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Extremer Aktivismus: Wie radikal darf Protest sein? 13 Fragen | unbubble

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  • Published on Dec 8, 2022 veröffentlicht

Comments • 3 469

  • unbubble
    unbubble  6 months ago +116

    Wie seht Ihr das: Ist radikaler Protest legitim? Und wo liegen die Grenzen? Schreibt es uns in die Kommentare!

    • sven defieb
      sven defieb Day ago

      Radikale Proteste wie sich auf die Strasse kleben geht garnicht. Alleine was diese Aktionen den Stauerzahler an Geld kostet in Form von Polizei Einsätzen und wenn die , die Zeit haben den Berufsverkehr zu stören sollen die mal lieber arbeiten gehen und so ihren Dienst an der Gesellschaft leisten.
      Ich hatte auf meiner alten Arbeitsstelle ein Kollege der wegen so einer Aktion deutlich zu spät zur arbeit kam und dadurch seine Arbeit verloren hat. Ein Mann der sich nichts zu Schulden kommen lassen hat verliert sein Job und jemand der Radikal ist und so Aktionen bringt bekommt keine Strafe. Schämt euch. Ihr denkt einfach nicht über die Konsequenzen nach. Wenn es euch um die Welt und den Klima und den Menschen gehen würde, würdet ihr auch keinen Menschen schaden. Was ihr aber macht. Was ein Wiederspruch in sich ist.
      Also wenn ihr was verändert wollt fangt bei euch an und versucht nicht eure ideale anderen zwanghaft auf zu drücken.

    • laura sophia greiner
      laura sophia greiner 25 days ago

      @unbubble ist es ja nicht mal mehr als

    • HANS WURST
      HANS WURST Month ago

      Volker Pispers - Politik und Kapitalismus (Beitrag von 2015) Hochgeladen vor wenigen Tagen (Heute 5.10.22 - Brandheiß - #extremerelevance

    • Gehtdich Nixan
      Gehtdich Nixan 2 months ago

      @xMaoxoaMx naja mir währs tatsächlich lieber wenn mehr nicht juristen in der politik währen die taugen da im normalfall garnix und suchen nur nach nem seiteneinstieg in die wirtschaft
      für minderbegabte und extrem asoziale

    • xMaoxoaMx
      xMaoxoaMx 2 months ago

      Diese Carla ist ne wirklich tolle Repräsentantin dieser Klimaretter.
      Jura zu studieren dauert ihr zu lange und ist zu hart, am liebsten direkt in die Politik und Gesetze die ihr gefallen durchwinken.
      Und dann wundert sie sich, dass sie nicht ernst genommen wird?

  • Martin Bruhn
    Martin Bruhn 6 months ago +779

    Ich finde es schwierig bei so einer Frage eine pauschale Antwort zu geben, es kommt natürlich auch immer darauf an, was man mit "radikal" meint und auch wie extrem die Umstände sind, unter denen man für sein anliegen protestiert. Und natürlich ist da jede Protestform auch immer im einzelnen zu bewerten.

    • m0707ax
      m0707ax 15 days ago

      @Shin Hatte jetzt beim Streik eher an Kindergärtner*innen, Lokführer oder ähnliches gedacht. Da trifft es ja primär die Eltern und nicht den Arbeitgeber. Aber prinzipiell hast du natürlich recht. Ein Streik ist eine sehr gezielte Form von Protest, während "last Generation" o.ä. sehr willkürlich wirkt

    • Shin
      Shin 21 day ago

      @m0707ax "Habe ich mir auch gedacht. Streiks sind ja in gewisser Hinsicht auch radikal, aber absolut notwendig um im Arbeitskampf gehört zu werden."
      Sehr schlechter Vergleich. Beim Streik, also dem Niederlegen der Arbeit, trifft es genau die Richtigen. Den Arbeitgeber in dem Fall, an den man Forderungen hat. Oder sollen die sich jetzt auch willkürlich auf Straßen festkleben?

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago

      @Flachkacksen Lacksen Eine Revolution hat immer seinen Preis und da kommt auch noch die Frage auf, ob sie Gerechtfertigt ist, bei einem interesse von 80% der Gesamtbevölkerung. Ist also eher unnötig.

    • Martin Bruhn
      Martin Bruhn 5 months ago

      @Kalbsbraten Braten Wenn das Notwehr gegen Adolf Hitler ist, ist die Antwort sehr tot, maximal tot. Wenn es Notwehr gegen, was weiß ich, den Lindner, ist, dann eher überhaupt nicht tot, maximal einen Klaps auf den Hinterkopf, so ungeil man ihn auch finden kann.

    • Kalbsbraten Braten
      Kalbsbraten Braten 5 months ago

      Ich finde die Frage an sich schon falsch. Radikalität darf nie passieren in einer demokratie (Utopie) da es eine Unzufriedenheit in der Bevölkerung darstellt. Radikalität ist, wie im Video erwähnt, das letzte mittel das ein Bürger ergreift um gehört zu werden. So weit darf man es eigentlich nicht lassen. aug gleicher eben kann man auch die Frage stellen: Wie tot darf ich jemanden schlagen bei Notwehr...

  • Mauro Köller
    Mauro Köller 6 months ago +577

    17:00 Hier wird etwas wahnsinnig wichtiges angesprochen. Was wir alle häufig vergessen, ist das andere Personen nicht zwangsläufig so denken wie wir. Es fehlt uns an Einfühlungsvermögen. Nicht im Sinne des Mitleids und der Sympathie, sondern in dem Sinne, dass wir die Position des anderen einnehmen und die Welt durch seine Augen sehen können. Unsere Selbstverständlichkeiten ablegen und erkennen, dass man andere Leute nicht auf die gleiche Art überzeugen kann, wie man sich selbst überzeugt hat.

    • SheykuMatki
      SheykuMatki 29 days ago

      @Mauro Köller Danke für deine Punkte. Ich finde es schade, dass bei vielen Klimaaktivisten der Blick zwar sehr weit reicht, aber dann eben nur wie ein Lupenglas vergrößert, das drumherum wird nicht gesehen.
      Mit Demokratie werden wir das Klimaziel nicht stoppen.
      In was für einer Welt würden wir Leben, wenn wir die Natur über den Menschen stellen?
      Wenn unsere Staatsform zweckmäßig und nicht demokratisch sein wird?
      Wie viel Leid wird erzeugt, wenn wir unsere komplette Energieversorgung zusammenbrechen lassen? Nicht nur hier, sondern auch in anderen Kontinenten?
      Warum versuchen wir alles "zurück zu drehen"? Gibt es vielleicht eine Flucht/Lösung vorwärts?

    • TH1103
      TH1103 5 months ago

      @FR0STBL0D "Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass sich Menschen mit der Vorstellung von der "Lügenpresse" oder dem "Staatsfunk" bereits aus dem Diskurs verabschiedet haben. Was sagt man denen? Dass ihre Stimme aus sachlichen Gründen nicht gehört werden kann ... und wenns ihnen nicht passt, dann sollen sie doch gehen?"
      Ja doch genau das. Was soll man denen sonst sagen? Ist halt ehrlich. Die Menschen haben jeder Zeit die Freiheit sich selbst zureflektieren und ihre Meinung an die Realität anpassen, aber wenn die halt irgendeinen Dünnpfiff plappern, muss es niemanden interessieren.

    • geist.
      geist. 5 months ago +1

      Sorry miss aber Fridays for future waren nur ein Haufen dummer Schüler die blau gemacht haben. Da war nichtmal das Ziel dei blöde Umwelt zu retten. 😂 Carla hat nen Realitätsverlust die Zukunft unserer Generation ist sowieso zum scheitern verurteilt. 2000er Kids alle soft und haben Definitiv nicht die richtigen Werte beigebracht bekommen.

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 5 months ago

      ​@Sifi Nein ist sie nicht. Wissenschaft schaft Wissen. Eine moralische Beurteilung ob gut oder schlecht ist keine Frage der Wissenschaft. Die Wissenschaft kann höchstens sagen, dass es schlecht für den Menschen ist, dass Arten aussterben, da es für eine schlechtere Umgebung für uns Menschen sorgt.
      Das ist zwar unnötig spitzfindig, aber dennoch korrekt. Und da es in der Streitfrage: Wie radikal darf Protest sein, sich um eine moralische Frage handelt, ist die Wissenschaft nicht der erste Ansprechpartner. Denn die Wissenschaft ist wie gesagt, sich auch darin einig , dass der Klimawandel gestoppt werden kann, wenn wir die Menschheit ausrotten.

    • Sifi
      Sifi 5 months ago

      @Mauro Köller Artensterben ist schlecht. Darin ist sich die Wissenschaft einig.

  • M P
    M P 6 months ago +182

    Druck löst Gegen-Druck aus. Das war schon immer so. Ich habe volles Verständnis für die Anliegen in Sachen Klimakrise. Wenn aber Menschen, die auf der Straße ausgebremst werden aufgrund von fastgeklebten Aktivisten, sauer werden, dann kann ich das verstehen. Druck und Gegendruck. Die Idee, nicht zu erpressen (das ist das Festkleben für mich), sondern Chancen aufzuzeigen, halte ich definitiv für motivierender.

    • Sora Brend
      Sora Brend 3 days ago

      @Shin Wenn du den Zusammenhang nicht verstehst kann ich dir auch nicht helfen. Ich kann dir ja keine Gehirnzellen schenken, und kritisch denken klappt ja wohl nicht von allein. Schade und cringe

    • Sora Brend
      Sora Brend 21 day ago

      @Shin Normaler Protest funktioniert schon seit vielen vielen Jahren nicht. Ist es dir lieber so wie es jetzt ist oder mit tatsächlichem Klimaterrorismus a la Gebäude anzünden und sprengen?

    • Shin
      Shin 21 day ago

      @Sora Brend "es ist eindeutig was getan werden muss um schlimmes zu verhindern,"
      Und da kommt Einem sich auf die Straße kleben oder Kunstwerke zu beschmierne in den Sinn? Ich kann ja auch nächstes mal Saturn-Filialen mit Eiern bewerfen, um für mehr Geld bei meinem Arbeitgeber zu streiken.
      Das trifft zwar nicht die Zielgruppe und es gibt im wahrsten Sinne des Wortes null Zusammenhang, aber ist ja egal.

    • Faro
      Faro Month ago

      @M PJa, Nötigung liegt hier auf jeden Fall vor.

    • M P
      M P Month ago

      @Faro da kenne ich mich nicht aus. Ich denke aber, gefühlt ist es eine. Oder Nötigung.

  • De Papa
    De Papa 6 months ago +2447

    Warum sieht Walulis so aus als würde er sich fragen: "wie bin ich hier hin gekommen?"?

    • Micha
      Micha 13 days ago

      weil er sich das fragt 😂

    • Lutz Drieling
      Lutz Drieling Month ago

      Weil er realisiert das er mit der CDU Argumentiert die einfach nur dagegen ist....

    • Zeldawolf 14
      Zeldawolf 14 2 months ago

      @Cucublueberry Desmond

    • Airam Fuckmama
      Airam Fuckmama 2 months ago

      Der einzige Grund um das anzuklicken und dann sowas

    • Patrick Häuser
      Patrick Häuser 2 months ago

      @WebmediArt das gelbe Feld ost auch die vernünftige Seite. Die Spinnerin auf der grünen Seite ist sowas von benebelt.

  • ARTEde
    ARTEde 6 months ago +757

    Eine Frage, die unsere Demokratie schon lange begleitet. Es ist wichtig, dass wir darüber diskutieren wollen und dürfen. Danke für diesen super interessanten Beitrag!

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 3 months ago

      "Unsere Demokratie".... wenn irgendwelche Spinner im Namen von anderen sprechen. Demokratie ist eine Herrschaftsform, den Staat ist Herrschaft und nicht Freiheit.

    • Gehtdich Nixan
      Gehtdich Nixan 5 months ago

      wir haben halt keine demokratie wir haben eine finanz und parteien oligarchie

    • Ernst Stavro Blofeld
      Ernst Stavro Blofeld 5 months ago

      All das, was die öffentlich-rechtlichen Medien sinnvoll macht, auf einem Fleck.

    • Link Exe
      Link Exe 5 months ago

      wenn sowas diskutiert werden muss, dann hat die gesellschaft und politik, bzw. der "intelligente" mensch bereits erbärmlich versagt....

    • Clouds OverCalifornia
      Clouds OverCalifornia 6 months ago

      @blue_jezuz Und du entscheidest, was demokratisch ist, so, wie die Linksgrünen denken, sie könnten darüber bestimmen?
      Nicht mehr lange, dann haben wir wieder Faschismus, aber diesmal von links.

  • Mauro Köller
    Mauro Köller 6 months ago +636

    20:20 *Jeder* muss sich bewusst machen, dass *jeder* überzeugt ist, er wäre moralisch im Recht. Es kann niemals ein Argument sein, dass die Radikalität der eigenen Seite gerechtfertig ist, weil sie moralisch richtig ist. Das ist das Fundament einer jeden Spaltung ohne Möglichkeit sich anzunähern.

    • Gurfi28
      Gurfi28 7 days ago

      @SerenityReceiver im 3. Reich war Antisemitismus gesellschaftlich weitgehend die Norm. Dennoch macht es die Verbrechen der Nazis nicht legitim.
      Selbst wenn die ganze Gesellschaft eine Meinung vertritt, bedeutet dies nicht, das es die ethisch korrekte Meinung ist.

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 4 months ago

      @Jonas Prein Ich würde dir größtenteils zustimmen, auch wenn ich nicht denke, dass meine Aussage eine abstrakte Relativierung ist.
      Ich denke es ist eine gute Faustregel. Das Gegenteil anzunehmen, man wüsste, dass die anderen ihre Positionen mit bösen Absichten verfolgen ist arrogant und gefährlich, weil es eine Absolutheit und einen moralischen Totalitarismus ermöglicht, allen, die nicht der eigenen Meinung zustimmen Boshaftigkeit zu unterstellen und sie somit als echte Gegner zu sehen, die bekämpft werden müssen.
      Zum Beispiel Todesengel, die Menschen umbringen, um sie vor ihrem leid zu schützen. Das ist etwas, von dem wir überzeugt sind dass dies unmoralisch ist, aber sie selbst sehen das nicht so und das müssen wir ebenfalls verstehen.
      Genauso politische Attentate oder Terrorismus; die Leute selbst sind davon überzeugt, dass ihre Handlungen zu einer, in ihrer Sicht, besseren Welt führt.
      Gleichzeitig ist es natürlich korrekt zu sagen, dass wir Menschen nicht immer stets moralisch handeln. Was wir tun ist häufig trotz unserer Moral eigennützig zu handeln, aber im großen ganzen leben wir Menschen nicht aktiv unmoralisch nach unseren eigenen Standards, ist was ich sagen will.
      Und während es zutrifft, dass (wissenschaftliche) Informationen unser Weltbild und Moral beeinflussen können, müssen diese Informationen trotzdem noch durch unser Weltbild interpretiert werden, da diese Informationen keinen wertenden Gehalt in sich tragen.
      Das Problem ist, dass es unendliche viele Informationen gibt, aber wir Menschen forschen aufgrund unserer Intentionen an einigen Dingen und nicht anderen. Und diese Informationen müssen dann in unseren moralischen Kontext eingebettet werden und können manchmal diesen auch ändern.
      Mein Punkt war ja lediglich, dass es dem wissenschaftlichen Fakt des Klimawandels keine direkte moralische Handlung abzuleiten ist. Manche schlussfolgern daraus, dass die moralische Konsequenz das töten der Menschen wäre, weil sie die Natur über den Menschen stellen. Und diese Position, genauso wie die den Menschen über die Natur zu stellen, ist keine wissenschaftliche Position. Und selbst dann ist das "moralische" verhalten der Aktivisten keine zwangsläufig logische Konsequenz. Aus dem wissenschaftlichen Fakt mit der moralischen Vorstellung, dass es moralisch richtig ist, die Menschheit zu retten folgt nur eine Konsequenz, und zwar: "wir müssen den Klimawandel stoppen."
      Das "Wie" folgt nicht daraus.

