu dürfen.

    • Mary
      Mary Month ago

      @Baby Bell das habe ich auch nicht bestritten. Ich sprach die Geschwindigkeit, das Ausmaß an Risiko etc. an

    • Baby Bell
      Baby Bell Month ago

      @Mary sagst du…
      Alles kann irgendwann zum körperlichen Verfall oder Verwahrlosung führen

    • Mary
      Mary Month ago

      Die meisten Vergleiche die du hier aufführst sind nicht annähernd so schadend für den Körper und auch den Geist wie die meisten illegalen Drogen ✌️

    • Baby Bell
      Baby Bell Month ago

      @First Mover heute ist whataboutism aber auch ein totschlagargument für alles…

    • Tariq
      Tariq Month ago

      @Trentin Quarantino yo wenn Menschen so konsequent sind und kollektiv entscheiden, dass sie all diese Freiheiten aufgeben wollen ist das okay (Freiheit und Selbstbestimmung scheinen keine Argumente für dich zu sein). Das einzige was ich gemacht habe ist, ein hyperkritisches Argument auf andere Dinge zu beziehen, die weniger Stigmatisiert sind.
      Hab es für unnötig gehalten die 1000 Gründe für die Legalisierung (von denen einige genannt wurden) nochmal zu wiederholen aber wenn du darauf bestehst und zu faul bist dir das Video vollständig anzuschauen trage ich sie extra für dich nochmal zusammen.

  • _ Frerotops
    _ Frerotops 6 months ago +21

    Selten habe ich jemanden so gerne zugehört wie Roman. Wie kann man ihn reden hören und nicht zustimmen?
    Er argumentiert so super. Toller Auftritt!

  • Gavrahil
    Gavrahil 6 months ago +64

    Ich bin ja manchmal nicht so überzeugt davon, wie bestimmte Themen in 13 Fragen behandelt werden (was auch oft an den Gästen liegt), aber diese Folge fand ich wirklich gut! Hab auch was dazu gelernt und fand den Diskurs unter den Teilnehmern respektvoll und produktiv.

  • Klara Lepach
    Klara Lepach 6 months ago +25

    Ich hab mehrere Jahre in Holland gewohnt und etwas was mich sehr überrascht hat, ist dass viel weniger Menschen in meinem Alter (18-25) kiffen. Auch beginnen viele erst viel später mit dem kiffen als ich dass in Deutschland erlebt habe.
    Was zu dem Thema meiner Meinung nach auch sehr wichtig ist, ist dass es für mich als minderjährige in Deutschland einfacher war an Gras als an Alkohol zu kommen, und durch das Gras die Nähe (durch den Dealer) zu anderen Drogen auch gegeben war.

  • 432.
    432. 6 months ago +106

    In Kombination mit entsprechender Aufklärung ab dem Schulalter über Gefahren, Wirkungsweise, Dosierung und gerne auch über Anwendungsgebiete und Kulturgeschichte gepart mit sinvoller Prävention, kontrollierter Abgabe und Hilfestellung für Suchtkranke welche nah am Menschen ist, ist die Legalisierung aller Substanzen der einzige Weg um unser gescheitertes Modell des War on Drugs wieder auf einen rechten Weg zu bringen.
    Ich hoffe ich darf diesen Akt in Richtung wirklicher Selbstbestimmung über Körper und Geist noch erleben.

    • Nasrin Blub
      Nasrin Blub 6 months ago

      Dankesehr Du sparst mir die Zeit diese Art von Kommentar zu verfassen 🌞

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      @All Out Of Bubble Gum und deshalb soll man cannabis legalisieren? klingt unlogisch.

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      bin skeptisch, ob sich der konsum von drogen positiv auf die selbstbestimmung auswirkt. ich denke, die indizien, dass drogenkonsum gerade jene beeinträchtigt, sind recht deutlich.

    • xLoltimex
      xLoltimex 6 months ago

      @All Out Of Bubble Gum ich habe dich darum gebeten mir zu sagen warum man mehrere generationen warten muss um einen effekt zu sehen. um nichts anderes hab ich dich gebeten. du ziehst dir das in meinen augen aus dem ar***.
      und was redest du von sanktionierung?
      weniger bis keine werbung mehr.
      aufklärung über gefahren.
      reduzierung des öffentlichen konsums.
      steuern.
      das ist mehr oder weniger das um was es bei der legalisierung geht nur nicht so lächerlich.
      Keine Werbung
      Grossangelegte aufklärung.
      kein öffentlicher konsum.
      fertig um den rest ist jeder erwachsene mensch selbst verantwortlich.
      btw das schlimmste was asiatischen ländern passierte war das christlich durchgesetzte verbot von opiaten.
      ein boomender schwarzmarkt mit unglaublich kriminellen strukturen die die leute weiterhin mit opiaten versorgen. und zustände für die konsumenten die unter aller sau sind.
      der krieg gegen die drogenkartelle in mexiko könnte beendet werden und noch viele mafia strukturen mehr die ihre stärke verlieren.
      viele deiner "harten" drogen tote kommen von gestrecktem oder sonstigen verunreinigten drogen und dem ausgrenzen solcher personen.
      drogenkonsum ist so alt wie der mensch es ist. drogen haben uns dazu bewegt in gruppen zusammen zu leben und sesshaft zu werden.
      in der tierwelt ist drogenkonsum alltag.

    • xLoltimex
      xLoltimex 6 months ago +1

      @All Out Of Bubble Gum warum sollte der konsum steigen? diese theorie möchte ich gerne belegt haben. im gegenteil. mit bildung und aufklärung nimmt der konsum ab. schau dir nur den tabak konsum an. der nimmt seit mehreren generationen stetig weiter ab.
      ist tabak verboten?

  • no
    no 6 months ago +15

    Geil dass ihr politische Diskussionen in so einem spannenden und ansehnlichen Format verpackt und dazu noch so interessante Gäste habt! Für jüngere Menschen ist es viel leichter und interessanter sich politischen Fragen anzunehmen

  • Peter Geter
    Peter Geter 6 months ago +110

    Mitleid geht raus an alle Leute aus Bayern, die sich grade für diesen Intelligenzverweigerer in Grund und Boden schämen🥴

    • Julien
      Julien 16 days ago

      Er ist Franke, nicht Bayer.

    • Alva D.
      Alva D. 22 days ago

      Deswegen würden viele Bayern nie woanders hinziehen. Viele schätzen, dass eher konservative Klima.

    • Cockroach
      Cockroach 5 months ago +4

      Hahhahahah da hast du recht

    • Sven Görgl
      Sven Görgl 6 months ago

      Glaube Bayern schämen sich regelmäßig in Grund und Boden für die Leute die aus Bayern kommen. Mir würden zumindest keine einfallen, die nicht regelmäßig nur stuss und peinliche scheiße verzapfen xD

  • Itsfinepal
    Itsfinepal 6 months ago +21

    Leute, wie Herr Wimmer, sind echt eine Gefahr für die Gesellschaft

  • Griever Omega
    Griever Omega 6 months ago +241

    Der Drogenfahnder ist für mich der Phenotyp des unsympathischen, nervigen, penetranten und aufdringlichen Nachbars, den keiner haben will aber jeder kennt. Und das hat nichteinmal etwas mit dem Drogenthema zu tun.
    Respekt an den Rest der Runde.

    • Tacitus1990
      Tacitus1990 16 days ago

      Der Mann hat eben sehr tiefe Einblicke in die Problematik. Bei solchen Fahndungen sieht man nicht nur den mündigen Freizeitkonsumenten, den offenbar manche im Auge haben, sondern eben auch Minderjährige und solche, die der Konsum völlig zerstört hat. Da kann man dann eine sehr harte Haltung hinsichtlich der Gefahren von Drogen entwickeln.

    • Diana N.
      Diana N. 4 months ago

      Waschechter Bayer😂

    • subsony
      subsony 6 months ago +2

      Er hat mich irgendwie an den Schrebergarten Sheriff aus der SpiegelTV Doku erinnert.

    • Chappi 711
      Chappi 711 6 months ago +1

      Ergänzung: weißer, heterosexueller, cis-mann ;D

    • Griever Omega
      Griever Omega 6 months ago +2

      @andi fucka Bitte geben Sie sich etwas weniger Mühe mich misszuverstehen. Meine Einstellung zum Thema Drogen verdeutlicht lediglich, dass meine Antipathie zur Person nicht mit seiner Sachmeinung oder Berufswahl zusammenhängt.

  • WebmediArt
    WebmediArt 6 months ago +83

    Ich weiß, subjektive Geschichten und 'Einzelschicksale' sind im Allgemeinen nicht hilfreich in einer sachlich geführten Diskussion. Entsprechend beeindruckt bin ich von Frau Dora, sie muss einen weiten Weg gekommen sein, um derart reflektiert mit ihrer Geschichte umgehen zu können. Respekt!

    • e bl
      e bl 5 months ago +2

      Dein letzter Absatz im Kommentar spiegelt total wieder was ich auch darüber denke. Ich bin generell gegen Drogen und war immer vom Bauchgefühl her gegen eine Legalisierung. Aber ich finde die Argumente, die auch hier gebracht wurden, sehr einleuchtend und rational und habe meine Meinung dahingehend geändert. Trotzdem habe ich Angst, dass Drogen noch normaler werden, weil ich wie du finde, dass es Menschen nicht gut tun kann Abkürzungen zum Glücksgefühl und Kurzfristigen Rausch einzutauschen gegen eine echte Selbst- und Umweltwahrnehmung. Und sie außerdem auch einfach gefährlich sind, vor allem psychisch. Wir haben jetzt schon keine Kapazität für den immensen Bedarf an psychologischer Therapie in Deutschland? Das hier vorgestellte Modell sieht ja einen Ausbau der Betreuung vor. Wie die eine Frau sagt, ist das ihre Hoffnung: " in Zukunft werden Menschen vorm feiern gehen dann in den Laden gehen und ecstasy kaufen" für mich ist das eine Horrorvorstellung, gerade wenn man bedenkt was Gruppenzwang und Anpassungsdruck Menschen alles machen lässt. Mir ist es ein bisschen zu einfach zu sagen, das Menschen einen freien Willen haben und dann sollen sie konsumieren, wenn sie das wollen. Wie frei du in deinem Willen wirklich bist, gerade als Junger Erwachsener, würde ich arg in Frage stellen. Ich möchte der Utopie der Fachgeschäfte und des verantwortlichen Konsums wirklich glauben. Aber erst haben will ich das in einer Gesellschaft in der Drogen, alkohol, rauchen nicht mehr als "cool" gilt. Und ab gar keinen Fall ab 18. Was ich und meine Freunde mit 18 noch fürne scheiße abgezogen haben vor allem mit Gras... und ich war alles in allem ein ziemlich vorbildliches Streber-Kind. Also Legalisierung langsam mal lets go, aber durchdacht und mit konsequentem Kritischen (konstruktiven! ) Gegenwind.

    • Kaneku
      Kaneku 6 months ago

      @Matt Daniels Sport ist genau genommen nichts natürliches und kann, genau wie Sex, süchtig machen.
      Leider hat der größere Teil der Gesellschaft noch nicht begriffen, dass Kriminalisieren von Drogen weder vor Sucht noch bereits Süchtigen hilft.
      Da das Entkriminalisieren der erste logische Schritt ist bleiben wir zurzeit meist dort stecken ..
      Das Drogen im allgemeinen nicht böse/schlecht sein können und sind, sondern möglicher Umgang, "wollen" viele nicht verstehen.
      Was wie du bereits angesprochen hast genau so auf Zucker, Medien, Spielen usw. zutrifft und gerade für Kinder, noch lange bevor Drogen überhaupt eine Rolle spielen können, ein Problem ist.
      Wichtig ist, dass wir Menschen vor falschem Umgang bewahren anstelle Umgang zu Bestrafen.
      Alles andere sollte jeder für sich entscheiden dürfen. Es sei denn, es schadet anderen!

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +2

      @overexplainer Ja das stimmt. Eigentlich "schade" weil ich find, wenn man das Thema mal dahingehend entzerren würde, dass man das Thema Drogen zur Rauscherzeugung und Drogen als kriminelles Objekt ein Stück weit getrennt voneinander diskutiert, würden sich weitere interessante Türen öffnen.
      So bleibt das alles beim Thema Entkriminalisierung "stecken", die ich vor allem deshalb richtig finde, weil ich es plausibel finde, wenn die Beteiligten davon sprechen, dass die Verbote nicht so wirken wie erhofft.
      Persönlich gutfinden würde ich aber einen breiteren Zugang zu Drogen nicht. Vielleicht bin ich da tatsächlich ein bisschen zu konservativ oder naturalistisch aber ich denke, wenn Mutter Natur uns mit natürlichen Wegen zum Rausch ausstattet (Sport, Sex, Zielerreichung etc), dann kanns doch ultimativ nicht richtig sein, wenn man sich dann Abkürzungen dazu sucht. So ein bisschen wie mit dem Zucker - da sieht man jetzt nach 50 Jahren welche Effekte der Konsum auf die Gesundheit ganzer Gesellschaften hat. Oder wie libertärer Umgang mit Intimität und Beziehungen (und Tinder und noch weitergedacht vielleicht auch die Pornoindustrie) Auswirkungen auf die Halbwertzeit und den Stellenwert von Beziehungen hat.
      All diese Dinge sind sehr effizient gedacht, man guckt, was "gut" ist und versucht den kürzesten Weg dahinzufinden. Macht alles Sinn, aber die Frage ist, nur, nimmt man dadurch nicht ein bisschen die Bedeutung weg? Stumpft eventuell ein bisschen ab und steht am Ende mit weniger positiven Erfahrungen da als vorher?

    • overexplainer
      overexplainer 6 months ago

      @Matt Daniels ich hab zu dem ganzen keine endgültige meinung. fand bisher immer die argumente gegen prohibition überzeugender, gerade deshalb hätte ich aber gerne gute pro-argumente gehört, um eine differenziertere meinung bilden zu können. hab das gefühl bei dieser diskussion gibt es generell kein differenzieren, entweder „grundrecht auf rausch“ oder traditionell dagegen

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +3

      @overexplainer Sehe ich auch so. Die Kontra-Seite war einfach von den Persönlichkeiten nicht gut so stark besetzt. da hatten wir den griesgrämigen "Opa", für den jeder neue Rausch nur ein Problem sein kann. Wir haben die ehemals Süchtige, die bei zweimal zu Wort kommen, zweimal darauf verweist, dass man mit Liebe rangehen muss und wir haben die Kompetenz aus der Beratung, die sich nicht so gut ausdrücken kann.
      Ich tendier auch eher zur Entkriminalisierung aber es wär gut gewesen, die Argumente stärker gegeneinander abzuklopfen. Wenn es so eindeutig wär, wäre doch vermutlich die Debatte darum nicht so groß.

  • INSPECTA (Hör mal bei mir rein)

    Soll sich jeder einverleiben was er mag, solange dadurch kein Fremdschaden entsteht, wie zb häusliche Gewalt oder Autounfälle durch Alkohol usw.

  • jayZ
    jayZ 2 months ago +2

    Ich finde die Folge mal wieder super und Ihr macht eine wichtige Aufklärungsarbeit in meinen Augen!
    Was für mich in dieser Diskussion leider immer wieder fehlt ist, dass die verschiedenen Drogenmafias Milliarden an der Prohibition verdienen und damit, gerade in Südamerika und Südeuropa, die Staaten unterwandern und es immer schwieriger wird diese Macht noch aufzuhalten.

  • JenWithThePen
    JenWithThePen 7 months ago +37

    Wow! Tolle Diskussion dieses Mal. Ich habe bisher noch keine Sendung von euch gesehen, wo die Gegenseiten so schnell ins Kompromissfeld kommen!

    • Dr. Weirdbeard
      Dr. Weirdbeard 6 months ago +1

      Das liegt an der Evidenzbasis und der daraus resultierenden offensichtlichen Logik.

    • Allgemeintoleranz
      Allgemeintoleranz 7 months ago +3

      Ich fanden die Diskussion sehr schwierig. Die Argumente der Gegenseite waren so unglaublich schlecht, dass ich fast ausgerastet bin, beim zuhören.

  • Nase
    Nase 6 months ago +40

    Sehr starke Folge 👍🏻
    Nur durch Entkriminalisierung/Legalisierung und Aufklärung auf Augenhöhe kann problematisches Konsumverhalten rechtzeig erkannt werden. Ein umdenken muss her.
    Jugendrichter Müller hätte hier auch wunderbar mit hinein gepasst und sich vermutlich mit Franz total in die Haare bekommen.

