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Toxische Eltern: Wie trenne ich mich? | Müssen wir unsere Eltern lieben? #6

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  • Published on Sep 26, 2023 veröffentlicht
  • Wenn Mama keine Grenzen kennt und ständig vor der Tür steht, Papa einem nur runtermacht oder es Liebe nur gegen Leistung gibt - dann hilft für einige Menschen nur der Kontaktabbruch mit den Eltern. So wollen sie selbst Grenzen ziehen und eventuelle toxische Eltern hinter sich lassen. Aber wie macht man mit den Eltern Schluss?
    Wenn es keinen anderen Weg mehr gibt, als der Kontaktabbruch mit den Eltern, wie macht man das am besten? Das haben wir Psychotherapeutin Dr. Anna Kuhns gefragt. Wie oft kommt es vor, dass Kinder ihre Eltern verlassen? Wann ist die Beziehung so toxisch, dass Schlussmachen mit den Eltern der einzige richtige Weg ist? Wie geht man auf Familienfesten damit um, dass man sich von den Eltern getrennt hat?
    Für diesen Film habt auch ihr uns erzählt, warum ihr mit euren Eltern Schluss gemacht habt und wie eure Eltern darauf reagiert haben, verlassen zu werden.
    Alle Filme zum Thema “Müssen wir unsere Eltern lieben?” findet ihr in unserer Clip-Share-Playlist: • Müssen wir unsere Elte...
    Dieser Film dient Bildungszwecken (Educational Purposes). 
    Wenn ihr noch mehr über Lisa-Sophie erfahren wollt - hier geht es zu ihrem Instagram-Account: lisabindest...

    Wenn ihr noch mehr über Oleg erfahren wollt - hier geht es zu seinem Instagram-Account: olegyellowb...
    Reporter:innen Lisa-Sophie Scheurell, Oleg Grygorov
    Autorin: Samira Schütz
    Kamera: Robert Stöger, Stefan Emilian
    Schnitt: Markus Valley
    Community: Jan Rothe, Antonia Dengler, Kim Stoppert
    Redaktion: Teresa Fries
    Kapitel:
    00:00 Schlussmachen mit den Eltern
    0:55 Wie häufig sind Eltern-Kind-Probleme?
    01:19 Gründe für einen Kontaktabbruch mit den Eltern?
    05:11 Wie breche ich den Kontakt mit den Eltern ab?
    05:39 Wie kann ich mit toxischen Eltern umzugehen?
    12:17 Muss ich auf die Gefühle meiner Eltern Rücksicht nehmen?
    14:02 Leben mit einem depressiven Elternteil
    18:25 Soll ich wieder Kontakt mit meinen Eltern aufnehmen?
    19:21 Kontaktabbruch mit den Eltern: Verhalten auf Familienfesten
    21:17 Wie kann ich Freunde mit toxischen Eltern unterstützen?
    Das ist #DieFrage:
    Es gibt diese großen, kniffligen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Warum mobben wir? Warum lassen wir Tiere leiden? Saufen wir zu viel? Oder: Was machen Pornos mit uns?  
    Unser Team und uns interessieren Fragen, die direkt etwas mit unserem Leben zu tun haben, aber auch Themen, die uns allen wichtig sind und oft nur oberflächlich diskutiert werden.  
    Wir suchen Antworten auf diese Fragen, Woche für Woche - offen, ehrlich und unabhängig. Dafür treffen wir keine Expert:innen, sondern sind dabei: auf dem Schlachthof, auf der Swinger-Party, beim Missionieren in der Fußgängerzone.  
    Und weil wir auf unserer Suche möglichst viele Perspektiven kennenlernen möchten, beschäftigt uns eine Frage immer mehrere Wochen. Am Ende wollen wir eine Antwort geben, auch wenn uns das nicht leichtfällt.   
    Mit jedem Video - aber erst recht in den Diskussionen mit euch - kommen wir einer Antwort auf die großen, kniffligen Fragen aber ein Stück näher.  
      
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Comments • 0

  • Die Frage
    Die Frage  4 months ago +78

    Wie gefällt euch so eine Expert:innen-Folge? Konstruktives Feedback gerne hier in die Kommentare! 😇🦊

    • Hannah V
      Hannah V 4 months ago +4

      Super Thema! Danke! 🙏

    • Pixxelina
      Pixxelina 4 months ago +14

      Mir ist sie in ihren Aussagen viel zu lieb, zu diplomatisch und wenig klar. Meine Therapeutin sagt klipp und klar: Ich schulde meinen Eltern gar nichts, auch keine Liebe, und ich darf jederzeit den Kontakt zu ihnen abbrechen und muss das für sie auch nicht begründen. SIE haben sich entschieden, mich zu bekommen, ICH mich nicht für sie als Eltern, ich war völlig von ihnen abhängig, deshalb bin ich ihnen auch nichts schuldig.

    • hazzu
      hazzu 4 months ago +7

      Die Expertin geht halt leider davon aus, dass der Elternteil zuhört was man sagt. Wenn man dran denkt den Kontakt abzubrechen, oder es schon getan hat, ist genau das Problem dass man verbal nicht weiterkommt. Da muss man auch mal wertungsfrei sagen, ok es kann der beste Weg sein, auch wenns ein Tabu is.

    • J. G.
      J. G. 4 months ago +7

      Diese Folge war richtig gut. Gern mehr Expertinnen und Experten!

    • Fritz Schnupferich
      Fritz Schnupferich 4 months ago +9

      Super Format! Ich finde das Bühnenbild im Expertinnen Gespräch ein bisschen komisch und ungewohnt, es wirkt so unbequem, dass sie stehen statt zu sitzen und insgesamt ein wenig gewollt und kühl.

  • Manu
    Manu 3 months ago +75

    Ich finde die "Opferrolle" der Eltern erdrückend, in die sie sich begeben, wenn du ihnen klare Grenzen setzt.
    Mit der Erwartungshaltung, "du bist doch mein Kind, du musst mich lieben"

    • Caitlin Scherff
      Caitlin Scherff 3 months ago +6

      Das ist aber falsch.
      Die Eltern müssen das Kind lieben, schließlich haben diese sich für Nachwuchs entschieden, Liebe von den Kindern erwarten ist falsch. Wenn es eine gute Eltern Kind Beziehung war und immer noch ist, dann lieben die Kinder auch die Eltern. Aber die Liebe der Eltern zum Kind muss bedingungslos erfolgen, die Liebe des Kindes wird erst erfolgen, nachdem Bedingungen (Liebe, empathischer Umgang und Unterstützung,etc.) von Seiten der Eltern erfüllt wurden.

    • Daniela Link
      Daniela Link 3 months ago +6

      Ja oder auch du musst mich respektieren und mir Ehre erweisen, nur weil ich deine Mutter bin. Ja auch wenn ihr ausraste und dich schlage...

    • wolke1955
      wolke1955 2 months ago +3


      Niemand muss jemanden lieben! Keines meiner 4 Kinder waren geplant (erster Sohn starb).
      Aber geliebt habe ich alle, aber nicht weil ich musste.
      Ich bin ohne Liebe aufgewachsen, bin jeden Abend auf dem Dachboden eingesperrt worden und ging mit 14 ins Heim, beste Zeit meiner Jugend dort, endlich wurde ich als Mensch behandelt und wahrgenommen.
      Ich war traurig als mein Vater starb und noch trauriger als meine Stiefmutter starb.
      Gott sei Dank sind Menschen verschieden!!! 🙏

    • Wxwxw
      Wxwxw 2 months ago +1

      Wenn man die Eltern trotzdem liebt macht es alles nur schlimmer

    • Manu
      Manu 2 months ago

      @Wxwxw ja, kann ich absolut nachvollziehen, dennoch darfst du für dein eigenes Seelenheil klare Grenzen ziehen.
      Es gibt von Khalil Gibran ein schönes Gedicht: "Von den Kindern" heisst es.
      Wünsche dir alles Gute❤️

  • Tabby
    Tabby 3 months ago +105

    Seit knapp 4 Jahren jetzt ohne Kontakt zu meinem Vater und bin jeden Tag aufs neue stolz auf mich, dass ich es endlich geschafft habe aus dem Horrorhaus ausgezogen zu sein. Besonders nach dem Tod meiner Mutter habe ich sehr unter meinem Vater gelitten. Mich hat's nur mehr zusammen geschweißt mit meiner Schwester. Wir sind unsere eigene kleine Familie

  • Kary Walker
    Kary Walker 4 months ago +383

    Ich hatte über Jahre keinen Kontakt zu meiner Mutter und bereue das nicht. Man schuldet seinen Eltern nichts. Sie haben sich entschieden Kinder zu bekommen, aber man entscheidet sich nicht von wem, oder ob man geboren wird.

    • In5aNeGuY
      In5aNeGuY 4 months ago +54

      man ist "schlechten" Eltern nichts schuldig, unter Idealbedingung fände ich es selbstverständlich das man seinen Eltern was zurück gibt und z.B im Alter für sie da ist

    • Netbase2000
      Netbase2000 3 months ago +18

      Oft haben sie sich nicht mal entschieden. Bin mir ziemlich sicher das ich ausversehen passiert bin.

    • P D
      P D 3 months ago +10

      ​@Netbase2000 natürlich, wie lange gibt es die Möglichkeit die Schwangerschaft abzubrechen? Alle haben sich in unserer Demokratie dazu entschieden.

    • Squiddy Squad
      Squiddy Squad 3 months ago +5

      @Netbase2000 Dann kann mein auch zur Adoption frei geben es gab für Eltern genug Möglichkeiten das kind nicht zu behalten.

  • Netbase2000
    Netbase2000 3 months ago +36

    Finde sehr schön wie sehr die Kind-perspektive hier beleuchtet wird. Es gibt eine ganz grässliche Doku, wo Eltern gegenseitig in selbstmitleid versinken. Was sie falsch gemacht hätten und in der Opferrolle. War als betroffener schwer anzusehen.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Schön, dass dir unser Video gefallen hat.

    • NuitAsdf
      NuitAsdf 20 days ago +3

      War das wo die eine Tochter von ein Vergewaltigungsversucht berichtet hatte, es der Mutter egal war, und die Reporterin immer noch nicht nachvollziehen konnte, wieso sie den Kontakt mit der Mutter abgebrochen hatte?

    • sim.pression
      sim.pression 10 days ago +1

      @NuitAsdf Das war die größte Farce, die ich in dem Zusammenhang jemals gesehen habe. Aber es gibt nicht nur eine solche Doku, sondern mehrere und unter jeder einzelnen stehen die Kommentare von betroffenen Kindern, die sich äußern, warum sie gegangen sind. Das hat bislang irgendwie niemanden so richtig interessiert. Bloß gut ist das bei dieser Sendung hier mal anders gewesen. :)

  • Puke Hina
    Puke Hina 4 months ago +184

    als ich vor 30 Jahren den Kontakt zu meinen Eltern abbrach wurde ich vom Umfeld arg angegangen, als schlechte Tochter, als böser Mensch usw.. Was ich durchleben musste und wie schwer mir auch der Kontaktabbruch viel, das wollte keiner sehen.
    Sehr gut, dass das heute kein Tabuthema mehr ist!

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +11

      Das tut uns leid! Wir hoffen aber, dass es sich "gelohnt" hat und du jetzt glücklicher bist als damals 🧡

    • Puke Hina
      Puke Hina 4 months ago +11

      Ja, es war die richtige Entscheidung, die ich nie bereut oder in Frage gestellt habe.

    • In5aNeGuY
      In5aNeGuY 4 months ago +20

      es wird teils so getan als würde man so einen Schritt einfach so machen, man streitet sich mal und ist sauer, zack Kontaktabbruch, aber so einfach ist das nicht, bevor man so einem Schritt geht geht wahrscheinlich Jahrelanges Leid voraus..

    • KAROLIN
      KAROLIN 4 months ago +9

      So einem Abbruch gehen immer schlimme Dinge voraus. Kinder lieben ihre Eltern eigentlich,egal was kommt! Ich kenne meinen Erzeuger auch nicht. Ich war kein Wunschkind und sein Interesse an mir erschöpfte sich im Zahlen von Unterhalt. Als wir in meinem Studium wegen dem BAföG mal Kontakt hatten,kam da auch nichts von ihm. Meine Mutter hat mich auch nicht so wirklich gewollt,aber sie hat sich sehr bemüht. Wider Willen alleinerziehend zu sein war garantiert auch nicht einfach. Sie hat immer viel gearbeitet und uns materiell viel ermöglicht. Emotional war unser Verhältnis immer ambivalent. Die letzten Jahre hab ich den Kontakt nur noch aus Pflichtgefühl aufrecht gehalten. Im Februar ist sie nun nach schwerer Krankheit verstorben und ich muss leider sagen,dass sie mir als Mensch nicht fehlt😮 Alle,die sich gut mit ihren Eltern verstehen:seid dankbar. Das ist nicht selbstverständlich!

  • Lu
    Lu 4 months ago +224

    Ich fande die Einordnung der Expertin sehr interessant, gerne öfter dieses Format 😊

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +6

      Danke für das Feedback! Das freut uns 🧡

    • K4rma
      K4rma 4 months ago +20

      Was die Expertin hier gesagt hat, war teilweise echt heilend für mich. Weil ich mich irgendwie auch für das Seelenheil meiner Eltern verantwortlich fühle.

    • ⚠Gelöschter User⚠
      ⚠Gelöschter User⚠ 3 months ago +2

      vorallem hatte die Expertin echt Ahnung und hat gute Punkte getroffen die für Betroffene sehr wichtig sind.
      ich selber habe das Thema in meiner Familie nicht, ganz im Gegenteil Kümmer ich mich grade intensiv um pflegebedürftige Angehörige. Das ist auch unglaublich schwer und mal ein video wert finde ich, aber davon ab fand ich die Expertin wirklich toll😊

  • Hannah V
    Hannah V 4 months ago +153

    Wow wie viele keinen Kontakt mehr mit mindestens einem Elternteil mehr haben. Man ist nicht allein.
    Danke für das Video! ❤️
    Leider sollten nicht alle Menschen Kinder bekommen…

    • Netbase2000
      Netbase2000 3 months ago +2

      Nein ist man nicht. Am anfang hatte ich zweifel aber je mehr zeit vergangen ist, desto besser geht es mir mit dieser entscheidung.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Vielen lieben Dank für den Kommentar. 🧡

    • wolke1955
      wolke1955 2 months ago +1

      Nicht ALLE Kinder haben im Nachhinein - liebende Eltern verdient!