    • Jonas Prein
      Jonas Prein 4 months ago

      Ich denke nicht dass jeder überzeugt ist moralisch im Recht zu sein mit all seinen Handlungen und Meinungen. Ich denke es gibt viele die auf Moral ziemlich wenig geben. Wenn alle Menschen in unserer Gesellschaft es ernsthaft anstreben würden stets so moralisch wie möglich zu handeln, würde es ganz anders aussehen.
      Abgesehen davon dass das eine extrem abstrakte Relativierung ist. Viele auseinander gehende moralische Standpunkte entstehen ja erst durch uninformierte Menschen bzw. durch unterschiedliche Annahmen über Wissenschaftliche Frage und Erkenntnisse. Zu sagen Moralität ist nicht wissenschaftlich Messbarkeit, mag an sich stimmen, aber was einzelne als moralische Handlungen/Einstellungen sehen hängt doch unabdingbar von unserem Menschenbild und Weltbild ab sowie den Informationen die wir als valide betrachten.

    • Gehtdich Nixan
      Gehtdich Nixan 4 months ago

      wenn deine moral zu nem unbewohnbaren planeten führt und meine nicht ... dann finde ichs ok wenn ich extrem gegen dich protestiere
      und dann ist deine moral halt scheiße ( ich will nicht unterstellen das dem so ist wie ichs sage ich habe lediglich von meiner und deiner gesprochen um was zu verdeutlichen nicht um was zu unterstellen)

    • Mauro Köller
      Mauro Köller 5 months ago +1

      Du schreibst "Hä?", also gehe ich davon aus, dass du es wirklich nicht verstanden hast und es nicht absichtlich falsch verstehst.
      Aktivismus besteht grundlegend aus zwei Dingen. Dem Ziel und der Methode. Was du ansprichst, also das Ziel, den Klimawandel aufzuhalten ist das Ziel des Aktivismus. Die Frage um die es hier geht, ist die der Methode. Bei dem Ziel kannst du die Wissenschaft zu rate ziehen und prüfen, ob es korrekt ist. Ziel Klimawandel -> Wissenschaft sagt korrekt.
      Eine aktivistische Gruppe kann nun verschiedene Methoden anwenden, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Frage ist eine moralische.
      Ist es moralisch akzeptabel Menschen umzubringen, um sein Ziel zu erreichen? Sie zu verletzen? Ihr Leben zu zerstören? Ihr Leben zu erschweren? Ihren Alltag zu ruinieren? Ihnen Umständlichkeiten zu bereiten? Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen? Ihnen das Problem mitzuteilen?
      Auf diesem Spektrum der "Radikalität" der Methoden von "Mitteilen -> Mord" ist irgendwo die Grenze. Und die Frage: "Wie radikal darf Protest sein?" ist die Frage, nach genau dieser Grenze der Methode; nicht dem Ziel.
      Ansosnten würde es ja heißen, "Der Zweck heiligt die Mittel." Also weil das Ziel des Aktivismus wissenschaftlich korrekt ist, kann der Aktivismus niemals zu weit gehen...

  • Marisa Monecke
    Marisa Monecke 6 months ago +298

    Vielen Dank an die Dame, die diesen Diskurs moderiert hat! Ich habe das als sehr beruhigend und gleichzeitig auch nicht als zu lasch empfunden. Dankeschön ; )

    • Patrick Häuser
      Patrick Häuser 2 months ago +2

      @HoFnr42 ja das ist echt nervig. Sonst macht sie es echt mega gut

    • HoFnr42
      HoFnr42 5 months ago +4

      leider mit Genderstern aber sonst echt gut

    • Sensibelchen
      Sensibelchen 5 months ago

      Naja, nur warum waren da 6t Leute auf dem Feld, die alle politisch links sind? Mal wirkliche Konservative dabei, dann wären die andern nach 5 Minuten schreiend rausgelaufen, weil ihnen di eArgumente ausgegangen sind und sie geistig blank da stehen würden.

    • Phil Groß
      Phil Groß 6 months ago +7

      Ja man die Houmsi hats echt drauf. Find ihren Moderationsstil auch einzigartig. sehr gut

    • Chris
      Chris 6 months ago

      Ihr müßt erst alle richtig auf die fresse fallen....
      Dann raft ihr die lügen endlich

  • Xardas DHZ
    Xardas DHZ 6 months ago +272

    Die Frage ist doch, in welchem System sich sowas realisieren lässt. In einer Demokratie muss man Massen dazu bewegen sich dem Thema anzuschließen, sodass bei der Politik der Druck entsteht in dem Thema etwas zu bewegen. So wie dieser "radikale Protest" aktuell aussieht bezweckt er aber das Gegenteil. Er stößt die Massen durch Verärgerung eher vom Thema ab, als dass er die Leute für das Thema gewinnt.
    Der Fokus sollte also darauf liegen, wie man Leute überzeugen kann und das Thema für die Wähler wichtig hält. Alles andere ist eher kontraproduktiv, auch wenn es gut gemeint ist.

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago +2

      Das Problem ist, das es um Menschen zu überzeugen, einen Anreiz braucht. Große Firmen geben Jährlich Unmengen an Geld aus, um ihr Image aufzubessern und als "Klimafreundlich" zu gelten, erzeugen jedoch am meisten Schadstoffe. Wir als Verbraucher haben kaum Einfluss auf das Klima, obwohl man uns diese Verantwortung Unterschieben will. Wir müssen die großen Firmen zur Verantwortung ziehen und dabei weniger auf ihre Erscheinung achten, sie sind der Feind und unser Untergang, wenn wir sie nicht stürzen, so einfach ist die Kiste.
      Hab hier ein Interessantes Video, nur ein Beispiel von Millionen: clip-share.net/video/G_zjhp5HyfI/video.html
      PS: Gothic ist noch heute ein klasse Game, du hast Geschmack ^^

    • Martin Fürstenberg
      Martin Fürstenberg 5 months ago

      @ChocookieMonster nein sie wollen schnelle Ergebnisse in ihrem Sinne, das Thema Klima und Erneuerbare Energien steht seid über 30 Jahren auf der Agenda, wir haben gigantische geförderte Windparks und Sonnenkraftwerke, was aber eben fehlt ist eine Speichermethode für Energie und solange die nicht gefunden ist ist ein Umstieg komplett auf erneuerbare nicht machbar. Alternativ schaltet man alle Betonfabriken im Land ab, Beton erzeugt sehr viel CO2 bei der Produktion. Aber dann kann man für die Menschen keine Häuser mehr bauen. Und und und es greift alles ineinander. Und das begreifen die nicht.

    • ChocookieMonster
      ChocookieMonster 5 months ago

      @Martin Fürstenberg Aber da sprechen sie ja auch im Video darüber, dass das seit Jahren versucht und von der Politik ignoriert wird (mal abgesehen davon, dass das eine das andere eben nicht ausschließt). Und genau dass sich die Klimakrise vor allem auf die Ärmeren auswirkt, macht es ja nur umso wichtiger die finanziell schlechter gestellten Leute zu erreichen. Und es gibt Studien die zeigen, dass dieses ganze Framing von wegen "man macht Leute nur wütend/überzeugt sie vom Gegenteil" nicht stimmt und absichtlich von Leuten mit entsprechenden Interessen verbreitet wird um diese Form des Protests zu diskreditieren - Leute setzen sich nämlich sehr wohl mit den Protesten dann auseinander und entwickeln Verständnis bzw. bringen sich in der Folge sogar selbst ein!

    • Martin
      Martin 5 months ago

      @Martin Fürstenberg Die Sendung habe ich mir nochmals angesehen und finde mich noch immer eher auf der grünen Seite. Die Positionen des Zeit-Journalisten sind einfach stark vorgetragen. Obgleich er die Probleme sich radikalisierender Gruppierungen erkennt und bennent, sieht er die Bewegungen richtungsweisenderweise für notwendig - solange auf dem Boden des Grundgesetztes gehandelt wird. Die Kreuzberger Hausbesetzungen, denen sogar die CDU(!) Politikern Zuspruch gab, sind das beste Beispiel der Folge.
      PS: Ihrem Kommentar hätte es gut getan die letzten zwei, drei Sätze wegzulassen. Dadurch wirken Sie ungeheuer ignorant. Also genau das, was Sie den Aktivisten vorwerfen.

    • Martin Fürstenberg
      Martin Fürstenberg 5 months ago

      @Martin Nur weil ich etwas fordere bin ich kein Aktivist, aktivisten setzen sich für etwas ein und wenn ich mich für etwas einsetze möchte ich dieses Ziel erreichen. Zu demonstrieren dass ein Problem existiert gibt es Demonstranten, ja man kann Argumentieren dass Demonstranten ja nur demonstrieren und nicht anderweitig aktiv sind weniger Impact hat als wenn es eine spektakuläre Aktion gibt die in den Nachrichten kommt, aber diese Aktion hat immer Konsequenzen und diese sind momentan eher extrem negativ bei Aktionen von der letzten Generation. Die haben nicht überlegt wie können wir ein Ziel durchsetzen sondern nur wie machen wir auf uns aufmerksam und dabei ignorieren sie komplett den negativen Impact ihrer Aktionen. Ich bin auch dagegen Lebensmittel zu verschwenden würde aber sie aktuell eher verbrennen als irgendwie diesen Spinnern zuzustimmen, du siehst wie das meine und viele andere Meinungen beeinflusst? Ein sinnvoller Weg wäre gewesen sich einfach vor jedes Büro eines jeden Abgeordneten zu setzen und Lautstark Aufmerksamkeit zu schaffen, spätestens wenn die ersten Wähler anfragen warum sie nichts tun sehen sie ihre Felle davonschwimmen und müssen etwas tun, wenn sie in ihrem Wahlkreis wiedergewählt werden wollen. Es gibt dutzende Sinnvolle Aktionen aber es wurde sich für spektakulär und auf die schnelle entschieden. Das sind einfach nur Kinder die sich als große Weltretter sehen wollen. Um mehr geht es ihnen auch nicht.

  • zoé
    zoé 6 months ago +344

    das war glaube der beste mix aus menschen, den ich bei 13 fragen je erlebt habe. super interessante persönlichkeiten, die sich wahnsinnig gut ergänzt haben. hitzig, aber viel input und konstruktiv. richtig gut!

    • P M
      P M 13 days ago

      @Slife Das ist deine Meinung aber kein Fakt.

    • Slife
      Slife 13 days ago

      @P M Ich weiss nicht ob du ein Zeitreisender bist aber die CDU ist spätestens seit Angela Merkel keine Konservative Partei mehr.

    • Faro
      Faro Month ago

      Hast du einen Knick in der Linse? Da stehen 6 links-grüne die lediglich unterschiedlich hoch radikalisiert sind.

    • Alex1710XVII
      Alex1710XVII 2 months ago

      @Sven T. schönes Lagerdenken hast du da.
      In erster Linie waren das alles Menschen, die das Problem sehen und sich Sorgen um die Zukunft unserer Zivilisation machen, d.h. man hat eine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Und eine CDUlerin als links zu bezeichnen ist schon abenteuerlich

    • Silky Johnson
      Silky Johnson 5 months ago

      Aber nicht divers genug
      Nicht mal ein einziger POC?!?!
      Bin übertrieben offended!!!!

  • Lousberg Ambient
    Lousberg Ambient 6 months ago +193

    Die Frage sollte auch sein "wie sinnlos darf Protest sein?". Nehmen wir die Leute, due sich auf der Straße festkleben; sie bekommen immer weniger Verständnis und Sympathien von den Menschen, und stoßen immer mehr die von sich ab, die sie eigentlich auf ihrer Seite haben sollten.

    • Lissi 221
      Lissi 221 3 months ago +2

      @SilverSmurfer aber was bringt das, wenn sie die Aufmerksamkeit von ganz Deutschland haben, aber jeder sich nur aufregt und aus Prinzip genau das Gegenteil macht?

    • Rofurt
      Rofurt 3 months ago +2

      @SilverSmurfer In einer Demokratie geht es aber darum das die Mehrheit etwas beschließt - und wenn es man mehr Menschen gegen sich hat, so wird auch die Politik so reagieren.

    • Rofurt
      Rofurt 3 months ago +1

      genau das Argument hat mir hier gefällt. Sollte man nicht versuchen die breite Masse hinter sich zu bringen? Mit solchen Aktionen treibt es ehr die meisten weg davon.

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago

      @SilverSmurfer Also wenn sie einen Menschen auf offener Straße erschießen, dies die Runde macht und Aufmerksamkeit generiert, ist es dann auch in Ordnung? Nein, es Produziert genauso Gegenwind und das mit recht.

    • paight
      paight 4 months ago

      Sicherlich wäre ich auch verärgert gewesen wenn ich mit meinem Auto dort gestanden hätte aber ich muss sagen das ich schon darüber nachgedacht habe wie Verzweifelt Menschen sein können zu solchen Massnahmen zu greifen weil sie vlt mit ihrem Latein am Ende waren und nicht mehr wussten was kann man noch machen (eventuell). Deswegen würde ich nicht per se sagen sie stoßen alle ab in meinem Fall konnte ich schon Sympathie entwickeln und ich bin nicht der Welt Retter Überaktivist.