    • TheDolphin
      TheDolphin 5 months ago

      @bildfluss In der Tat. Natürlich bezweifle ich nicht, dass sich jeder heute quasi alle Substanzen besorgen kann. Europa ist leider ein großer Markt. Dennoch liegt für mich eine Korrelation von Legalität, Verfügbarkeit und Entstigmatisierung zur Konsumentenanzahl auf der Hand. Diese sollte stets so niedrig wie möglich gehalten werden.
      An sich gebe ich dir aber (selbstverständlich) Recht, dass Verunreinigungen ein großes Problem sind und jeder Drogentote generell einer zu viel. Ich spreche hier leider aus Erfahrung. Legalisierung und Verharmlosung kann aber nicht die Antwort darauf sein.

    • bildfluss
      bildfluss 5 months ago

      @TheDolphin der Vergleich mit dem Alkohol ist übrigens super. Ich werde mich bei Zeiten mal damit beschäftigen, welche Auswirkungen die Prohibition in Amerika auf Todesfolge durch Alkohol hatte. Hier wäre es vor allem interessant, den Einfluss langfristigem Folgen einer Alkoholsucht zu betrachten aber auch die Folgen (Vergiftung etc.) von selbstgebrannten Schnaps. Falls jemand hierzu bereits Quellen hat wäre ich dankbar.

    • bildfluss
      bildfluss 5 months ago

      @TheDolphin nein die Substanzen sind nicht völlig harmlos. Einige sind sogar genau so schädlich wie Alkohol (und ggf. schädlicher) Die meisten Drogen toten, lassen sich jedoch auf Verunreinigungen und Schwankungen zurückführen. Gehst du davon aus, dass mehr Leute Drogen nehmen sobald es legalisiert wird?
      Unter der Prämisse wäre deine Argumentation richtig. Ansonsten was spricht dagegen, die Anzahl der Drogentoten signifikant zu reduzieren in dem man die Hauptursache eliminiert?

    • TheDolphin
      TheDolphin 5 months ago

      @bildfluss Verblüffend. Die Substanzen selbst sind also völlig harmlos und führen zu keinen Toten? Aha!
      Jetzt frage ich mich nur, wo die 20.000 Alkoholtoten jährlich herkommen. Dabei steht ja auf den staatlich kontrollierten Produkten genau drauf, wie viel Alkohol sie enthalten. Oder ist das jetzt auch ein unzureichender Vergleich?!

    • bildfluss
      bildfluss 5 months ago

      @TheDolphin LOL da versucht jemand smart zu sein. Dein Kommentar würde Sinn ergeben, wenn man sämtliche einfache Zusammenhänge, die zu Drogentoten führen, außer acht lässt. Zum Beispiel sterben die meisten Drogentoten an Verunreinigung oder starken Schwankungen der Konzentration der Straßedrogen. Dieses wäre bei geordneter Abgabe (kontrollierte industriellen Herstellung) nicht mehr der Fall. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass die vielen Steuern die ich zahle für ein Schulsystem verschwendet werden, dessen Produkte so antiintellektuellen Kram wie deinen Schußwaffenvergleich schreiben, verschwändet werden. Ja Drogenpolitik ist ein wichtiges Thema, aber wie du bewiesen hast ist Bildungspolitik viel wichtiger.
      Edit: zur besseren Verständlichkeit der Kommentar von @TheDolphin, da er anscheinend gelöscht wurde: „bildfluss und das willst du durch freie Verfügbarkeit und Entstigmatisierung der (tödlichen) Drogen erreichen? lol Ich möchte auch, dass es weniger Schusswaffentote gibt. Bitte Waffen legalisieren 😂😂😂“

  • Florian Waldschütz
    Florian Waldschütz 7 months ago +56

    Ein Kompromiss wäre doch auch folgendes:
    Wir gehen jetzt den Weg einer vernünftigen evidenzbasierten Legalisierung, begleitet von mehreren Langzeitstudien (Entwicklung von Konsumzahlen, psychischen Erkrankungen aufgrund Drogenkonsum, Drogenkonsum von Jugendlichen, usw.) und in 15 Jahren schauen wir was dabei rauskommt und kassieren die Legalisierung wenn nötig wieder ein.

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      @bildfluss Portugal hat keine legalisierung und kämpft extrem gegen Schmuggler und Dealer. Aus welcher linken bubble hast du denn deine Infos?

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      @Florian Waldschütz richtig! darum hab ichs ja gesagt :D
      und nachdem du mir ja auch die ehrlichkeit deines vorhabens glaubwürdig darlegtest bin ich voller freude.

    • Florian Waldschütz
      Florian Waldschütz 6 months ago +1

      @Patrick Rump Geht's bei Diskussionen nicht genau darum neue Quellen kennenzulernen, aus seiner eigenen Bubble auszubrechen, mehr Lesestoff zu haben?
      Zumindest deswegen habe ich die Diskussion mit Ihnen begonnen

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      @Florian Waldschütz Ne, das war ein Ratschlag von MIR, den ich nicht ausgesprochen hatte :D

    • Florian Waldschütz
      Florian Waldschütz 6 months ago

      @Patrick Rump OK...
      Eigentlich war das nicht ironisch, sondern ehrlich gemeint. (Nachteil an schriftlicher Kommunikation)
      Ich habe auch von Anfang an geschrieben, das ich nicht in einem wissenschaftlichen Bereich arbeite, oder auch nur ein Studium begonnen habe und um Aufklärung von jemandem aus dem Bereich gebeten.
      Und ich habe auch keinen Ratschlag erteilt, sondern einen Kompromissvorschlag zur Diskussion gestellt.
      Falls Sie sich von mir angegriffen fühlen, tut mir dies leid.

  • Emmi Ri
    Emmi Ri 6 months ago +5

    Ich bin eindeutig für die entkriminalisierung!
    Ich bin auch dafür, dass viel viel viel mehr Aufklärung stattfindet! Am besten schon früh!
    Es wird so oder so konsumiert und das wird sich niemals ändern, aber es kann sich ändern wie damit umgegangen wird!
    Bin gespannt auf den Rest des Videos

  • Marlon
    Marlon 6 months ago +19

    Am Anfang des Videos hätte ich ebenfalls, quasi spontan gesagt "Nö, sollte illegal bleiben". Aber die Argumentationen der Befürworter haben mich überzeugt👍
    Besonders das Argument: Nicht die Droge ist das Problem, sondern die Konsummuster kann ich absolut bestätigen aus meiner Beobachtung!
    Aber definitiv muss in dem Bereich mehr geforscht werden! Dafür ist aber eine Legalisierung notwendig, ansonsten will sich diesem Thema keiner annehmen.

  • Löwin
    Löwin 6 months ago +48

    Ich habe eine allgemeine Abneigung gegen Drogen, muss aber zugeben, dass die Legalisierungs Argumente logisch sind und kann da schlecht etwas gegen anbringen.
    Meine Sorge wäre nur, dass weitere Drogen in der Öffentlichkeit konsumiert werden würden, bei Legalisierung. Wenn man es bei sich Zuhause macht, soll jede, wie sie will, nur soll man anderen damit nicht schaden (wie zB Passivrauchen).
    Ideal wäre für mich: alle Drogen legal, aber der Konsum in der Öffentlichkeit verboten/auf bestimmte Gebiete beschränkt.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      @tobi Delic Also ich bin selber Konsumentin (Opioid Abhängig) und würde mir niemals in der Öffentlichkeit nen Schuss setzen oder ähnliches, weil ich einfach nicht wollte dass Kinder sowas sehen müssen.

    • A.
      A. 4 months ago

      @Lisa 0612 naja bei Heroin setze ich mir eine Spritze und das fände ich nicht so geil zu sehen.

    • Ich Nicht
      Ich Nicht 5 months ago

      @Elias_CGN du kannst zwar "passiv-mitkiffen" wirst aber davon nicht high. Das ist, wenn jemand neben dir im Park kifft, unmöglich.

    • Lisa 0612
      Lisa 0612 6 months ago

      @Stefanie Steff ich möchte auch mit dem Geruch mancher Leute nicht belästigt werden. Manchmal ist das Leben kein Ponyhof, du Hater

    • Stefanie Steff
      Stefanie Steff 6 months ago

      @Lisa 0612 stinkt trotzdem wie die Pest,ich möchte mit dem Geruch nicht belästigt werden

  • Maxi. the.1st
    Maxi. the.1st 7 months ago +104

    Nicht zu legalisieren spricht schlichtweg gegen alle wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen, die wir darüber die letzten 60 Jahren gemacht haben.
    Nichts desto trotz muss der Rahmen dazu passen, den stimme ich zu. Darüber sollte man diskutieren.

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      ​@andi fucka weiterhin hab ich mir dieses thema gerade mal angesehen und nehme an du beziehst dich da auf eine pilotstudie aus 2018? da sollte man möglicherweise beachten, dass es da um regelmässige trinker ging und die probandengrösse gerade mal 66 betrug. ob ich darauf mein ganzes geld setzen würde. weiter muss man beachten, dass möglicherweise zwar ein reduziertes risikobesteht, was aber die potenzierung der einnahme von zwei drogen kumuliert sicherlich nur geringfügige vorteile verschafft, da ja nunmal sehr klar belegt ist, dass eben durch alkohol alleine schon eine leberschädigung zu erwarten ist.

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago

      @andi fucka und das soll ein gutes arguemtn für was sein?

    • andi fucka
      andi fucka 6 months ago

      @Patrick Rump junge junge, wusstest du eigendlich wenn Alkoholiker auch Cannabis zu sich nehmen das sie eine 30 Prozent kleinere Chance haben einen Leberschaden zu bekommen?
      Eben weil bestimmte Cannabinoide über die Leber abgebaut werden...
      Diese wirken sehr stark entzündungshemmend :)

    • Patrick Rump
      Patrick Rump 6 months ago +1

      @C nein. du verstehst absolut/relativ immer noch nicht und es langweilt mich langsam. und ja, nach den zahlen deiner quelle hast du recht, ich habe andere frische genutzt. da hast du das prinzip, dass du in meiner argumentation "nicht verstehst" richtig angewandt. nennt man dann subconscious cherrypickking.

    • C
      C 6 months ago

      @Patrick Rump ja ein zehntel der cannabiskonsumenten ist süchtig, habe ich bereits gesagt dass die aussage richtig ist. aber dein satz war "10% der Cannabisbenutzer werden abhängig (BR), das sind ca 10 mal so viele, wie beim Alkoholkonsum." der satz bedeutet dass 10% der cannabis nutzer abhängig werden (300k), und die 300k sind (laut deiner aussage) 10 mal so viele wie abhängige bei alkohol (was nicht stimmt, da abhängige bei alkohol: 1,6 mio).
      wie gesagt, wenn du es anders meintest, und es in relation siehst, dann schreib es eventuell auch so.. denn dann hätte ich es auch anders bzw richtig verstanden.
      und selbst wenn ich deine aussage jetzt anders verstehe, ist sie immernoch falsch, denn: jeder dritte in deutschland hat schonmal cannabis konsumiert. das sind über 27 millionen. süchtig werden 300k, also unter 1%.
      alkohol haben über 51 millionen menschen probiert und 1,6 millionen sind süchtig. das sind 3%.
      in relation gesehen: mehr werden bzw sind von alkohol süchtig als von gras. oder sehe ich das wieder falsch? meine zahlen kommen alle von frisch recherchierten quellen übrigens..

  • Snilix
    Snilix 7 months ago +101

    Man muss ja nicht gleich alles legalisieren wie bei Cannabis. Aber man sollte ALLES in kleinen Mengen entkriminalisieren!

    • Snilix
      Snilix 6 months ago

      @Sebastian S. Ich habe diese Diskussion nicht vom Zaun gebrochen. Du scheinst dir ja deiner Sache sicher zu sein. Ich habe bisher aber keine richtigen Argumente von dir gehört die gegen eine Legalisierung vom Eigenanbau sprechen. Wenn du daran nicht glaubst ist das Ok. Verstehe nur nicht Warum du andere zwanghaft davon überzeugen musst, das es nicht dazu kommt.

    • Sebastian S.
      Sebastian S. 6 months ago

      @Snilix Bei einer richtigen Legalisierung gehört sehr wohl der Eigenanbau in Mengen des Eigenbedarfs dazu. Wenn dieser kommt, finde ich es schön...glauben ist aber immer noch eine andere Sache. Möchtest du weiter mit mir im Kreis argumentieren?

    • Snilix
      Snilix 6 months ago

      @Sebastian S.Ich hatte aber nichts vom Eigenanbau geschrieben. Nur von der möglichen Legalisierung der Pflanze. Da gehört Eigenbau nicht zwangsläufig dazu. Daher verstehe ich deine Anfangsaussage nicht wirklich und worauf sie sich bezogen hat. Und ich verstehe auch nicht auch nicht warum ein möglicher Eigenanbau kontraproduktiv sein könnte zum normalen, industriellen Indooranbau. Gehst du davon aus das sich dann jeder drei riesige Pflanzen aufs Fensterbrett oder in den Garten stellt und dann keiner mehr das teurere Gras kaufen würde? Du wirst im Hobbybereich und in der Natur nie die Qualität einer professionellen Zucht erreichen. Und auch nicht die nötigen Mengen um alle zu versorgen. Zumal auch nicht jeder Otto da draussen die Lust, Zeit und den Platz hat, sich sein eigenes Gemüse zu ziehen. Du kannst dir auch jetzt schon deinen eigenen Wein herstellen und trotzdem macht das nicht jeder und "klaut" damit gleichzeitig dem professionellen Winzer sein Geschäft. Ich bin mir relativ sicher, daß wenn die Legalisierung kommt, auch der Eigenanbau früher oder später kommen wird. Bis jetzt ist er ja auch schon praktisch mit geplant bei 2 von 3 Parteien der Koalition.

    • Sebastian S.
      Sebastian S. 6 months ago

      @Snilix Was ist an meinem Anfangskommentar schwer zu verstehen? Ich glaube nicht daran, dass der Eigenanbau von Cannabis legalisiert wird. Da dieser sehr billig ist, wenn man mit der Natur geht. Die Zucht würde nur ein paar Cent pro Gramm kosten. Nur mit irgendwelchen Schnickschnack wäre 1€ nötig oder meinetwegen bei der Ersternte, weil man sich zu Beginn vielleicht noch ein paar Gerätschaften kauft. Du kannst natürlich auch deine Kartoffeln, Erdbeeren, etc. Indoor im Blumentopf zur falschen Jahreszeit züchten und dann was davon quatschen, dass der Anbau allgemein ja ach so teuer und aufwendig wäre.

    • Snilix
      Snilix 6 months ago

      @Sebastian S. Sicherlich wäre Outdoor auf lange Sicht ökologischer. Aber hier geht es prinzipiell erstmal nur um die reine Machbarkeit. Du kannst ja gerne irgendwelche idealistischen Ideen vom Anbau haben. Aber wenn es um die Feinheiten und Ausgewogenheit der gesetzlichen Regulierung geht, was alles komplettes Neuland ist, kannst du deine Ideale schnell wieder vergessen. Ich verstehe den Sinn deiner bisherigen Kommentare aber auch sonst nicht so wirklich. Was soll der Kern deiner Aussage eigentlich sein?

  • Soundso
    Soundso 7 months ago +105

    Entkriminalisierung der Nutzer wäre schon mal ein erster großer Schritt vor der Legalisierung

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      @Homo Sacer Doch, man löst damit die Drogenprobleme, da es kein Angebot mehr für die Nachfrage gibt. Wie gesagt, Singapur ist das beste Beispiel dafür, dass es einwandfrei funktioniert solchen Abschaum hinzurichten.
      Wieso kommst du hier mit der Natur an? Hier geht es darum, dass Drogen wie Heroin, Kokain, Gras, welches mit synthetischen Cannabinoiden getuned ist, etc, nicht ins Land und unter die Leute kommen. Wenn in Afghanistan Schlafmohn angebaut wird, oder in Kolumbien Koka Pflanzen, dann juckt mich das nicht. Wenn die das nach Deutschland schmuggeln wollen, dann schon und dann verdienen sie den Tod, weil sie bereitwillig für ihren Profit Menschen vergiften und Leben zerstören.