    • Hannah V
      Hannah V 2 months ago +1

      @wolke1955 inwiefern?

  • Eva
    Eva 4 months ago +110

    Ich kann zu dem Thema das Buch "Warum wir unseren Eltern nichts schulden" von Barbara Bleisch empfehlen.
    Durch eine christliche Sozialisation lernt man ja, "Vater und Mutter zu ehren", und fühlt sich evtl. schuldig bei einem Kontaktabbruch. Das Buch geht philosophisch und ganz rational und logisch auf die Beziehung Eltern - Kinder ein und hat mir sehr geholfen.

    • R. R.
      R. R. 3 months ago +8

      Danke, das klingt interessant …
      Wurde sehr christlich erzogen und habe unter anderem dessen aktuell keinen Kontakt zu meinen Eltern 😅

    • Lea Lein
      Lea Lein 3 months ago +3

      Ich danke dir für den Buchtipp. Werde es auf jeden Fall lesen, denn ich bin mit dem Thema noch nicht "durch".

    • Eva
      Eva 3 months ago +1

      @Lea Lein Gerne! Alles Liebe dir und viel Kraft mit diesem echt nicht leichten Thema!

    • Der Deutschlehrer
      Der Deutschlehrer 3 months ago +2

      Scheint ja ziemlich destruktiv zu sein, dieses Buch.

    • Eva
      Eva 3 months ago +3

      @Der Deutschlehrer Ne, hab' ich nicht so wahrgenommen. Ein Kontaktabbruch kann ja auch ne sehr konstruktive Sache sein, wenn Menschen sich auch nach vielen Gesprächen und Versuchen destruktiv in Beziehungen verhalten.

  • Juliana E
    Juliana E 3 months ago +36

    Ich erkenne mich in den Erzählungen von Jana sehr gut wieder. Meine Mutter hat (unter anderem) eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und kann die Grenzen anderer Menschen auch nicht respektieren. Als ich noch bei ihr gelebt habe ging es mir jahrelang total schlecht, aber seit meinem Auszug vor mehreren Jahren habe ich langsam den ganzen Missbrauch angefangen zu verarbeiten und mich davon zu distanzieren (bin aber immer noch nicht an dem Punkt angekommen, wo ich gerne wäre). Sie hat einen so großen emotionalen Schaden bei mir hinterlassen, dass es mein Sozialleben total belastet hat, da ich entweder nur mit Leuten verkehrt bin die genauso toxisch waren wie meine Mutter, oder mit an sich guten Menschen, wo ich dann allerdings nicht in der Lage war richtige Nähe zuzulassen aus Angst vor Ablehnung. Ich hasse sie dafür, dass sie mir in meiner Entwicklung so viele Steine in den Weg gelegt hat und mein Leben nicht so geworden ist, wie es eigentlich hätte werden sollen, wenn sie eine liebevolle Mutter gewesen wäre. Ich habe seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr, und obwohl mich im ersten Jahr noch Schuldgefühle geplagt haben bin ich mittlerweile froh, sie aus meinem Leben entfernt zu haben. Ich kann nur andere Leute dazu ermutigen dasselbe zu tun, wenn der Kontakt zu euren Eltern euch mehr schadet als dass er euch gut tut. Eltern, die einen missbraucht haben, ist man nichts schuldig.

    • Umm I
      Umm I 3 months ago +7

      Omg, als würdest du von mir schreiben. 1:1 genau so

    • Shirumoon
      Shirumoon 3 months ago +5

      Wow, gerade deine Beschreibung der sozialen Situation ist wirklich sehr nah an einer eigenen Erfahrung. Habe bisher noch nie jemanden getroffen, der das in der Form hatte. Ich habe zwar zusätzlich noch eine soziale Phobie, die Freundschaften generell erschwert aber es war jahrelange das Muster, entweder toxische Freunde oder gar keine. Bin jetzt auch an einem Punkt, an dem ich überlege den Kontakt abzubrechen. U.a. war es auch immer meine Mutter, die mir eingeredet hat, dass mich NATÜRLICH niemand als Freundin wollen kann so wie ich bin. Auch wenn sie heute sowas nicht mehr sagt, es schwingt immer mit, dass irgendwas an mir nicht gut genug ist.

    • Juliana E
      Juliana E 3 months ago +5

      @Shirumoon Tut mir sehr leid, dass es dir ähnlich geht wie mir. Ich glaube allerdings, dass dieses Muster bei vielen Kindern von toxischen (vor allem narzisstischen) Eltern so aussieht: entweder toxische Freunde oder keine (bzw. wie in meinem Fall, dass man dann die wenigen potentiell guten Freundschaften selber versaut). Mit einem negativen Selbstbild ist das sehr schwierig, es wird viel Zeit und Arbeit an einem selbst brauchen um diese Wunde zu heilen. Aber ich kann dir versichern dass es da draußen Menschen gibt, die dich gerne als Freundin hätten, auch wenn die Stimme deiner Mutter in deinem Kopf dir etwas anderes einredet.
      So ein Kontaktabbruch ist ein großer und schwieriger Schritt, der sehr viel Mut kostet, aber er lohnt sich, wenn es anders nicht auszuhalten ist. Letztendlich wirst du selbst am besten wissen, welcher Weg für dich der richtige ist, wenn du auf deine eigenen Bedürfnisse hörst. Ich wünsche dir alles Gute.

    • Pfatschke
      Pfatschke 2 months ago +1

      ♥ du kannst sehr stolz auf dich sein und ich kann die Dinge, die du sagst, sehr gut nachempfinden. Du bist nicht alleine :)

  • Lissy
    Lissy 3 months ago +39

    Ich habe die beste Entscheidung meines Lebens endlich nach 50 Jahren getroffen. Wartet nicht so lange!
    Meine Mutter ist eine ziemlich üble verdeckte Narzisstin und war richtig gut getarnt. Mein Leben war im Arsch und sie hat alles für sich verdreht. Mit 5 Jahren wollte ich schon weg, das war mein gesunder Instinkt ❤

  • graefinrockula
    graefinrockula 3 months ago +20

    Was für eine schöne Folge. Ich habe seit über einem Jahr keinen Kontakt mit meinen Eltern und ich fühle mich durch diese Folge richtig gut verstanden und gesehen ❤️

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Danke für das Feedback! Freut uns für dich, auch wenn es vermutlich trotz allem hart für dich war! 🧡

  • Salia
    Salia 4 months ago +137

    Das Video kommt wie gerufen. Vielen Dank! Letzte Woche habe ich (25) endlich das getan, was ich schon machen wollte, als ich 8 war - den Kontakt zu meinem Vater abbrechen. Er ist meiner Mutter mehrmals fremd gegangen und sie redet bis heute nicht schlecht über ihn.. sie hat mir immer ausgeredet, den Kontakt zu ihm abzubrechen, denn „es ist ja mein Papa“.. und deshalb habe ich bis heute gezögert… Aber auch, weil er sehr einschüchternd ist. Ich lerne aber gerade, dass er ein schlechter Mensch und mit sich im Unreinen ist. Bei Konfrontation dreht er mir die Worte im Mund um und denkt, meine Mutter oder mein Freund haben mir Sachen eingeredet um den Kontakt zu ihm abzubrechen. Dabei hat er mich mehrmals um Geld betrogen, meldet sich nie (aber wehe ich komme an Weihnachten nicht vorbei), hat mich immer runter gemacht, weshalb ich heute totale Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten und mir selbst habe, und er hat mich früher manchmal geschlagen…
    Ich hoffe einfach, dass ich endlich abschliessen kann..

    • R. P.
      R. P. 4 months ago +2

      Das tut mir sehr leid. War dir das echt mit 8 schon klar?

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +6

      Heftig, aber es freut uns, wenn der Film dir in deiner aktuellen Situation hilft 🧡🙏

    • Habbala Duddala 1%&99cent
      Habbala Duddala 1%&99cent 4 months ago +10

      Hi Salia, so wie du deinen Vater beschreibst, kann ich deine Entscheidung total nachvollziehen. Menschen mit so einem Ego sind absolut schlecht für andere Menschen. Diese Empathielosogkeit können andere von außen nicht verändern. Also abschließen und mit angenehmen Menschen Zeit verbringen.

    • Can Suarez
      Can Suarez 4 months ago +6

      Du schaffst das
      Stay strong
      Schöne jahre warten auf dich

  • Sarah Emn
    Sarah Emn 4 months ago +78

    Ich habe seit ca 7 Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, zu meinen Vater sehr sporadisch. Beide haben dafür gesorgt, dass ich selber ein riesen Haufen an psychischen Problemen entwickelt habe und viele Jahre Therapie hinter mir habe. Ein Abbruch war für mich die beste Entscheidung! Und ich finde es sollte mehr darüber gesprochen werden und auch das es in Ordnung ist.. und keine "Straftat" des Kindes. Man kann sich seine Familie leider nicht aussuchen.

    • Nina Hagen
      Nina Hagen 3 months ago +4

      Ja so ähnlich auch bei mir …

    • Pixxelina
      Pixxelina 3 months ago +3

      So ist es bei mir auch. Bin aber noch ganz am Anfang meines Kontaktabbruch und meine Eltern gehen quasi ideal damit um, machen mir keine Schuldgefühle und respektieren meine Entscheidung notgedrungen. Sodass ich mir die Entscheidung offen lasse, wann und wie ich den Kontakt wieder intensiviere. Ein Kontaktabbruch kann ja zum Glück jederzeit revidiert werden.

    • Sarah Emn
      Sarah Emn 3 months ago +1

      @Pixxelina Das ist richtig, zurück kann man, solange sie leben, in der Regel immer. Der Anfang ist immer der schwerste, ich hab davor auch schonmal den Kontakt abgebrochen und bin dann wieder "zurück". Habe aber sofort gemerkt, dass sich nix geändert hat und war dann wieder froh über die damals getroffene Entscheidung. Habe dann bei Treffen mit meiner Mutter gemerkt, dass ich eigentlich garkeine Lust habe und es mir nur wie ein Zwang vorkam. Der aktuelle Abbruch ist die beste Entscheidung. Gerade im Hinblick darauf, dass wir ein Kind erwarten. Ich bin froh, dass es nicht in diese Problematik rutscht und ich es von meiner toxischen Mutter fernhalten kann. 🙏🏼 Aber einfach ist es eig nie, das Herz liebt die Eltern immer und vermisst sie, der Kopf wird nur irgendwann stärker.

    • Bianka Schmidt
      Bianka Schmidt 2 months ago +1

      Liebe Sarah
      Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft noch mehr Liebe und vor allem eine schöne und glückliche Schwangerschaft .
      Sie werden bald etwas wunderbares erleben nämlich wie es ist ein Kind zur Welt zu bringen und welche Gefühle dieses kleine Wesen in Ihnen auslösen wird . ❤🥰
      Für mich selbst die von ihrer Mutter niemals Liebe und Zuwendung erfahren hat war die Geburt meiner 2 Kinder das schönste im Leben und ich bin jeden Tag aufs neue dankbar und glücklich dass ich dies erfahren durfte nach allem was ich in meinem Leben durchmachen musste .
      Und auch wenn es Differenzen und Meinungsverschiedenheiten zwischen uns gab / gibt so ist eines immer ganz gewiss für mich : meine Kinder sind das Beste für mich und ich liebe sie von ganzem Herzen und sie mich auch .
      Diese innige Gewissheit ganz viel Sicherheit und tiefe Gefühle zwischen Ihnen wünsche ich auch Ihnen und Ihrem Kindchen . ❤❤❤

    • Sarah Emn
      Sarah Emn 2 months ago

      @Bianka Schmidt Vielen Dank für die lieben Worte. Das ist so schön zu hören! Ich freue mich riesig auf dieses kleine Wunder und hoffe das ich vieles besser machen werde als meine Mutter

  • Ana Muñoz
    Ana Muñoz 3 months ago +39

    Ich hatte auch in meiner Jugend ein sehr toxisches Verhältnis zu meiner Mutter. Es wurde fast jeden Tag sehr heftig diskutiert und ich habe mich nie respektiert und verstanden gefühlt. Jeden Tag war eine Quall. Vor 7 Jahren (als ich 20 war) bin ich nach Deutschland umgezogen. Das hat die Beziehung verbessert, jedoch hat meine Mutter mir immer versucht einzureden, dass mein Leben hier sehr schlecht sei (was nicht stimmt) und das ich die schlechte Entscheidung getroffen habe. Ich habe mich immer sehr schlecht für meine Entscheidung gefühlt, auch wenn diese mir ein entspannteres Leben ermöglicht hat. Heute gehe ich zur Therapie, um das alles zu verarbeiten, denn es hat leider sehr viele Spuren (Depressionen und Ängste) in meiner Psyche hinterlassen...

  • LCW
    LCW 3 months ago +7

    Immer wieder spannend, wie ähnlich und gleichzeitig wie unterschiedlich die Stories zu diesem Thema sind. Ich kann insbesondere die Schuldgefühle von Jana so gut nachvollziehen - Meine Mutter war alleinerziehend, hat mir alles ermöglicht und ich empfinde viel Mitleid für Sie weil ich in ihrem Verhalten ein selbst gestörtes Verhältnis zu ihrer Mutter/ Familie sehe. Auf der anderen Seite habe ich durch sie emotionalen Missbrauch und ganz viel Schmerz erfahren, wenn alles was ich wollte eine gute Beziehung mit ihr war. Der Kontaktabbruch folgte, als ich mit der Belastung nicht mehr klarkam und war alles andere als leicht. Dazu kommt, dass meine Mutter kurz zuvor schwer krank wurde (hier sind wir wieder beim schlechten Gewissen, weil wer kümmert sich um das Elternteil, wenn es alle Menschen „vergrault“). Wie erklärt man anderen Leuten, die dann nach diesem Elternteil fragen, dass man den Kontakt abgebrochen hat? Tatsächlich hat uns die Krankheit wieder zusammengeführt, weil ich für sie Knochenmark spenden konnte, danach ist es aber wieder eskaliert. Heute haben wir sporadisch Kontakt, ganz geht dieser Schatten wohl nie weg, aber es besteht ein Zustand, der ausreichend Distanz schafft ohne dass man die Person komplett aus dem Leben streichen muss. Allein dafür hat sich der Abbruch gelohnt. Kreise durchbrechen 🩵

  • Pixxelina
    Pixxelina 4 months ago +53

    Ich habe mir als Jugendliche immer gewünscht, dass meine Eltern sich scheiden lassen. 😢 Und das hat mich immer sehr schlecht fühlen lassen, weil meine Eltern objektiv ein tolles Liebespaar waren/sind. Heute - ein halbes Jahr nach meinem Kontaktabbruch mit ihnen und viele Jahre tiefenpsychologische Psychotherapie später - weiß ich: Dieser Wunsch kam vom Loyalitätskonflikt meines Vaters: Er hat meine Mutter über alles geliebt und wollte nicht sehen/wahrhaben, dass sie mir und meinen Brüdern gewalttätig gegenüber war und er hat uns nicht vor ihr beschützt. Das werfe ich ihm jetzt schwer vor, nachdem ich ihn jahrelang auf ein Podest gestellt und angehimmelt hatte, weil er objektiv ein liebevoller, sehr empathischer Vater für uns war. Beschützt vor ihr hat er uns aber trotzdem nicht.