  • Warschibarschi
    Warschibarschi 6 months ago +264

    Das Wort "radikal" wird mir in der Sendung zu häufig synonym für das Wort "extremistisch" verwendet. Auch wenn die Übergänge von Radikalismus und Extremismus natürlich fließend sein können, meinen sie im politischen Sinn unterschiedliche Dinge. Radikal bedeutet sinngemäß "von Grund auf" und extremistisch sinngemäß "um jeden Preis". Es geht nicht um die chemischen Radikale.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 3 months ago

      @TH1103 Warum soll ich Kompromisse mit Menschen eingehen, die nicht gegen Herrschaft (Staat) und Markt (Ausbeutung) sind. Das Grundgesetz ist die Verfassung der Volksgemeinschaft nach dem NS und basiert auf der Rechtsphilosophie von Carl Schmitt. Demokratie, so schon Oscar Wilde, ist das Niederprügeln der Bevölkerung, durch die Bevölkerung, für die Bevölkerung. Für das Antisemitische Shithole Deutschland heißt dies, die Obere Klasse wird zu Gesindel, die Untere Klasse zu Pöbel und zusammen sind Sie Volk, eben völkisch Denkende Elendsgestalten. Deutsche haben aus der Geschichte nichts gelernt und doch nichts vergessen. Deutsche sprechen Lügen aus, die Sie selber glauben. Wer es ernst meint mit der Kritik an Kapital und Staat, sollte sich geschmeichelt fühlen, wenn er vom Staat als »Linksextremist« oder »totalitär« bezeichnet wird. Denn notwendigerweise gilt dem Staat als »linksextremistisch«, wer es mit der freien Assoziation der Individuen ernst meint. Und als »totalitär« gilt ihm alles, was auf die Wahrheit zielt. Wem indes an einem Totalitarismusbegriff liegt, der eben dieses totalitäre Moment der vermeintlichen Mitte fasst, der sollte Hannah Arendt lesen.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 3 months ago +1

      Radikal heißt, ein Problem an der Wurzel zu begreifen, Kritik muss radikal sein, sonst ist Sie keine. Zum Extremismus vor dem Deutsche ja immer Angst haben, weil Sie vor allem nur als Untertanen taugen wäre zu sagen.... Wer es ernst meint mit der Kritik an Kapital und Staat, sollte sich geschmeichelt fühlen, wenn er vom Staat als »Linksextremist« oder »totalitär« bezeichnet wird. Denn notwendigerweise gilt dem Staat als »linksextremistisch«, wer es mit der freien Assoziation der Individuen ernst meint. Und als »totalitär« gilt ihm alles, was auf die Wahrheit zielt. Wem indes an einem Totalitarismusbegriff liegt, der eben dieses totalitäre Moment der vermeintlichen Mitte fasst, der sollte Hannah Arendt lesen.

    • TH1103
      TH1103 5 months ago +6

      @Nefertari🦅 Nein das ist eben genau nicht. Radikal und extrem sind grundverschieden. Es ist beispielsweise radikal Faschismus kategorisch abzulehnen, aber würdest du sagen, dass das extrem ist? Das Extrem sein beinhaltet immer extreme Positionen, die sich vor allem an den Rändern der Gesellschaft finden. Radikal hingegen ist eine grundlegende Haltung in Bezug auf eine spezifische Sache. Man ist in bestimmten Punkten eben nicht kompromissbereit, was per se erstmal nichts Schlechtes sein muss, denn nicht jedes Problem ist durch einen Kompromiss lösbar. Auch wenn natürlich die Fähigkeit Kompromisse zu finden unabdingbar in einer Demokratie ist.
      Und was ganz wichtig ist: Extreme Positionen sind immer abseits der FDGO. Sie wollen das System stürzen und eine neue Gesellschaftsordnung etablieren. Radikale Positionen können durchaus auf den Füßen des Grundgesetzes stehen. Die Klimaaktivisten hier im Video wollen nicht bspw. das GG oder unsere Demokratie abschaffen. Daher sind sie auch nicht extrem.

    • nora nora nora
      nora nora nora 5 months ago

      Die Sache ist hier entscheiden Leute (Politiker) was radikal ist während andere sich „radikalisieren“... warum? Ja oft auch weil die anderen Wege zwar offiziell existieren aber wo sieht man das funktionieren? Wie kann es sein dass ursula von der leyen noch aktiv ist und noch mit dem Ehemann. Es ist doch garnicht so dass ideen oder Lösungen fehlen. Das Problem ist dass die verantwortlichen sich nicht drum kümmern. Und deren Radikalität im wegschauen, ignorieren, Firmeninteressen folgen wird gebilligt ohne Probleme.... wer bitte fühlt sich von diesen Menschen noch repräsentiert? Ich kenn persönlich nienanden....

    • Nefertari🦅
      Nefertari🦅 5 months ago

      Naja aber, wenn man radikal vorgeht ist das eben sehr extrem.

  • Anton Tartz
    Anton Tartz 6 months ago +95

    Den Vorschlag in die Kommunalpolitik sich einzubringen klingt solange gut, bis man in dieser ist. Meine Erfahrung war, das ich umgeben war von "das ist so umständlich" "da gibt es super viel Gegenprotest" "dafür ist kein Geld da"(dies ging um einen Geschirrspüler im Rathaus um Plastikgeschirr zu ersetzen). Bei allen Themen heißt es "das ist TEILWEISE Verantwortung vom Land, also schauen wir gar nicht erst was geht." (hier ging es um öffentliches WLAN in einem Park hinterm Bezirksamt, wo es auf dem Parkplatz davor welches gibt)
    Von jungen Personen die in der BVV direkt sitzen wurde mir von einer teils sexistischen und Jugend-feindlichen Atmosphäre berichtet. Mich hat leider die Politik von der ehemaligen Bürgermeisterin ziemlich desillusioniert und hat mich mehr überzeugt daß es manchmal auch radikalere Aktionen braucht um Politische Institutionen aufzurüteln. Damit ist natürlich gemeint das es gezielt die Entscheidungsträger gewaltlos erreichen muss und gleichzeitig nicht die Sympathien anderer verspielt. (Beispiel: Also mehr wir blockieren die Einfahrt eines Ministeriums und nicht die Straße.)

    • Ambivert Sorcerer
      Ambivert Sorcerer 6 months ago +4

      Hab ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei uns hieß es immer, wenn man einen Vorschlag gebracht hat: "Ja, dann mach mal." Richtig toll, alleine oder mit maximal ein, zwei anderen Arbeit für eigentlich zehn Personen zu machen :)

    • Kommentieren bis zu den Ohren
      Kommentieren bis zu den Ohren 6 months ago +1

      Ach lustig. Hab dich gefunden. :D hi

    • G. Berwald
      G. Berwald 6 months ago

      klar ist Kommunalpolitik mühselig...aber stell dir jetzt mal vor wie in höheren Ebenen zugehen muss. Viel Bürokratie und noch mehr Köpfe

  • imp
    imp 5 months ago +161

    Klebt bitte dem Bundestag die Tür zu und füllt über das Dachfenster eine enorme Menge mittelscharfen Senf ein. Das wär nicht nur gezielter als auf einer Straße zu kleben sondern zudem auch noch lustiger.

    • Michael Jöst
      Michael Jöst 29 days ago +3

      mittelscharf ist mir persönlich noch zu lasch, wasabi wär dann schon eher so meine Vorstellung

    • mandret1996
      mandret1996 2 months ago +3

      Operation Klebesenf

    • Phönix fighter
      Phönix fighter 5 months ago +5

      @Der Boy imp ist ENS bestens

    • Der Boy
      Der Boy 5 months ago +11

      imp ist der beste

  • Andreas Link
    Andreas Link 6 months ago +40

    Vielen Dank für dieses Format. Ich hoffe, es finden sich häufiger Diskurse auf diesem Wege wieder. Ich konnte viel mitnehmen

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +1

      Danke für Dein positives Feedback! Wie stehst Du selbst zur Konfliktfrage: Wie radikal darf Protest Deiner Meinung nach sein?

  • Fidi987
    Fidi987 6 months ago +113

    Die Frage ist doch, wie so ein Protest funktioniert. Ich muss also um 8 Uhr bei der Arbeit sein oder beim Facharzt, auf dessen Termin ich 2 Monate warten musste. Ich fahre um 7:00 Uhr los und käme damit eigentlich um 7:45 Uhr an, also mit einem Zeitpuffer. Jetzt liegen Menschen auf der Straße, ich muss 30 min warten, mein Chef macht mir Ärger oder ich muss erneut ein paar Wochen auf einen neuen Arzttermin warten.
    Was wurde erreicht?
    Doch am ehesten, dass ich auf die Protestanten und ggf. sogar ihr Anliegen wütend werde! Doch nicht, dass ich das Thema unterstütze.

    • Unr3achabl3 5KY
      Unr3achabl3 5KY 15 days ago

      Ergibt Sinn dass du erstmal sauer bist aber ist es nicht eher problematisch dass du dich von einem einzigen Erlebnis dass dir widerfährt eine konstante Frustration, Intoleranz oder Abweisung verinnerlichst? Ich bin auch sauer im Moment wenn BS passiert aber versuche im Nachhinein schlauer zu werden und zu reflektieren ob das eine oder das andere eher angebracht ist. Bin aber auch kein Egoist. Damit möchte ich dir das nicht unterstellen aber eine kontextuelle Nachtragsarbeit ist sicherlich zielführender als stumpfe Annahme unbegründeter selbst auferlegter Vermutungen.

    • Climate Change doesn't bargain
      Climate Change doesn't bargain 4 months ago

      @Candy Walton keiner ist unschuldig und da ich nicht mitmache kannst du wohl kaum mich meinen

    • Candy Walton
      Candy Walton 4 months ago

      @Climate Change doesn't bargain Menschen wie du sind der Grund wieso ich euch nicht ernstnehmen kann. Letzendlich geht es euch auch gar nicht um das Wohl anderer Menschen, sondern nur dass ihr als Märtyrer da steht und unschuldigen Menschen das Leben schwer machen könnt. Das ist purer Narzissmus.

    • Climate Change doesn't bargain
      Climate Change doesn't bargain 4 months ago

      @Harry Konzert wie kommst du drauf, dass ich mit dir reden will?

    • Harry Konzert
      Harry Konzert 4 months ago

      @Climate Change doesn't bargain ich wüsste nicht, was das mit dem thema zu tun hat. reden wollen aber nicht sachlich bleiben können.

  • Walli
    Walli 6 months ago +119

    Übrigens, psychische Gewalt ist tatsächlich auch juristisch gesehen ein Punkt der einen friedlichen Protest zu einem gewalttätigen macht.

    • sweet silly
      sweet silly 5 months ago +2

      @Sassi7997 Etwas kopflos unterwegs?

    • Sassi7997
      Sassi7997 5 months ago +1

      @sweet silly Die Französische Revolution ist jetzt so ziemlich das billigste Totschlagargument, das du hier anführen kannst.

    • sweet silly
      sweet silly 6 months ago +1

      @Andre Bischoff Genau, man beachte die friedliche französische Revolution.

    • Gegenwirklichkeit
      Gegenwirklichkeit 6 months ago

      Ja aber wenn man im einmal Stau steht, bekommt man davon noch keine psychische Störung von der Klimakatastrophe und ihren Folgen schon.

    • LifeOfKia
      LifeOfKia 6 months ago

      @Ambivert Sorcerer Das eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Sobald jemand einem anderen Menschen individuell schadet und in seiner Würde verletzt, hört Protest einfach auf :)
      Das hat nichts mit einer Verharmlosung von Gewalttätern zu tun.
      Aber es macht halt wenig Sinn, sich auf der Straße festzukleben, um Lebensmittel zu retten, zur Hauptverkehrszeit, wenn auch Lebensmittellieferungen unterwegs sind, beispielsweise für Schulen und Kitas, die dann verderben oder an Qualität und somit an Nährwert einbüßen!
      Dann lieber Druck auf die ausüben, die wirklich was ändern können. Aber Behörden stürmen, oder mal große Klappe bei Politikern geht ja immer nicht. Soweit geht der Wille zum Protest dann doch nicht. Sondern man schimpft dann lieber auf seinesgleichen, obwohl wir alle das gleiche Schicksal teilen!

  • ThePasc011
    ThePasc011 6 months ago +29

    Wirklich gutes Video.
    Direkt mal überall geteilt.
    Bietet mal eine Möglichkeit zu diskutieren und beide Seiten anzuhören, statt einfach sinnlos zu streiten wer recht hat.
    Gerne mehr von.

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +1

      Danke für Dein positives Feedback!

  • Gamer theDog
    Gamer theDog 6 months ago +91

    Danke für dieses tolle Format!

    • unbubble
      unbubble  6 months ago +4

      Danke für Dein Feedback - freut uns sehr zu hören, dass Dir 13 Fragen gefällt!

  • Shinn
    Shinn 6 months ago +10

    Ich hab so einige Probleme mit der Tiefe dieser Diskussion. Zu sagen, dass die Deutschen ja schon überwiegend wissen, dass es die Klimakrise gibt, verfehlt den Punkt, dass es nicht um Aufmerksamkeit geht, sondern um Handlungsbedarf und nicht in 10 Jahren sondern jetzt. Und eine Ebene tiefer: es müssen auch Abstriche gemacht werden, für die Klimapolitik.
    1. Ebene: Aufmerksamkeit
    2. Ebene: Dringenden Handlungsbedarf erkennen
    3. Ebene: Abstriche weren in Kauf genommen.
    Ich behaupte, dass vielleicht 1/3 der Bevölkerung in der zweiten Ebene und dritten Ebene sitzt. Der Großteil aber noch bei der Aufmerksamkeit. Gemessen daran, wie lang es gedauert hat bis das Klima Mainstream geworden ist (30-40 Jahre) müssen diese anderen beiden Ebenen innerhalb von kürzester Zeit erreicht werden. Und da sehe ich uns nicht.
    Übrigens Frau Politikerin: Es tut der jungen Generation bestimmt auch sehr Leid, dass sie nicht den politisch korrekten Weg der Lobbyarbeit gehen. Leider steckt im Klimaschutz nicht so viel Geld, wie in der Autolobby, Alkohollobby etc.

    • Erd Bär
      Erd Bär 3 months ago

      Genau das habe ich mir auch gedacht! Wenn 80% der Bevölkerung doch offenbar den Handlungsbedarf erkannt haben, wieso spiegeln die politischen Entscheidungen das so extrem wenig wieder? Ich finde, dass die CDU Politikerin sich da ein Argument gegen sie selbst vorgelegt hat (surprise)

    • Erd Bär
      Erd Bär 3 months ago +1

      Genau das habe ich mir auch gedacht! Wenn 80% der Bevölkerung doch offenbar den Handlungsbedarf erkannt haben, wieso spiegeln die politischen Entscheidungen das so extrem wenig wieder? Ich finde, dass die CDU Politikerin sich da ein Argument gegen sie selbst vorgelegt hat (surprise)

    • Holger Witzenleiter
      Holger Witzenleiter 6 months ago

      @Shinn Ja, "Gier" ist natürlich auch eine Zuschreibung. Letztlich ist das Handeln zum eigenen Vorteil systemimmanent.
      Trotzdem sind es aus meiner Perspektive eher die Menschen im Globalen Norden, die für das Klima hauptsächlich verantwortlich sind, ähnlich wie auf der Autobahn eben die Raser*innen ;-) das Problem sind, wobei Gendern hier vielleicht kaum nötig ist...

    • Shinn
      Shinn 6 months ago +3

      @Holger Witzenleiter muss ich mir merken, guter Spruch. Könnte auch als Kritik an liberaler Wirtschaftspolitik gesehen werden, sofern man wirtschaftlichen Akteuren generell Gier unterstellen kann/ möchte. Sprich die Politik muss sich dafür einsetzen, um die Gier zu regulieren.
      Noch weiter gedacht: Politik kann nur dann die "Gier" regulieren, wenn die Politik selbst, immun gegen die Gier ist, sprich gegen Korruption oder im weitesten Sinne auch Lobbyarbeit der mächtigen Industrien.

    • Holger Witzenleiter
      Holger Witzenleiter 6 months ago +4

      @Shinn Da gibt es doch diesen Spruch von ich-weiß-nicht-wer, dass genügend für alle da ist, aber nicht genug für jedermanns Gier.
      Ich finde, dass es dieser -Satz gut auf den Punkt bringt.