    • Homo Sacer
      Homo Sacer 5 months ago

      @Keksimus Maximus Man löst keine "Drogenprobleme" indem man einfach jeden umbringt der sie verkauft oder weiter gibt.
      Und es wird auch ohne Dealer immer Drogen geben. Oder willst du als nächstes die Natur ausrotten?

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      @Homo Sacer
      Nein, nicht die Konsumenten. Dealer und Schmuggler haben es aber nicht verdient zu leben und dadurch bekommt man die Drogenprobleme des Landes unter Kontrolle, da jegliche Strukturen des Drogenhandels wegfallen und dadurch das Angebot komplett einbricht. Siehe Singapur. Da funktioniert das einwandfrei.

    • Homo Sacer
      Homo Sacer 5 months ago

      @Keksimus Maximus Ja, alle abschlachten! Am besten auch noch die Konsumenten.

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      @Homo Sacer
      >Man
      >Ich
      So funktioniert das nicht. Andere werden definitiv davon abhängig und das ist kein unbedeutender Teil der Gesellschaft, der sich dann das Leben versaut.
      Entkriminalisierung des Konsums ist schon richtig, jedoch kann nicht das Ziel sein Drogen weitläufig anbieten zu können, indem man diese legalisiert. Stattdessen haben Dealer und Schmuggler die Todesstrafe verdient, sodass die gesamte organisierte Kriminalität und der Drogenhandel im Land einbricht und nirgendwo mehr Drogan käuflich sind. Singapur hat genau das gemacht und war extrem erfolgreich damit.

  • GGG Allin
    GGG Allin 7 months ago +36

    Das problem ist einfach das man sofort jedes Argument der contra Seite damit widerlegen kann, dass auch bei der momentanen Drogenpolitik, jeder der es möchte an Drogen kommt. Die Leute die heroin nehmen würden wenn es legal ist, können das auch jetzt schon tun und man sieht ja das in den letzten Jahren der allgemeine Drogenkonsum immer weiter steigt trotz verboten. Also lieber legal machen und die Substanzen auf Reinheit kontrollieren, dass würde die Menschen wesentlich mehr schützen

    • Borin Graffiti
      Borin Graffiti 6 months ago +1

      @Linda Meermann fremdgefährdung Vs. Selbstgefährdung

    • Jesus von Wish
      Jesus von Wish 6 months ago

      @Diana1984 Ich muss da gänzlich widersprechen.. Nein durch eine Legalisierung wird nachweislich die Droge nicht attraktiver dazu gibt es mittlerweile durch Kanada, einige US-Staaten und auch Portugal genug Daten im Bezug auf Cannabis ^^
      Die Legalisierung und damit verbundenen Auflagen für die Öffentlichkeit und auch StVO machen es auch für die Gesellschaft sicherer weil derzeit kann man davon ausgehen das Konsumenten sich einfach hinter das Steuer setzen und bestenfalls vorher noch ein Bierchen trinken um den Drogentest zu umgehen im Falle einer Kontrolle.
      Man entkriminalisiert kranke Menschen und kann durch offenere Aufklärung auch diese Menschen von einen der Stigmatisierung retten und ihr auch die Angst nehmen vor Konsequenzen wenn diese ein Hilfsangebot in Anspruch nehmen..
      So unlogisch wie es klingt aber selbst das lässt sich durch eine kurze Recherche belegen: Die Zahl der Suchterkrankten würde sinken und nicht wachsen weil man die Leute wegholt von dem gesteckten Müll von der Straße..
      Auch Wirtschaftlich würde es viel Sinn machen weil so überlässt man Mrd. der Kriminalität und kann diese Gelder z.B. nicht in Aufklärung, Bildung und Co. reinvestieren..

    • narushini
      narushini 6 months ago

      @Jesus von Wish Ich lebe in einer der größten Großstädte Deutschlands. Ich kenne niemanden von dem ich Drogen bekommen könnte und selbst wenn, wäre das immerhin eine Hürde die ich nehmen müsste. Angenommen man kennt die Person, die die Drogen besorgt persönlich, dann ist man dieser etwas schuldig, weil sie sich aufgrund des bestehenden Rechts in "Gefahr" begiebt in Gefängnis zu kommen. Ob man das möchte ist ebenfalls fraglich.
      Das sind so einige Hürden, die zwischen einem Konsum stehen, wenn dieser illegal ist. Ich kann hingegen jederzeit an der Tankstelle oder im Supermarkt die legalisierten Drogen Tabak und Alkohol erwerben. Ich fühle mich dabei nicht kriminell und vermute auch nicht eine akute schädliche Wirkung (sonst, so würde ich vermuten, wären es wohl illegale Substanzen).
      Auch wenn das für manche hier durch Umdeutung und Bagatellisierung bereits nicht mehr nachvollziehbar ist, ist es für viele Menschen eine große Hürde. Ich würde nichts kriminelles tun. Ich hätte vermutlich niemals Alkohol oder Zigaretten probiert, wenn diese verboten gewesen wären.
      Es gibt Menschen, deren kriminelle Energie und deren Sensation Seeking weitaus größer ist und die trotz dieser Hürden (die ihnen nach längerem delinquenten Verhalten wie eine Bodenschwelle vorkommen) illegale Substanzen konsumieren. Aber mit welcher Begründung soll der Maßstab bei ihnen angesetzt werden? Drogen fügen Menschen schäden zu und sie sind nach einhelligen Ergebnissen von Studien allesamt deswegen in der Gruppe von Drogen zu finden, weil sie eine negative Langzeitwirkung besitzen. Was für ein Argument sollte das gravierende Argument der Gesundheits- und Gesellschaftgefährdung auch nur tangieren können?
      Zumindest ich habe bisher nichts als die übliche heiße Luft in Bezug auf Kriminalität gehört oder in Bezug auf Faktoren die sich mit Prävention weitaus besser lösen lassen, als mit der Legalisierung schädlicher Substanzen.

    • narushini
      narushini 6 months ago +1

      @Dyzzy Ich werde hier eine kleine Auswahl der gefundenen Studien (deren Autoren sind Experten) verlinken. Der geäußerte Strohmann ist hier zu finden: Ich habe mich darauf bezogen, dass eine Legalisierung von Drogen den Drogenkonsum (sowie gesellschaftliche und gesundheitliche Probleme) steigen lässt, weil dadurch eine Erleichterung des Konsums ermöglicht wird. Das habe ich, als negativen Aspekt in Bezug auf gesundheitliche und gesellschaftliche Faktoren angebracht. Auch habe ich darauf hingewiesen, dass Drogen schädlich sind und negative Auswirkungen haben, die über den Konsumenten hinausgehen. Sie haben versucht daraus (mittels Strohmann) folgendes zu machen: Prohibition verstärkt Kriminalität und organisiertes Verbrechen. Aber dazu habe ich mich gar nicht geäußert. Hinzu kommt, dass sie diesen Fakt als vermeintliche Begründung anführen, warum Drogen legalisiert werden sollten. Auch dem Widerspreche ich, denn es geht nicht nur um Kriminalität. Im Gegenteil, es gibt unzählige Gründe Drogen zu verbieten (aus den Bereichen Gesellschaft und Gesundheit allein). Auch ihre Behauptung, die Zahl der Konsumenten wäre nicht gestiegen oder sogar gesunken ist, wie die nachfolgend genannten Studien zeigen, nicht haltbar. Auch ihre angeführte vermeintliche Autorität, ist kein Experte, sondern spricht über eigene Erfahrungen auf deren Basis er für sich persönlich wohl zu diesem Schluss gekommen ist. Das macht seine Ansicht weder wahr noch falsch, es ist einfach nur seine Meinung, die auf seiner eigenen Erfahrung basiert und somit keine Expertise. Expertise bezieht unterschiedliche Forschungen, Sichtweisen und auch gegenteilige Befunde mit ein. Ein Experte hat zumeist keine feststehende Meinung über ein Thema, sondern gibt lediglich (unter Einbezug aller verfügbaren Quellen) die aktuell am stärksten von der Forschung unterstützte und plausibelste Sichtweise wieder. Es handelt sich also um eine Annäherung an die auf Basis der Erkenntnisse vermutlich aktuelle zutreffendste Sichtweise, die sich mit neuen Erkenntnissen wandeln kann.
      1.Studien zur Prohibition von Alkohol in den USA (doi.org/10.2105/AJPH.2005.065409 und doi.org/10.1111/j.1360-0443.2010.02926.x)
      2.Studien zur Entwicklung des Cannabis Konsums nach der Legalisierung (doi.org/10.2105/AJPH.2019.305191 und doi.org/10.1016/j.jebo.2018.02.005 und doi:10.1001/jamapsychiatry.2019.3254 und doi.org/10.1016/j.ssmph.2017.08.001)
      Ich hatte keine Schwierigkeiten die Studien (und viele mehr) zu finden. Das hat mich nach ihrer Aussage etwas überrascht.

    • Diana1984
      Diana1984 6 months ago +3

      @GGG Allin Autofahren ist Mobilität, Drogenkonsum erfüllt erstmal nur das Recht auf Selbstbestimmung, das gegen Risiken für andere abgewogen werden muss.
      Das Argument „Ein Verbot bringt nichts, weil es trotzdem Menschen machen“ ist eben einfach kein gutes Argument, weil das Problem auch darin liegen kann, dass das Verbot nicht effektiv umgesetzt wird und da ansetzen könnte. Und dass Verbote niemandem abhalten ist auch fragwürdig, immerhin gibt es ja, um beim Vergleich Auto zu bleiben, einige, die sich an Regeln im Straßenverkehr halten. Auch wenn der Vergleich an sich natürlich nicht gleichzusetzen ist, weil der Sinn von Autos an sich ein ganz anderer ist als der Simm von Drogen, es verdeutlicht ja doch, dass Verbote an sich nicht sinnbefreit sind, weil man gegen sie verstoßen kann.
      Beratungsstellen und Beratung klingen erstmal schön, ob das wirklich so gut klappen würde, ist eine andere Frage. Es gibt ja trotz Aufklärung viele, die sich regelmäßig mit Alkohol abschießen, und auch in weniger extremen Mengen können sämtliche Drogen negative Auswirkungen haben, allein auf die Menschen im direkten (Familien-)Umfeld. Ob sich das durch Beratung unterbinden ließe, wage ich zu bezweifeln, ich denke, das würde nur bedingt helfen. Und ein Eingreifen wäre, außer in Extremsituationen, deutlich schwieriger und wohl mit viel mehr Hürden verbunden, wenn überhaupt möglich.
      Eine Entkriminalisierung von Konsumenten im Verbindung mit besseren Hilfsangeboten halte ich für absolut sinnvoll, eine Legalisierung halte ich für katastrophal und für das falsche Signal. Es ist schlimm genug, wie akzeptiert Alkohol und Zigaretten als Drogen sind.

  • AntiLegende
    AntiLegende 6 months ago +3

    ich fand diese Runde sehr interessant zum anhören und auch sehr sachlich einfach. Ich hab selbst viel mit Drogen zu tun gehabt und finde hier ganz viele Argumente die ich selbst auch schon gebracht habe. Was ich sehr schade aber auch gleichzeitig gut finde, ist der Drogenfahnder. Ich habe nicht erwartet, dass er sich voll und ganz auf die Diskussion einlässt. Das habe ich einfach nur erwartet, weil man von Beginn an erkennt, dass er konservativ eingestellt ist (vollkommen in Ordnung übrigens, das hier ist nicht abwertend gemeint). Aber argumentativ wurde er einfach auseinander genommen, weil seine Argumente genauso gut gegen ihn verwendet werden können (Beispiel Kontrolle).

  • LovisAnderson
    LovisAnderson 6 months ago +13

    Ich muss sagen, sehr geile Folge! Man hört immer es gibt viele gute Hilfsangebote, es ist aus meiner Sicht sehr schwer an gratis Hilfe zu kommen, bevor es immer mehr dem Bach runter geht.. wenn jmd was konkretes hat, gerne her damit 😇

    • Wurstautomat
      Wurstautomat 6 months ago +1

      In der Tat! Nachdem Folgen wie die "kulturelle Aneignung" oder "Auto arme Innenstädte" schwer zu ertragen waren, wurde hier differenziert diskutiert und alle haben sich zugehört.

  • Einoel
    Einoel 7 months ago +10

    Super interessante Diskussionsrunde! Danke für die neuen Impulse.

  • Benni
    Benni 6 months ago +3

    Hab glaube noch nie so eine konstruktive Diskussion bei 13 Fragen gesehen. top Video 👍🏼

  • Lenor
    Lenor 6 months ago +9

    Franz hat einfach seine Position wieder nach hinten verändert statt Sie beizubehalten nach der Diskussion.
    Für mich irgendwie ein Signal, dass er so in seiner Ideologie feststeckt und keine Alternativen akzeptieren möchte, egal ob, wie hier der Fall, ausnahmslos alles dafür spricht.
    Er stand im vorderen Feld und geht wieder in die Mitte, sein Glaubenssatz manipuliert potenziell schon seine Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber..
    So ist das aus meiner Sicht tatsächlich bei fast allen, die strikt für Prohibition sind, es ist vollkommen egal was die bessere Entscheidung ist, man will einfach nicht umdenken müssen.
    So hat selbst er als absolut Sturer Scheuklappenträger einen sehr wichtigen beispielhaften Beitrag geleistet wie es nicht sein soll, der Austausch im allgemeinen war ja sonst beidseitig super!

  • Phil Crutches
    Phil Crutches 7 months ago +24

    Dokutipp: "Das portugiesische Wunder im Kampf gegen die Drogen" von Arte...Konsumiere übrigens auch Marihuana seit Jahren, habe kein unbehandeltes Trauma, hatte eine schöne Kindheit und es hat nicht zum Konsum von härteren Drogen geführt.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      Ich habe ein trauma und war deswegen ganz schnell weg vom Cannabis, das hilft einem nämlich überhaupt nicht dabei Dinge zu vergessen, es konfrontiert dich eher damit.

    • andi fucka
      andi fucka 6 months ago +1

      Dito. Kiffe seit über 15 Jahren und hatte ausser paar Alk Exzesse in der Jugend und früher Zigarretten nie das Bedürfnis was anderes zu nehmen. Mir wurde Xmal was anderes angeboten. Freunde von mir haben die ganze Palette an Drogen durch aber ich hatte nie Bock drauf und hab einen gekifft während die sich eine Nase nach der anderen geballert haben. 😂 Auch beim feiern haben die sich immer Pillen reingehaun wie Gummibärchen. Ich hab einen gequarzt und hatte beste Laune.
      Seit knapp 7 Jahren bin ich Nikotinfrei und rauche auch nichtmehr sondern vaporisieren nur reines Cannabis.
      Seit 5 Jahren bekomme ich es mittlerweile verschrieben da es mir sehr stark hilft bei meiner Gesundheit.
      Im Sommer darfs auchmal der ein oder andere pure Spliff sein.
      Auf der Summerjam 2019 konnte ich nicht anders als Cypress Hill am Start war :)
      Im Sommer gönn ich mir mal ein Radler ansonsten kein Alkohol aber verdampfen tu ich schon so jeden Tag 1 bis 2 Gramm...

  • Jamaal Odermatt
    Jamaal Odermatt 6 months ago +2

    Ich liebe dieses format! Bitte mehr davon! Diese art der differenzierten Diskussion braucht es unbedingt

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +1

      Hey Jamaal, wir freuen uns, dass dir das Video gefallen hat! Welche Themen würden dich noch interessieren?

  • N2001
    N2001 6 months ago +6

    Ich finde es jedes mal so lustig, wenn Menschen so tun als wäre das Grundgesetz Gott gegeben. Als wäre es außerhalb der Reichweite der Menscheit es einfach zu ändern. Das sind nur Worte auf Papier, die nur gelten, weil wir uns dazu entschieden haben sie als richtig anzusehen. Außerdem steht das Recht auf Selbstbestimmung schon im Grundgesetz.

  • Enrico Malatesta
    Enrico Malatesta 6 months ago +7

    Während ich persönlich wohl nicht sonderlich viel davon hätte, bin ich absolut für eine Legalisierung aller Drogen. Der Staat kann und sollte es sich nicht rausnehmen Leuten etwas zu verbieten, was maximal nur ihnen selbst schaden kann.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      @Shirumoon Und momentan fährt ja niemand auf Meth Auto. Ist ja nicht so dass gerade bei Fernfahrern diese Droge aus offensichtlichen Gründen sehr beliebt ist. Dass ihr alle immer glaubt nur weil Drogen verboten sind würde sie keiner nehmen.