    • Alexandra
      Alexandra 3 months ago +3

      Wow, man ist wirklich nie alleine mit seinen Erlebnissen und Gedanken ❤ Ich habe mich eins zu eins in deiner Erzählung wiedergefunden, nur Mutter und Vater vertauscht

    • Pixxelina
      Pixxelina 3 months ago +3

      @Alexandra Das tut mir sehr leid. Meine Eltern sind immer noch glücklich verheiratet und auch mir und meinen vier jüngeren Brüdern geht es objektiv gut, wir alle sind beruflich und privat erfolgreich, körperlich gesund und scheinbar fröhliche, witzige, beliebte Menschen. Dass es mir und einigen meinen Brüdern jedoch psychisch nicht gut geht, merkt man erst auf den zweiten Blick.
      Auch meine Mutter gibt sich große Mühe, eine gute Mutter zu sein, und ist auch ein netter, lustiger Mensch, aber leider halt erst, seit wir erwachsen sind. Seitdem scheint sie uns erst ernst zu nehmen, aber als Jugendliche, die gegen sie rebelliert haben, hat sie uns gehasst. 🤷🏻‍♀️ Außenstehende hätten niemals mitbekommen, was für eine böse Fratze sie privat gezeigt hat, als sie mit uns in der Pubertät überfordert war (wir sind wie gesagt fünf Kinder und waren sehr laute, rebellische Kinder) und mein Vater gearbeitet hat. Jetzt tut es meinen Eltern beiden sehr leid und mein Vater zeigt sich erschütternd ob meiner Anschuldigungen, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass er davon gar nichts mitbekommen hat, weil er beruflich vom Fach ist und Kindesmisshandlung sein täglich Brot ist (meine Mutter arbeitet übrigens auch mit Kindern). Das macht für mich seinen Loyalitätskonflikt noch unfassbarer. 😐
      Ich wünsche dir alles Gute und dass du einen guten Weg mit deinen Eltern findest. 🌻

    • Alexandra
      Alexandra 3 months ago +2

      @Pixxelina Danke fürs Teilen ❤️
      Dieses Ding von „gute Front nach Außen, aber hinter geschlossenen Türen ganz anders sein“ kenne ich zu gut. Es hat auch oft dazu geführt, dass ich sehr wütend oder traurig wurde, wenn mein Vater in der Öffentlichkeit zu anderen lieb und lustig war, weil ich zum einen wollte, dass andere endlich die „Wahrheit“ sehen, zum anderen war ich sicherlich auch einfach eifersüchtig, dass andere diese positive Seite bekommen.
      Dankeschön, das wünsche ich dir auch weiterhin :)

  • Sofi
    Sofi 3 months ago +10

    Lieben Dank für diese Reportage! Es ist sehr schön zu wissen, dass man mit solchen Problemen nicht alleine ist. Auch das Feedback der Expertin zu den jeweiligen Situationen war sehr interessant. Also vielen Dank dafür!!

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Freut uns, dass dir unser Film gefallen hat.

  • Annine Skagen
    Annine Skagen  3 months ago +15

    Seit ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern habe, fühle ich mich frei ( wie neu geboren und bei mir angekommen). Habe jahrzehntelang dafür gebraucht und jetzt endlich gemerkt, dass diese Beziehungen nicht mehr zu retten sind. Meine Mutter wollte nie über unsere Probleme reden und hat immer alles unter den Teppich gekehrt. Dass ich dadurch krank geworden bin, hat sie komplett ausgeblendet. Die richtige Entscheidung zu treffen ist nicht immer einfach, aber kann nur jeden da draußen raten; „kämpft“ für euren inneren Frieden. Löst euch von toxischen Beziehungen und werdet endlich glücklich. Wenn der Kontakt zu den Eltern euch jedesmal komplett runterzieht, dann legt die Scham und die Schuldgefühle ab.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Wir freuen uns, dass du hier anderen Betroffenen Mut machst. Danke für deine Worte! 🧡

  • LB
    LB 3 months ago +10

    Mir hat das Buch „Narzissenkinder“ sehr geholfen zu verstehen, dass nicht ich das Problem bin, sondern meine Eltern. Eine „Shit-List“ anzulegen mit allen schlechten Erinnerungen hilft sehr. Erst wenn man sich sicher ist, dass man bereit ist, das schlechte Verhalten von sich abzugrenzen und darüber hintenrum lachen zu können, kann man wieder Kontakt aufnehmen. Und wenn es sich für einen zB finanziell lohnt😏. Man kann Erwachsene nicht mehr ändern, versucht erst gar keine Energie darin zu verschwenden.

    • Shirumoon
      Shirumoon 3 months ago +4

      Schwierig das aus einer finanziellen Linse zu sehen. Ich bin aufgrund meiner psychischen Erkrankungen durch meine Eltern mehr oder weniger arbeitsunfähig und sie finanzieren mir große Teile meines Lebensunterhaltes. Wäre das nicht, wäre der Kontakt schon längst abgebrochen aber so sind wir so stark verwickelt, dass ich gar keinen Weg raus aus der Abhängigkeit sehe. Ich finde auch, dass man sich einen "Schadensersatz" gönnen kann aber das würde ich wirklich nur empfehlen wenn man das Geld nicht nötig hat. Ansonsten macht man sich (emotional) erpressbar.

  • Immanuel Marx
    Immanuel Marx Month ago +1

    Ach, wieder eine Funk-Produktion zu einem für mich sehr schweren Thema, aber sehr gut umgesetzt - danke dafür! Ich weiß, das ich den Kontakt zu meinem Vater abbrechen sollte, um meinen Frieden zu finden. Ich schaffe es aber nicht komplett, aber der Kontakt ist auf seltene Telefonate und WhatsApps begrenzt. Obwohl ich das Opfer bin, schäme ich mich, fühle mich schuldig und habe Mitleid mit ihm. Liebe Leute da draußen: Nehmt euch Zeit, denkt darüber nach, wie es sich anfühlt, wenn die Person weg wäre, und dann entscheidet. Falls ihr den Kontakt abbrechen möchtet, tut es. Ihr müsst nichts begründen, konfrontieren, erklären, rechtfertigen. _Willst Du ihn denn einfach davonkommen lassen?_ ist in diesem Zusammenhang eine dieser Fragen, wegen der man im nächsten Loch hängt. Ich hoffe, ihr habt Hilfe und einen Therapieplatz; ich warte noch.

  • Amaris Frede
    Amaris Frede Month ago +3

    Ja, schweres Thema, weil in der Gesellschaft immer noch dieses idealisierte Bild der heilen Familie steht, wo sich alle lieb haben und füreinander da sind. Obwohl das selten so einfach der Fall ist.
    Ich selbst hab keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, zu Vater und Geschwistern aber schon. Anfangs war es echt schlimm, ich dachte ich verliere alle, weil nicht verstanden wurde, wie grausam sie war. Sie hat mir so auch über Umwege noch jahrelang Schuldgefühle machen können.
    Tja und dieses Jahr ist dann was echt Wunderbares passiert. Ich bin zu ner Familienfeier gefahren, komm rein und werd von allen begrüßt und kann mich zu meinem Bruder setzen... und hab die Frau neben der ich sitz erst nicht erkannt, weil sie sich so weg gedreht hat. Bis ich merk, dass sie das ist, und mich wie die letzten Jahre immer schon einfach wie Luft behandelt.
    Aber ich war so gut drauf, hab mich mit den anderen unterhalten und man hat gemerkt, dass langsam immer mehr auffällt, dass sie es ist, die sich komisch verhält, weil ich auch öfter in ihre Richtung gesprochen hab. Und da dreht sie sich zu Vattern und meint kleinlaut: "Sollen wir nicht besser gehen? Dir geht's doch nicht gut." Und ich konnte nur noch grinsen.
    Mein Vatter war mitten in ner angeregten Unterhaltung, aber klar, dass sie wieder manipuliert und nicht für sich spricht. Aber jetzt schämt sie sich, weil ich keine Angst mehr habe, weil ich mich nicht mehr einschüchtern lasse und einfach mein Leben lebe. Und sie keine Macht mehr über mich hat.
    Tat echt gut, das zu erleben.
    Wenn sie eine liebevolle Beziehung haben wollte, könnte sie ja auf mich zu kommen. Ich hab es jahrelang versucht, etwas mit ihr auf zu bauen. Aber sie will nicht. Und langsam sehen auch immer mehr die anderen aus der Familie ein, dass sie ihr nichts schuldig sind, wenn sie einfach respektlos mit einem umgeht. Ich hoffe nur, meine Geschwister und mein Vatter können bald ebenfalls von dieser Beziehung heilen.

  • crazy troublerin
    crazy troublerin 4 months ago +65

    Für mich gilt die Devise: Behalte was Dir gut tut - sortiere aus was dir schlecht tut.. Dazu zählen für mich neben Materiellem auch Personen.. wenn meine Eltern mir nicht gut täten, würde ich auch mit denen "Schluss machen", mich also dauerhaft von ihnen trennen und distanzieren.. Insofern kann ich sowas gut nachvollziehen - denn die mentale wie auch körperliche Gesundheit sind die zwei wichtigsten Dinge im Leben.

    • In5aNeGuY
      In5aNeGuY 4 months ago +1

      bei allem was keine Familie ist kann das auch jeder direkt nachvollziehen, bei Familie fällt es vielen schwer, auch wenn man solch eine Entscheidung nicht einfach aus der Laune heraus trifft, aber das verstehen viele nicht.

  • Helene Harding
    Helene Harding 3 months ago +10

    Nach immer wieder auftretenden Konflikten seit meiner Pupertät zog ich mit 18 zu Hause aus, und zum Abschied sagte meine Mutter nur: Reisende soll man nicht aufhalten. Meine Mutter bevorzugte meine beiden Brüder und machte keinen Hehl daraus, daß ich als Mädchen kein Wunschkind war. Als ich vom Tod meiner Mutter erfuhr, fühlte ich nichts - mir war es egal.

  • Isabel
    Isabel 2 months ago +1

    Großes Lob an die Psychologin. Hier merkt man, dass sie weiß, von was sie redet. Manche "Fachleute" geben hierzu den größten Unsinn zum Besten. Gelungener Beitrag!👍

  • SSJLeila
    SSJLeila 4 months ago +17

    Ich habe vor knapp 2 1/2 Jahren den Kontakt zu meinen Eltern und zu meiner Familie abgebrochen. Aus ähnlichen Gründe wie Jana im Video. Es ging um Grenzen einhalten und darum, dass ich falsch bin so wie ich bin. Jetzt treffe ich mich in ein paar Wochen zu einem klärenden Gespräch mit meiner Mutter, weil mir der Kontaktabbruch unheimlich schwer fällt. Mal schauen, was das gibt. Danke für das Video und das ihr das alles sichtbar macht. Dieser Irrtum, dass Kindern ihren Eltern etwas schulden macht es manchen soviel schwerer das richtige für sich zu tun. ❤

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago

      Krass! Wir drücken die Daumen für das Gespräch! Vielleicht hat dir der Film dabei noch ein bisschen geholfen 🧡

    • JuppJ
      JuppJ 4 months ago

      Kannst du genau benennen was daran dir so schwer fällt? Die richtige Entscheidung ist die, mit der es dir besser geht. Wenn das ohne die (leiblichen) Eltern ist, dann ist das so. Und dann ist das auch okay. Was Leute, die nicht davon betroffen sind oder die Angst vor der Entscheidung haben, sagen, ist an der Stelle egal.

  • sim.pression
    sim.pression 10 days ago +1

    Ich lebe seit zwei Jahren sehr viel friedlicher, seitdem ich den Kontakt abgebrochen habe. Spätestens wenn in der Kindheit körperlicher Missbrauch und emotionaler Missbrauch vorhanden gewesen sind und die betreffenden Personen es selbst nach einer ehrlichen Aussprache nicht einsehen wollen, finde ich den Schritt absolut richtig.
    Umso weniger man mit diesen Personen involviert ist, die einem Schlechtes wollen, umso besser.

  • Julia E.
    Julia E. 3 months ago +7

    Sehr spannendes Thema und gar nicht so offen vertreten meine ich. Ich kennne mehrere Menschen, die komplett mit ihren Eltern gebrochen haben und sich damit viel besser fühlen. Persönlich hatte ich mit einem Elternteil über 20 Jahre sehr starke Probleme, einige verfolgen mich über mehrere Psychotherapien heraus. Es ist so grausam, wenn Eltern ihre Macht missbrauchen und ihren Kindern so weh tun.

  • Marie
    Marie 4 months ago +51

    Habe mit 14 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Damals wurde das von ihr und der restlichen Familie gar nicht ernstgenommen und meine Grenzen wurden regelmäßig überschritten, was immer wieder retraumatisierend für mich war. Ein Jahr später habe ich dann eine Therapie begonnen, die mir sehr geholfen hat mit meinen Traumata und der Gesamtsituation umzugehen.
    Heute bin ich 21 Jahre alt und der Kontakt ist nach wie vor abgebrochen. Ich denke jeden Tag daran und natürlich macht es mich traurig, aber sie hat sich leider nicht geändert und ich kann mit ihrer narzisstischen Art einfach nicht leben. Letztes Jahr ist sie an Krebs erkrankt, was nochmal vieles in mir aufgewirbelt hat. Daraufhin habe ich mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, in der wir uns über unsere Erfahrungen austauschen. Das hilft mir sehr und ich kann es auch jedem der von derselben Problematik betroffen ist weiterempfehlen! Danke für das Video, ich habe das Gefühl, dass das Thema nach wie vor sehr tabuisiert ist!