  • Felix Weber
    Felix Weber 6 months ago +62

    Spannende Diskussion! Super dass 13Fragen endlich einen eigenen Kanal hat

    • Lia 1b
      Lia 1b 5 months ago

      @Chris worüber könnte man da denn reden, glaube nicht, dass sich jemand hinstellt uns sagt joa ich find das eig ok.... ?!?!

    • Chris
      Chris 6 months ago +3

      Total spannend... Null framing und so...
      Wollen wir mal über Gruppenvergewaltigungen reden...

  • Antonius Nies - Komponist, Pianist & Organist

    Was mich an dieser Diskussion immer ein bisschen stört, ist das Framing, dass man, um radikale Kurswechsel zu provozieren, zu extremen, grenzüberschreitenden physischen Handlungen greifen muss. Das würde ich mal grundlegend in Frage stellen. Radikalität ist etwas, was im Kopf stattfindet, und nicht in der Aktion. Radikal ist es, die Wurzel eines Problems anzupacken und möglichst schnell die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Ich würde behaupten, dass ich im Kopf ziemlich radikal bin. Ich glaube, dass wir global ein fundamental anderes, demokratisch-marktwirtschaftlich-sozialistisches Wirtschaftssystem brauchen, alle Autokraten weltweit abgesetzt gehören, wir eine demokratisch gewählte Weltregierung brauchen und die dann auf dem schnellstmöglichen Weg die Klimakrise beenden und alle Lebensbereiche demokratisieren muss. Trotzdem greife ich nicht zu ordnungswidrigen Aktionsformen. Warum? Weil ich glaube, dass Argumente stärker sind, wenn sie tatsächlich wohl überlegt und gut ausformuliert werden und man sich damit an die richtigen Leute wendet. Das Problem ist ja nicht, dass Menschen in Machtpositionen nicht die Probleme dieser Welt lösen wollen. Sondern das Problem ist, dass sie kognitiv noch nicht auf dem Stand sind, die Wirksamkeit der Lösungen zu sehen. Da muss man ihnen helfen, und zwar mit allen Argumenten, die dafür von ihrer Position aus für ihren Persönlichkeitstyp notwendig sind. Dann werden sie auch ihr Handeln und damit die Welt verändern, davon bin ich fest überzeugt. Es reicht einfach nicht, die neuesten Argumente im wissenschaftlichen Diskurs immer wieder runterzubeten, wie es sehr beliebt ist. Man muss zuhören, wo die Menschen stehengeblieben sind, und dann von genau diesem Punkt an Argumente finden, die ihnen weiterhelfen. Und wenn man feststellt, dass Sie vielleicht wieder Erwarten Recht haben, muss man die eigene Meinung auch mal revidieren. Das ist gleichzeitig komplett gewaltfrei und unglaublich radikal. Denn guten Argumenten, die man versteht, kann im Inneren kein Mensch widerstehen. Wirklich gute Argumente sind stärker als Ordnungswidrigkeiten, stärker als Gewalt und manchmal sogar stärker als Geld.

  • Tim Janek
    Tim Janek 6 months ago +154

    Holger und Andreas in Kombination mit Carla ist eine der besten Diskussionen, die es hier gegeben hat. Holger und Andreas sind äußerst intelligent und können diese schwierige Thematik klasse differenziert einordnen.

    • Holger Witzenleiter
      Holger Witzenleiter 29 days ago +1

      @MzeeWeeed Ich hatte die Hufeisentheorie immer im Speziellen auf Deutschland bezogen kritisiert. Über diesen geopolitischen oder historischen Ansatz werde ich wohl noch ein bisschen nachdenken müssem.
      Mir stellt sich aber gleich die Frage, ob Mao oder Stalin denn nun tatsächlich "links" einzuordnen sind? Oder ob wir die Hufeisenfrage des Extremismus tatsächlich auf Staatstheorie anwenden können?
      Ein verwandter Punkt würde aber Deinen Frageansatz stützen: Alle Utopien sind in ihrem Kern eigentlich totalitär.
      Vielleicht ist also der Ursprung des Extremismus im "Idealismus" begründet, für alle Menschen "das Beste" zu kennen und zu wollen, während das eigentlich immer nur diese Menschen selbst kennen und wollen können....
      (Ist mein Kommentar noch verständlich? ;-) )

    • Holger Witzenleiter
      Holger Witzenleiter 29 days ago

      @MzeeWeeed Ah, jetzt verstehe ich den Denkansatz.

    • MzeeWeeed
      MzeeWeeed Month ago +2

      @Holger Witzenleiter ich bezog mich auf die Hufeisentheorie. Da ging es um Extremismus auf beiden Seiten. Und das man beide Seiten nicht gleichsetzen kann. Und auch wenn die Hufeisentheorie nicht ganz unkritisch zu sehen ist, schließt sich mit steigendem Extremismus der Kreis.

    • Holger Witzenleiter
      Holger Witzenleiter Month ago

      @MzeeWeeed Das Thema hier war Ziviler Ungehorsam, oder?

    • MzeeWeeed
      MzeeWeeed Month ago

      @Holger Witzenleiter wo würde man denn jemanden wie Stalin oder Mao und deren Taten einordnen?

  • _blue_lynx
    _blue_lynx 6 months ago +368

    "Wenn ihr euch so verhaltet, dann erst recht nicht!"
    Das ist doch mal eine lösungsorientierte Aussage.

    • Anja S.
      Anja S. 10 days ago

      Das war auch mein erster Gedanke

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago

      @DM 325 Am besten fand ich ja als sie sagte, das sie nicht gern hört wie Leute "Die Politiker" sagen. Dabei sprechen sie doch auch von "Dem Volk, dem Pöbel" und teilen sich selbst nur zu uns ein, wenn es ihnen nutzt.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 5 months ago

      @TH1103 Naja die Frage ist, was hat denn das 15-jährige Mädchen in Schweden bewegt, laut Dir ja anscheinend nicht viel, zumindest in Deutschland. Ich bin ja irgendwo bei Dir, ich hab auch nicht gesagt, die Proteste und Aktionen sollten aufhören, aber mit diesen Blockade-Aktionen erweist man sich selbst einen Bärendienst. Weil das Anliegen hinter die Aktion zurücktritt, wenn sie a) Betroffene schafft, die selbst keine Gestaltungskraft besitzen und z.B. nicht dafür sorgen, dass Scholz z.B. irgendeinen Preis erhöht oder nicht und b) diese Betroffenen nichts als negative Emotionen mit der Sache assoziieren werden. Nochmal - den Wandel, den "ihr" braucht, bekommt ihr nicht, wenn ihr die Leute schieben wollt. Die müssen von selbst in die Richtung gehen. Und das passiert nicht, indem ihr sie "anpisst".
      Und ich bin auch im Punkt bei Dir, dass man manchmal auch ein bisschen radikal sein sollte. Ja, für die Signalwirkung ist das korrekt. Aber dann nicht dieselbe Sache immer wieder. Und ob Du es nun "das Beste für die Bürger" oder "objektiv richtige" nennst - es ändert nichts daran, dass Ihr als Gruppe anderen nicht Euren Willen aufzwingen könnt und dürft. Die Zeugen Jehovas meinens vermutlich auch gut mit Dir und trotzdem dürfen sie Dinge nicht erzwingen.
      Ich kann mir vorstellen, dass das ein Stück weit unbefriedigend ist, weil man ja selbst was tun will und auch bereit ist, dafür zu verzichten etc. Aber so ist das nunmal. Ich weiß nicht wie alt du bist, ich bin Mitte 30 und selbst ich hab schon mehrere Ereignisse erlebt, in denen der große Alarmismus umging. Das ist für viele Menschen also nichts, was sie noch nie erlebt haben.
      Wenn ihr ne breite Masse motivieren wollt, macht Informationskampagnen. Datum an dem irgendwer irgendwas zugesagt hat, Datum heute und Ergebnis. Nüchterne Fakten. Nicht zu irgendwas, was "ihr" plötzlich wollt, sondern zu Dingen, die die Politik schonmal bestätigt hat.
      In Frankreich hat man gesehen, dass die Polizeien solche Blockaden auch weniger rücksichtsvoll beenden kann als in Deutschland. Die Stimmen, die das Fordern werden sicherlich nicht leiser. Was immer ihr tut - visiert die Entscheidungsträger an, ob in Firmen oder des Staates. Das sind die, die überzeugt werden müssen - wenn ihrs irgendwo mit Zwang versuchen wollt, dann da. Ansonsten ists verfehlt.

    • TH1103
      TH1103 5 months ago

      @Matt Daniels Ich gehöre nicht zu den Blockierern, aber ich finde die Methode des zivilen Ungehorsams durchaus in einem gewissen Ausmaß gut und ich finde es wichtig, dass wir bei Themen, die aus objektiver Perspektive wenige Kompromisse zulassen auch radikale Methoden wählen, um darauf aufmerksam zu machen.
      Natürlich sage ich nicht, dass der Staat sich erpressbar machen soll gegenüber jedem, der zivilen Ungehorsam betreibt, aber das wäre ja absurd. Das könnte ich auch auf Streiks, die ja auch eine Form des zivilen Ungehorsams sind, beziehen und sagen:" Wer streikt, bekommt schon mal gar kekne Lohnerhöhung." Also ist die Sichtweise etwas unterkomplex.
      Du argumentierst ja quasi so, dass jetzt die Botschaft der Protestierenden angekommen sei und deshalb der Protest auch nicht notwendig. Das sehe ich fundamental anders. Wir haben immer noch eine Mehrheit im Parlament, die doch eher auf der Seite der Bremser sind. Olaf Scholz hat bspw. 2019 persönlich einen höheren CO2 Preis verhindert. Wir vergeben Tankrabatte. Wir subventionieren fossile Brennstoffe immer noch stärker als erneuerbare Energien. Wir haben noch nicht einmal ein Gesamtkonzept für eine CO2freie Wirtschaft entwickelt. Wir sind noch weit am Anfang der Diskussion und Protest ist jetzt so wichtig wie vor 10 Jahren.
      Und was wir hier tun, müssen alle machen, aber weil es sowieso alle machen müssen, müssen wir es sowieso machen, egal was die anderen machen. Das Argument: "Ach was richten wir schon aus? " ist 1. falsch, weil weltweit viel getan wird und 2. weil, dass eine Losermentalität ist. Ich stelle mal die Gegenfrage: Was soll ein 15 jähriges Mädchen ausrichten, was alleine vor dem schwedischen Parlament protestiert? Die Gesellschaft ist ein chaotisches System und kleine Taten können massivste Auswirkungen habrn.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 5 months ago

      @TH1103 "Der Staat soll die Politik machen, die am besten für seine Bürger ist und keine Trotzhaltung einnehmen."
      Natürlich soll er das nicht. Aber er darf sich halt auch nicht einzelnen dazu nötigen lassen, Dinge zu tun, die diese "einzelnen" für "das Beste für seine Bürger" halten. Ich unterstell jetzt einfach mal, dass Du tendentiell eher zu diesen Blockierern gehörst und sprech Dich jetzt mit "ihr" an, nicht persönlich nehmen, wenns nicht so ist: Was "ihr" nicht begreift oder begreifen wollt, ist, dass ihr diesen Wandel nicht erzwingen könnt. Ja die Politik hat Timelines verschlafen, hat Fehler gemacht. Aber die werden wir nicht dadurch kompensieren, dass wir jetzt ganz ganz fix noch dieses oder jenes durchziehen. Abkürzungen geht nicht. Und ihr werdet nicht die Allgemeinheit dadurch zu "besserem" Verhalten kriegen, in dem ihr sie nur ausreichend genug nervt. Das wird nicht klappen.
      Was es braucht sind positive Bilder, lebt ein Leben vor, was ökologisch korrekt ist, dessen Einschränkungen aber nichts kosten. Leistet Überzeugungsarbeit.
      Und mal eine Ebene weiter hoch skaliert: Wie wichtig ist es, was wir hier in Deutschland tun, welchen Unterschied macht das global wenn Indien und China in den kommenden Jahren noch hunderte von Kohlekraftwerken in Betrieb nehmen wollen? Vielleicht ist Euer Einsatz dort besser platziert.
      (Was nicht heißen soll, Deutschland kann einfach weitermachen wie bisher, aber vermutlich ist der Aktionismus (wie so oft bei Aktionismus) schlichtweg deplatziert.

  • Lilith Emm
    Lilith Emm 6 months ago +72

    Ich bin bei Holger wenn er sagt positive Visionen statt Dystopie weil ich als jüngerer Mensch auch wie Carla gedacht und gefühlt habe und ich der Meinung war, jeden muss der protest auch hart treffen, weil wir alle Wähler und Konsumenten sind. Durch älter werden also Erfahrungen im Leben und viele Irritationen und Irrwege und dementsprechende persönliche Veränderungen versuche ich gerade einen Weg zu gehen, um naturnahes Gärtnern als Konzepte für private Gartenbesitzer und Kommunen zu meinem Beruf zu machen (stehe allerdings ganz am Anfang) mit dem Ziel die Leute durch eigene Projekte, Gärten und Betriebsgelände zu inspirieren und überzeugen sich von ihren Standardanlagen zu trennen um Tieren Lebensraum zu schaffen und Dünger und Wasser zu sparen. Klar wäre das nur ein winziger Beitrag zum klima- und artenschutz aber ich hab endlich eine Perspektive für die Zukunft und hab dadurch meinen Frieden fürs erste mit dieser kaputten Welt finden können. Will sagen meine positive Vision die ich vielleicht ernsthaft umsetzen kann hat Ängste und Frust stark relativiert. Und ich bin wie gesagt bei Holger dass man so die Menschen ganz anders erreicht mit (gelebter) Utopie.

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago

      @NoName Dazu müssten die Leute erstmal einen eigenen Garten haben dürfen. Dabei können sich die meisten nicht mal mehr Heizung leisten.

    • Martin Fürstenberg
      Martin Fürstenberg 6 months ago

      @Sven Renas uh ein strahlend weißer Ritter. Der mal wieder den Punkt nicht sieht. Der Punkt ist, dass jeder Eingriff Konsequenzen hat und durchdacht werden muss. Ein vorschnelles handeln führt zu Unterversorgung und Problemen. Denn weder sie noch du haben das größere Bild im Kopf. Und solange ihr es nicht wirklich durchdacht habt und versucht ideologisch zu argumentieren wird es scheitern. Du möchtest wissen was passiert wenn eine Regierung in großem Maße die Richtung vorgibt und Konsequenzen ignoriert? Die drei bitteren Jahre in China sind ein Extrembeispiel. Und ja hier wurde massiv eingegriffen aber das China der 50er bis 60er Jahre war auch nicht sehr komplex. In einer Volkswirtschaft wie Deutschland kann ein deutlich kleinerer Eingriff bereits eine Kettenreaktion auslösen die das Ergebnis zur Folge hat.

    • Sven Renas
      Sven Renas 6 months ago

      @Martin Fürstenberg lassen Sie das Pauschalisieren. Quinn hat von einzelnen Häuserblocks (Wohnquartieren) gesprochen. Es dürfen in Fußgängerzonen auch Lieferwagen, Polizei, Handwerker mit einem Auto hinein.
      In jeder Stadt mit halbwegs gutem ÖPNV sind deine Argumente "zur Arbeit kommen" und "Nahrungsmittel" haltlos und man könnte dort Wohnblocks gezielt frei von Autoverkehr und Parkplätzen machen.