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 4 months ago

      @Enrico Malatesta Ich bin auch für eine Entkriminalisierung des Konsums, aber der gleichzeitigen Todesstrafe für Dealer und Schmuggler, welche Menschen in die sucht treiben und die treibende kraft dahinter sind, Leben durch Drogen zu zerstören. Für das Wohl der Gesellschaft haben sie also ihr Recht auf Leben verwirkt.

    • Enrico Malatesta
      Enrico Malatesta 4 months ago

      @F DX Muss aber nicht.

    • Enrico Malatesta
      Enrico Malatesta 4 months ago +2

      @Keksimus Maximus Wenn Leute wegen dem Konsum von Drogen im Knast landen schadet das noch mehr der ganzen Familie.
      Drogenkonsum bedeutet nicht gleich Drogensucht.

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      Es schadet nicht nur ihnen selbst, sondern auch Familien, ob nun den Eltern, den Partnern, oder den Kindern. Allgemein schädigt die Verbreitung bestimmter Drogen die Gesamtgesellschaft und wenn man einen roten Stern im Profil trägt, dann sollte man eigentlich das Allgemeinwohl über den Hedonismus Einzelner stellen, oder?

  • Lennard
    Lennard 6 months ago +2

    Super Folge 👍 Endlich kommt es Mal zu Kompromissen und Debatten die nicht aneinander vorbeireden

  • Alisia Katja
    Alisia Katja 6 months ago +3

    Bei dieser Diskussion wird wieder einmal klar, dass es wichtiger wäre in der Schule Aufklärung über die alltäglichen Dinge des Lebens zu erfahren.

  • Enrico Malatesta
    Enrico Malatesta 6 months ago +10

    Hier haben fünf Personen gute Argumente geliefert, sind aufeinander zugegangen und warten bereit wohlwollend zu diskutieren. Und einer war einfach erpicht darauf seine Meinung zu behalten.

  • _ Frerotops
    _ Frerotops 6 months ago +1

    Sehr tolle Folge. Super Menschen ukd Argumentationen auf der grünen Seite.
    Ich bin der letzte Mensch, der Drogen konsumiert. Ich habe nie geraucht, nie Alkohol getrunken, nichts (weil ich einfach nie das Gefühl hatte, das zu brauchen) und dennoch bin ich klar für eine Entkriminalisierung. Denn ich komme auch zu dem Entschluss, dass wir Menschen mehr helfen, wenn wir nicht mit Verbote und Strafverfolgung agieren.

  • TheFresh B
    TheFresh B 6 months ago +3

    Eine sehr interessante Folge und ich finde die Diskussion sehr wichtig und richtig, dass sie geführt wird.

  • Lara Bonczek
    Lara Bonczek 7 months ago +36

    Spannendes Thema. Ich denke bei Drogen sollte man genauso wie Alkohol und Zigaretten aufklären und die Leute Schulen. Besonders welche gesundheitlichen und psychischen Folgen das ganze hat und wie man damit verantwortungsbewusst umgeht

    • astreiner boi
      astreiner boi Month ago

      @Joel Schittenhelm Also funktioniert dein Argument über das "Spaß-Risiko Verhältnis". Das ist natürlich eine Frage der Werte, also sehr schwer zu diskutieren. Aber wenn wir dieses Argument mal annehmen, wie sieht es dann mit weitestgehend ungefährlichen Drogen wie LSD aus? LSD ist keine toxische Substanz, man kann sie nicht Überdosieren. Außerdem bilden Konsumenten keine Abhängigkeit/Sucht auf, was deiner Aussage nach auch ein wichtiges Kriterium ist. Würdest du eine Legalisierung von LSD befürworten?

    • Dyzzy
      Dyzzy 6 months ago

      @Joel Schittenhelm Das Grundproblem das ich aus meiner Sicht in deiner Argumentation sehe ist die Prämisse, das Drogenkonsum bestraft werden muss. Warum sollte nicht jeder Mensch selbst entscheiden dürfen, was er mit seinem Körper und Geist anstellt, solange er niemand anderem schadet?
      Schau dir doch Portugal an, vor ein paar Jahrzehnten noch das problematischste Land was Abhängige und Drogentote betrifft, seit dort alle Drogen entkriminalisiert wurden und auf Präventionsarbeit gesetzt wird gehen die Zahlen stetig runter.
      Selbige Beobachtung nur umgekehrt konnte man während der Alkoholprohibition in den USA machen; Alkohol wurde verboten und die Konsequenzen daraus waren gestreckter oder mit anderen Alkanolen verunreinigter Alkohol, ein blühender Schwarzmarkt der Bandenkriminalität und Monopole begünstigte, und dadurch mehr Abhängige und mehr Drogentote. Nur zwei von etlichen Beispielen die durchaus suggerieren, dass das Kriminalisieren von Konsumenten, also Verbote aufstellen, nichts bringt.
      Um auf die vermeintliche fehlende Härte in der Durchsetzung der Verbote zu sprechen zu kommen: Alles oben beschriebene wird dadurch nur schlimmer. Mexico wäre da das Paradebeispiel, dort ist die Polizei sehr lange sehr intensiv gegen Drogen und speziell organisierte Kriminalität vorgegangen und was ist passiert? Mexico ist mittlerweile geplagt von Korruption, noch stärkerer Gewalt und Kartellen, die so einflussreich wie der Staat selber sind. Hier ein Video eines britischen ex-undercover operatives, der erklärt wie die Kriminalisierung von Drogen und erfolgreiche Verhaftungen großer Dealer oder Banden dazu führt, dass andere Banden/Dealer aus dem Umfeld dann dieses über eine Verhaftung entstandene Machtvakuum nutzen können, um ihren Einfluss, ihre Mittel und ihren Profit zu steigern: clip-share.net/video/y_TV4GuXFoA/video.html
      Auch würde mich deine Meinung zu der Verfügbarkeit von Alkohol und Tabak interessieren, da diese erwiesenermaßen mit zu den gefährlichsten Drogen gehören(Alkohol ist sogar die gefährlichste, kann gerne den Link zu einer Metastudie raussuchen, über die ich letztens gestolpert bin)und du ja der Ansicht bist, ein Verbot würde dabei helfen, mehr Menschen vom Konsum abzuhalten.

    • itsme
      itsme 6 months ago

      @Ryuuk Wo ziehen wir die Grenze? Wie abhängig darf es machen? Wie gefährlich darf es sein? Zucker tötet mehr Menschen als Cannabis.

    • Ryuuk
      Ryuuk 6 months ago

      @itsme Komischer Vergleich. Koffein und Zucker stimulieren auch, klar, aber das wäre auf einer Skala dann eher eine 0,1 im Vergleich zu vielen anderen Drogen

    • Joel Schittenhelm
      Joel Schittenhelm 7 months ago +1

      @DrinkMoreTea Wenn du es als Utopie bezeichnest, dann ist es ja ein erstrebenswertes Ziel. Und dein einziges Gegenargument warum man diese erstrebenswerte Utopie nicht erreichen sollte ist, dass du davon ausgehst das man sie nicht erreichen kann. Ich bin da nicht so pessimistisch. Die Mensch stellt wieder und wieder unter Beweis, dass Ziele, deren Erfüllung unerreichbar schienen, plötzlich doch erreicht werden. Es ist also kein ideologisches Ziel sondern ein optimistisches

  • _malteus_
    _malteus_ 6 months ago

    Super Folge .Ich finde dieses Format total klasse!

  • Quenim
    Quenim 6 months ago +3

    Kompromiss: Wir haben Alkohol wo vieles falsch läuft aber gute Informations und Hilfsangebote mit gutem Zugang bestehen und wir haben Illegale Drogen wo durch die Kriminalisierung die weitreichenden Probleme entstehen. Schmeißen wir doch beides in einen Topf und überlegen uns wie damit umgegangen werden muss (abgesehen von Bestrafung, denn das funktioniert nicht, schon allein pädagogisch). Dazu gehört zum Beispiel, dass Drogen wie Alkohol nicht an jeder Ecke neben den Süßigkeiten und Limonadenregalen zu stehen haben.

  • themoon
    themoon 7 months ago +48

    Felix Kummer:
    "Wofür es ein Rezept gibt
    Kann so falsch nicht sein
    Es sind keine Drogen
    Wenn sie dir jemand verschreibt
    Wenn der Dealer einen Kittel trägt
    Sind wir keine Junkies, sondern Patienten
    Wenn der Dealer einen Kittel trägt
    Sind wir alle in sehr guten Händen"

    • anti gone
      anti gone 7 days ago

      @Rick Rock Das Zitat ist doch gut, beschreibt die Situation schön sarkastisch... Und es gibt definitiv schlechtere Bands als Kraftklub.

    • Itsfinepal
      Itsfinepal 6 months ago

      @themoon meinst du doch nicht ernst alter

    • themoon
      themoon 6 months ago +5

      Ganz vergessen das viele Ironie nicht verstehen. Egal, ihr seid herzlich zur Triggerparty eingeladen. Setzt euch, wollt ihr was trinken?

    • Rick Rock
      Rick Rock 6 months ago +2

      Und wenn der große Philosoph Felix Kummer das sagt, muss es ja stimmen!

    • Itsfinepal
      Itsfinepal 6 months ago +1

      Kein Zitat von generischen Deutschen Bands bitte 😭😭

  • Gottlieb Taft
    Gottlieb Taft 6 months ago +248

    Ich kann es auch nicht mehr ertragen, dass Nutznießer der Prohibition zu Wort kommen und ausschließlich irrationale Ängste äußern ohne jegliche Fakten.
    #ProhibitionTötet

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago +1

      @TheDolphin Und das würden Sie wesentlich seltener tun wenn Sie legal wären. Ein ziemlich häufiger Grund für Heroin Überdosen ist bspw der schwankende Gehalt der Schwarzmarktware. Aber Hauptsache mal was gesagt ne?

    • Gottlieb Taft
      Gottlieb Taft 5 months ago

      @TheDolphin an Drogen muss niemand sterben, erst durch die Prohibition und deren Folgen z.B gefährlich Beimengungen, Wirkstoffvarianz und stetig potenter werdende Stoffe führen zum Tod.
      Da du ja denkst einen Plan zu haben, warum ist an der Orginalstoffsubstitution noch niemand gestorben?
      Du kennst bestimmt das Paradox of Prohibition, oder?

    • TheDolphin
      TheDolphin 5 months ago +4

      Drogen töten, du Leuchte 💡😂

    • Nicolas Heyminsohn
      Nicolas Heyminsohn 6 months ago +1

      Ich habe den Eindruck, dass oft verkrampft versucht wird, die Debatte offen zu halten und keine Meinung auszuschließen. Dass Meinungen aber in solchen Formaten auch wissenschaftlich begründet werden sollten, wird in diesem Bereich oft vergessen. In Vernünftigen Debatten werden auch keine Klimawandelleugner Wissenschaftlern gegenübergesetzt. Bei Drogen liegt das Problem warscheinlich darin, dass im Gegensatz zum Klimawandel unwissenschaftliche evidenzbefreite Meinungen noch viel zu verbreitet und somit leider noch salonfähig sind.

  • M
    M 6 months ago +8

    Eine Legalisierung hätte den Vorteil, dass der gefährliche Schwarzmarkt in die Irrelevanz gedrängt werden könnte.
    Die Angst eines erhöhten Konsums denke ist eher unberechtigt, denn dafür sind vor allem die Kultur und wie man aufwächst ausschlaggebend und die ändern kaum mit neuen Gesetzen, oder können proaktiv so gestaltet werden, dass der Konsum möglichst tief bleibt trotz Legalität.

  • HigH Kai
    HigH Kai 6 months ago +1

    Sehr tolle Diskussion zu dem Thema!
    Ich finde es super, dass allgemein das Thema momentan wieder öfter in die Öffentlichkeit getragen und dadurch diskutiert wird. Sehe hier Chancen, dass sich politisch in den nächsten Jahren einiges zum Positiven ändern kann.
    Eine Doku von Simplicissimus in Kooperation mit u.a. Funk und ARD wurde auch letztens dazu veröffentlicht. Nur zu empfehlen. Hier spricht man im Fazit weniger von der totalen Legalisierung, stattdessen von einer Regulierung, die die grüne Mitte symbolisieren soll zwischen Verbot und Legalisierung.
    Danke für das Video!

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +1

      Hi HigH, danke für Dein Feedback und Deinen Input!

  • Th3ymad3m3doit
    Th3ymad3m3doit 6 months ago +8

    Wichtige Diskussion. Meiner Meinung nach höchste Zeit für Veränderung. Denke auch dass der Status quo weit weg von optimal ist.

  • Lionel Rolando
    Lionel Rolando 6 months ago +4

    40:01 - also laut dem Bundesgesundheitsministerium belaufen sich die Zahlen der Todesfälle von Alkoholkonsumenten auf ca. 74.000 (und nicht auf 20.000) - ist euch dort ein Fehler unterlaufen oder lieg ich falsch?🤔 Ansonsten ein super tolles Video mit einem anregenden Diskurs👍🏻

    • TheTaxxor
      TheTaxxor 4 months ago

      Dort heißt es "durch Alkoholkonsum allein oder bedingt durch den Konsum von Tabak und Alkohol" Also fährt man betrunken mit dem Auto gegen einen Baum und stirbt dabei, zählt das vmtl. in die 74.000 rein. Evtl. bezieht sich die Einblendung hier nur auf tatsächlich direkte Todefälle durch Alkoholvergiftung

  • D. S
    D. S 6 months ago

    Sehr gute diskussion zwischen den Leuten.👍🏻

  • lenny
    lenny 7 months ago +18

    Sympathische Diskussionsteilnehmer. Sophia ist sehr emotional, sie war teilweise kurz davor zu weinen (so wirkte es jedenfalls). Mir gefällt ihre liebevolle Einstellung. Ich hoffe sie bekommt jetzt genug von der richtigen Liebe. Andrea ist einfach smart. Anna wirkt super nett und überlegt. Sie sorgt sich zurecht. Thomas ist cool und entspannt. Franz ist etwas verbittert, aber ich kann ihn auch. irgendwie verstehen.

    • Cahin
      Cahin 6 months ago +2

      Franz ist halt traurig, dass seine Arbeit keine Früchte getragen hat und niemals tragen wird - aber er will trotzdem alles kontrollieren um seinen "Traum" niemals zu erreichen und unsympathisch, sowie nie sozial oder solidarisch zu sein. :D

    • Sucht und Ordnung
      Sucht und Ordnung 7 months ago

      Absolut tolle Runde gewesen ✌️

    • A7ERON
      A7ERON 7 months ago

      Der Bulle wirkt mega unsympathisch aber man muss sich in seine Lage versetzen: Der hat sein Leben lang nur das kriminelle Geschäft und dessen Schattenseiten gesehen, er hat eine ganze Berufskarriere in einer Bubble verbracht. Aus der kommst du in der Pension auch nicht so leicht raus. Er ist vom alten Schlag und ich bin mir sicher, dass er - aus seiner eigenen Sicht - nur das Beste für Menschen will. Ich hab Kumpels die sind zur Polizei und plötzlich voller Stereotypen und Vorurteilen (ggü. Ausländern, Substanzmittelgebrauch, etc). Ist auch völlig klar: Wenn du dein Leben damit verbringst dich an den Dornen einer Rose zu schneiden ohne die Blüte jemals gesehen zu haben, wie sollst du die Rose schön finden? Ich verstehe den alten Bullen irgendwie, schade eher, dass er so biased ist. Bestimmt kein schlechter Mensch.

    • unbubble
      unbubble  7 months ago

      Freut uns zu hören, dass Dir die Runde gefallen hat! Wie stehst Du zur Konfliktfrage? Sollten alle Drogen legalisiert werden?