    • Mrs Purple
      Mrs Purple 4 months ago +3

      Außer dass ich nicht in Therapie war und meine Mutter keine Krebsdiagnose hat, kann ich die Story 1:1 so unterschreiben. Ich bin auch 21 und in 2 Wochen jährt sich mein Auszug zu meinem Papa zum 7. Mal. Der Kontakt zu meiner Mutter besteht nach wie vor nicht mehr. Mir geht es damit aber wirklich gut und ich würde es gerade nicht anders wollen.

    • Marie
      Marie 4 months ago +1

      @Mrs Purple Darf ich fragen wie dein Umfeld in deinem Alter auf den Kontaktabbruch reagiert hat? Ich hatte das Gefühl, ich sei von allen als "bockiges Kind" abgestempelt worden, dass sich bald schon wieder beruhigt...

    • KyleVeverka
      KyleVeverka 3 months ago

      Wie hast du diese Selbsthilfegruppe gefunden? Meine Situation beinhaltet nämlich auch einen Krebsfall...

  • Lost my Kiliel
    Lost my Kiliel 3 months ago +2

    Sehr gute Folge, danke!
    Es tut gut zu wissen dass andere Menschen ähnliche Situationen durchmachen und auch die Einordnung durch die Therapeutin fand ich sehr passend. Ich habe zu einem Großteil meiner "Familie" keinen Kontakt, darunter auch zu meinem Vater. Für mich kommt es nicht darauf an ob man durch Blut verwandt ist, sondern darauf ob man sich allgemein mag, miteinander zu recht kommt und wie man sich in Kontakt zu der Person fühlt. Warum sollte ich zB Kontakt zu Menschen pflegen zu denen ich keinerlei Basis habe und bei denen ich mich nicht wohlfühle?

  • F. R.
    F. R. 3 months ago +6

    Total spannendes Format, gerne öfter, auch gerne öfter mit dieser Expertin :)

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Merci für das Feedback, freut uns! 🧡

  • Akeban
    Akeban 4 months ago +7

    Krass, wie gut dieses Video zeitlich gerade passt.
    Ich bin genau diesen Schritt auch gegangen nach einem jahrelangen Auf und Ab gemeinsam mit einem meiner Brüder, der dieselben Beweggründe für den Abbruch hatte.
    Angefangen hat es damals mit Homophobie und latenten Aussagen, dass sie meine Entwicklung seit der Pubertät nicht gut findet.
    Dies hat sie vor 8 Wochen wiederholt und betont, dass sie mich, wie ich heute bin, nicht gut findet oder mag.
    Nach vorne war es immer wichtig, heile Welt zu spielen, vor Allem, nachdem mein Vater vor 14 Jahren (da war ich 16) abgehauen ist für eine jüngere Frau.
    Das Wichtigste war, das Bild der heilen Familie nach außen zu wahren, allerdings hat zum Thema Liebe dann gar nichts mehr funktioniert.
    Nach mehreren Gesprächen habe ich realisiert, dass ich keine Bindung mehr zu meiner Mutter habe und sie mir egal geworden ist. Jahrelang haben mein Bruder und ich durch diese Erziehung ohne Liebe auch Bindungsprobleme gehabt.
    Der Schritt war nicht leicht und es fühlt sich auch jetzt noch an, als ob man das niemals hätte tun dürfen. Dennoch stehe ich zu dieser Entscheidung und fühle mich wohl dabei, befreit sogar.
    Danke euch für dieses Interview. Ich bin froh, zu diesem Thema zu hören, da man sich oft fühlt, als ob niemand einen versteht.

    • Jamie -Noél
      Jamie -Noél 4 months ago +1

      Ich finde deine Entscheidung sehr stark und wenn es für dich gerade der richtige Weg ist, den Kontakt abzubrechen, dann ist es definitiv die für dich gesündeste Entscheidung die du treffen kannst. Ich drücke dir die Daumen und hoffe ich kann diesen Schritt auch bald gehen. Jedoch werde ich warten bis meine 2 kleinen Brüder alt genug sind um zu verstehen und sich zu helfen bevor ich den Kontakt zu meiner Mutter abbreche

  • Marie Lavole
    Marie Lavole 2 months ago +2

    Sehr sympathische und kluge Therapeutin. Sie macht die Folge sehr interessant.
    Respekt auch an die Interviewten und das ganze Filmteam.

  • Anna Pavlovic
    Anna Pavlovic 3 months ago

    Ich verfolge euch schon lange und schaue mir gerne eure Videos an 😊 Das Thema betrifft mich persönlich, da ich weder zu meinem Vater noch zu meiner Mutter mehr Kontakt habe. Ich finde es sehr gut das ihr das Thema behalt, danke! 😊

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Wie schön, dass dir das Video gefallen hat. Was war denn bei dir der Grund für den Kontaktabbruch (wenn du es erzählen möchtest).

    • Anna Pavlovic
      Anna Pavlovic 3 months ago

      @Die Frage oh das sind zwei längere individuelle Geschichten 😊
      Meine Eltern waren vor den jeweiligen Kontaktabbrüchen schon jeweils geschieden. Die Kurzfassung en sind:
      Der Kontaktabbruch bei meinem Vater ist schon über 10 Jahre her. Er hat immer psychisch sehr großen Druck auf mich aufgebaut. Durch einen Vorfall musste ich wieder bei meiner Mutter leben und er ist für eine länger Zeit untergetaucht. Als er wieder auftauchte habe ich die Reißleine gezogen und wollte keinen Kontakt mehr. Da war ich ca. 13 Jahre alt.
      Den Kontaktabbruch zu meiner Mutter war im September 2021. Es fing mit Lügen und Vertauensbrüchen an. Das kannte ich nicht von ihr. Wir hatten immer wieder ein schwieriges Verhältnis, was meist aber aus Vertrauen und Ehrlichkeit bestand. Dann ist sie aber dem Alkohol verfallen und hat sich verändert und hat mich sehr ausgenutzt, sodass ich irgendwann gesagt habe das ich das nicht mehr kann. Das wurde mir ärztlich auch so geraten.
      Wenn es näher interessiert, dann meldet euch gerne bei mir 😊

  • Neza Datis
    Neza Datis 27 days ago

    Ich weiß, dass es besser für mich wäre, den Kontakt zu meinen Eltern komplett abzubrechen (sind seit meiner frühen Kindheit getrennt, zu beiden ist die Beziehung inzwischen schwierig), aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass irgendwann alles „normal“ sein kann. Das bleibt wohl allerdings eine Wunschvorstellung. Mein Vater interessiert sich nur für sich selbst und seine Frau, d.h. ich muss ihm ständig hinterherrennen und meine Mutter ist einfach toxisch. Lästert über jeden, pampt ständig rum und sieht nicht ein, dass sie häufig das Problem ist. Es sind für sie immer die anderen. Ich will mit solchen Menschen nichts zu tun haben, kriege es emotional aber einfach nicht hin, den Kontakt klar abzubrechen. Aus Mitleid aber auch aus Selbstmitleid. Es ist einfach ätzend.

  • Caroline Brack
    Caroline Brack 3 months ago +6

    Ich hab mich auch von meiner kompletten Familie getrennt ( Tante, Cousinen ,Geschwister alle ) ich bereue es absolut nicht. Für mich die beste Entscheidung meines Lebens… mehr selbstliebe hätte ich mir nicht geben können

  • Snowwhite
    Snowwhite 4 months ago +15

    Danke für das Video! Ich habe vor einigen Jahren den Kontakt zu meinem älteren Bruder abgebrochen (meine Eltern haben es mir kurze Zeit später gleichgetan). Es war nicht die Entscheidung zwischen „mit Kontakt geht es mir schlecht“ und „ohne Kontakt geht es mir gut“. Sondern es war einfach die Entscheidung zwischen „mit Kontakt geht es mir sehr schlecht“ und „ohne Kontakt geht es mir „nur“ schlecht).

    • Juliana E
      Juliana E 3 months ago +3

      Bin am überlegen dasselbe zu tun. Wenn ich Kontakt mit meinem älteren Bruder habe, zerrt es immer total an meinen Nerven, da er ein sehr schwieriger und herablassender Mensch ist. Leider hat er sich sehr viel Negatives von meiner Mutter abgeguckt, mit der ich bereits den Kontakt abgebrochen habe. Mit ihm ist der Kontaktabbruch allerdings schwieriger. Tut mir leid, dass du auch ein schlechtes Verhältnis zu deinem Bruder hast.

    • Snowwhite
      Snowwhite 3 months ago

      @Juliana E Ohje, das tut mir sehr leid! Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du eine Lösung findest, mit der es dir am Ende besser geht. :(

  • Lea Lein
    Lea Lein 3 months ago +2

    Ich habe mit meiner Familie fast den Kontakt komplett abgebrochen. Das Toxische entstand in der Kindheit und leider ergaben sich verschiedene Rollen. Es musste sich zuspitzen. Es war mir unmöglich auf die Beerdigung meines Vaters zu gehen. Keine Fragen warum, sondern Vorwürfe waren die Folge.
    Dann habe ich noch gelitten. Versucht an etwas festzuhalten, das ich nie hatte. Eine Traumvorstellung von Familie.
    In einem Brief, den ich für mich geschrieben habe, schrieb ich: "Familie bindet, aber Familie soll gut tun. Nicht durchgehend, aber doch die meiste Zeit. Im Moment ist es nicht möglich. Damit schließe ich die Türe. Ich sperre sie nicht ab, denn wer weiß, was in ein paar Jahren sein wird. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe."

  • Carolin Hähnel
    Carolin Hähnel 3 months ago +6

    Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter vor 2 Jahren abgebrochen. Die Gründe dafür habe ich ihr in einem Gespräch dargestellt, bei welchem ich durchgehend geheult habe, weil es mir wahnsinnig schwer fiel. Ihre Antwort "Finde ich schade, aber muss ich wohl akzeptieren.". Ohne jegliche Emotion ihrerseits. Keine einzige Träne von ihr. Keine Fragen. Nichts. Ich hatte mit vielen gerechnet, aber nicht damit. Und nachdem ich den Schock über die fehlenden Emotionen überwunden hatte, war ich mir umso mehr sicher, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Bis heute bin ich mit dieser Entscheidung sehr zufrieden und werde meine jüngere Schwester in der Zukunft unterstützen, wenn sie diesen Weg auch gehen wird.
    Seit der frühesten Kindheit haben wir unter der emotionalen Vernachlässigung durch unsere Erzeugerin gelitten. Bei mir kam noch ein schwerer Vertrauensbruch dazu. Ich bin mit 15 zum Jugendamt gegangen und habe 2 Jahre darum kämpfen müssen, dass ich aus dem Haushalt raus konnte und in einem betreuten wohnen unterkam. Mir wurde immer wieder unterstellt, dass ich mir meine Anschuldigungen alle nur ausgedacht habe und nur Aufmerksamkeit wollte.
    Ich bin jetzt 29 und schon mehr als mein halbes Leben in Therapie und es ist auch kein Ende in Sicht. Alles nur, weil meine Mutter meinte, dass sie unbedingt ein Kind haben muss.
    Wir schulden unseren Eltern nichts.
    Sie haben entschieden, uns in diese Welt zu setzen. Wir haben nicht darum gebeten.
    Jeder muss mit den Konsequenzen seines Handelns leben. Also auch Eltern, wenn sie ihre Kinder vernachlässigen/misshandeln oder unzureichend versorgen.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +2

      Es tut uns sehr leid, dass dir das widerfahren ist. Wir wünschen dir alles gute und ganz viel Kraft bei deiner Therapie! 🧡

  • Marleen
    Marleen 3 months ago +2

    Ich bin mit 18 aus dem Elternhaus „geflohen“ der Kontakt war sehr distanziert, große Zeiträume der Stille. Heute weiß ich meine Eltern haben alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten getan. Ihre Möglichkeiten waren eben sehr begrenzt aufgrund Krankheit und soziale Beschränkung. Ich bin dankbar das sie mir mein Leben geschenkt haben , selbst das war ein harter Weg für sie . Ich vermisse sie und hoffe das ihrem Seelen, irgendwo nach ihrem Tod Frieden gefunden haben

  • katmusic
    katmusic 4 months ago +49

    Meine Mutter hat nachem sie mich angeschrien und emotional fertig gemacht hat und ich nur noch weinend da saß, weil sie nicht aufgehört hat, von mir verlangt ihr zu sagen, dass ich sie lieb habe. Ich konnte darauf nur antworten, dass ich das gerade nicht kann, dass das grade einfach nicht geht. Daraufhin hat sie mir vorgeworfen ich ürde sie also nicht bedingungslos lieben und eine Tochter müsste ihre Mutter doch bedingungslos lieben.
    Jahre später hat mir ein Therapeut dazu etwas gesagt, dass ich nie vergessen werde: Eltern sollten ihre Kinder bedingungslos lieben, aber Kinder müssen ihre Eltern nicht bedingungslos lieben.
    Wie kommen als hilflose und unschuldige Wesen zur Welt und sind davon abhängig, dass unsere Eltern uns bedingungslose Liebe entgegenbringen. Das heißt aber nicht, dass wir dazu verpflichtet sind ihnen alles zu verzeihen, was sie uns ggf. antuen.
    Ich hatte meine Mutter sehr sehr lieb, sie war der wichtigste Mensch für mich, aber ich kann sie nicht lieb haben, wenn sie mir nicht mal zuhören kann und mir immer wieer seelisches Leid zufügt. Und das muss ich auch nicht. Ich muss mich nicht selbst aufgeben, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Ich muss mein Leben nicht gefähreden oder aufgeben, weil sie es mir ursprünglich gegeben hat.
    Ich habe den Kontakt vor 5 Jahren abgebrochen und auch wenn ich darunter natürlich immer noch leide, habe iches nie bereut.

    • Ve Si
      Ve Si 2 months ago +4

      Danke, Worte wie für mich geschneidert ❤

    • katmusic
      katmusic 2 months ago

      @Ve Si Das freut mich, alles gute dir!❤

  • mika
    mika 4 months ago +5

    Ich habe vor drei Jahren den Kontakt zu meiner jüngeren Schwester abgebrochen, zu einer Zeit, als wir beide noch im selben Haushalt gelebt haben..diese drei Jahre waren sehr schlimm für mich und ich bin so froh, dass wir unsere Beziehung jetzt langsam wieder aufbauen können, obwohl ich weiß, dass es wahrscheinlich nie mehr so sein wird wie früher.
    Das Paradoxe dabei ist, dass ich wenige Monate vor dem Kontaktabbruch mit ihr meinen Eltern versichert habe, dass uns nichts jemals auseinander bringen könnte. Aber genau das, ist dann wohl die Ironie des Schicksals

  • KyleVeverka
    KyleVeverka 4 months ago +10

    Tolles Video, die Expertenmeinung wurde super integriert und das Video war gut geschnitten und dynamisch!
    Persönlich beschäftige ich mich aktuell auch mit der Frage (Höhepunkt war heute unironischerweise).
    Durch hohe monatliche Kosten aufgrund von Studiengebühren ist die Situation zuhause mit meiner alleinerziehenden Mutter nicht einfach, weswegen ich überlege auch das Studium zu pausieren oder abzubrechen um in eigene vier Wände zu kommen. Dazu ist sie auch noch seit Kurzem schwer krank und ist auf Hilfe in den nächsten Jahren angewiesen. Dies erschwert eine Entscheidung/Zusammenleben immens. "Liebe" verspüre ich seit vielen Jahren nicht mehr. Wie geht man mit sowas um? Das Thema Schuldgefühle wurde ja schon angesprochen, aber was wenn es einem die finanzielle Situation und der Gesundheitszustand des anderen nicht ermöglicht auszuziehen?