    • Martin Fürstenberg
      Martin Fürstenberg 6 months ago +1

      @Quinn okay dann sparen wir ab sofort CO2 bei Autos ein, d.h. Keine Nahrungsmittel, die Menschen kommen nicht zur Arbeit, keine Handwerksarbeiten, keine medizinische Versorgung, auch der Rettungswagen ist ein Auto, keine Feuerwehr, auch n Auto, soll ich fortfahren? Wo willst du die Grenze ziehen wer darf mit dem Auto wohin und wer nicht?

    • Quinn
      Quinn 6 months ago

      @Martin Fürstenberg Autos. Es sollte dann doch sehr einfach sein, mit entsprechenden Ressourcen, Bahnnetze auszubauen, und größere Häuserblocks für autofrei zu erklären.

  • Nico Albert
    Nico Albert 4 months ago +5

    Die Runde hat mir von den Videos des Formats bisher am besten gefallen. Die Redner sind tatsächlich aufeinander zu gekommen und haben für einander Verständnis gezeigt.

  • username9876598765
    username9876598765 2 months ago +2

    Ein wirklich gutes Format, weiter so!

  • PakoTas
    PakoTas 6 months ago +12

    Sehr interessante Folge, konnte fast allen in jedem Punkt zustimmen. Passiert mir eher selten bei dem Format

  • Tomaten Mark
    Tomaten Mark 6 months ago +89

    Meine Grenze: Setz dich ruhig auf die Straße, aber kleb dich nicht fest. Du musst halt im Notfall (Beispiel: Rettungseinsatz) schnell aufstehen und Platz machen können.

    • Nefertari🦅
      Nefertari🦅 5 months ago

      Dann wäre aber aber nicht mehr radikal, oder?

    • Tomaten Mark
      Tomaten Mark 5 months ago +3

      @Syd Amerikaner erstens sind 5 Fälle 5 zu viel. Zweitens gibt es auch wenn andere schuld sind eine gewisse Mitverantwortung.

    • Syd Amerikaner
      Syd Amerikaner 5 months ago +2

      @Tomaten Mark unsinn; du hörst nämlich immer nur von den 5 fällen, bei denen es (aus verschiedenen gründen) nicht geklappt hat. abgesehen davon wurde der rettungswagen in den meisten fällen durch eine fehlende rettungsgasse blockiert, was dann natürlich bequem auf die blockierenden abgewälzt wurde

    • Tomaten Mark
      Tomaten Mark 5 months ago

      @Syd Amerikaner Die Praxis zeigt, dass es nicht funktioniert... Ihr redet euch aus der Verantwortung.

    • Syd Amerikaner
      Syd Amerikaner 5 months ago

      der abbiegestreifen ist doch länger als 1 lkw. es gibt genug platz. und wie gesagt, die hälfte der blockierenden hätte ja auch aufstehen und platz machen können, sofern da ein rettungswagen gekommen wäre.

  • Felix Wemmel
    Felix Wemmel  6 months ago +68

    20:20 ist unglaublich beschreibend. Ich versuche das jetzt mal wertungsfrei zu beschreiben und mal umzudrehen: Sie sagt, dass ziviler Ungehorsam nur legitim ist, wenn [...] er eine moralische Grundlade hat und sie wollen einen wissenschaftlichen Fakt durchsetzen und die Verfassung schützen.
    Moral ist so individuell und teilweise nicht mal ansatzweise Deckungsgleich innerhalb einer Gesellschaft, dass es kein richtig und falsch generell geben kann. Jeder hat seine eigenen Wertevorstellungen und dem entsprechende Moral. Jeder der seine eigene Moral als richtig ansieht, muss im Umkehrschluss auch die Moral der Anderen zulassen. Es gibt nicht die Kategorien richtig und falsch bei Moral. Höchstens kann zugestimmt oder abgelehnt werden.
    Um bei dem genannten Beispiel mit den Rechten und dem Gesetz zur Ausweisung vom Migranten zu bleiben: Bezüglich der Kriminalität von bestimmten Gruppen (unter anderen auch Teile der Migranten), kann aus der Statistik des BKA recht klar entnommen werden, dass es Gruppen gibt welche sehr viel krimineller sind als andere. Dieser "wissenschaftliche" Fakt ist nicht zu widerlegen und man könnte genauso fordern ihn durchzusetzten. In letzter Konsequenz wäre auch die Abschiebung oder ein Einreiseverbot denkbar, um dem wissenschaftlichen Fakt Rechnung zu tragen.
    Genauso das Stichwort Verfassung. Art. 16a GG sag folgendes:
    (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
    (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist.
    Es ist also nicht möglich auf dem Landweg nach Deutschland einzureisen und dabei nicht durch so ein sicheres Land zu kommen. Da könnten diese rechten Gruppen genauso fordern die Verfassung durchzusetzten.
    Ich halte diese Art der Argumentation mit der moralischen Überlegenheit für völlig ungeeignet und möchte, dass man, egal wo man steht, neutral an ein Thema heran geht und für alle Parteien in der Auseinandersetzung die gleichen Regeln zulässt. Unabhängig davon, ob es mir persönlich gefällt man der andere sagt, hat jeder die gleichen Rechte und sollte auch so behandelt werden.

    • Seray Ciftci
      Seray Ciftci 11 days ago

      Das, was du als wissenschaftlichen Fakt bezeichnest, ist eine statistische Korrelation. Klar, es kann auch eine Kausalität sein, muss aber wissenschaftlich erst in Studien untersucht werden. Im Vergleich dazu steht die Fülle an tatsächlichen, peer-reviewed Studies über die Auswirkungen der Klimakrise. Ist nicht wirklich dasselbe und der Vergleich hinkt stark.

    • Felix Wemmel
      Felix Wemmel  6 months ago

      @Kevin Sa Aus der genannten Definition wird schon ersichtlich, dass es innerhalb dieses gesellschaftlichen Konstruktes namens Moral, eine erhebliche Bandbreite von sog. "moralisch richtigen Werten" gibt. Das ist doch gerade die Krux an der Sache. Für einen Teil der Gesellschaft ist die hier thematisierte Form des Protestes moralisch vertretbar, für einen anderen (vermeintlich sehr großen Teil) eben nicht. Egal ob 80 % der Menschen an den Klimawandel glauben und sich eine Lösung wünschen. Das worauf ich mit meinem Kommentar hinaus möchte, ist, wenn du sozialen Ungehorsam für moralisch richtig hälst, dann musst du es im Umkehrschluss auch tolerieren, dass andere diese Form des Protestes nicht moralisch richtig finden. Das spiegelt dann nur den aktuellen Stand in der Moral der Gesellschaft wieder.
      Ich bin mir btw fast sicher, dass in den 60er Jahren eine Mehrheit der Gesellschaft gegen Homosexualität war und dementsprechend auch die moralischen Vorstellungen der Zeit waren. Insofern war das Gesetz nach damaligen moralischen Maßstäben "richtig".

    • ~H0aX
      ~H0aX 6 months ago +4

      @Kevin Sa Deine Aussage ist ein Paradebeispiel dafür, warum es notwendig war von einem philosophischen Verständnis bezüglich der Moral, zu einer simplen & klaren Definition zu wechseln.
      Anstatt zu denken, heißt es heutzutage "aber Google/Wikipedia sagt" ..

    • Kevin Sa
      Kevin Sa 6 months ago +3

      1. Moral nach google def: Als Moral werden die Werte und Regeln bezeichnet, die in einer Gesellschaft allgemein anerkannt sind. Wenn man sagt, jemand hat „moralisch“ gehandelt, ist damit gemeint, dass er sich so verhalten hat, wie es die Menschen richtig und gut finden. "Gesellschaftlich", das ist es was es ausmacht. Leute sollten nicht ""Ihre"" Moral durchdrücken, da es ein Gesellschaftliches Konstrukt ist. Du kannst es mensch gut reden, weil in seiner Moral mord gut ist lol. Und falls du es jetzt auf Klima-aktivisten anwenden willst, es wurde in der folge gesagt, dass 80 % der Gesellschaft an die Klimakrise glauben und eine Lösung dagegen wünschen. 2. Es gab mal rin Gesetzn, was homosexualität verboten hat. Manche Gesetze sind nicht up to date und manchr Gesetze sind Schwachsinnig. Deswegen sollte man sich wieder fragen, tut es der Gesellschaft und den Menschen im großen und ganzen gut ? Dann sollte man vllt doch eine Diskussion dementsprechend machen, weil es wsl was gutes sein wird.

    • wood like
      wood like 6 months ago +2

      @Climate Change doesn't bargain Karl Popper definiert Intolerant nur bei Verweigerung eines rationalen Diskurses und
      Aufruf und Anwendung von Gewalt gegen Andersdenkende und Anhänger anderer Ideologien.
      Nach Karl Popper ist jemand nur intolerant, wenn diese Bedingungen erfüllt sind. Und selbst dann sagte er damals man sollte sie nicht unterdrücken wenn es nicht nötig ist.

  • ralixfilm
    ralixfilm 6 months ago +4

    Die Klimakriese ist so schwierig zu bekämpfen, da sie mit unserem System zu tun hat.
    Beispiel Auto: Wenn ein Handwerker einen Stundensatz von 60€ - 100€ hat, dann will er schnell mit seinem Auto von einem Kunden zum nächsten. Genau das gleiche gilt für Paketbot:innen, Eltern die ihre Kinder zur Schule bringen usw. Das Klima ist hier Nebensache.
    Fast niemand sieht es als Luxus an Auto zu fahren. In vielen Jobs gehört das Autofahren dazu und auf dem Arbeitsmarkt geht man davon aus, dass du früh da bis, auch wenn kein Bus oder Zug fährt.
    Daher müssen wir das System verändern. In Städten brauchen wir mehr Platz und Geld für ÖPNV und auf dem Land Elektroautos und Fahrgemeinschaften.
    Jedoch sind derzeit die meisten Leute Autofahrer. Bevor die Leute Umsteigen, wird es erst mal schlechter, wenn Platz für Radwege weggenommen wird. Über diese Schwelle müssen wir möglichst viele Leute drüber kriegen. Daher ist auch das 9€ Ticket eine sehr gute Idee gewesen.
    Wenn sich dagegen jemand an der Straße festklebt und der Handwerker im Anschluss Überstunden machen muss, dann fordert er sicher nicht weniger Geld für Autobahnen sondern im Gegenteil mehr Geld und Befugnisse für die Polizei.

  • ٴ
    ٴ  6 months ago +7

    Dieses Video gefällt mir echt gut. Man kann beide Seiten gut verstehen, sie liefern überwiegend gute Argumente und Einwände. Ich hoffe, dass das Video vom YT Algo groß weiter empfohlen wird.

  • Riot Grrrl
    Riot Grrrl 6 months ago +722

    Politiker durch Reden zu überzeugen ist schön und gut, nur leider hat die Industrie sehr viel überzeugendere Argumente, die klimpern.

    • Random Name
      Random Name Month ago

      @Sensibelchen ob es Hierarchien braucht, kommt auf die Branche an. In der IT-Branche, gerade in der SW-Entwicklung gibt es in der Regel keine Instanz zwischen dem Entwickler und dem Vorstand. Selbst in großen SAP-Firmen, in denen ich schon gearbeitet habe, waren die Vorstandsmitglieder als Projektmanager oder Entwickler in die Projekte mit eingebunden.
      Flache Hierarchien ist ein Schlüsselindikator moderner Unternehmen. In anderen Ländern ist das schon lange Normalität, das konservative Deutschland hängt da leider (mal wieder) ein wenig hinterher.
      Und bei deinen Ausführungen, dass die Nachfrage ein Abbild der Mehrheit ist vergisst du drei Faktoren:
      Transparenz, Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit.
      Transparenz: Da die CDU erfolgreich seit Jahren das Lieferkettengesetz blockiert, können Verbraucher nur mit enormen Aufwand einschätzen, was nachhaltig ist und was nicht.
      Bezahlbarkeit: Nicht nachhaltige Industrien werden im Gegensatz zu nachhaltigen Alternativen noch viel zu sehr subventioniert, sodass nachhaltige Produkte (obwohl im gesamten Lebenszyklus günstiger) die teureren Varianten darstellen. Auch dieses Ungleichgewicht haben wir in vielen Bereichen der CDU zu verdanken.
      Verfügbarkeit: In vielen Bereichen (Ernährung, PKW, Energie, etc.) sind die entsprechenden Produkte nicht verfügbar. Weshalb sind sie nicht verfügbar? Weil sie zu teuer sind, oder weil die CDU mal wieder viel Geld von Lobbygruppen eingesackt hat und so disruptive Technologien an China verloren hat (Solar, KI, Elektroautos, bald Windkraft, bald CO2 neutrale Stahlproduktion).
      Die Nachfrage ist also kein Abbild der Bedürfnisse, sondern vielmehr ein Ergebnis der, durch Lobbyverbände maßgeblich beeinflussten, politischen Entscheidungen. Niemand will, dass ein Tier, dessen Fleisch ich esse, ein grausames Leben hatte. Aber wenn der Verbraucher gar nicht mehr durchblickt, die Preise für „faires“ Fleisch wegen irrer Subventionen extrem hoch sind und wegen der schlechten Bedingungen für die Landwirte auch gar kein „faires“ Fleisch verfügbar ist, tja dann kauft der Verbraucher halt blind irgendein Fleisch.
      Kurzum: Der homo oeconomicus wie du ihn beschreibst ist schon lange überholt.

    • TWAINCOMPANY
      TWAINCOMPANY 3 months ago

      Politiker sind Ideologieproduzenten, Staat ist Herrschaft. Die Ökonomie braucht den Staat, ohne Staat kein Geld, kein Markt, kein Ökonomischer Zwang.

    • Kiwi peanut
      Kiwi peanut 3 months ago

      Das problem heisst kapitalismus

    • Riot Grrrl
      Riot Grrrl 4 months ago +1

      @adrianarchie Achso? Dafür wurden aber extrem viele Arbeitsplätze in der erneuerbaren Energie abgebaut, während man sich bei der Kohle genau deswegen immer ziert... ich sehe da keine mächtige Lobby, aber schön wär's, endlich mal was Sinnvolles.

    • Riot Grrrl
      Riot Grrrl 4 months ago +1

      @marc esser Kommt drauf an. Die allermeisten jungen Unternehmen scheitern an zu wenig Kapital. Wenn man ein dickes finanzielles Polster hat, fällt man weich oder gar nicht. Ein weiterer Grund, weshalb die Leistungsgesellschaft und "jeder kann es schaffen" Illusionen sind.

  • MeTTax82
    MeTTax82 6 months ago +397

    wenn es nur Leute wie Frau Kotowski gäbe, die zwar sagen "Ich bin auch gegen (z.B.) lebensmittelverschwendung", aber nichts tun, wäre die Welt definitiv nicht besser.

    • skaaruu
      skaaruu 4 months ago +1

      @Lilymaus 343 Natürlich ist es ein schaden. Das mit den Rettungswägen wurde ja schon angesprochen und außerdem macht man sich damit nur Feinde. Denkst du jemand der auf dem Weg nach Hause aufgehalten wird, hat Lust sich mit der Organisation und deren Zielen auseinanderzusetzen und mitzuhelfen?