  • L A
    L A 6 months ago +2

    Schade, wie man bei diesem Thema so stark für eine staatliche Intervention argumentieren kann. Ich bin bei weiterem nicht liberal und würde mir wünschen, dass es an ganz anderen Punkten mehr staatliche Intervention gäbe, v. a. in Bezug auf soziale Gerechtigkeit (prekäre Jobs, Ausbeutung, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Mieten, Klimagerechtigkeit, Benachteiligung auf Grund bestimmter ismen,...), aber bei diesem Thema würde ich mir eher die Frage stellen, in wie weit wir nicht jedem Menschen auch die Freiheit lassen sollten, kaputt zu konsumieren (ohne, dass ich glaube, dass das die meisten Drogenkonsument*innen tun). Zudem würde ich hinterfragen, ob Ursache nicht wenigstens zum Teil mit einer kapitalistischen, neoliberalen Gesellschaft in Zusammenhang stehen.
    Der antikapitalistische, antifaschistische und queerfeministische Kampf der Arbeiter*innen sollte sich also auch mit solchen Themen wie der Legalisierung solidarisieren!

  • Felix Weber
    Felix Weber 7 months ago +6

    Mega gute Diskussion, auch einfach ein spannendes Thema 🧌

  • Elias R
    Elias R 6 months ago +1

    Klasse Video das ist ja am Ende so gut geworden. Bitte mehr davon! 🤩👍

  • bubatzbube
    bubatzbube 7 months ago +49

    Ich lasse mich immer gerne von anderen Standpunkten überzeugen, aber bei diesem Thema habe ich eine sehr starke Meinung (pro Legalisierung). Ich weiß jetzt schon, dass es sehr schwierig wird das Video anzuschauen, da es meiner Meinung nach kaum vernünftige Argumente gegen eine gut organsierte Legalisierung aller Drogen gibt

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago +1

      @Felix Weiß OK, musste den letzten Rest noch Mal in nen Extrakommentar quetschen, ist vermutlich eh schon zu viel was ich geschrieben hab, aber egal. Also, letzter Punkt: Aufklärung und Prävention. Also erstmal ist die Präventionsarbeit in Deutschland kompletter Müll. In der Schule kriegt man von nem Polizisten oder der Biolehrerin erzählt, das alle Drogen schlecht sind, dann gibt's noch ein zwei Horrorstorys von Junkies oben drauf, und wenn man Glück hat, wird noch ganz grob die Wirkungsweise verschiedener Gruppen besprochen. Dann probieren Jugendliche ein Mal Drogen, merken, das man nicht direkt krepiert so wie die Erwachsenen es einem immer erzählt haben, und dann hat man natürlich Bock auf mehr. Wenn man Fragen hat, kann man sich an niemanden wenden, weil man da eben jedes mal indirekt zugeben müsste, das man illegales Terrain beschreitet, also bleibt einem nur learning by doing. Da ist es tatsächlich ein Segen, das es das Internet, gefüllt mit Tausenden von Trip-Berichten, Anwendungstipps, und so weiter gibt, da hat die Rothaarige in dem Video Recht, dank so was sind Jugendliche heutzutage aufgeklärter als je zuvor. Staatliche Präventionsarbeit ist dagegen ein Witz, mach ner halben Stunde Clip-Share schauen weiß man normalerweise mehr über Drogen, als einem in 6 Wochen unterricht beigebracht wird. So, und wenn man dann problematische Konsummuster zu entwickeln beginnt, geht's weiter:
      Ja, wenn man sich behandeln lassen will, dann geht man normalerweise straffrei aus, schon allein, weil Konsum selbe oftmals ja gar nicht illegal ist. Allerdings gehen die wenigsten Menschen von sich aus zur Suchtbehandlung, nahezu kein Mensch schafft es, sich selbst einzugestehen, das er/sie Suchtkrank ist, und selbst wenn, dann ist es den meisten egal bzw. lässt ihre Sucht nicht zu, das sie selbst Maßnahmen ergreifen können. In den allermeisten Fällen vertrauen sich Suchtkranke irgendwann jemandem an und finden so letztendlich Hilfe. Nun ist das allerdings schwierig, wenn die Substanz die man konsumiert illegal ist. Zum einen haben viele Angst, sich an zu vertrauen, weil man dann eben auch zugeben muss, das man etwas illegales getan hat. Ich werd mich natürlich niemandem anvertrauen, bei dem ich Angst haben muss, das er mich an die Polizei verpfeift (vielleicht sogar, weil die Person so naiv ist zu glauben, das sie mir damit helfen würde). Des weiteren können, wie auch im Video erwähnt, ja durchaus trotzdem Repressalien damit zusammen hängen. Wenn ich mich in Suchtbehandlung wegen illegaler Drogen begebe, ist es wahrscheinlich, das mir bestimmte Jobs nicht mehr offen stehen, das ich lebenslanges Fahrverbot bekomme, und so weiter. Dritter Punkt ist, das man durch die Illegalität von Drogen eben automatisch in entsprechende Kreise rein rutscht. Wenn ich mir eigentlich nur mal entspannt nen Joint oder bisl Amphetamin für's Club-Wochenende holen möchte, muss ich dafür in Kontakt treten mit Menschen, die auch weitaus problematischeres Zeug anbieten (so kommen ja im übrigen die meisten Leute erst zu "harten" illegalen Drogen, auch etwas, das sich mit legalen, nach Art der Drogen getrennten Shops lösen ließe, kein Mensch hat Bock darauf, das der Weed-Dealer einem jedes mal auch noch Meth anbietet). So, und wenn ich dann süchtig bin, dann sind diese Leute, die oftmals selbst Suchtprobleme haben, eben mein regelmäßiger Bekanntenkreis. Wenn ich Heroinabhängig werde, rutsche ich dadurch also tief in die Kriminalität und kriminelle Kreise, die mir nie im Leben helfen werden, von der Sucht los zu kommen, meist, weil sie selbst entsprechende Probleme haben. Wenn das Zeug dagegen legal wäre, würde man es sich eben im Laden holen und konsumieren, ohne dabei in ein problematisches Umfeld zu geraten. Ein Alkoholkranker Familienvater ist zwar in ner ziemlich beschissenen Lage, aber er ist wenigstens noch von normalen Leuten umgeben, die ihm helfen wollen, und nicht über den Schwarzmarkt in ein Umfeld anderer Suchtkranker als einzigem Bekanntenkreis geraten.
      So, und zuletzt bin ich der Meinung, das es eben noch nicht genug Beratungs- und Hilfsangebote gibt. Drug Checking oder Diamorphin-Ausgabestellen, wie die die der Arzt im Video betreibt, sind sehr gute Präventions- bzw. Suchthilfe-Einrichtungen. Beides existiert in Deutschland kaum, oftmals nur als Modellprojekt in einer Stadt, die das (in drogenpolitischer Hinsicht) Glück hat, Rot-grün regiert zu werden, und wenn dann die CDU wieder an die Macht kommt, war's das mit entsprechenden Projekten oft auch wieder. So, und auch sonst bin ich der Meinung, kann das Präventions- und Hilfsangebot noch deutlich ausgeweitet werden, wenn unser System da schon ausreichen würde, gäbe es keine 1500 Herointoten pro Jahr. Zumindest Präventionsarbeit in Deutschland ist jedenfalls unter aller Sau, zumindestens da muss sich definitiv einiges ändern.

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago +1

      @Felix Weiß Vielen Dank, freut mich zu hören (oder halt in dem Fall zu lesen).
      Nun, was Tabak angeht, das ist eine Droge mit einem weitaus höheren Schadenspotential als zum Beispiel Cannabis, ein Raucher raucht bis zu mehrere Schachteln am Tag, was natürlich mit erheblichen Lungen- und Herz-Kreislauf-Belastungen einhergeht, bei Cannabis dagegen rauchen selbst die härtesten Konsumenten deutlich weniger, normal ist der Konsum von Cannabis als "Feierabend-Joint", oder am Wochenende, zudem enthält Cannabis weitaus weniger Schadstoffe als Tabak, was die gesundheitlichen Risiken (und damit einen Großteil der Zusatzkosten für die Gesellschaft) angeht, sehe ich da weitaus geringere Probleme als bei Tabak. Die ganzen Halluzinogene zum Beispiel verursachen auch nahezu gar keine körperlichen Schäden, da würden sich Zusatzkosten auch in Grenzen halten. Und für alle Drogen gilt: Kosten für Gesundheitliche Probleme durch Drogen entstehen uns als Gesellschaft doch derzeit auch, egal ob legal oder nicht, diese Kosten könnten aber minimiert werden, wenn die Drogen staatlich reguliert sind. Die Kosten zur Behandlung von Heroinkranken etwa, würden denke ich stark sinken, wenn Heroin staatlich reguliert werden würde, weil dann eben keine Streckstoffe mehr vorhanden wären, die viel mehr Schaden verursachen als Hero selbst. Oder auch wieder Cannabis: Die Zahl der Cannabisinduzierten Psychosen hat stark zugenommen in den letzten Jahren, weil Leute ihr Weed mit synthetischen Stoffen besprühen, mit Haarspray Strecken und, und, und, ließe sich alles vermeiden, wenn nur staatlich kontrollierte Shops Weed verkaufen dürften, womit die Kosten für Gesundheitliche Probleme verursacht durch Drogen massiv runter gehen würden, bei gleichzeitigen Mehreinnahmen durch Steuern. Selbst wenn der Staat mit einer Droge selber kein Netto-Plus macht, die Kosten, die durch Drogen verursacht werden, hat er so oder so, egal ob legal oder illegal. Aber wenn Drogen legal sind, dann lassen sich die Kosten minimieren und gleichzeitig können dem einige Gewinne gegenüber gestellt werden. Aus finanzieller Sicht spricht somit nichts gegen eine Legalisierung aller Drogen, ebenso wenig aus gesundheitlicher Sicht. Hab dazu leider kaum zahlen gefunden, was ich gefunden hab ist eine Studie von 1995, die die Kosten von Heroinkonsum für die deutsche Gesellschaft damals auf 14 Milliarden Mark bezifferte. Heute wahrscheinlich bedeutend mehr. Bei einer Legalisierung würden die Kosten für Strafverfolgung und Behandlung gesundheitlicher Schäden definitiv runter gehen, und Steuereinnahmen würden hinzu kommen, der Staat würde definitiv immer noch Verlust machen, und klar müsste ein Teil des Geldes auch erstmal in neue Strukturen investiert werden, aber der Verlust für Staat und Gesellschaft wäre eben deutlich geringer, als er es derzeit ist. Nehmen wir Cannabis, da hab ich zu den gesamten dadurch entstehenden Gesellschaftlichen Kosten nichts gefunden, aber gerechnet wird mit bis zu 3,5 Milliarden mehr an Steuereinnahmen durch Legalisierung und Einsparnissen von über 1 Mrd. an Polizei- und Justizkosten. Wie gesagt, dazu käme auch hier eine Senkung des Gesundheitsrisikos, und auf der Kosten-Seite stände im Grunde nur die Etablierung einer neuen Kontrollbehörde, ansonsten würden keine neuen Kosten entstehen, die nicht eh schon da sind. Also ziemlich sicher ein Gewinn und auf jeden Fall niedrigere gesundheitliche Risiken für Konsumenten.
      Was das mit den Polizeikontrollen angeht: deren Sinnhaftigkeit wird ja daran gemessen, wie "erfolgreich" sie sind. Wenn ein Polizist bei hundert Kontrollen 10 Delikte fest stellt, ist die Kontrolle dieses Gebietes "sinnvoll". Wenn dieser Polizist nun aufgrund der Legalisierung aller Drogen nur noch einen Delikt fest stellen würde, wäre dem nicht so. Man kann es langfristig nicht rechtfertigen, jemanden zu bezahlen der keine Ergebnisse liefert (liefern kann). Außerdem, was bringen Kontrollen denn generell? Das einzige, was Polizisten bei Kontrollen außer Drogen noch finden könnten, wären Waffen, und das kommt so gut wie nie vor. Die Notwendigkeit, Leute in der Fußgängerzone anzuhalten und zu kontrollieren, hab ich ehrlich gesagt noch nie verstanden, das einzige, was das bringt ist eine Aufhübschung der Statistik, na ja, und Polizisten können dabei halt den starken Mann markieren und ihre Minderwertigkeitskomplexe kaschieren. Solche Kontrollen sind oft genug nur eine einzelne Schickane, die nur dazu dient, die Machtgelüste der Polizist*innen zu erfüllen. Durchaus auch ein Grund, warum die Reputation der Polizei Grade bei jungen Leuten stark den Bach runter geht.
      Was Verkehrskontrollen angeht, das ist was anderes, deren Sinnhaftigkeit bleibt natürlich bestehen. Womit wir beim nächsten Punkt sind, den du angesprochen hattest.
      Verkehrstechnische Regelungen müssten natürlich für jede Droge individuell getroffen werden. Ich würde zum Beispiel sagen, das man selbst 24 Stunden nach dem Konsum von MDMA oder LSD und ähnlichen Halluzinogenen, also lange nach abklingen der eigentlichen Wirkung, noch kein Auto fahren sollen dürfte. Ansonsten sagen die meisten, solle man sich an Grenzwerten orientieren, die in etwa die beim Alkohol bereits existierenden widerspiegeln. Sprich, man würde Bsp. bei Cannabis sagen, soundsoviel THC im Blut entspricht in etwa den selben Sinneseinschränkungen wie 0,5 Promille. Wäre natürlich nicht wirklich exakt und wissenschaftlich, aber das ist dieser 0,5-Promille-Wert ja auch nicht. Cannabis (also THC bzw. dessen Abbaustoffe) kann noch mehrere Tage im Urin nachgewiesen werden, allerdings nur 1-2 Tage im Blut und nur wenige Stunden im Speichel. Im Zweifelsfall ist ein Bluttest eigentlich immer am idealsten, der klärt bei den meisten Drogen tatsächlich ganz gut, ob und inwiefern noch eine Wirkung vorhanden ist. Was dementsprechende Regelungen angeht, da sind sich die Parteien glaube noch am uneinigsten, aber solche Regelungen werden gefunden werden (was ein deutsch). Vielleicht sollte man in dem Zusammenhang auch Mal Kontrollen an sich überdenken, und statt dogmatischer Zahlenwerte auch mehr auf Einschätzung der Fahrtauglichkeit setzen, es macht eben keinen Sinn, wenn ein Mensch mit 0,52 Promille angehalten wurde, und vorher 5 Kilometer gefahren ist wie ne 1 und in Tests keinerlei sensorisch-motorische Defizite aufweist. Na ja, jedenfalls wurde man halt einfach diesbezüglich Regelungen finden müssen, im Zweifelsfall müsste man neue Testmethoden einführen, aber das kriegt man alles hin, wenn man den will.
      Was das weiterbestehen eines Schwarzmarktes angeht: Das wird denke kaum ein Problem sein. Anfangs vielleicht schon, vor allem, wenn die Nachfrage konstant hoch, das legale Angebot aber noch niedrig und die Preise dementsprechend sind, da wird es natürlich noch nen Schwarzmarkt geben, aber das wird sich mit der Zeit erledigen. Kein Mensch der Welt wird sich lieber ne potentiell Crocodile-verseuchte Dosis Heroin holen, die jedes mal seine letzte sein könnte, wenn er statt dessen sauberes, legales Diamorphin zu ähnlichen Preisen bekommen wird. Am ehesten sind da noch Cannabis und andere Partydrogen problematisch, aber auch hier sehe ich keine Probleme. Kunden werden definitiv abspringen, die Rentabilität des ganzen wird sinken, und damit wird dealen vor allem für die Jugend weniger interessant. Die meisten Dealer fangen mit 14 oder 15 als Ticker oder Läufer an, wenn sich damit kein Geld mehr verdienen lässt, werden es die Jugendlichen lassen und Nachwuchsprobleme richten irgendwann jede Branche zugrunde. Was organisierte Kriminalität angeht, so glaube ich kaum, das selbige eine Chance hat, gegen die geballte Macht der Pharma- und Genussmittelindustrie, die sich den Drogen-Markt unter gar keinen Umständen nehmen lassen wollen wird. Früher oder später wird man auf dem legalen Markt Produkte zu ähnlichen Preisen bekommen, wir auf dem Schwarzmarkt, und dann hat letzterer eigentlich jegliche Existenzberechtigung verloren.
      Was meinst du konkret mit "sehr abhängig von den Mitarbeitern"? Das wären halt ganz normale Verkäufer, die vor dem Verkauf ein kurzes Beratungsgespräch durchführen, und halt keine Drogen an erkennbar Suchtkranke ausgeben sollen, Letzteres ist bei vielen Supermärkten mit Alk ja nicht anders, da werden Mitarbeiter auch angehalten, keinen Alk an erkennbare Alkoholiker zu verkaufen. Ansonsten sind es halt normale Verkäufer, verstehe nicht so ganz, was du damit meinst.