  • Torchwoodies
    Torchwoodies 4 months ago +27

    Ich habe auch den Kontakt abgebrochen. Ich habe mich nie verstanden nie gewollt und nie respektiert gefühlt. Ich wurde nie geschlagen oder dergleichen aber emotional war ich immer am verhungern. Die fehlende liebe und Anerkennung habe ich durch essen ersetzt weshalb ich bis heute starke Probleme mit Gewicht und emotionalen essen habe. Als ich aufgehört habe mit meinen Eltern zu reden wurde es mehr oder weniger akzeptiert und als ich ausgezogen bin wurde nie ein Versuch unternommen mich zu kontaktieren etc.
    Es war super schwer und sehr quälend aber im Endeffekt das beste für mich was ich tun konnte. Es kam der Punkt wo ich wusste wenn ich jetzt nicht die Reißleine ziehe gehe ich endgültig zu Grunde..

    • In5aNeGuY
      In5aNeGuY 4 months ago

      die Energie die man somit spart, kann man nutzen um sich, seinem Leben oder seinem Umfeld etwas gutes zu tun, das Leben ist zu kurz und zu schön um es mit schlechten Menschen zu verschwenden.

    • Onda_Wilde
      Onda_Wilde 4 months ago

      Krass, dass sie nicht versucht haben, nach dem Auszug Kontakt mit dir aufzunehmen. Klingt so, als hättest du die richtige Entscheidung getroffen.
      Ich würde mich das nicht trauen, fühle mich Ihnen gegenüber verpflichtet (sie sind schon älter). Ein Therapeut sagte mal, er würde sich nicht kaufen lassen. Man denkt, was Außenstehende einem vorwerfen würden: man sei undankbar. Immer wieder Hoffnung schöpfen, dass sich mein Vater verändert hat. Nur, um wieder festzustellen: er ist immer noch der Alte (Charakter). Nicht vertrauenswürdig. Einen runterziehend. Zumindest hab ich mir neulich ein Zeitlimit gesetzt, als ich zu Besuch war. Das hat die Situation für mich verbessert. Mein Vater hat sich (auch?) nie dafür interessiert, wie es uns geht.

    • Torchwoodies
      Torchwoodies 3 months ago

      @Onda_Wilde meine Eltern kommen aus einer Generation wo viel Tod geschwiegen wurde. Sie hatten beide viele Probleme mit sich und ihrem Leben. Heute als Erwachsene kann ich das sehen und auch verstehen. Für mich war es zu wenig an liebe und Verständnis aber ich hätte ihnen verziehen wenn sie um mich gekämpft hätten. Leider haben sie nie verstanden was schief gelaufen ist. Ich habe damit abgeschlossen habe sogar noch einen letzten Versuch gemacht und meinen Vater die letzten zwei Monate vor seinem krebstod gepflegt um Frieden zu schließen aber es war nichts geklärt und danach hat der Rest meiner Familie keinerlei Anzeichen gemacht mich zu verstehen oder etwas zu ändern. Das war es dann für mich endgültig.

    • Torchwoodies
      Torchwoodies 3 months ago +1

      @In5aNeGuY sehe ich auch so. Ich habe den Großteil meiner Jugend und ,,jungen Jahre,, mit Kummer und Ängsten verschwendet ohne Beistand von meiner Familie. Jetzt Versuche ich es Tag für Tag besser zu machen meine Ängste zu besiegen und die Energie in Dinge und vor allem Menschen zu stecken die mir und meiner Seele gut tun. 😚

  • Sinfo Nie
    Sinfo Nie 3 months ago +4

    Ich bin heute 37... Bei uns hat sich die Lage immer mehr zugespitzt, sodass ich vor einigen Monaten den Kontakt abgebrochen habe. Ich finde Therapie bringt nichts, wenn man weiß, dass sich die eigene Mutter in keinster Weise selbst reflektiert und immer nur die anderen Schuld sind. Sie hat mir immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich unfähig bin, obwohl ich fest mit beiden Beinen im Leben stehe. Einen Tag ist sie ein ganz toller Mensch, den nächsten Tag macht sie mich verbal fertig. Mir geht es besser seit dem Abbruch, aber es tut mir immer noch weh und es kommt momentan viel hoch. Ich hatte versucht mir Hilfe bei einer Psychologin zu holen, aber ich hatte das Gefühl sie nimmt mein inneres Leiden nicht ernst. Ich wirke wahrscheinlich zu stark auf andere Menschen. Schon bei der 2. Sitzung wurde ich gefragt, ob wir eigentlich weitere Termine brauchen. Nun arbeite ich es allein auf...

    • Susanne
      Susanne 2 months ago

      Da hat einfach die Therapeutin nicht gepasst. Gerade für eine Therapie ist es wichtig, ein Gegenüber zu finden, bei dem man sich verstanden und wertgeschätzt fühlt. Daher ist es eigentlich üblich, dass man sogenannte Probe- / Vorgespräche führt, damit beide Seiten herausfinden können, ob es passt und ob die Chemie stimmt. Auch bieten die unterschiedlichen Therapeuten meist auch unterschiedliche Therapieformen an. Eine Gesprächstherapie ist meist sehr einseitig und bietet wenig Hilfe von Seiten des Therapeuten. Es gibt viele Formen der Verhaltenstherapie mit viel Unterstützung durch den Therapeuten. Vielleicht probieren Sie es noch einmal und suchen weiter, es gibt bestimmt einen Therapeuten/eine Therpeutin, bei der Sie sich verstanden und wohl fühlen und wo sie gestärkt aus einer Sitzung kommen.

  • Caro Violet
    Caro Violet 4 months ago +22

    Ich habe den Kontakt zu meiner kompletten Familie abgebrochen.
    Als ich mit meinem Sohn schwanger war, wurde mir erst bewusst wie toxisch meine "Familie" ist und das ich dieses Umfeld für ihn absolut nicht möchte.
    Auch mir fehlt oft eine Mutter, aber nicht die, die mich auf die Welt gebracht hat.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +4

      Meinst du, dass du deshalb eine ganz andere Mutter bist? Hat dich das beeinflusst? Wir senden dir viel Kraft weiterhin! 🧡

    • Alexandra Elsa, BSc.
      Alexandra Elsa, BSc. 4 months ago +4

      Das tut mir sehr Leid. Meine Mutter ist leider seit vielen Jahren psychisch schwer krank, nimmt keine Hilfe an, benimmt sich extrem toxisch und zerstört die Familie damit. Meine Kinder lieben ihre Oma leider und umgekehrt auch, das ist der einzige Grund, wieso wir noch ab und zu Kontakt haben. Aber nicht zu viel, da ich meine Kinder so einem Umfeld nicht aussetzen will, wie du auch sagst.

    • Sandra P.
      Sandra P. 4 months ago +3

      Hier ähnlich. Ich versuche mein Kind aus dem Leben der toxischen Eltern meines Freundes raus zu lassen.
      Was schwer ist, da mein Partner möchte, dass sie die Großeltern kennt.
      Ich kann ihn zum Teil verstehen, nur werde ich dafür sorgen, dass mein Kind ein schönes Leben führt und kein toxisches.

  • Anna Strigl
    Anna Strigl 3 months ago +6

    Wichtiges Thema, hab auch Kontakt abgebrochen obwohl es sooo schwer war. Jetzt geht es mir aber seit Monaten um einiges besser!

  • Blackdevil2696
    Blackdevil2696 4 months ago +57

    Ich hab einige jahre keinen Kontakt zu meinem vater gehabt, einfach weil ich so schlechte Gefühle zu ihm hatte, angst, wut, hass. Das hat sich vor 3 jahren geändert, als der vater meiner besten Freundin schwer Krebs erkrankte.. da hab ich entschieden, mit ihm zu reden. Es ist besser, aber definitiv nicht gut, aber ich selbst würde es bereuen, wenn er irgendwann nicht mehr da wäre und das nicht geklärt worden wäre. Dennoch verstehe ich, das andere das nicht mehr können ❤

    • Bri Schmi
      Bri Schmi 4 months ago +4

      So ergeht es mir auch. Ich wollte mehrmals den Kontakt abbrechen weil ich nicht mehr konnte aber irgendwas hat mich davon abgehalten und dann verstarb er. Ich bin froh, dass es niemals zum Kontaktabbruch gekommen ist aber ich verstehe andere, die den Schritt tun.

    • Blackdevil2696
      Blackdevil2696 3 months ago +1

      @Bri Schmi ich hab halt wirklich 4 Jahre keinen Kontakt gehalten,einfach weil ich es emotional nicht konnte. Meine beste Freundin hatte ja auch erst wieder Kontakt zu ihrem Vater, als sie von der Krebserkrankung erfuhr und dann war so wenig Zeit für die beiden, noch etwas schönes zu erleben, all die schlechten Erinnerungen mit ein paar guten zurück zu drängen. Aber sie sagte auch, sie war froh die letzten Wenigen Monate mit ihm verbringen zu können. Auch weil er ihr einen Satz gesagt hat "ich bin stolz auf dich", sie sagte das hat sie in 24 Jahren von ihm nicht gehört, nicht ein Wort der Anerkennung und dann in der letzten Zeit, ich glaube das brauchte sie wirklich, dieser kleine Funken, der ihr sagte, ihr Vater hat sie doch immer lieb gehabt

  • Aylin Schaatz
    Aylin Schaatz 3 months ago +2

    Danke für diese Folge und den Expertenrat. Folgen mit Experten wie Psychotherapeuten finde ich immer gut und sinnvoll, weil sie alles einordnen können. Die Kommentare unter dem Video helfen mir sehr mich nicht alleine zu fühlen bezüglich einer Thematik die zwar nicht ganz mit diesem Video zu tun hat aber ein stückweit.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Das freut uns! Wir wünschen dir alles Gute! 🧡

  • Felidae
    Felidae 4 months ago +3

    Mega schön, wie ihr mit dem Thema umgeht! Mein Freund hat eine Shizophrene Mutter, welche die Behandlung verweigert und mitlerweile in einer ganz anderen Realität lebt. Sie stalkt ihn regelrecht und bedrängt ihn total - er will den Kontaktabbruch, aber sie ist leider nicht mehr mündig genug, um das zu verstehen. Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen und werden vermutlich umziehen und so die gewollte Distanz herstellen :(

    • Schienenbussprinter
      Schienenbussprinter 4 months ago

      Vielleicht kann Euch eine Beratung im sozial psychiatrischen Dienst Eurer Stadt helfen, welche Hilfsmöglichkeiten für die Mutter und Euch bestehen

    • Nihalv Livion
      Nihalv Livion 3 months ago +1

      @Schienenbussprinter Wenn die Mutter nicht krankheitseinsichtig ist, gibt es keine Hilfsmöglichkeiten für sie. Für den Sohn bleibt da in der Tat nur ein Umzug und Nummernwechsel.

  • Madylein
    Madylein 3 months ago +6

    Ich habe vor ca drei Jahren (mit 28 )den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Sie ist depressiv und Alkoholikerin wollte das aber nie einsehen und auch keine Hilfe annehmen. Das mit den Depressionen und dem Alkohol war in meiner Kindheit noch nicht so schlimm aber mittlerweile kann ich reflektieren das auch in meiner Kindheit die Beziehungen sehr toxisch war. Sie hat mir immer unterschwellig das Gefühl gegeben das ich nicht die Tochter bin die sie gerne gehabt hätte. Je mehr die Depressionen und der Alkohol dazu kam desto schlimmer wurde natürlich alles. Sie hat mir vorgeworfen was für eine schlechte Tochter und auch Mensch ich bin weil ich nicht für sie da bin obwohl es ihr so schlecht geht etc.
    Ich konnte aber auch nie zu ihr sagen das ich sie liebe auch das hat sie mir vorgeworfen. Meinem Papa gegenüber ist sie mehr und mehr gewalttätig geworden. Aber auch er konnte sich mittlerweile mehr von ihr lösen.
    Mir geht es seit dem Kontakt Abbruch und der Annahme das ich meine Mutter nicht lieben muss und das ich nicht für sie verantwortlich bin viel besser. Klar würde ich mir eine schöne und gute Beziehung zu meiner Mutter wünschen aber es war nie so ubd wird auch nie so sein und ohne sie bin ich deutlich freier und glücklicher in meinem leben

  • BlackXRubin
    BlackXRubin 4 months ago +4

    Vor einigen Jahren habe ich auch den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Anfangs fühlte ich mich richtig schlecht, hatte Schuldgefühle etc. Mittlerweile geht es mir sehr gut und ich kann offen darüber reden.
    Alles fing bei mir mit der Pubertät an. Ich habe mein eigenes Leben entwickelt. Freunde, war in der Freizeit mit Leuten unterwegs. Da meine Mutter nie wirklich eigene Freunde hatte, musste ich oft mit ihr unterwegs sein. Anfangs dachte ich mir nichts dabei, im Gegenteil, ich dachte mir, das ist echt cool, dass ich oft was mit ihr mache. Aber wir haben uns so massiv oft gestritten. Wir stritten uns über alles mögliche: Noten, meine Hobbies, mein Aussehen etc. Sie schickte mich auch mal zu einer Psychologin, weil sie meinte mit mir stimmt was nicht (mit mir war alles in Ordnung). Als ich dann mit der Ausbildung fertig war, zog ich sofort aus und in eine andere Stadt. Aber selbst da war es nie zu Ende. Sie rief immer an und in jedem Telefonat haben wir uns gestritten, sie hat mir immer gesagt, was für eine schlechte Tochter ich sei, dass ich sie allein lasse und dass aus mir nichts wird.
    Ich habe ihr mehrmals angeboten, dass wir zu einem Familien Psychologe gehen, da ich es einfach nicht mehr aushalte. Sie meinte nur, dass wir keinen brauchen... das war meine einzige Bittte, dass ich keinen Kontaktabbruch mache...
    Nach gut 2 oder 3 Jahren habe ich dann von all meinen Verwandten erfahren, dass sie auch alle den Kontakt abgebrochen haben zu ihr. Ich wusste das nicht, da sie mich manipuliert hat und mir den Kontakt zu meiner Familie verdorben hat. Mittlerweile sind wir alle super nah und auch wenn ich keine Mutter mehr habe, habe ich superliebe Tanten, welche sich immer so lieb um mich kümmern ❤️
    Es war damals ein harter und schwerer Schritt, aber mir geht es nun soviel besser! Und eines habe ich daraus gelernt: Familie ist nicht Blut; Familie ist Herz & Liebe ❤️
    An alle welche genau das derzeit durchmachen, fühlt euch umarmt und ich glaube an euch!