    • Anu Jiba
      Anu Jiba 6 months ago

      @Lilymaus 343 du bist die erste die heult und sich diskriminiert fühlt wenn man was machen würde was dir schadet. Du fährst kein Auto? Schön Schleuder dir ein drauf gibt aber Leute dir drauf angewiesen sind

    • Claud B
      Claud B 6 months ago

      @Lilymaus 343 natürlich kann da jmd sterben wtf- es kommt mehrfach vor, dass Krankenwägen nicht durch kommen (hab ich in Stuttgart selbst mit angesehen) oder dass es zu Auffahrunfällen kommt.

    • DM 325
      DM 325 6 months ago

      @xperte85 keine Ahnung hab ich nie behauptet also warum sollte ich dafür eine Definition haben? aber falls du es wissen willst, ich meine das es für mich definitiv sehr weit unteren an der Skala von radikal steht.

    • xperte85
      xperte85 6 months ago

      @DM 325 Wie lautet die Definition von radikal, die ausschließt, dass dieser Protest als radikal bezeichnet werden kann?

  • KoksundNutten
    KoksundNutten 6 months ago +13

    Danke für dieses tolle Format! Es wurden bereits einige mir wichtige Themen behandelt, was mir bisher noch fehlt ist ein "13 Fragen" zum Thema Chatkontrolle.

    • Arnatar
      Arnatar 6 months ago

      Wird nicht kommen, weil es den Pro Leuten großteilig an technischer Expertise mangelt, während zumindest die öffentlich bekannteren Individuen der contra Seite diese meines Erachtens besitzen.
      Da müsste man erstmal großflächig aufklären, was Chatkontrolle neben dem erhofften und wahrscheinlich nicht eintretenden Nutzen für Implikationen hat und was das bedeutet für den europäischen IT Sektor insgesamt.
      Das wäre keine Diskussion auf gleichem Level, sondern eher trotziges Kind gegen Erwachsene mit zumindest ein paar Möglichkeiten Konsequenzen zu antizipieren. Leider sind die Kinder beim Gesetze machen...

  • Lucas Wölfel
    Lucas Wölfel 6 months ago +11

    Ich finde den Punkt 12 am besten
    Meiner Meinung die beste Lösung weil ich glaube wenn man bei Protest die allgemeine Bevölkerung mit einbeziehen schaffe man auch bei manchen Leuten ein negativere Haltung gegen solchen Themen wie Umweltschutz.

  • cubexBeats
    cubexBeats 6 months ago +2

    Super gutes Video. Diskursiv und informierend zugleich.

  • Sascha Scholz
    Sascha Scholz 6 months ago +103

    Ich finde bei dem Thema Protest sollte man sich einfach fragen, ob man seinem Thema schaden will oder eben nicht.
    Ich kann mich da an eine Situation erinnern, als wir bei uns in der Stadt eine AFD Kundgebung und eine Gegendemonstration hatten. Auf beiden Veranstaltungen waren ca 60 Leute, die AFD hatte ihre Kundgebung auf dem Rathausplatz und hat einen recht kleinen Raum eingenommen die Gegendemonstration blockierte die Hauptstraße und zwei Straßenbahnlinien. In dem sie in zwei Reihen über die Hauptstraße standen haben sie jede Menge Leute aufgeregt obwohl sie genauso gut auf dem Platz hätten demonstrieren können.
    Klar hat man tendenziell mehr Sympathie für die Gegendemonstration, aber diese nimmt sich zu wichtig und verspielt dadurch Sympathie und schadet ihrem Thema.
    Generell sollten wir nie vergessen, dass jede Bewegung denkt, sie würde das Richtige tun.

    • sweet silly
      sweet silly 6 months ago

      Sehe ich anders. Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, in der die meisten erst dann anfangen zu handeln oder nachzudenken, wenn das persönliche Wohlbefinden gestört wird. So eine Situation nach "Sympathien" zu bewerten ist eine reine Trotzreaktion und zeigt, wie wenig man selbst bereit ist zu tun. Getreu dem Motto: Sie können ja demonstrieren, aber bitte belästigt mich nicht. Dabei gibt es viele Proteste, die uns alle angehen sollten und viel zu wenig Menschen auf die Straße treiben.

    • Sascha Scholz
      Sascha Scholz 6 months ago

      @DeLaGhetto1986 sie versuchen schon wieder vom Thema abzuweichen 😄
      Ich habe nicht gesagt, diese Leute sind wie Nazis ich habe gesagt es wird sich bei der Organisation den selben Rhetorischen Mitteln bedient, es wird eine Dystophie aufgebaut, es wird emotionalisiert, aber diese Leute sind besondere Leute, denn sie sehen den nahenden Untergang, sie kämpfen dagegen, wo andere wegsehen, wo andere nichts sehen, da kämpfen sie tapfer.
      Klimakatastrophe durch Umvolkung ersetzen und willkommen bei der IB.
      Die Frage um die es im Video geht ist ob solche Aktionen gerechtfertigt sind, die Frage um die es in meinem Kommentar geht ist ob die Gruppe durch solche Aktionen ihrem eigen Thema schadet. Ja tun sie in meinen Augen, aber kann ich auch verstehen weil sie hochgradig radikalisiert sind.
      Sie versuchen hier die ganze Zeit mir zu unterstellen ich würde das Thema der Leute unterschätzen/ablehnen, aber das lehne ich gar nicht ab

    • DeLaGhetto1986
      DeLaGhetto1986 6 months ago

      @Sascha Scholz Haben die jemanden umgebracht? Haben die Menschen verletzt?
      Das mit dem Krankenwagenvorwurf hat man ja jetzt 100x gehört!
      Wissen sie, wie unsere Lebensweise wie viel Menschenleben zerstört?
      Unser Immobilienboom lässt z.B. Insel verschwinden!
      Unser Plastikwahn kontaminiert unser Trinkwasser und die Weltmeere...
      Aber komm, lass uns über Demonstranten und Aktivisten aufregen. Die Spezialität des bequemen, deutschen Michels.

    • Sascha Scholz
      Sascha Scholz 6 months ago

      @DeLaGhetto1986 nein das Thema ist wie radikal darf Protest sein, darum geht es im Video.
      Nicht darum, warum die Leute das tun. Denn sie tun es weil sie Angst haben, geradezu Panik. Aber das haben jede Menge andere Leute auch.
      Es gibt ein ganz gutes Werbevideo der "letzten Generation" und die rethorischen Mittel die da genutzt werden, würden super in jede Sekte passen oder auch auf ne Nazi-Demo.

    • DeLaGhetto1986
      DeLaGhetto1986 6 months ago +2

      @Sascha Scholz Ja das Thema wird ja so oder so von uns verfehlt!
      Lasst uns lieber damit beschäftigen, warum sich hier Leute auf die Straße kleben.
      Das wird definitiv unsere Zukunft sichern!
      Armes Deutschland...

  • Schaschlik
    Schaschlik 6 months ago +45

    Solche Videos sind einfach geil. So tolle Diskussionen

    • Erich Einfalt
      Erich Einfalt 6 months ago

      Aktivisten meist kurz vor, oder schon Terroristen.

  • Ghosttwin
    Ghosttwin 6 months ago

    Gutes Format, bitte gerne mehr!

  • Brauhaus Siebenunddreißig

    Protest darf radikal sein, allerdings sollte sich dies nicht gegen unschuldige Mitbürger bzw Menschen richten, die genauso in dem kaputten System stecken, sondern vielmehr gegen die Menschen, die an der Macht sind, sprich Politiker, Lobbyisten(!) und Oligarchen

    • Nefertari🦅
      Nefertari🦅 5 months ago

      Wie soll das aussehen? Wir sind eine Gesellschaft. Da gibt es so viele Zahnräder, die miteinander zusammenhängen.
      Schau dir die Querdenker an. Haben auch gegen das System demonstriert und Menschen direkt und indirekt geschadet.

  • kathie _lou
    kathie _lou 6 months ago +273

    Ich finde, man darf nicht vergessen, dass es nicht so viel radikalen Protest aus der Bevölkerung heraus geben würde, wenn man den Menschen das Gefühl gäbe, dass sie gehört werden und ihre Meinung etwas bewegen kann!

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago +1

      @Sebastian Stimmt, ob ein Wille durchgesetzt wird oder nicht bestimmt der Einfluss, deshalb ist Demokratie ein Widerspruch in sich, da immer nur jene mit Macht Gerechtigkeit erfahren.

    • The Ebon Hand
      The Ebon Hand 6 months ago

      @Seg Ka Ist aber schon ein netter Strohmann, wenn man behauptet, dass nur weil man Mängel feststellt, die zu Lasten einer nicht kleinen Minderheit gehen, man gleich das Fausrecht einführen will.
      Übrigens hat sogar das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil dieses Vorgehen gerügt. Nämlich dass die Möglichkeiten zukünftig noch etwas zu beschließen zu stark eingeschränkt werden, wenn jetzt erstmal die Zukunft verfrühstückt wird. Und das war unter CDU/SPD auch mehrheitlich beschlossen worden. Ich finde, das zeigt ganz klar, dass es für unser Zusammenleben auch andere Instanzen gibt als nur mehrheitliche Einigungen.

    • Seg Ka
      Seg Ka 6 months ago +1

      Es ist eine Demokratie. Wenn die Mehrheit nicht zuhören möchte, dann ist dem halt so. Aber wir können die Grundlage des Zusammenlebens auch gerne ändern. Nehmen wir doch einfach das Faustrecht.

    • xperte85
      xperte85 6 months ago

      @Sebastian Hier geht es um Pro oder Kontra, daher sind Argumente gefragt und nicht Erklärungen, die wie Relativierungen klingen

    • Sebastian
      Sebastian 6 months ago

      @xperte85
      Es ist eine reine deskriptive Aussage.
      Beispiel:
      Soldaten töten Menschen im Krieg.
      Daraus folgt nicht, dass dies richtig oder falsch ist.
      Was genau an meiner ursprünglichen Aussage stimmt den nicht.
      Je mehr Menschen sich bedroht/verzweifelt fühlen, desto extreme Maßnahmen ergreifen diese.
      Darf man deshalb tun, was man will, nur weil man verzweifelt ist. Nein verdammt.
      Aber ein Amokläufer läuft nicht Amok, weil es im Spaß macht, sondern weil es es als letztes Mittel sieht, welches ihm bleibt.
      Der Amokläufer wird dadurch nicht richtiger.
      Ist das wirklich so sehr zu verstehen?

  • irgendwieanders1
    irgendwieanders1 6 months ago +23

    prinzipiell hat Walulis Recht, wenn er fragt, bringt es nicht mehr ein Ministerium / Entscheidungsträger zu blockieren. Das Problem ist nur, dass sich der deutsche Staat schon seit langem erfolgreich selbst lahm legt...

    • Julia Schuhmacher
      Julia Schuhmacher 6 months ago +5

      Das hat mich auch geärgert, dass dort nicht drauf eingegangen wurde. Das hat doch nichts mit selektieren zu tun. Radikal gerne aber sinnvoll und zielführend. Radikal sein zum Selbstzweck bringt gar nichts. Man will doch etwas verändern, dann muss man Aufmerksamkeit dort schaffen, wo auch etwas bewegt werden kann.

  • Sistra
    Sistra 5 months ago +1

    Diejenigen, die dieses Format zum Leben erweckt haben, haben Großes für unsere Demokratie geleistet. Es ist so wertvoll, mitanzusehen wie hier differenziert argumentiert und auf einander eingegangen wird. Es ist schon bemerkenswert, dass die Politikerin in dieser Runde genau das lobt, dass man mal miteinander statt übereinander geredet hat. Solche Runden gibt es scheinbar noch nicht genug. Danke für diese Beiträge von Herzen

    • unbubble
      unbubble  5 months ago +1

      Hi Sistra! Vielen Dank Dir für das Lob

  • Alberto Moravia
    Alberto Moravia 4 months ago +3

    Ich habe mal keine Kommentare gelesen, um mich nicht (unterbewusst) beeinflussen zu lassen, wie ich etwas zu finden habe .... Aber ich fühle Holger sehr! Toller Ansatz... Zizek hat mich mit seiner Ideologiekritik dahin beeinflusst, dass ich Angst vor so radikalen Ansätzen und Menschen habe... Ja, mag sein, dass (manche) Aktivisten das vermeintlich Gute im Sinn haben - und dann? Zu Ende gedacht? Wer legt wann fest, was "the next big thing" ist, das nächste Narrativ, das man mit Radikalität verfolgen muss?
    Glaubt KEINER Ideologie und dass man nur diese oder jene Opfer in Kauf nehmen muss, um in eine bessere Welt einzutreten - denn diese Masche ist von der Denkstruktur her genauso totalitär wie der Stalinismus und das dritte Reich!

  • Alexander K. SwiIFTIRoIN
    Alexander K. SwiIFTIRoIN 6 months ago +28

    Das Talkformat hat mir sehr gut gefallen, vor allem wie offen doch die Dame der CDU für das Thema war.
    Persönlich sehe ich diesen extremen Aktivismus eher als schädlicher Faktor für die Bewegung, da solche Aktionen mehr spalten, als dass sie Verbündete für die eigene Sache akquirieren.
    Wenn das Thema nur in der linken Bubble bleibt, wird es sich nicht in die breite Mehrheitsmeinung integrieren und somit ein Handeln der Politik verzögern.
    Ich finde das Thema, wofür man einsteht wichtig, bin aber auch der Meinung, dass die Menschen sich nicht mit jenem auseinandersetzen, sondern lediglich Leute sehen, die anderen Menschen gelinde gesagt auf den Sack gehen wollen. Wer sich die Tweets zu den Aktionen ansieht, stellt fest, dass die Menschen eher mit den feststeckenden Autofahrern sympathisieren als mit den Leuten auf der Straße.
    Wenn jemand glaubt einzig und allein die Lösung zu kennen und sich mit nichts als den eigenen Forderungen zufriedengibt, erinnert mich das eher an das Kind im Supermarkt, das den Lolli nicht bekommt und sich deswegen schreiend zu Boden wirft.
    Selbst wenn die Politik die Punkte einsieht und entsprechend handeln möchte, kann sie dies zum Teil nicht, da man sich dann hätte erpressen lassen und mit "Terroristen" verhandelt man nicht.
    Meiner Ansicht nach schießt man sich bzw. uns, die ja den Forderungen nicht gänzlich abgeneigt sind, ein Eigentor.

  • Luisa T
    Luisa T 6 months ago +24

    "nicht dem Menschen den Weg versperren, sondern den Weg zeigen !"

    • Cora Munro
      Cora Munro 6 months ago

      @Gegenwirklichkeit Leute wählen Politiker. Denen müssen diese Möchtergern Revoluzzer den Weg zeigen und sie nicht vergraulen.

    • Gegenwirklichkeit
      Gegenwirklichkeit 6 months ago +3

      Ein schönes Zitat aber mehr auch nicht. Seid 40 Jahren und verstärkt in den letzten 15 wird den Politikern der Weg gezeigt, nur gibt es Interessensvertreter die den Weg versperren.

  • DrStefanCrunk
    DrStefanCrunk 6 months ago

    Danke für diese unglaublich gute Folge!