    • Felix Weiß
      Felix Weiß 6 months ago

      @Teutonicterror 03 auch wenn wir in einigen Punkten höchstwahrscheinlich unterschiedlicher Meinung sind, finde ich dein Kommentar wirklich sehr gut!
      Ob die Kosten für den entsprechenden Verwaltungsaufwand, bedingt durch die Legalisierung aller Drogen, ein Plus in die Staatskassen erwirtschaftet oder nicht, beruht natürlich nur auf Annahmen. Ich glaube dafür fehlen uns einfach Date um diese Frage zu beantworten. Trotzdem möchte ich zu bedenken geben, dass der Gesellschaft durch den Konsum von Tabak ein jährlicher Schaden von ca. 80 -90 Milliarden Euro entsteht. Obwohl die Tabaksteuer ca. Dreiviertel des Kaufpreises beträgt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich dies bei der Legalisierung aller Drogen anders Verhält.
      Auch die Thematik mit den von dir angesprochenen Kontrollen sehe ich kritisch. Führt die Polizei aufgrund der Legalisierung aller Drogen wirklich weniger Kontrollen durch? - ich glaube um ehrlich zu sein nicht. Auch wird es trotz Legalisierung weiterhin einen Schwarzmarkt geben, der genau wie jetzt „bekämpft“ werden muss. Ich glaube, dass sich bezüglich der Notwendigkeit von Kontrollen auch durch die Legalisierung aller Drogen nichts ändern wird.
      In einem Punkt würde ich dir allerdings zustimmen, dass unsere Gerichte mit Sicherheit entlastet werden würden.
      Dein von dir Vorgeschlagenes Verkaufsmodell klingt meiner Meinung nach unrealistisch, da sehr abhängig von den Mitarbeitern in den Geschäften ist.
      Zum Thema Aufklärung und Prävention kann ich nur sagen, dass es nach meiner Meinung schon jetzt einige sehr gute Angebote gibt, welche meines Wissens auch vom Staat finanziert werden. Auch wäre es mir neu, dass Menschen, die eine Suchtberatung aufsuchen, Angst vor Strafverfolgung haben müssen. Wenn dem wirklich so ist, sollte man hier unabhängig von einer Legalisierung etwas verändern.
      Auch möchte ich noch einen Punkt hinzufügen der gegen eine Legalisierung spricht. Wie verhält es sich bspw. bei einem Verkehrsunfall oder Arbeitsunfall? Meines Wissens nach kann bspw. Cannabis noch mehrere Wochen nach dem Konsum im Blut nachgewiesen werde, wie sieht es in so einem Fall Versicherungstechnisch aus? Kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, dass Versicherungen in so einem Fall etwas Zahlen werden. Solche Fragen müssen meiner Meinung nach ebenfalls geklärt werden.

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago

      @Felix Weiß Dieser Verwaltungsaufwand wäre nichts im Vergleich zu dem Verwaltungsaufwand, den die Strafverfolgung derzeit erfordert. Es gibt mittlerweile weit über 300.000 Drogendelikte jedes Jahr (und das sind nur die polizeilich erfassten, die Dunkelziffer ist weit, weit höher), über 2/3 davon allein Cannabis. Diese Delikte finanzieren wiederum organisierte Kriminalität, für deren Bekämpfung ebenfalls einiges an Aufwand notwendig ist. Dieser Verwaltungsaufwand ist so immens, eine Legalisierung und anschließende Regulierung von Drogen wäre wahrscheinlich nicht annähernd so Verwaltungsintensiv. I mean, ein Polizist etwa muss vielleicht 100 Jugendliche kontrollieren um 10 Straftäter zu finden. Wären Drogen legal, würde ein Ordnungsamt-Mitarbeiter wissen, wo er hin muss, und die 90 sinnlosen Kontrollen würden quasi weg fallen. So, und wie schon gesagt, Drogen besteuern bringt weitaus mehr Geld ein, als Drogen verfolgen, allein Cannabis würde Mehreinnahmen in Milliardenhöhe bringen, davon könnte man eine Kontrollbehörde schaffen, die mit Ferraris zur Arbeit fährt. Also Mehrkosten würden nun wirklich nicht entstehen, im Gegenteil, das wäre ein riesiges Einnahmen-Plus.
      Drogen sind einer breiten Öffentlichkeit so oder so zur Verfügung gestellt, wenn selbige legal sind, können sie allerdings besser reguliert werden. Das, wovor du Angst hast, ist eine unregulierte Abgabe wie bei Alkohol. Will keiner. Weil das eben keine "guten Regeln" sind, die Regelungen über die Abgabe von Alkohol sind fucking dämlich. Niemand will, das Heroin demnächst im Supermarkt verkauft werden und öffentlich im Park gespritzt werden darf oder so. Ein Verbot schützt die "Dummen" ja nicht, das ist der springende Punkt, im Gegenteil. Ein Verbot sorgt höchstens dafür, das die "Dummen" sich keine Hilfe suchen, weil sie dann eventuell im Knast landen, und das sie sich dreckigen, tödlichen Stoff besorgen, der sie viel schneller und qualvoller abhängig macht und tötet, als staatlich regulierter Stoff. Menschen nehmen Drogen, egal ob legal, egal ob sie damit umgehen können oder nicht, und egal aus welcher sozialen Schicht. Und Drogen sind easy verfügbar, egal ob legal oder nicht. Nur hilft Illegalität diesen Menschen eben nicht im entferntesten.
      Legalisierung aller Drogen sollte im Idealfall so aussehen: Verbot des Konsums in der Öffentlichkeit, zumindest in bestimmten Plätzen (wie rauchen in Bahnhöfen z. B.), Abgabe nur in extra dafür existierenden Läden und nur an volljährige, Bepreisung und Wirkstoffgehalt staatlich so reguliert, das ein Suchtrisiko minimiert wird (also z. B. kein Weed mit 30+ % THC und chemischen Cannabinoiden oben drauf für 10€, wie´s derzeit der Fall ist), Verkäufer entsprechend geschult darin Suchtgefährdete zu erkennen, Werbeverbot, Beratungsstellen und gute Aufklärung sollte verstärkt vorhanden sein (dies zu finanzieren sollte mit den Mehreinnahmen easy möglich sein).
      Man stelle sich dies nur mal für Alkohol vor: Keine Werbung mehr für alkoholische Getränke, Abgabe nicht mehr in Supermärkten, sondern in speziellen Alkohol-Shops, maximaler Wirkstoffgehalt z. B. 30 oder 40 vol. %, eine Bepreisung von, na ja, halt mehr als 4€ für ne Flasche Wodka, ein Ausbau der Beratungsangebote, eine kurze Beratung über Risiken und Hilfsangebote vonseiten des Verkäufers bei jedem Kauf, ein Verbot des öffentlichen Konsums außer in bestimmten Einrichtungen (Clubs, Bars).
      Solche Maßnahmen würden die Gefahren von Alkohol minimieren und wären weitaus effektiver, als sowohl eine unregulierte Abgabe, als auch ein komplettes Verbot jemals sein könnten (letzteres haben die Amis bewiesen). Und genau so gilt das auch für alle anderen Drogen. Verbote bringen nichts. Unregulierte Abgabe ist aber auch nur geringfügig besser. Was es braucht, ist eine regulierte Abgabe und eine entsprechende Aufklärung. In früheren Zeiten hat der Medizinmann seine Stammesgenossen über die Wirkung von Drogen unterwiesen, sie an selbige verteilt und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang gelehrt. Warum sollte es nicht möglich sein, das der Staat in der heutigen Zeit die selbe Rolle ein nimmt?

    • LinkPlay9
      LinkPlay9 6 months ago

      @Felix Weiß Drogen sind bereits jetzt verfügbar, es gibt bereits jetzt Menschen die nicht damit umgehen können. Die Prohibition macht das ganze auch nicht besser, höchstens Schlimmer. Menschen bekommen keine echte Aufklärung, und können sich keine Hilfe suchen ohne Angst vor Strafverfolgung haben zu müssen.
      Ich sehe hier also immer noch kein Argument gegen eine Entrkiminalisierung / Legalisierung.
      Bei einer Entrkiminalisierung / Legalisierung kann man in Schulen ECHTE Aufklärung fahren statt einfache Angstmacherei die nicht wirkt. Menschen können sich Hilfe suchen ohne ein Knastbesuch zu riskieren.

  • maniHD08
    maniHD08 6 months ago +32

    Du darfst:
    -jeden Tag Fast-Food essen und deinem Körper zerstören
    -du darfst den ganzen Tag im Bett liegen und nichts tun und Körper und Psyche zerstören
    -du darfst dich aus der Gesellschaft komplett zurückziehen und deine Psyche zerstören
    -du kannst zu jeder Zeit eine tödliche Dosis Alkohol kaufen und konsumieren

    Hier ist die Selbstbestimmung super und wichtig.
    Du willst aber:
    -einmal die Woche Feierabends ein Joint rauchen und deine körperliche Gesundheit gefährden
    -paar mal im Jahr MDMA schmeißen und auf der Party abgehen und deine körperliche Gesundheit gefährden

    Hier wäre es aber zu viel Selbstbestimmung. Vom Konsumentenschutz mal ganz abgesehen. Einfach absurd

    • C
      C 6 months ago +1

      @alea ok tut mir echt wirklich mega leid, ist ja auch nicht so dass ich dir bloß antworte?? 🤦‍♂️
      aber ich bin stolz auf dich dass du nämlich nicht mit h geschrieben hast, wenigstens etwas 👍 mice

    • alea
      alea 6 months ago

      @C okay wäre mice wenn du nicht mehr hier schreibst, du nervst nämlich ziemlich danke

    • C
      C 6 months ago

      @alea kommt drauf an was man rein tut

    • alea
      alea 6 months ago

      @C pfeife ist ja auch sooooo illegal.

    • C
      C 6 months ago

      @alea das ist gut^^ und eine Legalisierung würde daran höchstwahrscheinlich auch nichts dran ändern, spekuliere ich jetzt einfach mal ganz dreist.. ;)

  • BurritoPower
    BurritoPower 5 months ago +4

    Die Pro Gruppe hat die Diskussion für mich zu 100 Prozent gewonnen

  • Donny Dark
    Donny Dark 7 months ago +15

    Die Prohibition ist gescheitert!
    Drogenpolitik muss Reformiert werden.
    Die Doku von Simplicissimus zu dem Thema ist sehr empfehlenswert und zeigt was die Prohibition auch mit der Verdrängung von Gesellschaftlichen Minderheiten zu tun hat.

    • Ctg
      Ctg 6 months ago

      Kensington Philadelphia. Welcome

    • Paul Paul
      Paul Paul 6 months ago

      @Till Bold das ist korrekt

    • Till Bold
      Till Bold 6 months ago

      Das ist zwar so, aber ich finde es sehr schlecht, dass es als Argument ständig in den Vordergrund gerückt wird. Letztlich spielt es keine Rolle, durch welche Motive es irgendwann mal verboten wurde, sondern nur welche Folgen Verbotspolitik vs Legalisierung für die heutige Lebensrealität hat, und hier gewinnt die Legalisierung in sachlichen Diskursionen eindeutig. Das Argument klingt meiner Meinung nach immer als müsse man die Argumentation mit: ,,Wenn du anderer Meinung bist, bist du ein Rassist/ unterstützt du Rassismus" gewinnen und nimmt der Diskursion im schlimmsten Fall die notwendige Sachlichkeit.

  • David Kluge
    David Kluge 3 months ago

    Sehr gutes Video. Meiner Meinung nach haben beide Seiten sehr gute Argumente FÜR eine Legalisierung geliefert und ich halte die Vorschläge, auf längere Sicht, für durchaus umsetzbar. Besonders der Gedanke, dass Konsumenten keine Kriminellen sind sollte schon vor einer Legalisierung, wenn möglich schon jetzt, in der Gesellschaft Normalität werden.

  • Nemesis
    Nemesis 6 months ago +1

    Eine sehr gute Debatte. Es ist schön zu sehen, dass es doch noch zum Konsens bei aktuellen Diskussionen kommen kann.

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +1

      Hi Nemesis, wir freuen uns, dass dir die Diskussion gefallen hat!

  • OPEN MIND
    OPEN MIND 7 months ago +115

    Spannende Diskussion

    • Silas
      Silas 6 months ago +3

      Coolest Junkie in the Mungle

    • Monkeydank
      Monkeydank 6 months ago +1

      Warum warst Du nicht dabei?

    • bubatzbube
      bubatzbube 6 months ago +7

      Kommt ne reaction zu auf Open mind 3000?

    • Florentin
      Florentin 6 months ago +1

      Ehrenmann

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +11

      Hey, freut uns sowas von, dass Dir die Diskussion gefallen hat!

  • Kurt Zermann
    Kurt Zermann 5 months ago

    Super Format. Sehr informativ und differenziert.

  • Merokh
    Merokh 6 months ago +12

    Christian Rätsch, der Etnopharmakologe der sich durch die ganze Schöpfung was Psychedelika angeht durchprobiert hat, sagte: „Alkohol ist die schlimmste Droge.“ 🧞‍♂️
    Im Vergleich mit LSD sieht er im Alkohol außerdem ein „größeres Abhängigkeitspotenzial“.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      @Diana1984 Oh gurl hier geht es nicht nur um Zahlen. Alkohol ist eine extrem toxische Substanz die so ziemlich jedes Organ im menschlichen Körper angreift (was ja klar ist, es ist ja auch n Lösungsmittel), LSD hingegen besitzt eine niedrigere Toxizität als Vitamin C. Also hör auf klug zu scheißen wenn du obviously keine Ahnung hast. Btw sogar Heroin ist wesentlich weniger toxisch als Alkohol. Heroin ist nicht organschädigend, nicht kardiotoxisch und auch nicht neurotoxisch, Alkohol schon.

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago

      @Diana1984 Ok, ja, beim Abhängigkeitspotential habe ich mich vertan, hab aus meiner Erinnerung raus geschrieben, die dann wohl leider falsch war. Was das Schadenspotential angeht, gibt es verschiedene Studien, mit verschiedenen Bewertungssystemen (und Auftragsgebern), da ist Alkohol eigentlich immer im obersten Drittel zu finden und oft genug auch auf Platz 1, 2 oder 3.
      Was den Rest angeht, von mir aus können wir jetzt lang und breit über die Schädlichkeit von Weed und LSD und so diskutieren, zusammenfassend lässt sich allerdings sagen, das das physische Gefahrenpotential von Halluzinogenen und Weed sehr gering ist. Damit will ich die psychischen Gefahr keinesfalls verharmlosen, das war nicht meine Intention, falls es so rüber kam, aber es ist nun mal Fakt, das physisches Gefahrenpotential von LSD, Weed und so eigentlich nicht da ist. Ne durchschnittliche Pappe sind 100-200 Mikrogramm, ne tödliche Dosis für den Menschen fängt theoretisch ab minimal einigen Zehntausen Mikrogramm an, das heißt um die 100 Pappen auf einmal, gestorben ist an LSD selber aber noch keiner, was ich so gefunden hab, waren Leute, die 50.000 Mikrogramm und mehr vertragen haben (aus Versehen, diese Leute haben meist gedacht, sie würden etwas anderes nehmen). So, und von Weed ist auch weltweit noch nie ein Mensch gestorben, die Effekte des Rauchens sind für die Lunge weitaus weniger schädlich als Tabak, da sich weder Nikotin noch Teer bildet. Schon allein das reicht meiner Meinung nach aus um zu sagen, diese Drogen sind weniger gefährlich, denn psychische Schäden kann man heilen, Tod durch Überdosierung nicht.
      Klar, die psychische Folgen können schwerwiegend sein, und da kann auch eine indirekte Fremdschädigung entstehen, etwa weil Beziehungen an psychischen Problemen des Konsumenten zerbrechen. Ich hab nie behauptet, das Gewalt die einzige Art der Fremdschädigung ist, das war nur ein Beispiel (Gewalt ist allerdings in jedem Fall die schwerwiegendste Art der Fremdschädigung).
      Auch hier muss man allerdings sagen, das Menschen, die bereits ein (erblich oder durch Umweltfaktoren) deutlich erhöhtes Psychose-Risiko haben, viel eher betroffen sind. Psychische Risiken sind für "normale" Menschen geringer. Generell würde ich sagen, ist daher das Risiko von Halluzinogenen, Cannabis und auch schwächeren Amphetaminen oder MDMA deutlich, deutlich geringer als das von Alkohol, Heroin oder Meth. Ich will nicht zum Konsum anregen oder so, keinesfalls, und Grade Leute unter 20 sollten auf keinen Fall Halluzinogene nehmen, aber es macht eben auch absolut keinen Sinn, das der Konsum dieser Substanzen verboten und so sehr verteufelt wird. Das regt mich halt auf, weil es wider jeglicher Vernunft geschieht.
      Joa gut, hab bis jetzt weder alkoholfreien noch normalen Champagner jemals getrunken, kann ich also nicht beurteilen. Gute an so Desserts hab ich jetzt gar nicht gedacht, wobei ich auch da zumindestens bei mir sagen würde, das der Ethanol-Geschmack da drin nicht wirklich angenehm ist. Für die Diskussion über Alkohol als Droge ist das aber denke sowieso irrelevant, in solchen Fällen ist Alkohol ja dann eben gar nicht als solche gedacht, das wäre vergleichbar mit Hanfblätter zum Kochen verwenden, ne Wirkung wird da nicht erzielt, deshalb ist das für Drogen-Diskussionen denke irrelevant.