  • BackspaceError
    BackspaceError 4 months ago +28

    Ich habe auch keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, habe an meinen 27. Geburtstag mit ihnen gebrochen. Das Verhältnis war nie gut, und als ich nicht mehr die Last hatte, mich bei ihnen melden zu müssen, ging es mir sofort viel besser.

  • Avifauna
    Avifauna 4 months ago +2

    Ich empfehle dazu die Serie "Thunder in my heart" - da wird genau diese schwierige Beziehung zu einem Elternteil ganz gut dargestellt und wie schmerzhaft eine Loslösung ist.

  • Stefanie S.
    Stefanie S. 4 months ago +5

    Ich hatte auch schonmal eine Kontaktpause zu meiner Mutter weil sie meine Entscheidungen zum Thema Partnerwahl und Auswandern nicht respektiert oder akzeptiert hat. Es tat so gut und war so befreiend, und letztendlich haben wir wieder Kontakt aufgenommen nach ca. 1 Jahr. Nachdem ich dieses Video gesehen habe, glaube ich dass meine Mutter ihren Kontakt mit IHRER Mutter abbrechen sollte. Mama passt jetzt seid mehr als 5 Jahren auf Oma auf, deren Gesundheit jetzt immer problematischer wird. Wahrscheinlich wegen einer Demenz kann Oma Mamas Grenzen nicht mehr einhalten. Mama leidet so sehr darunter, koerperlich und vor allem psychisch. Aber die Schuldgefuehle halten sie davon ab den Kontakt abzubrechen. Es tut mir weh sie so leiden zu sehen und ich weiss sie geht daran kaputt.

  • Stefanie Steff
    Stefanie Steff 4 months ago +25

    Seit 8 Jahren erfolgreich getrennt
    ..mit Therapie verarbeitet... Dennoch - es belastet und begleitet ein Leben lang

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago

      Das ist vollkommen normal, betont auch unsere Expertin Anna im Film! 🧡 Wir senden dir weiterhin viel Kraft 🦊

  • Aline Jähnel
    Aline Jähnel 3 months ago +2

    Ein toller Beitrag. Viele Jahre hatte ich Ärger mit meiner Mutter.. wir hatten einen Kontaktabbruch. Die Familie hält immernoch Abstand zu ihr.
    Ich konnte das nicht.. Während meiner Therapie habe ich einfach eine Sehnsucht auch nach ihr gehabt. Zusammen haben wir uns langsam daran gearbeitet, haben Grenzen kommuniziert, Themen, die nicht besprochen werden zwischen uns..
    Ich habe Verständnis dafür, dass sie selbst Schwierigkeiten hat/hatte.
    Aber gemeinsam ist es so schön zu sehen wie wir wachsen.. sie nun als Oma.. und ich selbst als Mama :)

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Wie schön, dass ihr für euch einen neuen Weg gefunden habt. 🧡
      Bist du mit deiner Mutter zusammen in eine Therapiestunde gegangen?

    • Aline Jähnel
      Aline Jähnel 3 months ago

      @Die Frage auch, wir hatten beide eigene Therapien und haben jeweils die andere "besucht" um selbst und gemeinsam durchzugehen :)

  • Bom Boklat
    Bom Boklat 4 months ago +28

    Finde es nice dass ihr immer Videos macht die sonst irgendwie kein anderer machen würde.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +1

      Das freut uns! 🧡🦊

  • KATZ Berlin
    KATZ Berlin 2 months ago +1

    Ich musste den Kontakt zu meiner Mutter auf 1-2 mal im Jahr reduzieren und habe oft Schuldgefühle...lerne aber immer mehr, dass meine Bedürfnisse einfach auch wichtig/ wichtiger sind als die meiner Mutter. Habe es nur leider nie anders gelernt.

  • Berni
    Berni 2 months ago +4

    In meinem Leben hatte ich einmal Kontakt zu meinem Vater.
    Mit meiner Mutter war die Verbindung auch nicht besonders gut.
    Mit beginn meines Arbeitsleben hatte ich meinen Weg begonnen ohne wenn und aber.
    Zum Rest meiner Familie besteht seitdem auch kein Kontakt mehr.
    So konnte ich der Mensch werden der ich wirklich bin.

  • Kissi
    Kissi 2 months ago +1

    Sehr klare und symphatische Expertin ! Superfolge!

  • Bln 19
    Bln 19 4 months ago +6

    Ich habe auch schon einige Male mit diesem Gedanken gespielt, weil mir der Kontakt zu meiner Mutter nicht gut tut. Sie hat meiner Meinung nach einen sehr missgünstigen Charakter, jedem etwas schlechtes wünschen und von allen nur böses erwarten. Es war sxhon immer normal extrem angeschrien oder beleidigt zu werden - egal obs meine Hochzeit war oder ein normaler Tag. Nur am lästern über meinen Mann und seine Familie, die ihr absolut nie etwas böses getan haben. Bei jeder Möglichkeit wird versucht einen Keil durch meine Ehe zu treiben. Meine Entscheidungen werden nicht akzeptiert und meist endet ein Treffen einfach damit meine Geduld völlig auszutesten, danach wird geweint. Trotzdem würd ich den Kontakt niemals abbrechen, weil ich denke, dass sie eben auch nicht so viel für ihre psychischen Krankheiten kann. Ohne mich hätte sie hier niemanden, ich könnte ihr das nicht antun. Ich denke schon, dass wir unseren Eltern den Kontakt schuldig sind - wer soll sich denn sonst um sie kümmern? Ich treffe mich einfach möglichst wenig mit ihr und wenn ich meine restliche Familie zb im Ausland besuche, achte ich drauf, dass sie nicht zufällig auch dabei ist. Gänzlich den Komtakt abzubrechen halte ich nur in schweren Fällen für gut, zb bei physischer Gewalt oder Missbrauch..

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Wie steht denn dein Mann zu dieser Beziehung mit ihr?

    • Shirumoon
      Shirumoon 3 months ago +4

      "Ich denke schon, dass wir unseren Eltern den Kontakt schuldig sind - wer soll sich denn sonst um sie kümmern?" Darüber können sich sich ja Gedanken machen solange sie noch jung sind. Es ist in ihrer Verantwortung sich ein nährendes, stabiles Umfeld zu schaffen und so viel wie möglich zu sparen für eine würdevolle Pflege (das ist natürlich nicht für alle möglich). Leider wird das absolut vernachlässigt, weil nach Haus bauen und Kinder kriegen für viele ihre Freundschaften und Bekanntschaften passé sind. Dass man auch noch andere Menschen außer Kind und Partner braucht, fällt ihnen dann erst ein sobald diese tot sind oder der Kontakt gering bis gar nicht mehr stattfindet. Das ist dann aber nicht der Job der Kinder das aufzufangen, zumindest meiner Meinung nach.

  • Lille Line
    Lille Line 3 months ago +3

    Das schlimme sind Vorwürfe von anderen.
    Man soll froh sein, sie zu haben (aber sie sind nicht wie Eltern für mich).
    Mein Mann hat beide Eltern leider verloren und er versteht mich zu 1000000% dass ich den Kontakt nicht mehr will

  • Nina Damaris
    Nina Damaris 3 months ago +3

    Ich habe vor 11 Jahren den Kontakt zu meinem Vater und vor 5 bzw. 2 Jahren den Kontakt zu meinen Geschwistern abgebrochen. Natürlich bin ich traurig, dass dieser Schritt irgendwann nötig war. Aber es war richtig. Sonst würde es mir heutzutage viel schlimmer gehen.

    • Lorena
      Lorena Month ago +1

      Kann ich nachvollziehen, mein Vater und meine schwester sind narzissten

  • Pedram D
    Pedram D 3 months ago

    Ich hab Jahre gebraucht, um mal auch kritisch auf meine Eltern und ihre emotional unreifen Wesenszüge zu blicken. Wobei meine Mutter wenig empathisch ist und mein Vater etwas passiv. Ab dann wurde es sehr viel leichter eigene Schwierigkeiten zu verstehen und woher die kommen. Jetzt hab ich da schon ganz viel an der Hand worauf ich bei meiner Tochter achten möchte, im Umgang mit ihr.
    Danke also dafür, dass ihr solche schwierigen und oft unterbeleuchteten Fragen vor den Vorgang holt. Hätte ich gerne schon vor 5 Jahren gesehen das Video!
    P. S. Die Bücher "Adult Children of Emotionally Immature Parents" und "Empowered Boundaries" haben mir sehr geholfen!

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Freut uns, dass dir das Video gefallen hat. Danke für die BuchTipps!

  • Sancho Papaya
    Sancho Papaya 3 months ago +1

    Ich hatte auch 2-3 Jahre keinen Kontakt zu meiner Mutter. Im Moment versuche ich es mit Akzeptanz (für die Kinder), es ist aber sehr sehr schwer und belastend für mich. Mir fällt es auch sehr schwer mit ihr über Grenzen zu sprechen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie mich dann erst recht angreift und mich in der Familie schlecht macht. Wenn jemand das Thema anspricht, weiche ich aus- weil ich nur verlieren kann.
    Auch bei Freunden habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Das Thema ist ein großes Tabu- nicht umsonst will in diesem Video keiner erkannt werden. Es ist wirklich schwer für sich selbst einzustehen, wenn alle um einen herum mit Unverständnis reagieren, wenn man seine Mutter nicht verehrt.
    Es ist auch schwer in Worte zu fassen, was überhaupt die Gründe sind, weil es ein ganzes System aus Schuld und Scham um einen herum ist und es schon schwer war zu erkennen, dass das nicht normal war sondern Missbrauch.
    Unsere Eltern sind keine Superhelden, sie haben Fehler gemacht und machen es immer noch und die meisten hinterfragen sich aus Selbstschutz nicht.

  • fantasy_princess
    fantasy_princess 3 months ago +1

    Ich bin das Kind einer Kontaktabbrecherin. Es war definitiv die Richtige Entscheidung für unsere Familie. Ich denke gerade sehr stark darüber nach weil ich aktuell Schwanger bin. Natürlich ist Familie da ein großer Punkt und frage mich einfach immer wie deren Reaktion wäre wenn sie das erfahren würden. Das sie Uroma und Uropa werden.

  • Christine CL
    Christine CL 4 months ago +5

    Das war eine sehr gute Folge. Gerne mehr in diesem Format

  • TinA Ott
    TinA Ott 4 months ago +49

    Ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern, da sie mir nicht gut tun. Seit 5 Jahren habe ich Wunsch-Eltern, die mir richtig gut tun.

    • Kückiletta
      Kückiletta 3 months ago +1

      ​Spooky_ Vielleicht hat sie tolle Schwiegereltern 🥰

    • Klicks 28
      Klicks 28 3 months ago +1

      Spooky_ Es muss sich ja nicht um den Erzeuger bzw. die Erzeugerin handeln. Es kann auch ein väterliches/mütterliches Vorbild oder eine wichtige Bezugsperson sein 😁

    • TinA Ott
      TinA Ott 3 months ago +1

      Meine Wunsch- Eltern sind für mich wichtige Bezugspersonen, die zufällig in mein Leben gestolpert sind.

  • Morgen Stern
    Morgen Stern 4 months ago +15

    Ich hab das meinen Eltern einfach nicht mitgeteilt. Es bestand kein interesse, wohin ich gezogen bin und als dann 4 jahre(!) Nachdenen ich mich nicht gemeldet habe, ein Anruf kam, hab ich meine NR gewechselt. Das wars, seitdem ist ruhe😂
    Btw find ich dieses "ich hab zu essen bekommen & ein dach über dem kopf" total schwachsinnig.
    Eltern entscheiden sich, ein kind zu kriegen. Die HABEN sich um sowas zu kümmern. Als kind bittet man nicht darum, geboren zu werden und ist den eltern komplett ausgeliefert. Ich wollte mit 14 von zuhause weglaufen (wurde leider wieder "eingefangen"). Ich hätte obdachlosigkeit vorgezogen, wenn ich dafür nicht ausgeliefert gewesen wäre. Als kind kann man sich nicht wehren - als erwachsener sollte man es definitiv tun.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +1

      Auch eine krasse Art, damit umzugehen! 🤯 Es freut uns, wenn es dir mit der Entscheidung so jetzt besser geht 🧡

    • Morgen Stern
      Morgen Stern 4 months ago +1

      @Die Frage ich war zu der Zeit schon mitte 20 und bin mit 15 zuhause raus. Für mich war der Drops einfach schon lange gelutscht🤷‍♀️

  • Renate Kober
    Renate Kober 2 months ago

    Ich bin 75 , meine Mutter warf mir vor zu existieren. Ich frage mich nur , wie es danach noch zu 5 Kindern kommen konnte. Ich wurde von meinem Vater sexuell missbraucht, und zwar schon sehr, sehr früh. Lebenslange Depressionen. Mache seit 6 Jahren eine Psychoanalyse. Unendlich viel Trauer und auch Wut in dem Wissen, warum mein Leben so katastrophal verlaufen ist. Heute weiß ich, diese Eltern waren krank. Aber es ist zu spät für mich!

  • Maria Carabin
    Maria Carabin 3 months ago +1

    Danke für die Doku. Auch ich habe seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr mit meinen Adoptiveltern. Es hat viel gebraucht, aber ich konnte einfach nicht mehr! Es war das einzig konstruktive und für meine mentale Gesundheit essenziell.