  • Robin Rob
    Robin Rob 6 months ago +11

    Ich denk mir halt so, da sind sechs Leute bei denen man erkennen kann, dass jeder einzelne von Ihnen es gut meint und für das "richtige steht" und trotzdem ist sehr viel Gesprächsbedarf da. Jetzt wird gesagt, dass man Spannungen aushalten muss, damit irgendwas durchgesetzt werden kann, dabei gibt es doch soo viele Leute, die nicht mal annähernd der Meinung dieser Menschen sind. Sollte man da noch mehr Spannungen erzeugen ? Manche Leute sind doch gar nicht reflektiert genug um so gut aufeinander einzugehen wie in dieser Runde. Also insgesamt schwieriges Thema, jedoch bin ebenso der Meinung, dass man Leuten den Weg zeigt und einfach versucht erstmal einander zu verstehen.

    • leo
      leo 6 months ago

      @〇ᗪჄ⟆⟆ᕮᑌ⟆ na klar Herr Professor, die Klimaforscher lügen alle

    • 〇ᗪჄ⟆⟆ᕮᑌ⟆
      〇ᗪჄ⟆⟆ᕮᑌ⟆ 6 months ago

      @leo Eigentlich keine, aber ok

    • leo
      leo 6 months ago +2

      Und währendessen sprechen alle Fakten für die klimaaktivsten, kurios

  • Absolut Solo
    Absolut Solo 6 months ago +3

    Die Frage ist halt auch: Wer wird denn bestraft, wenn ein vom Gericht getroffener Beschluss nicht eingehalten wird?
    Da zitiere ich mal Gregor Gysi: "Wenn man ein Gesetzt nicht durchsetzen kann, dann darf man es auch nicht beschließen".

  • Steffiklein
    Steffiklein 6 months ago +2

    Das einzige, was ich mir denke ist: Schade, dass diese Diskussion erst jetzt stattfindet und vermutlich einfach jede Veränderung viel zu spät sein wird.

  • luq7
    luq7 6 months ago +32

    Die Aktionen von "Die letzte Generation" finde ich (als definitiver Befürworter einer schnellen Transformation) recht schwachsinnig und kontraproduktiv (weil sie nur Unmut erzeugen und somit die gesamtgesellschaftliche Bewegung hemmen). Aber Carla Hinrichs hat hier vorbildlich und auf den Punkt argumentiert, besonders ab Minute 30 eine starke Linie aufgezeigt. Umso mehr frage ich mich, wieso man auf solche Aktionen wie das Straßenkleben kommt... Spannende Folge, danke!

    • Jay Jay
      Jay Jay 6 months ago +1

      Ich hasse die ehrlich nur noch, das stimmt schon das dann das Thema Umwelt wegfällt und nur diese Leute gehasst werden.
      Gebracht hast nix auser das die Trottel sich vor der Judikative Ihre Strafe abholen dürfen.

    • 〇ᗪჄ⟆⟆ᕮᑌ⟆
      〇ᗪჄ⟆⟆ᕮᑌ⟆ 6 months ago +2

      Sie hatte gar keine argumente. Wo war sie stark? Sie hat keine frage beantwortet und einfach den text runtergerattert den jeder von diesen klima idioten auswendig lernt. Man sieht sogar wie sie vor dem inneren auge abliest. Die hat gar keine ahnung wovon sie redet. Das merkt man schon an ihrer körpersprache

    • Gegenwirklichkeit
      Gegenwirklichkeit 6 months ago +1

      Ich glaube das Auf-die-Straße-kleben ist ein letzter verzweifelter Versuch. Alles andere wurde schon versucht und trotzdem geht alles so weiter und weiter und weiter bis es knallt. (Bis auf die bekannten Pseudoveränderungen.)

    • Martin Fürstenberg
      Martin Fürstenberg 6 months ago +10

      Ihre Argumentation war , ich will ich will ich will sonst Weltuntergang und mein Weg ist der richtige, während sie nicht mal einen Weg aufgezeigt hat. Lebensmittel retten ist super für die ärmsten aber kaum produktiv fürs Klima. Und es gibt Dutzende effektivere Ansätze

    • luq7
      luq7 6 months ago +4

      @Kevin Sa chill

  • Lord Varus
    Lord Varus 6 months ago +2

    Die Argumente beider Seiten waren meist gut und man hat sich gegenseitig verstanden. Letzten Endes aber konnte keine Seite auch nur annähernd einen Kompromiss vorschlagen! Und damit kommen wir der Realität leider sehr nahe.

  • Void*
    Void* 6 months ago +74

    Wir als Volk sollten jedenfalls mehr Mitspracherecht in der Politik haben. Die Politiker ruhen sich viel zu sehr darauf aus, dass ihnen kaum Konsequenzen widerfahren, wenn sie falsch handeln. Die Leute da oben werden durch unsere Gelder bezahlt. Wenn ich jemanden für etwas bezahle, steht diese Person auch gewissermaßen in der Verantwortung, seine Arbeit richtig auszuführen.
    Dazu kommen noch mehr Transparenz und härtere Strafen, wenn sich ein Politiker mal wieder nicht an die Regeln hält. Wir müssen wissen was die Leute da oben machen.

    • aiBy0nznvnwBmSs
      aiBy0nznvnwBmSs 2 months ago

      @KrAl Brexit wurde von der Regierung beschlossen, nicht vom Volk. Und ja, Volksbefragungen wie beim Brexit sind kacke, Volksentscheide einzuführen hingegen wäre wirklich eine gute Idee.

    • KrAl
      KrAl 6 months ago

      ja genau öfters das volk fragen.....hat ja gut geklappt beim brexit

    • Chris
      Chris 6 months ago

      Also nicht so wie jetzt gar nicht.....

    • Marenitaet
      Marenitaet 6 months ago +9

      @Jule Ich glaube das Problem ist das System: Wenn du so weit kommst, dass du einen Posten bekommen könntest, dann bist du längst von Lobbyisten vereinnahmt worden

    • Lukas Ritter
      Lukas Ritter 6 months ago +1

      Naja vergiss nicht sind alle gewählt, wenm du keine Flachzamge haben willst die inkompetent ist, dann wähle halt jemanden der Ahnung hat.

  • Nein Danke
    Nein Danke 6 months ago +1

    Das Format ist einfach top 👌

  • Matt Daniels
    Matt Daniels 6 months ago +8

    Gute Sendung und eine gute Diskussion vor dem Hintergrund des schwierigen Themas. Dennoch hätte auch diesem Thema am Anfang eine Definition des Begriffes gutgetan. Radikal muss ja nicht zwingend für jeden dasselbe sein - kann sich auf Basis der Perspektive (Ausübender oder Betroffener) auch extrem unterschiedlich anfühlen.
    Es ist schade, dass die Politikerin ihren eigenen Kurs nicht vollends durchgehalten hat und ihre, aus meiner Sicht richtige, Botschaft formuliert hat: Die Gesellschaft oder die Demokratie muss bestimmte Widersprüche einfach aushalten und souverän damit umgehen. Dass eine jugendliche Klimaaktivistin eine ihrem Alter entsprechende Ungeduld verspürt, ihr Engagement als soooo wichtig empfindet, ist am Ende eben keine Rechtfertigung, zu tun was man will. Radikaler Protest hat zweifellos einen Effekt - aber der Effekt ist viel größer, wenn a) der Hebel da angesetzt wird, wo wirklich der Painpoint ist (im Beispiel z.B. das Landwirtschaftsministerium und nicht der Berliner Berufsverkehr) und b) nicht nach dem Protest von der Gemeinschaft erwartet wird, keine Konsequenzen erleiden zu müssen (z.B. Anzeigen wegen Landfriedensbruch). Es ist unwahrscheinlich einfacher, sich hinter eine solche Bewegung zu stellen als hinter eine, die allem Anschein nach nur nach der größten Aufmerksamkeit (tendentiell gefühlt sogar Aufmerksamkeit für die Protestierenden anstatt der Sache selbst) sucht.
    Wo sich, meiner Meinung nach, die Politikerin dann selbst ihre Botschaft angedellt hat, war der proklamierte Umgang mit Rechtsextremen. Ich halte es für wenig souverän, eine bestimmte politische Denkrichtung (und selbst das ist ja noch viel zu vage beschrieben) so zu behandeln. Da war also ein Raum, in dem Rechtsextreme eine rechtsextreme Partei gründen wollten. Nun gut, sollen sie das doch tun. Wenn es bekannte Personen aus diesem Milieu sind, dann wird das doch nicht unbemerkt bleiben. Rechtsextreme Parteien werden sowieso verboten. Was will man mit einer Menschenkette bewirken, die am Ende den rechten Narrativen nur in die Hände spielt? Eine mögliche Parteigründung wird dann einen Tag später durchgeführt. Parteiarbeit findet auch trotzdem statt. Wir haben ja staatliche Organe, die sich um verfassungsfeindliche Strömungen kümmern. Vielleicht sollte man denen mal vertrauen und "den Rechten" mal den Nimbus des "Oh oh, die sind soooo gefährlich" wegnehmen, der wahrscheinlich vor allem Anderen FÜR die Rekrutierung neuer Leute beste Wirkung zeigt.
    Ich habe in Dresden studiert. Da gibt es einmal im Jahr, Mitte Februar, an den Jahrestagen der schweren Bombardierungen in 2. WK einen "Gedenkmarsch". Klassische Neonazis. Jedes Jahr kommen da maximal ein paar hundert zusammen. Laufen irgendwo rum, das wars. Und jedes Jahr gibt es einen gigantischen Polizeieinsatz, eine riesige Gegendemonstration und so weiter und so fort. Ich frage mich, was würde passieren, wenn man "den Rechten" einfach eine unbedeutende Straße als Demonstrationszug zuweisen würde. Verstöße gegen das Zeigen von verfassungsfeindlichen Zeichen oder oder werden geahndet. Die Presse schreibt einen nüchternen Artikel "300 Neonazis erinnern an Bombardierung". Das wars. Ich würde mich wundern, wenn ein Jahr später noch viele von denen für die zweite Runde davon in die Stadt kommen würden.
    Lange Rede kurzer Sinn: Es braucht Souveränität. In allen Bereichen. Und das heißt, dass es bestimmte Regularien gibt, an die sich die Mitglieder eine Gemeinschaft halten müssen, damit das Zusammenleben funktioniert. Es gibt Mittel, um solche Regularien über die Zeit anzupassen. Es gibt die Möglichkeit, andere Menschen zu informieren und zu überzeugen. Diese gilt es auszuschöpfen. Wir dürfen keine Gesellschaft werden, die sich stets und ständig unter Zugzwang setzen lässt.

    • Lasmiranda Deñsevilla
      Lasmiranda Deñsevilla 6 months ago

      @Climate Change doesn't bargain Magst das mal ausführen, inwieweit sich Dein Eindruck düngt, Cem Özdemir würde sich für Klimaschutz einsetzen? Die Wahrheit könnte weiter entfernt nicht sein. In fact sitzt er auf der - nicht nur auf den CO2-Ausstoss bezogen - grössten und schnellst zu lösenden Stellschraube überhaupt, der Nutztierhaltung. Statt Sie instant zu beenden, war es ihm allerdings ein Anliegen sie weiter auszubauen, ihr weitere Flächen zuzuführen, er fördert den Umbau von Ställen hin zu mehr Ressourcenverschwendung. Was er dagegen nicht gibt, ist Unterstützung für den Teil der Landwirtschaft, dessen Ziel es nicht ist Menschen zu ernähren und nicht die Natur zu zerstören. Hätte er das getan, hätten wir auch derzeit keine Probleme mit der Lebensmittelversorgung. Und seine Position zu Klimaaktivisten allgemein und zur last generation speziell kannst Dir ja auch mal geben, mehr als fragwürdiges Demokratieverständnis das er da preisgibt. Werf ich ihm auch nicht vor, dass er lobbygetrieben wirkt, wir müssen alle sehen wo wir bleiben, aber genau deswegen braucht es eine starke Gegenlobby, zB in Form von Protesten, ansonsten passiert hier weniger als nichts.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +1

      @Climate Change doesn't bargain Lies meine Punkte 1. und 2. nochmal, dann kannst du meine Position vielleicht besser nachempfinden.
      zu a) es ist leicht, einen Umstand schlechtzufinden und zu kritisieren. Eine demokratisch legitimierte Lösung zu finden erfordert mehr als das. Und auch wenn,es ein solches Gesetz woanders schon gibt, so gibt es doch ein Prozedere, das es in der Gesetzgebung einzuhalten gibt. Solange das nicht beliebig verschleppt wird, muss man sich hier eben gedulden. Gibt es Hinweise darauf, dass hier mutwillig gebremst wird?
      2. Der Druck entsteht da, wo z.B. ich von dir möchte, dass du eine Aufgabe erfüllst. Du nimmst die Aufgabe entgegen, sagst mir, ok ich gucks mir an, Bearbeitungszeit sind ca 2 wochen. Wenn ich jetzt nach 3 Tagen nachfrage und drängle, dann ist das Druck. Wenn ich mich an deine Haustür klebe noch größerer. Würde das dazu führen, dass du schneller arbeitest?
      Bsp. 1: Ok nachvollziehbar. Verstehe worauf du hinauswillst, unterstellt aber, dass es nur der zivile Ungehorsam war, der das bewirkt hat. Und da gabs meines Wissens viele Faktoren.
      Bsp. 2: Naja ein mutwillig erzeugter Stau ist aber ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr per Gesetz. Wenn du jetzt sagst, ein Gesetz gilt für dich nur dann, wenn du es nachvollziehen kannst, dann is das ziemlich problematisch. Weil du ja keine Sonderrolle innerhalb der deutschen Bevölkerung einnimmst oder? Die Politikerin in der Sendung nannte es auch Nötigung - wann immer du jemand anderem deinen Willen aufzwingst, ist es problematisch, auch wenns von Aktivistenseite als gewaltfrei gelabeled wird. Versetz dich in die Rolle eines Ausgebremsten, jemanden, der vielleicht zur Toilette muss, sein Kind abholen muss,,seine Oma zum Arzt bringen will, zu seinem Haustier nachhause muss. Das wertet man alles ab, wenn man sagt, mein protest ist wichtiger als all das.