    • Diana1984
      Diana1984 6 months ago

      @Teutonicterror 03 Komisch, auf Skalen, die nach Abhängigkeitspotential und physischem Schaden Drogen einordnen, ist Alkohol in beiden Kategorien definitiv nicht Spitzenreiter, sondern im Mittelfeld eingeordnet. Wir sprechen hier übrigens von ALLEN Drogen, nicht nur von Alkohol plus denen, die harmloser sind, auch die legale Droge Tabak hat z.B. ein höheres Abhängigkeitspotential als Alkohol, wird hier allerdings in den Kommentaren quasi gar nicht erwähnt, obwohl zwangsläufig durchs Passivrauchen Schaden für andere entsteht. Anhand dieser beiden Vergleichskriterien, die ich genannt habe, übertreffen beispielsweise Kokain und Heroin Alkohol deutlich, in beiden Kategorien. Wie wäre es also künftig mit etwas Recherche statt Einschätzungen aus dem Bauchgefühl?
      Ob noch nie ein Mensch durch Cannabis oder LSD häusliche Gewalt anwendete (wieso zählt eigentlich nur die als Fremdschädigung durch Drogen?), vermag ich nicht zu beurteilen, das wäre speziell bei diesen Drogen jedoch natürlich nicht naheliegend und nicht meine Sorge. Dass der Konsum dieser Drogen negative Auswirkungen auf andere haben kann, sollte dagegen außer Frage stehen. Eine starke Vernachlässigung der Familie wäre etwa denkbar oder schlechtere Leistungen bei der Arbeit. Gefährlich finde ich es, wie sehr du hier Illegale Drogen verharmlost, indem du behauptest, der körperliche Schaden sei „quasi nicht existent“. Nicht nur dass das nicht korrekt ist (es sei denn vielleicht wir reden von einmaligem Konsum in unbedenklichen Maßen, wobei es auch da Abstufungen gibt, doch das gilt dann gleichermaßen für Alkohol). Du vernachlässigst damit auch die psychischen Folgen.
      Ganz wichtig, ich will damit nicht sagen, trinkt Alkohol, ist kein Problem. Doch ich denke, das habe ich bereits in meinem ersten Kommentar deutlich gemacht. Man sollte Alkohol dennoch nicht fälschlich als schlimmer darstellen als andere Drogen, die dadurch nur verharmlost werden. Grundsätzlich ist und bleibt das Thema natürlich komplex, man kann darüber streiten, welche Punkte man für am gewichtigsten hält und sollte bei jeder Droge vorsichtig sein, wenn man sie überhaupt konsumiert.
      Nochmal zum Alkohol als Genussmittel: Sprich anderen bitte nicht ab, dass sie Alkohol des Geschmacks wegen mögen können. Das mag für dich gelten, doch nicht für jeden. Mir schmeckt Alkohol sehr gut, natürlich nicht pur sondern gewisse alkoholhaltige Getränke, die es so leider auch nicht vergleichbar alkoholfrei gibt. Ebenso im bestimmten Gerichten und Desserts schmeckt Alkohol vielen sehr gut, den kann man teilweise auch nicht weglassen, ohne dass der Geschmack nachlässt. Gleiches gilt für viele andere, die ich kenne, die Wirkung des Alkohols ist dabei unerwünscht. Ich trinke selbst kaum, wenn dann so wenig, dass ich nichts spüre. Musst du nicht verstehen können, ist aber so. Glaub mir, ich würde sofort einen alkoholfreien Champagner oder Rotwein kaufen, wenn es einen gäbe, der authentisch schmeckt. Gleiches gilt für viele andere. Ansonsten würde es ja auch keinen Sinn ergeben, sich eine hochpreisigem Whisky zu kaufen, dann würde es auch der Jack Daniels tun.

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago

      @Diana1984 Das Alkohol die schlimmste Droge ist, macht man fest an: Abhängigkeitspotential (absoluter Spitzenreiter) Tödlichkeit (wie viel % der regelmäßigen Konsumenten sterben daran), Schäden für die körperliche Gesundheit bei langfristigem Konsum und Schäden für die psychische Gesundheit und zuletzt Fremdschädigungspotential. Solche Zahlen werden verglichen und in all diesen Kategorien ist Alkohol ganz vorne mit dabei. Eine körperliche Abhängigkeit etwa ist bei LSD, Mescalin, MDMA, Cannabis, Pilzen und den meisten anderen Halluzinogenen gar nicht möglich, der körperliche Schaden den diese Drogen anrichten ist quasi nicht existent und eine Tödlichkeit daher auch kaum. Fremdschädigungspotential ist auch eher gering, noch niemals ist etwa ein Mensch wegen Weed oder LSD zum häuslichen Gewalttäter geworden.
      Die einzigen Drogen, die an die Gefährlichkeit von Alkohol ran kommen, sind Meth, Crack und Heroin. Die meisten anderen Drogen, das kann man denke schon so sagen, sind weniger gefährlich als Alkohol.
      Das mit dem Genuss des Geschmacks ist btw ein beschissenes Argument, kein Mensch trinkt Alkohol, weil Alkohol gut schmeckt, Alkohol selber schmeckt unleugbar beschissen, wenn ich Bier nur des Geschmacks wegen trink, kauf ich Alkoholfreies, ebenso bei Gin oder Wein. Bei Whisky oder so kauft man sich dann halt richtig teures Zeug, bei dem es nahezu unmöglich ist, sich damit zu betrinken, des Preises wegen. Also ich hab noch nie jemanden gesehen, der sich wirklichen Alkohol gekauft hat, weil es ihm gut schmeckt (abgesehen von Radler vielleicht, aber das sollte für ne Diskussion über die Schäden von Alkohol denke egal sein)

    • Diana1984
      Diana1984 6 months ago +1

      Wenn du das nicht als Autoritätsargument hinstellst (Rätsch, als vermeintlich größter, vertrauenswürdiger Experte, ohne dass dabei seine Motivation hinterfragt wird), ist das eine recht willkürliche, unbegründete Aussage.
      Woran macht man fest, dass Alkohol die schlimmste Droge sein soll? Ich vermute, wie das oft der Fall bei dem Argument ist, anhand von Zahlen, die zeigen, dass Alkohol gesamtgesellschaftlich die größten bzw. schwersten Auswirkungen hat. Doch solche Gesamtzahlen sind absolut nicht aussagekräftig, solange nicht jede Droge im gleichen Maße konsumiert werden, ebenso wenig wie mögliche Eigenerfahrungen, die in der persönlichen Wahrnehmung Alkohol als am schlimmsten erleben.
      Um zu ermitteln, wie gefährlich eine Droge ist, muss man verschiedene Faktoren in relativen Zahlen miteinander vergleichen. Nicht zuletzt dürfte es auch relevant sein, ob eine Droge ausschließlich für ihre Wirkung (welche natürlich auch sehr relevant ist) oder auch zu anderen Zwecken (Genuss des Geschmacks wegen bei Alkohol z.B.) konsumiert wird.
      Das soll keine Argumentation für oder Verharmlosung von Alkohol darstellen. Es soll nur einordnen, wieso Alkohol eine Sonderstellung einnimmt und so akzeptiert ist (ob das im Ordnung ist, sei erstmal dahingestellt, das ist ein anderes Thema) und weshalb man aus absoluten Zahlen keinesfalls schlussfolgern darf, welche Droge wie schlimm ist.

  • Der Frank
    Der Frank 6 months ago

    Super interessantes Thema!
    Wird uns aufjedenfall ständig begleiten in Zukunft.

  • Ados Soda
    Ados Soda 6 months ago +5

    35:59 dieser Moment wenn dir langsam bewusst wird dass die Gegenseite einfach logischere Schlussfolgerungen und Lösungsansätze bringt, herrlich 😂

  • Coolrocksta
    Coolrocksta 6 months ago +1

    Ich finde es schade das viele leute so kurzsichtig argumentieren: "wenn wir jetzt alles legalisieren, werden viele auf der strecke bleiben, weil sie die gefährlichkeit nicht einschätzen können". Das finde ich sehr kurzsichtig, weil man kann auch Gesetze machen um das zu verhindern, z.b. einen verbindlichen Drogenausweis, der beweist das man nicht mehr als erlaubt kauft. Es gibt viele möglichkeiten um den Schutz zu verbessern.

    • Cornelis Fuhrmann
      Cornelis Fuhrmann 6 months ago

      Vor allem fördert dieses Argument den Irrglauben das alle Bürger doof und unmündig sind und der Staat deshalb diese Dinge für die Menschen regeln muss

  • solokom
    solokom 6 months ago +10

    13:00 Gesetze sind immer ein Abbild der Gesellschaft, nicht umgekehrt. Wenn sich der gesamtgesellschaftliche Umgang mit Drogen ändert, das muss sich das in der Gesetzgebung widerspiegeln.

    • solokom
      solokom 6 months ago

      @Cornelis Fuhrmann "Gesetze sind ein Abbild der Gesellschaft? "Ja. Aber es dauert natürlich, bis sich Veränderungen in Gesetzen zeigen. Dass Gras jetzt legalisiert wird, ist ein Beispiel dafür. Das natürlich auch immer Politik und Wirtschaft eine Rolle spielen, widerspricht dem ja nicht. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Zudem sind die Wirtschaft oder "einzelne Mächte" ja auch Teil der Gesellschaft. Wenn diese ihre Partikularinteressen in Form von Gesetzen durchsetzen können, so spiegelt das auch die Hierarchie der Gesellschaft wieder.

    • Cornelis Fuhrmann
      Cornelis Fuhrmann 6 months ago

      Gesetze sind ein Abbild der Gesellschaft? Wenn Gesetze freiwillig aus einer Gesellschaft heraus entstehen, ja vielleicht... Cannabis und andere Substanzen waren bis zum 1. Weltkrieg hier zulande legal und Konnten in der Apotheke gekauft werden, aber in den Friedensverhandlungen wurde Deutschland gezwungen das Opium Gesetz anzuerkennen und um zu setzen! (hat ja auch so viel mit dem Frieden zu tun). Die Geschichte der Prohibition ist eine Geschichte wie einzelne Mächte ihre interessen gegen die Gesellschaft durchsetzen und diese dazu zwingen. Man sollte sich durchaus mal mit der Geschichte der verbotskultur und seinen Beteiligten Nutznießern auseinandersetzen

  • Dominic Mutzhas
    Dominic Mutzhas 2 months ago +3

    Ich finde, dass die Legalisierung auf jedenfalls mit einer riesigen Bildungskampagne einhergehen sollte!!

  • Cahin
    Cahin 6 months ago +3

    Ehre, dass ihr für das Format einen eigenen Kanal gemacht habt. Jetzt kann ich ein Abo dalassen - der Nachrichten-Kanal hätte mir zu viele Videos, welche ich nicht schauen will, in die Abobox gespült.

  • Steph B
    Steph B 5 months ago +2

    Bei den Diskussionen finde ich immer schwierig dass immer zu wenig definiert wird. Was bedeutet Legalisierung? Inwiefern könnte das umgesetzt werden? Erst dann macht doch so eine Diskussion erst Sinn. Andernfalls diskutiert man oft aneinander vorbei.

  • Schumannine 90
    Schumannine 90 6 months ago +5

    Puh, sehr schwierige Diskussion und ich bin zwiegespalten. Dass der Konsum entkriminalisiert werden sollte finde ich auch. Würden jedoch Drogen frei verfügbar sein, der Verkauf also legalisiert werden- hätte ich mich in meiner Jugend sicherlich dazu bewegen lassen, welche zu nehmen. Das Verbot hat mich davon ferngehalten und ich bin sehr froh darüber.
    Und bzgl dem Zigarettenvergleich: Ich sehe das anders. Der Konsum ist extrem rückgängig, SEITDEM in der Gastronomie und Innenräumen rauchen verboten ist und der Kauf von Zigaretten ab 18 ist. Insofern hat ein Verbot also schon dafür gesorgt, dass weniger geraucht wird.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      Im Ernst? Du würdest dir mit dem Wissen dass Heroin so krass heftig abhängig machen kann Heroin ballern nur weil es legal ist? Vielleicht solltest du wirklich mal darüber nachdenken dir was verschreiben zu lassen.

    • C
      C 6 months ago

      ne, es wird weniger geraucht einfach weil es nicht mehr als so cool gesehen wird wie früher. zu meiner zeit hat man eher gekifft und gesoffen, und heutzutage geben sich die kids benzos etc. das hat nichts damit zu tun dass zigaretten ab 18 sind, oder dass man in der gastronomie nicht mehr rauchen darf. das juckt doch kids nicht..
      wenn sich heute jemand ziesen kauft wird er dumm angeguckt und bemittleidet.

    • Diana1984
      Diana1984 6 months ago

      Geht mir ähnlich. Wäre ich vor ein paar Jahren leichter an Drogen rangekommen, hätte ich sicher einige ausprobiert. Da ich zeitweise schon problematisch viel Alkohol konsumiert habe, hätte das durchaus sehr schlecht ausgehen können, daher bin ich sehr froh über das Verbot. Mich hat übrigens unter anderem auch die Stigmatisierung, die ein Verbot mit sich bringt, davon abgehalten, Drogen auszuprobieren, an die ich theoretisch gekommen wäre. Andere habe ich nur deshalb nicht genommen, weil ich nicht wusste wie.
      Die Beobachtung mit den Zigaretten ist korrekt. Ich bin mir sicher, wenn man die Konsummöglichkeiten da weiter einschränkt, würde der Konsum noch mehr zurückgehen, beispielsweise indem man das Rauchen im der Öffentlichkeit nur in bestimmten Bereichen erlaubt. Das muss dann natürlich auch konsequent durchgesetzt werden.
      Eine Entkriminalisierung von Konsumenten wäre aber bestimmt sinnvoll. Statt diese zu verfolgen, könnte man sich stärker auf Hilfsangebote fokussieren, um Abhängigen da rauszuhelfen.

    • Kid Dynamite
      Kid Dynamite 6 months ago +6

      Nein bei Zigaretten gab es eben kein Verbot sondern eine Regulierung. Genau das wird auch für die im Moment noch illegalen Substanzen gefordert.

  • The AVSTRONAVT'Z Low Life
    The AVSTRONAVT'Z Low Life 6 months ago +9

    Ja es muss alles legalisiert werden. Es muss das Problem behoben werden ,warum Menschen zu Drogen greifen, nicht die Drogen verbieten.

  • H.
    H. 6 months ago

    Ich finde euer Format super und werde mal versuchen, diese Form der Diskussion im Unterricht durchzuführen. :)
    Zum Thema: Alle Argumente der Contra-Seite wurden hier sauber und unfassbar kompetent widerlegt. Der Herr aus Bayern läuft meiner Meinung nach leider am Leben vorbei. Am besten fand ich seine Aussage, eine Legalisierung führe seiner "Erfahrung nach" zu nichts. Wie und wo will er diese Erfahrung denn gesammelt haben? Hat er das Ende der Prohibition als Fahnder live miterlebt? 😄

  • vjjhgj hjjj
    vjjhgj hjjj 6 months ago +2

    Ich finde es ekelhaft wie Menschen gegen Humanität Argumentieren aus emotionalen Gründen. Bitte seit rational! Hört auf anderen Menschen etwas vorzuschreiben. Wenn wir eine echte Selbstbestimmung in dieser Welt haben werden, wird sie schöner für uns als wir uns vorstellen können.