  • MrsChocolateBean
    MrsChocolateBean 3 months ago +5

    Mir ging es ähnlich wie Jana, ich hatte keine emotionale Bindung zu meiner Mutter, weil sie es einfach nicht geschafft hat, echtes Interesse an mir zu zeigen. Sie hat für mich gesorgt, ich hatte alles was man so braucht und ihr war es wichtig, dass ich gute Noten habe und mein Leben in den Griff bekomme. Aber es gibt keine emotionale Verbindung. Und meine Grenzen hat sie auch nicht eingehalten.
    Aber ich bin jetzt auch selbst Mutter, und merke wie schwer es ist, ein Kind emotional zu begleiten und dass es eben das perfekte Elternteil nicht gibt. Das hat mir geholfen, meiner Mutter "ihre Art" ein wenig zu verzeihen. Außerdem bekommt sie auch durch meine Kinder die Rückmeldung, was sie falsch macht (Grenzen nicht einhalten, emotional nicht involviert sein) was mir auch ein bisschen die Kraft gegeben hat, ihr das ein oder andere zu sagen. Zwar sind emotional tiefe Gespräche nicht möglich und sie wird sich nie zur "perfekten Mutter" wandeln, aber ich erkenne an, dass sie sich v.a. ihren Enkeln zuliebe bemüht und durchaus auch an sich arbeitet.
    Ich versuche für mich da so ein bisschen beide Seiten zu sehen, ich sehe das verletzte Kind in mir, das so dringend Halt sucht. Aber ich sehe auch ihre Überforderung und die schwierige Situation, in die ich für sie geboren wurde und aus der sie versucht hat, das beste zu machen.

    • MiSaLiAnW
      MiSaLiAnW 3 months ago

      Mir geht es ähnlich. Meine Mum ist auch schwierig, trotzdem hat sie uns zu selbstständigen Kindern erzogen. Und mir hat ebenso geholfen Kinder zu bekommen.
      Inzwischen tut es mir auch Leid wie oft sie bei uns Kindern ins Kreuzfeuer kam. Wo sie dann der Buhmann war und mein Papa der tollste Mensch der Welt. Nichts gegen meinen Papa, aber er war auch sehr viel weniger im Familienleben involviert. Beim Thema mental load muss ich auch immer an meine Mum denken. Sie hatte halt neben uns Kindern noch dazu einen Mann für den sie auch noch den Alltag mitgedacht hat. Und damit einher ging halt, dass meine Mum gestresst war und mein Paps entspannt. Sie hat aber auch ein Problem Aufgaben zu delegieren. Sie sind ein eingespieltes Team. Und jetzt wo wir Kinder aus dem Haus sind ist es glaub ich insgesamt entspannter.

    • Nicki Lpunkt
      Nicki Lpunkt 2 months ago

      Ein schöner Kommentar ❤.

  • Kopfinhalt
    Kopfinhalt Month ago +1

    Wohne krankheitsbedingt (Psyche) leider mit Ü30 noch/wieder Zuhause und merke mit jedem Tag mehr wie toxisch meine Mutter ist, wie unfassbar ungesund sie ist, dass ich hier eigentlich dringend weg müsste. Furchtbares Gefühl hier gefangen zu sein...

    • Die Frage
      Die Frage  Month ago

      Das klingt nach einer ziemlich schwierigen Situation für dich. Gibts keine alternative Wohnmöglichkeit? Wir wünschen die alles Gute und dass es dir bald wieder besser geht! 💛

  • Andrea Simon
    Andrea Simon 14 days ago +1

    Ich habe vor 11 Jahren den Kontakt mit meinen Erzeugern abgebrochen....war die beste Entscheidung in meinem Leben...hab aber leider noch nicht alles verarbeitet was mir in meiner Kindheit angetan wurde keinem Kind wünsche ich so etwas.. manchmal frag ich mich warum mir keiner geholfen hat

  • Chrona24
    Chrona24 3 months ago

    Als Chantal davon sprach, dass sie jahrelang versucht haben fuer ihren Vater da zu sein, hat mich das sehr stark an etwas erinnert was mir passiert ist. War bei mir kein Elternteil, aber ein guter Freund von mir hatte auch so seine Schwierigkeiten mit seiner Mutter und Freunde zu finden oder eher sie auch zu behalten. Ich habe jahrelang versucht fuer ihn da zu sein, ihn mal ein wenig auch zu pushen etwas an seinen Verhaltensweisen zu aendern damit er auch in der Lange ist Freunde zu behalten (weil ich das doch auch groessenteils auf seine Charakterzuege geschoben habe. Ich hatte ja auch Kontakt zu vielen seiner Freunde und wusste was die Leute, inklusive mir, stoert). Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es einfach nichts bringt und wir uns mittlerweile mehr geschadet haben (weil ich z.B. durch raeumliche und zeitliche Unterschiede auch nicht so viel da sein konnte wie er es braucht), dass es Zeit war einen Cut nach ca. 8 Jahren Freundschaft zu ziehen. Das war aber auch eine harte Entscheidung und ich musste mir selber eingestehen, dass ich nicht fuer seine Gefuehle und sein persoenliche Entwicklung Verantwortung uebernehmen kann und muss.

  • Oliver
    Oliver 4 months ago +4

    Gutes Thema hätte mir vor 9 jahren bestimmt viel geholfen, ich hoffe das es vielleicht anderen "Leidensgenossen" weiter hilft

  • no one
    no one 4 months ago +5

    Ich hab den Kontakt zu meinen Schwestern abgebrochen und spreche nur sehr wenig mit meinen Eltern. Ich lebe nun in Kanada, was super ist, da ich nicht mehr in der Nähe meiner Familie lebe. Ich hab sehr viel in meinem Leben durchgemacht, war in vielen Kliniken, Therapie war Suizidal und hab nie wirklich emotionale Unterstützung erhalten.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Tut uns sehr leid, dass du das mitgemacht hast. Versucht deine Familie denn Kontakt zu halten oder haben sie die "Trennung" akzeptiert?

  • VivianRaven
    VivianRaven 3 months ago +2

    Ich hab keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Mit 27 damals hatte ich endlich die Stärke den Kontakt, nach langen Jahren von physischer und psychischer Gewalt, abzubrechen. Leider hat es dennoch seine Spuren in Form eines Waschzwangs hinterlassen, gegen den ich jetzt schon seit 7 Jahren kämpfe. Aber ich habe bald eine Op, die hoffentlich eine Besserung des Zwangs bewirkt 😊 Kontakt zu meiner Mutter möchte ich nie mehr, mir geht es so viel besser.

    • netlik
      netlik Month ago

      Mir geht es genauso. Mit meinen Eltern verstehe ich mich überhaupt nicht so gut aus. Sie haben zu mir sehr viel Gewalt körperlich, psychisch und druck ausgeübt.
      Solchere Eltern verdienen kein gutes Leben. Wir müssen Menschen suchen, die uns so lieben wie wir sind. Wenn du willst können wir Nummer tauschen, weil wir den selben Problem haben. So können wir uns gegenseitig unterstützen.

  • woodYleo
    woodYleo 3 months ago +3

    Meine Mutter hat mir noch nie gesagt sie hätte mich lieb. Sie und meine Schwester haben mich immer ausgeschlossen.. ob es ein essen gehen waren oder Urlaube, Geheimnisse hatten sie auch immer vor mir und sich lustig über mich gemacht. ich war immer die blöde. Ein Angehöriger hat sich an mich vergangen als ich Kind war. Als ich endlich mut hatte, es zu erzählen war keiner für mich da. Da war mir endlich klar du musst den Kontakt abbrechen. Ich möchte mich nur noch um Menschen umgeben die mir Sicherheit und frieden geben und die mich wirklich lieb haben und schätzen.
    Alle die den schritt gemacht haben, ihr seid so stark❤

    • Carolin Hähnel
      Carolin Hähnel 3 months ago +1

      Du kannst sehr stolz auf dich sein, dass du diesen Schritt geschafft hast. Das erfordert viel Mut und Stärke. Ich wünsche dir für deinen weiteren Lebensweg ganz viel Kraft und Menschen, die dir glauben und Sicherheit geben 🌻

  • Samantha Tschap
    Samantha Tschap 4 months ago +12

    Spannend wäre auch noch die Perspektive aus Eltern Sicht, welche keinen Kontakt mit dem Kind haben, aber möchten.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +4

      Danke für den Input! Nehmen wir gerne mit :)

    • Satanel
      Satanel 2 months ago

      Ja das finde ich auch sehr interessant das gibt es nämlich auch mehr als genug

  • Antje H.
    Antje H. 3 months ago +1

    Ich bin dankbar, dass ich zwei wundervolle Eltern hatte. Beide sind kurz nacheinander gestorben. Allerdings war das Verhältnis zu meinem Vater nicht immer leicht. Zum einen war er narzistisch und depressiv (jedoch nicht dauernd, sondern phasenweise), zum anderen hat er die falsche Frau geheiratet (er war in 2. Ehe verheiratet). Die machte meiner Schwester und mir das Leben zur Hölle. Aber nur uns. Zu anderen war die immer scheinheilig freundlich. Jedenfalls hatte ich ihretwegen fast 2 Jahre keinen Kontakt mehr zu meinem Vater. Da meine Eltern sich trennten als ich 4 war, wir bei meiner Mutter lebten, meinen Vater jedoch jeder Zeit sehen durften, hat er versucht ein 2. Zuhause für uns zu schaffen. Das ist ihm auch gelungen bis er seine 2. Ehefrau kennen gelernt hat. Anfangs war sie nett und ich freute mich für ihn. (ich war 13). Doch mit den Jahren zeigte sie ihr wahres Gesicht. Alle Versuche mit meinem Vater darüber zu reden scheiterten. Er wollte es nicht sehen. Vor allem aber konnte er nicht alleine sein. Später behandelte sie ihn auch nicht gut und er heulte sich nun immer bei uns aus und sagte uns, dass es bei ihm nicht mehr schön ist. Nun ist auch sie gestorben und ich bin froh, dass die Hölle vorbei ist. Fast 2 Jahre keinen Kontakt mehr zu meinem Vater zu haben, tat mir unheimlich weh. Als seine Frau (als noch alles ganz okay war) ihren runden Geburtstag feierte und mich dazu einlud, ich aber nicht wusste, ob ich hingehen soll, riet meine Mutter mir dazu seinetwegen hinzugehen. Das war die beste Entscheidung überhaupt! Seitdem gab es zwar immer wieder Streitereien aber keinen Kontaktabbruch mehr. Ich habe gelernt ihn so zu nehmen wie er ist und musste auch erst lernen, dass er sich nicht ändern wird. Es stimmt, dass man seinen Eltern nichts schuldig ist. Aber als meine Mama so krank wurde, war es für mich eine Selbstverständlichkeit sie zu pflegen und zu umsorgen.
    Jedem, der den Kontakt zu seinen Eltern abbricht, kann ich sagen, dass sich niemand vor irgendjemandem rechtfertigen muss. Wenn man mit seinen Eltern nicht zurecht kommt oder nicht das bekommt was man gerne hätte und man das Gefühl hat, man ist ohne Eltern besser dran, dann sollte man es in Erwägung ziehen. Es ist das eine Leben das wir haben. Das sollten wir genießen und das Beste daraus machen. Zu meinem Bruder habe ich keinen Kontakt mehr und muss sagen, dass es mir richtig gut tut und dass ich nur noch Menschen um mich haben möchte, die mir gut tun oder ich bleibe lieber allein. Stress kann ich in meinem Leben nicht mehr gebrauchen. Und ich kann nur jedem raten bei sich selber zu schauen und in sich hineinzufühlen um zu überlegen ob man den Kontakt haben möchte oder nicht. Auch wenn viele (ich eingeschlossen) es so gelernt haben: nicht der andere ist der wichtigste Mensch in eurem Leben, sondern ihr selber. Ihr verbringt 24 Stunden mit euch und solltet gut zu euch sein. Ihr müsst anfangen an euch zu denken und aufhören das Wort egoistisch so negativ zu besetzen. Ich bin gerne egosistisch, weil ich mir gehöre und weil ich daran denken muss, was mir gut tut. Das solltet ihr auch. Menschen kommen, Menschen gehen. Aber ihr bleibt. Ihr solltet in eurem Leben an 1. Stelle stehen - niemand sonst (außer vielleicht euren kleinen Kindern oder Tieren, die sich nicht selber versorgen können).

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Danke für diese schönen Worte! Dir alles Gute! 🧡

  • Mila G.
    Mila G. 3 months ago +2

    Schön das es dieses video gibt. Schon von 10 jahren habe ich nach soetwas gesucht und kam mir mit dem problem ganz alleine vor. Ich bin bei zeugen Jehovas aufgewachsen und nach meinem ausstieg mit 18 und meinem daraf folgenden outing. Hat meine mutter den kontak zu mir abgebrochen. Damals war es für mich das ende der welt. (Wir hatten immer ein freundschaftliches Verhältnis). Es war sooo schwer fur mich bis ich versatnden habe das ich es selbt auch nicht möchte und habe für mich beschlossen das nicht sie den Kontakt zu mir abrricht sondern ich breche mit dieser Beziehung für mich ab. Jemand der mich nicht bedingungslos liebt und mich nicht akzeptiert wie ich bin und mein glück nicht möchte verdient meine bedinungslose liebe nicht. Wenn ich mit ihr reden würde müsste(ich könntet es nicht für mich behalten) ich sie über die zeugen jehovas aufklären und damit ihre heile welt zerstören in der sie lebt in ihrer "Wahrheit" aber das kommt nicht in frage sie ist glücklich in ihrer "welt".

  • Asmrlory
    Asmrlory 4 months ago +12

    Ist sehr belastend vorallem in der Familie aber man muss mit Menschen abschliesen die einem nicht gut tun

  • HawkHunter325
    HawkHunter325 4 months ago +8

    Ich sehe es so, wenn der Kontakt mehr schadet, als er einem gut tut, sollte man ihn abbrechen oder weit runterfahren. Es sind zwar die eigenen Eltern, und auch wenn sie einen scheiße behandeln meist einem was bedeuten, ist das Problem, dass dadurch das eigene Leben nur schlimmer wird und immer mehr Schaden von trägt. Der Schaden wiederum kann dann nicht einfach so geheilt werden. Ich kenne leider Menschen, deren Leben eher eine Qual ist, weil eben die Eltern so sind. Und wenn ich mir dann vorstelle, was für ein Leben die Menschen eigentlich haben könnten, ist das für mich traurig.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago

      Ja, man darf einfach nicht vergessen, dass solche Situationen total individuell sind. Nur weil etwas für eine Person gut geklappt hat, muss das nicht auch bei jemand anderem der Fall sein.