  • Lennard
    Lennard 6 months ago +33

    Ich denke Alkohol kann man sehr gut mit MDMA vergleichen. Beides vorrangig als Partydroge gebraucht, beides sehr schlecht wenn man es mehrmals im Monat nimmt und bei beiden gibt es eine reelle Gefahr der Überdosierung. Für das Individuum ist es demnach besonders wichtig zu wissen wie hoch die Dosierung ist. Niemand möchte unwissentlich ein Maß Wodka trinken.
    Btw: Bitte bitte nicht mischen.

    • astreiner boi
      astreiner boi Month ago

      @Jakob Raoul Hohenblum Der Unterschied zwischen den Produkten eines natürlichen Prozesses oder intelligentem chemischen Design ist leider nur, dass ersteres viel primitiver ist. Heißt meistens mehr Nebenwirkungen.

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      Bitte was? Alkohol ist toxischer als Heroin oder Kokain und macht auch wesentlich schwerwiegender Abhängig, da bei Alkoholabhängigkeit allein die Entzugserscheinungen bereits zum Tod führen können, das ist selbst bei Heroin nicht der Fall.

    • bildfluss
      bildfluss 6 months ago +2

      @Jakob Raoul Hohenblum genau das mit der Dosierung ist ein Riesen Problem und eines der wichtigsten Argumente für eine Legalisierung. Denn wenn man unter laborbedingungen hergestellte Pillen kaufen kann, bei denen der MDMA Gehalt bekannt ist, werden sich weniger Leute auf parties überdosieren.
      Ob man chemisch oder „natürlich“ besser findet ist lediglich Geschmacksache. Es gibt keine sachlichen Argumente warum etwas natürliche besser sein sollte (in allen Lebensbereich).

    • Affe mitWaffe
      Affe mitWaffe 6 months ago

      @Lennard Zwischen den Konsummustern liegen ja Welten. Auch eine halbe Ecstasy Pille haut den meisten Menschen auf einen guten Trip das ist vergleichbar mit sich auf einmal eine halbe Flasche Wodka rein ziehen und dann die ganze Wirkung auf einmal abbekommen. Auch setzt sich keine Kreisliga Mannschaft nach einem Fußballspiel hin und würde sich MDMA geben
      Der Suchtfaktor und die körperlichen Auswirkungen sind um ein vielfaches geringer und der Schaden für Dritte auch nicht zu vergleichen. Auf MDMA würde niemand eine Tankstelle ausrauben höchstens den Verkäufer umarmen

    • Lennard
      Lennard 6 months ago +1

      @Affe mitWaffe Mir ist bewusst das es natürlich viele Unterschiede aber auch einige Gemeinsamkeiten gibt. Möchtest du erläutern was die Substanzen für dich besonders unterscheidet?

  • Manuel Kant
    Manuel Kant 6 months ago +3

    Das ist eigentlich kein Thema was einer Diskussion bedarf, sondern einfach nur Wissenschaft. Die Grundlage ist nämlich nicht moralischer Natur, sondern quantitativ messbar. Es ist nämlich völlig egal ob man für die Freiheit ist oder verhindern will, dass Menschen Drogen nehmen. Die Lösung ist die gleiche. Es ist ganz klar, dass die Drogenprohibition nicht nur nichts bringt, sondern sogar noch mehr schadet. Das zeigen unzählige Studien. Wer noch für ein Verbot ist, ist entweder völlig fehlinformiert, verfolgt andere Ziele als er angibt oder ist einem totalen Bias ausgesetzt. Natürlich ist es auch gut möglich, dass ich etwas komplett falsch sehe. Nennt mir doch gerne nur einen Grund, der für ein Verbot spricht .... und mal so nebenbei erschließt es sich mir null wie Befürworter der Prohibition immer behaupten, sie wären dafür Abhängigen zu helfen, doch im gleichen Atemzug fordern sie sie zu Kriminellen zu erklären. Jemand, der psychisch total am Ende ist und versucht mit Drogen noch ein bisschen Glückshormone freizusetzen in einen Käfig zu sperren, hilft bestimmt.

  • S.J. Beck
    S.J. Beck 6 months ago +2

    Mir fällt bei fast jeder Diskussion auf, dass gewisse Begriffe eigentlich vorher geklärt werden müssten, damit alle Teilnehmer auf einer Ebene starten. Oft wird die Hälfte der Zeit über Begriffe diskutiert, die von jedem anders verstanden werden (z.B. hier was heißt Legalisierung)

  • typhon_mythicsky
    typhon_mythicsky 5 months ago +2

    Ich finde den Vorschlag von Thomas sehr gut und auch realistisch umsetzbar.

  • Kayala
    Kayala 6 months ago +32

    Kann franz eigentlich auch eigenständig denken oder ist nur die Verfassung seine Orientierung? so unreflektiert in dieser Machtposition zu sein, finde ich erschreckend. Ich glaube Franz hat sich noch nie evidenzbasiert mit Substanzmittelkonsum auseinandergesetzt. Danke an die Pro-Seite, Besser hätte man es nicht machen können!

    • Kaiser Soze
      Kaiser Soze 4 months ago

      Der Franz müsste seine gesamte Karriere hinterfragen um zugeben zu können das Legalisierung einen Sinn ergibt, Okay Boomer Einstellung eben .

    • Belen
      Belen 6 months ago

      Franz argumentiert eigentlich ziemlich logisch.
      Er lebt davon (witziger weise genau wie Dealer) dass Drogen kriminalisiert sind und hat da einen Großteil seines Lebens rein gesteckt. Von diesem Standpunkt aus wäre eine gegenteilige Politik der Supergau, da er sich dann damit befassen müsste dass sein Lebenswerk auf Sand gebaut ist

  • Gameplayer95
    Gameplayer95 6 months ago +5

    Dieses Video hätte auf dem Hauptkanal von ZDF kommen sollen, da es gerade jetzt viele Leute aufklären und Bilden würde...
    Auf der Pro-Seite sind viele gute Leute mit super Argumenten und auch auf der Kontraseite sieht man 2 von 3 reflektierte Menschen, die nicht ihre Augen verschließen.
    Super Diskussion!

    • Ctg
      Ctg 6 months ago

      What about Kensington Philadelphia 🙄

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago

      Die Kontraseite fand ich ein bisschen schwach besetzt... da hatten wir den griesgrämigen "Opa", für den jeder neue Rausch nur ein Problem sein kann. Wir haben die ehemals Süchtige, die bei zweimal zu Wort kommen, zweimal darauf verweist, dass man mit Liebe rangehen muss und wir haben die Kompetenz aus der Beratung, die sich nicht so gut ausdrücken kann.
      Ich bin grundsätzlich aber auch dafür, dass man die Kriminalisierung nicht weitergehen kann, schon nur um damit das Thema der Kontrolle der Organisierten Kriminalität zu entziehen. Auf der anderen Seite kann man keine Kampagne fahren, die den Begriff "alle Drogen" auf dem Banner hat. Dafür gibt es einfach viel zu viele Substanzen mit teilweise unvorhersehbaren Konsequenzen. Ich denke übrigens auch nicht, dass die Annahme, dass die Zahl der Konsumenten in etwa gleich bleiben würde. Meiner Erfahrung nach gibt es nämlich durchaus die jungen Menschen, die eine gewisse Angst vor Grenzüberschreitung haben. Fällt die Grenze weg, werden es mehr Leute versuchen, werden auch mehr Leute regelmäßiger konsumieren (auch wenns nur Prozente sind).
      Ich habe ehrlich gesagt auch eine leise Stimme, die mir bei dem Thema die ganze Zeit leise die Worte "spätrömische Dekadenz" ins Ohr säuselt. Bei all der Richtigkeit der Pro-Seite, all die guten Dinge wie Aufklärung, Drogenersatzprogramme, Teststationen etc könnte man doch auch unabhängig davon machen, ob jetzt der Konsum oder Besitz strafrechtlich relevant ist oder nicht.

  • LUCxj9
    LUCxj9 7 months ago +15

    Es ist super leicht im Moment an Drogen zu kommen ... Muss aufhören das man denkt das das Verbot etwas bringt ... Kann den Gegnern Mal jemand sagen das das Verbot nicht das erzielt was die denken ?

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus Month ago

      @Lilith Amygdala
      Myanmar, weil es arm ist. Thailand, weil es relativ arm und korrupt ist und eine große Anlaufstelle für Touristen ist. Singapur hat keine Drogenprobleme, lediglich ein Problem mit zu vielen Schmugglern und Dealern die dort Fuß fassen wollen. Die Probleme mit Drogen hält Singapur sich vom Hals indem diese Schmuggler alle hingerichtet werden. Todesstrafe hilft also. Wir in Deutschland haben größere Probleme mit Drogen als Singapur und Thailand, gerade wegen unserer laschen Gesetze

    • Lilith Amygdala
      Lilith Amygdala Month ago

      @Keksimus Maximus Warum gibt es dann genau in Ländern wie Singapur, Thailand, Myanmar und Co so riesig viel Probleme mit Drogen Kriminalität?

    • Keksimus Maximus
      Keksimus Maximus 5 months ago

      Das Verbot bringt nichts, weil wir die Dealer und Schmuggler nicht loswerden. Wenn wir das so wie Singapur lösen würden, dann hätten wir hier keine Drogenprobleme, weil keine Dealer oder Schmuggler mehr am Leben wären.

  • Markus Gaßner
    Markus Gaßner 6 months ago +1

    Roman&Andrea sagen so viel Gutes, man sollte m.M.n. alle Drogen legalisieren, denke aber, dass wir davon noch ziemlich weit weg sind. Trotzdem ein interessantes Gespräch!

  • Carina Bomans
    Carina Bomans Month ago +2

    Ich war nach Cannabis süchtig. Es war schlimm. Ich bin absolut dagegen weil wenn ich damals die Sachen im Laden nebenan gekriegt hätte wäre ich nie davon losgekommen

  • Niko
    Niko 7 months ago +12

    Endlich habt ihr einen eigenen Kanal, endlich kann ich euch abonnieren und bei neuen Folgen benachrichtigt werden. Freut mich!

  • Katta rina
    Katta rina 7 months ago +110

    Ich konsumiere keine Drogen nichtmal Kaffe und hab es auch nicht vor, aber: ja! JA! Bitte unbedingt!

    • bildfluss
      bildfluss 5 months ago

      @TheDolphin Meinungsfreiheit bedeutet, dass auch du dein realitätsfern Blödsinn verbreiten darfst, Du musst dazu nicht mal in der Lage sein, wie die anderen Kommentatoren hier, Zusammenhänge zu verstehen. Deine Unterstellung, jemand für Drogen konsumieren nur weil er vernünftige Forderung stellt, ist hingegen eine Frechheit.

    • Shirumoon
      Shirumoon 5 months ago

      @Nicolas Heyminsohn Der letzte Satz von dir ist wirklich schön ("möglichst so leben, dass Drogen nicht alternativlos sind") und den sollte sich jeder versuchen zu Herzen zu nehmen, ganz unabhängig der Konsumgewohnheiten!

    • Nicolas Heyminsohn
      Nicolas Heyminsohn 6 months ago +2

      @Matt Daniels Ich kann mir vorstellen, das zum Teil die menschliche Natur dafür verantwortlich ist. Niemand kann in ein und derselben Ausführung ein Leben lang derselben simplen Tätigkeit nachgehen und konstant dieselbe Erfüllung erfahren. Irgendwann wird alles langweilig und man braucht etwas Neues interessantes. Egal, was man versucht: Man wird als Mensch immer mindestens langweilige wenig euphorische Phasen erleben.
      Zum anderen gibt es natürlich auch äußere Umstände und Lebensweisen, die diesen Drang zumindest verstärken. Wenn man bei aufkommender Langeweile direkt zum Handy greift und sich nonstop stimuliert, verstärkt das ab einem gewissen Punkt das Gefühl von Unruhe, wenn man mal weniger Reizen ausgesetzt ist. Man verlernt außerdem, die Langeweile zu nutzen, um neue Beschäftigung zu finden und um runterzukommen. Dazu haben viele Menschen warscheinlich ihre Passion gar nicht entdeckt, die auf natürliche Weise ähnliche Gefühle auslösen kann, oder sie haben nicht den Freundeskreis, der diese teilt. Es gibt warscheinlich noch 100 weitere Gründe, aber das sind denke ich die wichtigsten, die mir bei bei Menschen mit gelegentlichem unproblematischem Konsum einfallen. Die eigene Lebensweise an allen und Ecken so zu optimieren, dass man nie wieder den Drang verspürt, zu konsumieren lohnt sich für die meisten wohl einfach nicht.
      Egal, welcher Grund: Drogen funktionieren. Wenn man dafür sorgen will, dass ein wild zusammengewürfelter Haufen an Menschen Spaß hat, dann ist das der verlässlichste Weg. Als Individuum sollte man sich aber immer diesbezüglich hinterfragen und möglichst so leben, dass Drogen nicht alternativlos sind und man in der Entscheidung frei ist, ob, wie viel und was man konsumiert.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +2

      @Aries Omega Ich versteh, was du meinst. Ich habe persönlich auch schon eine Menge guter Abende mit Alkohol verbracht und glaube gern, dass auch andere Substanzen Umstände schaffen, die sich als sehr positiv im Gedächtnis festsetzen.
      Nochmal - ich bin nicht per se gegen Drogenkonsum. Aber der Umgang damit sollte nicht leichtfertig passieren. Du sprichst von Spaß, man wird angenehmer und lockerer. Ja, die Beobachtung teile ich. Aber die Substanzen zaubern dich ja nicht einfach glücklich. Sondern sie stoßen biochemische Prozesse in deinem Kopf an, die dort eh schon sind und die durch verschiedenste Reize getriggert werden können. Insofern lautet für mich die Frage: warum braucht jemand Wein, um locker zu sein? Warum braucht jemand einen Joint zum Entspannen?
      Vielleicht sollten wir mal ein paar Aspekte unserer Gesellschaft in Frage stellen wenn wir allem Anschein nach chemische Substanzen brauchen, um Zustände herzustellen, die wir für erstrebenswert empfinden. Vielleicht fordern wir von uns selbst Dinge, die zu viel für uns sind, die uns in die Lage bringen, chemische Unterstützung zum Loslassen zu brauchen. Vielleicht ist da das Thema Drogen nur die andere Seite einer Medaille wo man auch leistungssteigernde Substanzen wie Ritalin oder, nochmal in eine andere Richtung gedacht, Antidepressiva finden.
      Um den Bogen rundzumachen - ich versteh Deinen Spaß-Ansatz. Und glaub mir, ich will dir den weder wegnehmen, noch madig machen. Aber bei allen Auswirkungen aufs Individuum, sollte die Debatte eben auch den Aspekt der Gemeinschaft im Blick behalten. Nicht als Hauptrolle, aber schon als wichtiger Side-Character.
      Und fürs Protokoll: ich bin bei Dir, der Diskurs sollte auch Alkoholkonsum abdecken.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +1

      @Nicolas Heyminsohn Ja, die Vorschläge würde ich allesamt unterstützen. Je eher junge Menschen auf ein Leben mit unerwarteten Herausforderungen und dem Umgang damit vorbereitet sind, umso besser. Insbesondere, wo sich die Zukunft unserer Welt doch aktuell eher als eher krisenreich erkennen lässt.

  • Dorian Peters
    Dorian Peters 6 months ago +2

    Wie werden bei solchen Formaten die Teilnehmer ausgewählt? Beim anschauen solch spannender Debatten juckt es mich immer unter den fingern und ich würde gerne mitdiskutieren. Kann man sich dafür bewerben?

  • BigDvsRL
    BigDvsRL 4 months ago +1

    33:36 Stimmt! Bei unserem jetzigen System würde ich mich als Abhängiger(was ich zum Glück nicht bin) nicht anderen öffnen. Ich würde mit Leuten doch nich freiwillig über Drogen reden wenn die verboten sind und damit ggf Preisgeben dass ich welche nehme
    Hätten wir aber ne offene Gesellschaft, dann hätten wir im Umfeld vielleicht mehr Gespräche darüber und dadurch kommen wir vllt selbst früher zum Schluss "oh shit, bei mir ists ganz anders als bei meinen Bekannten,..könnte es sein dass ich Abhängig bin?"