  • Marie von Schlotterhausen
    Marie von Schlotterhausen 3 months ago +1

    Danke. Das erinnert mich viel an meine Familie. Ich denke meine Eltern lieben mich, aber ihre Vorstellungen sind alt/übergriffig und verletzend, weshalb der Kontakt bei mir sehr gering ist. Folge ist gut.

  • Macalanias
    Macalanias 4 months ago +10

    hab vor 11 jahren den kontakt zu meiner erzeugerin abgebrochen. beste entscheidung ever. erzeuger ist seit 25 jahren tot. familie kann man sich nicht aussuchen, da ist es gut wenn die zeit dafür sorgt das man sie loswerden kann. freunde sind sehr zu schätzen

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +1

      Schön, dass du Freund:innen hast, auf die du dich verlassen kannst 🧡 Beschäftigt dich das Thema viel?

    • TheKaito71
      TheKaito71 4 months ago +9

      ​@Das stimmt ja man muss ja man kann ja auch nur einWenn du selbst nicht diese Erfahrungen gemacht hast, dann halte dich einfach raus mit so einem geistigen Mist :) Zieht Leute nur unnötig runter.

    • Mer Maid
      Mer Maid 4 months ago +1

      @Das stimmt ja man muss ja man kann ja auch nur ein du hast da wohl etwas nicht verstanden.

    • In5aNeGuY
      In5aNeGuY 4 months ago +7

      @Das stimmt ja man muss ja man kann ja auch nur ein richtig, man bricht ihn nicht "einfach" ab, jetzt stell dir vor was vorgefallen sein muss wenn jemand den Kontaktabbruch als einzige verbleibende Möglichkeit sieht.

  • Merve Ellen
    Merve Ellen 4 months ago +2

    Habe seit vielen Jahren kein Kontakt mehr zu meinen Eltern, ( sehr toxische und narzistische Personen), auch wenn ich sehr froh darüber bin finde das des laufe des Lebens, immer etwas fehlt. Ich vermisse nicht meine Mutter sondern EINE Mutter. Man hat schon seine eltern Figuren im Kopf wie das so wäre wenn man eine Familie hätte. Jetz wo ich seit 1,5j selbst mama bin, erlebe ich es ganz anders und intensiver, man versteht nochmal alles anders um so mehr man sein Kind liebt umso mehr hasse ich meine eltern.. das ist sehr verrückt aber ist die reAlität

  • Marion Cordes
    Marion Cordes 2 months ago +2

    Ich habe fast mein ganzes Leben um die Liebe meiner Mutter gekämpft. Sie hat mich und meine Zwillingsschwester bekommen, als sie 38 war...ungeplant und ungewollt...oft fielen Sätze wie, ,,wir hätten euch einfach nicht mehr kriegen sollen,, oder ,,ihr macht mich krank,, ....Sie hat sehnlichst drauf gewartet, dass sie endlich ohne Kinder in den Urlaub konnte, wenn wir ,,alt genug,, sind....
    Sie hat oft , besonders an mir, gezweifelt....was Schule anging und andere Leistungen. Ständig hat sie verglichen und ich habe meistens am schlechtesten abgeschnitten. Als wir 5 waren, griff sie mehr, als einmal zum Kochlöffel, um damit zu schlagen .
    Als ich dann selbst Kinder hatte, habe ich in der Erziehung oft auf viele Situationen mit meinen Kindern geschaut und mich gefragt, was ich mir in dieser Situation als Kind gewünscht hätte....hat sehr gut funktioniert. Mein großer Sohn ist mittlerweile erwachsen, selbstständig und glücklich und auch der jüngere ist auf einem sehr guten Weg. Beide gehen selbstbewusst durchs Leben 😊🙏🏻
    Ich wäre damals oftmals gerne einfach gegangen...meine Mutter hat mich so oft unter Druck gesetzt und mein Vater hat sich immer nur raus gehalten.
    Heute denke ich, dass ich aus Ihren Fehlern gelernt habe, da sie mir irgendwie gezeigt hat, wie man es nicht macht....
    Alles was ich für meine Söhne empfinde ist grenzenlose Liebe und Stolz☺❤

  • pauri halvor g.
    pauri halvor g. 3 months ago

    Danke für dieses wichtige Video ❤

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Schön, dass es dir gefallen hat. 🧡

  • 說你的故事  |  Tell Your Story

    Ich habe endlich mit 40 Jahren den Kontakt zu meinen Eltern komplett abgebrochen. Spät, aber nicht zu spät.

  • Sarah Kühne
    Sarah Kühne 3 months ago

    Tolles, mal ganz anderes Video mit direkten Antworten einer Expertin. Gefällt mir gut.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Danke dir! Das freut uns 🧡

  • Nadine
    Nadine 3 months ago +2

    Alles was sein darf kann sich verändern.
    Toxisch narzistische Abhängigkeitsverhältnisse dürfen enden.
    Traumatisierten Eltern die sich weigern Therapie zu machen werden eben zu solch Tätern.
    Es gibt eine indianische Geschichte dass in einem Dorf wenn ein Kind geboren ist alle 3 Tage schauen on der "Muttervogel" gelandet ist . Wenn nicht wird das Baby zu einer anderen Mutter gebracht.
    Danke für den nährenden Beitrag 🎉

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Schön, dass dir das Video gefallen hat. Danke.

  • Sandra P.
    Sandra P. 4 months ago +1

    Interessantes Thema!
    Ich habe Kontakt zu meinen Eltern und das ist auch gut so. ❤
    Nur habe ich gegensätzlich zu den Eltern meines Freundes no contact weil es hier um toxische Beziehungen geht.
    Er kommt nicht los. Ich habe beschlossen nach 3 Jahren, dass es mir reicht. Nummer gelöscht, blockiert.
    Und das Schlimme, sie wohnen nur 15 min. von hier entfernt.
    Treffe sie zB beim Supermarkt zufällig, gehe ihnen aber aus dem Weg.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +1

      Das ist auch krass! Wie findet dein Freund das? Kann er das nachvollziehen?

    • Sandra P.
      Sandra P. 4 months ago +1

      @Die Frage er versteht es, nur hat er immer noch Kontakt per WhatsApp zum Beispiel mit seiner Mutter.
      Er hat Schuldgefühle und möchte auch nicht unser Kind den Eltern vorenthalten.
      Da befinde ich mich in einer Zwickmühle.
      Ich möchte mein Kind schützen vor toxischen Menschen. Und da es nun seine Eltern sind, ist es schwer zu händeln.
      Ich bleibe aber standhaft und würde mich eher trennen, als uns "vorsätzlich ausliefern".

    • m ritschel
      m ritschel 4 months ago +1

      Wenn ich einkaufen gehe, schaue ich meist auf dem Parkplatz ob deren Auto irgendwo steht. Es kam vor, dass ich dann auf dem Parkplatz gewartet habe, bis sie wieder weg waren. Nachtrag: hierbei geht es um meine Eltern

    • Sandra P.
      Sandra P. 3 months ago +1

      @m ritschel ja, genau. So lief es gestern zufällig. Ich sah sie über den Parkplatz laufen zum Auto, da drehte ich in einen Waldweg und wartete bis sie weg waren. Obwohl ich glaube, sie hat mich gesehen.
      Normale Menschen hätten gegrüßt, die natürlich nicht. 🤣
      Sie wissen wohl, dass ich ES weiß, wer sie in Wirklichkeit sind....weil ich no contact möchte. 😇

    • m ritschel
      m ritschel 3 months ago +1

      @Sandra P. Eigentlich schlimm, aber ich verstehe total, wie unangenehm das ist. Ich werde meinen Nachwuchs nicht an meine Eltern "ausliefern", zumal ich davon fiese, lang andauernde Flashbacks bekomme, wenn ich gezwungen bin, mit ihnen auszukommen.

  • Aleaaa Meee645
    Aleaaa Meee645 4 months ago +4

    Ich habe auch seit einigen Jahren keinen Kontakt zu beiden Elternteilen mehr. Mir geht es so viel besser. Vor einem Jahr habe ich auch den Kontakt zu meiner Oma abgebrochen, die in der Elternsache immer wieder gebohrt hat und mich wie Dreck behandelte. Auch mit meiner Schwester habe ich keinen Kontakt mehr. Klar, Weihnachten ist manchmal nicht schön, aber ich habe Ehemann und Kinder. Interessanterweise habe ich bisher nie jemand kennengelernt, dem es auch so geht. Schade, weil ich denke, dass mir ein Austausch helfen würde…

    • Oliver
      Oliver 4 months ago

      Hallo Alea, meine Geschichte ähnelt deiner nicht genau aber irgendwie auch schon, es ist tatsächlich so das man am Anfang so einer Situation denkt, das man total alleine da steht, so ging es mir auch, ich würde es nicht erfreulich nennen so ein Video zu sehen da man an den Kommentaren doch stark erkennen kann das es einige von uns gibt die eine ähnliche Situation durchlebt haben, mir taten tatsächlich die ersten 3 oder 4 Jahre sehr weh, man verdrängt vieles aber sehnt sich ins geheime ja nach etwas was nie sein wird was vorallem sehr spührbar ab Weihnachten ist. Es ist aber schön das jetzt zumindest eine Art Platform für diese Art "Problematik" geboten ist und somit Leute ihre Erfahrungen und Gedanken austauschen können

    • Aleaaa Meee645
      Aleaaa Meee645 4 months ago

      Interessant. Mich haben die ersten 2-3 Jahre gar nicht so mitgenommen. Erst seit kurzem wühlt es in mir. Aber ich bereue die Entscheidung kein Stück. Mich macht es einfach traurig, dass ich nie wirklich Eltern hatte. Ich muss auch dazu sagen, dass ich als Baby schon zur Uroma gegeben wurde. Meine Mutter war wieder schwanger und für mich war dann kein Platz mehr. Meine Schwester kam kurz nach meinem ersten Geburtstag auf die Welt und für mich war dann kein Platz mehr. Meine Eltern haben mich einfach vergessen zurückzuholen. Dann wollte ich natürlich auch nicht mehr. Mich würde mal interessieren, ob du Probleme hast das zu erwähnen, wenn du einen Menschen kennenlernst?

    • Oliver
      Oliver 3 months ago

      @Aleaaa Meee645 der Kontaktabbruch und meine Situation habe ich die erste Zeit tatsächlich selbst den engsten Freundeskreis nicht erzählt, mir wurde dieses "nach außen Friede Freude Heilewelt" ordentlich eingeflossen, heute habe ich keine Probleme das offen zu besprechen, selbst mit fremden und Leuten die ich neu kennen lerne würde würde ich offen über meine Geschichte reden

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago +1

      Wir freuen uns daher umso mehr, dass du auf dieses Video gestoßen bist. :) Tausch dich gerne hier mit anderen fleißig aus, denn: Du bist nicht allein. ❤️

  • X. X.
    X. X. 4 months ago +18

    Ich habe das auch gemacht. Es war sehr schwer. Ich vermisse heute noch eine Mutter aber nicht mehr meine narzistische Mutter. Zu meinem Vater habe ich den Kontakt schon mit 15 Jahren abgebrochen, da er mich 10 Jahre sexuell missbraucht hat.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +2

      Das klingt leider gut und auch ein bisschen nicht so gut :( Wir senden dir viel Kraft! 🧡

  • larabrekker
    larabrekker 3 months ago

    Ich hab einige Schwierigkeiten mit meinen Eltern und mit Verwandten gehabt. Mit meinem Vater hab ich ca. 1 Jahr lang nicht mehr geredet, weil er absolut homophob ist und ich selbst queer bin und es damals richtig eskaliert ist. Mittlerweile rede ich wieder mit ihm aber ich weiß dass er niemals mich 100% lieben wird. Gesund ist das definitiv nicht. Auch meine Mutter hat so ihre Probleme. Sie kennt leider meine Grenzen absolut nicht, was schon mehrmals zu extremen Panikattacken geführt hat bis es einmal wirklich eskaliert ist und da hat sie’s endlich begriffen was sie da ausgelöst hat. Jedoch finde ich dass sowas absolut nicht sein muss. Warum kann man bestimmte Grenzen nicht respektieren ?? Genau das gleiche ist mit meiner Tante passiert. Bestimmte Aussagen triggern sehr sehr schlimme Panikattacken. Und ihre Entschuldigung war damals die egoistischste Entschuldigung ( wenn man es so nennen kann überhaupt ) die ich jemals gehört habe . Meine Mutter pusht mich die ganze Zeit dass ich ihr vergeben soll. Ich hatte gestern Geburtstag und sie meinte ja sie will mir kurz was geben und dann kann ich wieder gehen. Ich wollte meine Tante auf KEINEN FALL sehen. Hab sie am Ende doch gesehen und hab mit ihr geredet. Meine Tante ist schon etwas älter und deshalb meinte meine Mutter die ganze Zeit ich soll ihr verzeihen & dass ich sie nicht irgendwann so gehen lassen soll. Aber niemand weiß wirklich wie sehr meine Grenzen and die Grenze getrieben wurden . Ich liebe meine Mutter & meinen Vater aber was die beiden gemacht haben weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. Ich werde jedenfalls nicht auf meine Mutter hören und ihr zuliebe meiner Tante verzeihen. Es ist nicht mein Problem. Vergebung kann man nicht erzwingen und man kann sein Kind nicht pushen und pushen und pushen bis es endlich nachgibt.
    Wie gesagt ich liebe meine Eltern aber manchmal gehen sie einfach zu weit.

    • Die Frage
      Die Frage  3 months ago

      Vielen lieben Dank, dass du uns deine Erfahrung mit dem Thema schildest. Tut uns leid, dass du mit deinen Eltern solche Probleme hast. Wir hoffen, das Video hat dir einige gute Impulse geben können. Fühl dich gedrückt. 🧡

  • whanowa
    whanowa 3 months ago +2

    Klar ist es schön, wie die Expertin sagt, wenn man den Eltern vorm Kontaktabbruch nochmal die Gründe dafür nennen kann. Aber das bringt halt gar nichts, wenn die dafür nicht offen sind. Also manchmal hilft einfach ghosten. Innerlich den Cut machen und Ruhe ist.

  • 112fighter
    112fighter 4 months ago +6

    Ich habe den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen und bin ein freier Mensch, eine neue Nontaktaufnahme hat mich immer wieder runter gezogen.

  • Galaxy Neon
    Galaxy Neon 4 months ago +4

    Man kann lernen damit umzugehen und sich daran mehr oder weniger gewöhnen. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

    • Die Frage
      Die Frage  4 months ago +1

      Natürlich ist das total individuell! 🙏