    • Climate Change doesn't bargain
      Climate Change doesn't bargain 6 months ago

      @Matt Daniels ne, ich merke nichts.
      a) wo liegt denn der Unterschied zwischen dem Essensrettengesetz (das Frankreich schon eingeführt hat) und der Forderung nach demselben?
      b) keine Ahnung wo da nun Druck reinspielt. Aber da wo Beweggründe für die Forderung auf eine umstrittene oder falsche Basis bzw. Logik aufsetzen ziehen dann halt die Beweggründe auch nicht.
      Bsp. Mein Beweggrund ist reich werden zu wollen. Deshalb lege ich das Geld auf der Bank bei 0,1% Zinsen an (wohlgemerkt angepeilte 2% Inflation).
      Ignorier das gendern. Der Vergleich an sich ist wohl nicht angekommen
      Dann 1.:
      Weißen war früher die Gleichbehandlung von schwarzen auch nicht wichtig.
      Ein Grund mehr für den zivilen Ungehorsam
      2. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Der ist so gefährlich wie ein alltäglicher Stau. Für mich daher überhaupt kein Argument

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +2

      @Climate Change doesn't bargain Ja, kann ich irgendwo nachvollziehen, hat aber ein paar große Schwachstellen:
      1. Etwas, was für dich wichtig ist, ist für jemand anderen nicht zwangsläufig auch wichtig. du willst ja vermutlich auch nicht wirklich mit einem Querdenker über das Thema Impfung reden. Das ist für den aber vielleicht auch total richtig. Also ist das eigene Gefühl der Wichtigkeit kein guter Gradmesser.
      2. Natürlich machen sich Menschen Gedanken zu einem Thema, mit dem sie konfontiert werden. Aber diese Konfrontation muss nicht zwingend ein,gefährlicher Eingriff in den,Strassenverkehr sein. Ich kenne niemanden, der für Lebensmittelverschwendung ist, aber solche Aktionen zielen auf einen Widerstand, den es maximal auf formeller Ebene gibt - also muss es auch da adressiert werden.
      3. Du erhebst deinen Standpunkt zur objektiven Richtiggkeit. Wenn du sagst, auch wenn die Menschen die Aktivisten nie mögen, sie wissen doch, dass sie Recht haben. Das ist mega selbstgerecht und faktisch falsch. Auf politischer Ebene ist mir niemand bekannt, der die grundsätzlichen Gedanken der Klimaschützer nicht gerne unterstützen will. Aber a) ist zwischen einer Forderung und einer konkreten Lösung ein großer Untersxhied und b) will sich niemand unter Druck setzen lassen. Stell dir doch nur mal vor, aktuell würden Russland-Fans den Verkehr zum Erliegen bringen, um ddie Waffenlieferungen zu unterbinden. Ihre Gründe sind Wunsch nach Frieden und Diplomatie. Kann keiner was gegen sagen aber was wär deine,Reaktion darauf? Du würdest es falsch finden und würdest dann,sagen, dass mans nicht vergleichen kann, weil deine Beweggründe super gut sind und die von denen nicht. Merkst was?
      Dein gendern Beispiel versteh ich nicht so recht, kann sein, dass da im letzten Satz ein,Wort ist, was so gar nicht passt? Und fürs Protokoll, ein solcher Zwang zu aktuell als politisch korrekt angesehener Sprache ist ebenfalls problematisch. Aber solang es keinen Zwang dazu gibt, darf jeder die Sprache benutzen, die ihm richtig erscheint. Das man eine Awareness für die Anliegen von Minderheiten schafft, ist ein nobles und richtiges Ziel. Aber Zwänge sind auch da keine guten Begleiter

    • Climate Change doesn't bargain
      Climate Change doesn't bargain 6 months ago

      @Matt Daniels wenn man jemanden stört um ihn an etwas wichtiges zu sagen, ist das für mich ein "mit den Menschen".
      Es mag erst einmal konträr erscheinen, und auch oft erstmal negative Reaktionen hervorrufen, siehe die CDUlerin.
      ABER ich denke, dass die meisten Menschen dann doch sich dann auch weitergehend Gedanken machen und auch rationaler drauf blicken.
      Vielleicht wird man die Aktivisten nie mögen, doch im Grunde weiß man, dass sie richtig liegen.
      Diese Erkenntnis wäre das wichtige, dass solche Aktionen hervorbringen können.
      Ich glaube "gendern" ist etwas, das hier vergleichbar ist.
      Die meisten mögen es nicht. Es kommt einen aufgedruckt vor (und wird es manchmal tatsächlich), aber die meisten befassen sich obwohl es nervt dadurch auch mit dem was dahintersteckt (Chancengleichheit) und verstehen das. Das Ergebnis ist dann sowas wie "ich finde es zwar gut, dass man Frauen nicht benachteiligen will, aber Fenstern ist einfach kacke. XY wäre viel besser".
      The guardian hat übrigens eine positive Korrelation zwischen Extinction Rebellion und dem Wunsch nach Klimaschutz gefunden (in UK).

  • TheLibermania
    TheLibermania 5 months ago +2

    4:45 Das war doch gar nicht die Frage. Die Frage war eigentlich eindeutig "FIndest du es nicht sinnvoller eine Straße vor einem Ministerium zu bekleben als irgendeine zufällige vielbefahrene Straße?"
    Und da sind wir leider bei einem großen Problem. Der Kommunikation.

  • Fynnanzberater
    Fynnanzberater 6 months ago +1

    Das was ich aus den Folgen jedes mal wieder mitnehme ist, dass solange ich nicht sicher bin was ein Fachbegriff bedeutet, ich ihn nicht nutzen sollte.

  • Rafael Kuhn
    Rafael Kuhn 6 months ago +7

    Wer Radikalität anwendet, darf sich nicht über radikale Reaktionen wundern

  • Lucy Schütze
    Lucy Schütze 5 months ago +1

    😧spannend ! Ich will mehr von Andreas sehen/hören! Er reißt richtig mit!

  • Puffmutter „Puffmutter Layla“ Layla

    "Ich bin rechts, darf ich auch radikal sein?" - wäre interessant das Spektrum auch in der Diskussion gehabt zu haben

  • Leo N
    Leo N 6 months ago +1

    Dieses Mal eine wirkliche gute Auswahl der Gäste. Gelungene Folge, wie ich finde.

  • Aziz Trabelsi
    Aziz Trabelsi 6 months ago +4

    Als erstes egal welche Seite man wählt man kriegt gegen Wind. Aber aggressiv seine Meinung nach außen zu bringen bringt noch weniger. Man muss realistisch und Argumentativ vorgehen und nicht mit Wunsch denken an die Gesellschaft. Die herausforderung besteht darin alle zufrieden zu stellen was bei Gott nicht leicht ist.

  • Reneator
    Reneator 6 months ago +1

    Gutes format, ich finde man hätte das ganze auf 2 Stunden ausweiten können und vielleicht bei manchen themen noch etwas mehr in die Tiefe gehen können und über definitionen und Worte selbst reden können um besser zu verstehen von welchen Verständnis die einzelnen seiten ausgehen.
    z.b. um zu verstehen "Was bedeutet Gewalt" dass hier jede einzelne Person nochmal tiefer darauf eingehen könnte, um ein gemeinsames verständnis zu schaffen um die Kommunikation zu erleichtern. Hier hatte ich den eindruck dass es z.b. dadurch in manchen Punkten schwierig war zu diskutieren da z.b. Carla hier eine etwas andere sprache gesprochen hat und für sie gewisse Dinge bekannte Tatsachen sind die implizit als Wahrheit/gegeben gesehen werden, die den anderen Diskussionpartnern so in dieser Form vielleicht nicht bekannt sind, wodurch dann eher über allgemein gefühlte Definitionen von Worten gesprochen wird, anstatt über das was es den Leuten eigentlich geht.
    Weiter so!

  • KTN
    KTN 6 months ago +24

    Finde die unbubble Idee super! Schade, dass man in den Titel nicht einbezieht, dass es ausschließlich um Klimaaktivismus geht

    • therealdasina
      therealdasina 6 months ago

      Geht ja nicht nur darum, aber daran wurde sich als greifbares Beispiel sehr aufgehangen.

  • IIIIIawesIIIII
    IIIIIawesIIIII 6 months ago +7

    Radikalität ist dort in Ordnung, wo sie tatsächlich die letzte Option ist.
    Vielen radikalen Aktivisten fehlt aus meiner Sicht nur die Vorstellungskraft, Disziplin und Geduld,
    sich Strategien mit besseren Erfolgschancen auszudenken und diese umzusetzen.
    Dass man als Juristin oder Berufspolitikerin nicht alleine durch seine Position den Klimawandel stoppen kann ist klar.
    Durch den Zugang zu gewissen einflussreichen Kreisen kann man aber mit den richtigen Innovationen dennoch deutlich mehr bewirken, als wenn man Straßen absperrt. Selbst wenn es soweit geht, korrupte Beziehungen aufzudecken, Lobbies und Kartelle zu zerschlagen oder Entscheidungsträger zu erpressen.
    Auch über die Wirtschaftliche Macht, Einfluss in den Medien, Marketing und technologische Innovationen lässt sich mehr Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen. Das setzt natürlich voraus, dass diese wohlwollenden Ideale bei solchem weltlichen Erfolg nicht in den Hintergrund rücken.
    Radikalität die Sinn macht, als letzte realistische Option, verlangt aber nach Gewalt.
    Andernfalls fehlt es den Radikalen Aktivisten nur an der Weitsicht, Disziplin und Vorstellungskraft.

  • Jorit Vásconez Gerlach
    Jorit Vásconez Gerlach 6 months ago +13

    Schönes neues Studio, ein toller neuer eigener Kanal, ein wundervoller WALULIS und wie immer ein interessantes sowie aktuelles Thema, perfekt um diesen Mittwoch zu beenden!

    • Clouds OverCalifornia
      Clouds OverCalifornia 6 months ago

      Walulis und wundervoll? 🤣😂

    • Chris
      Chris 6 months ago

      Wer zahlt das wohl...
      Alles soo schön für Mitläufer und null checker

  • Teutonicterror 03
    Teutonicterror 03 6 months ago +21

    Ganz grundsätzlich stellt sich erstmal die Frage, was denn überhaupt als radikal gilt. Da würden die Meinungen glaube schon extrem weit auseinander gehen. Für manchen fängt Radikalität erst da an, wo die Legalität endet, für manchen ist schon ne Demo radikal.
    Auf jeden Fall muss man eines fest halten: Radikalität wirkt, wenn sie richtig angewendet wird. Das ist unbestreitbar, denn Radikalität erzeugt Druck, und erst Druck bewegt die Herrschenden zum handeln, wenn keiner Druck macht, gibt es für die ja auch keinen Grund, was an den Verhältnissen zu ändern, und selbst Wahlen sind in ner repräsentativen Demokratie oft ein weniger druckvolles Mittel, als es guter, radikaler Protest sein kann.
    Das Problem ist eben, wie und wo radikale Methoden angewendet werden. Geht es etwa um Arbeiterrechte oder Frauenrechte oder dergleichen, ist Radikalität super, die Welt braucht Frauen, Arbeiter und wenn diese radikale Mittel anwenden um ihre Forderungen durchzusetzen, dann kriegen die Bosse das große zittern. Streiks, Hausbesetzung, direkte Aktion und so sind da super.
    LGBTQIA+ zum Beispiel ist so ne Mischform, einerseits müssen diese Gruppen rigoros ihre Rechte einfordern, andererseits funktioniert das nur, indem gleichzeitig die Gesellschaft aufgeklärt wird, Millionen Menschen denken bis heute, Transgender hieße, das man einfach so sein Geschlecht ändert, wie es einem grade lustig ist. Da braucht es eine Mischung aus Informierung und radikalem Protest, letzteren, um Hass ganz klar zu bekämpfen und grundlegende Rechte einzufordern, wenn diese verweigert werden.
    Klima ist allerdings ein wenig anders. Der "Feind" hierbei ist zwar einerseits leicht identifiziert (die großen Unternehmen der Welt), andererseits bedienen diese Unternehmen halt auch nur unsere Konsumwünsche. Das heißt, man muss zwar radikale Forderungen an die Politik und gegen die Unternehmen stellen, aber hier ist es besonders wichtig, das Menschen aufgeklärt sind und Sachen selbst in die Hand nehmen. Veganismus etwa ist ja in jeder Hinsicht die bessere Ernährungsweise als tierische Ernährung. Hier bringen radikale Aktionen aber fast gar nichts, hier muss "von unten" ein Umdenken statt finden, Menschen müssen sowohl über die Schädlichkeit des Fleisch-essens als auch über die Alternativen aufgeklärt werden. Ebenso exzessiver Klamotten-Konsum. Gute Sachen sind hier allerhöchstens so was wie Einbrüche in so ekelhafte Mord-Fabriken oder so. Radikale Forderungen können und müssen gestellt werden in Bereichen wie Verkehr oder Energie, das ist so ne Bewegung "von unten" schon schwerer möglich, aber auch da muss man Leute von sich überzeugen und nicht gegen sich aufbringen. Da fande ich den Punkt, den die Moderatorin (oder war´s Walulis?) direkt Anfangs gebracht hat gut: Radikale Aktionen gegen Kraftwerke, Politiker selber, Fabriken oder dergleichen, sind denke das bessere Mittel, als die Blockade von Straßen, weil bei letzterer ja absolut nicht eindeutig ist, gegen wen oder was sie sich überhaupt richten soll. Der durchschnittsdeutsche will vielleicht gerne mit Rad, Bahn oder Zug zur Arbeit fahren, kann aber nicht, weil der Scheiß nicht funktioniert, da wäre es doch viel besser, sich vor die Einfahrt des Verkehtsministeriums zu kleben und Volker Wissings Mercedes zu blockieren, oder den Bau von unnötigen Straßen zu blockieren, oder Gebäude der Bahn mit Farbbeuteln beschmeißen oder so´n Zeug, halt etwas, das sich gegen die richtet, die handeln sollen, nicht gegen die, die nicht handeln können

    • u and i forever
      u and i forever 3 months ago

      Das kannte Chinesen Iraner pakistaner erklären die noch minder in der Kultur sind

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago

      @Holger P. Na ja, in deinen Augen ist das radikal. Ne Straße blockieren an sich muss noch lange nicht radikal sein, find ich (kommt auf die Straße an, und sich dran fest zu kleben ist dann schon wieder was anderes), genau so wenig finde ich Farben versprühen oder Farbbeutel werfen radikal, wenn dem so wäre, dann wäre ein Kind das die Straße mit nem Kreide-Peacesysmbol bemalt ja schon fast ein radikaler Protestler.
      Beides als "irgendwas zwischen Erpressung und Sachbeschädigung" zu bezeichnen, also komm schon, das ist bisl übertrieben und hart spießig. Der Sinn bei aktivistischen Aktionen ist es ja grade, die verantwortlichen irgendwie unter Druck zu setzen, weil Wahlen oder ein paar friedlich protestierende Kinder und Omis jeden Freitag genau das eben nicht tun. Dabei von Erpressung zu reden, würde suggerieren, das die Aktivisten die Politik und Wirtschaft im Würgegriff hätten und beide schon kurz vorm ersticken wäre, dem ist ja nun aber nicht annähernd so.
      Der Zweck kann absolut die Mittel heiligen, kommt auf den Zweck und die Mittel an. Wofür man sich einsetzt spielt dabei eine größere Rolle als alles andere, bei Politik dreht sich doch alles um den Zweck. Und je wichtiger der Zweck, desto radikalere Mittel sind erlaubt. Für eine 50€ Rentenerhöhung bsp. würde kein Mensch irgendwas riskieren. Für die Bekämpfung des Klimawandels schon eher, da sind Menschen dann auch zu radikalen Methoden bereit, und für noch bedeutendere Ziele wurden schon Bürgerkriege gefochten (wenn der Zweck etwa wäre, eine faschistische Diktatur zu verhindern, wie seinerzeit in Spanien, dann ist als Mittel selbst ein Bürgerkrieg in meinen Augen gerechtfertigt). Der Zweck heiligt im Zweifelsfall eine ganze Reihe an Mitteln.
      BGE steht für was?
      ÖPNV kostenlos ist doch keine radikale Forderung, das ist eigentlich das bare minimum.
      Atomausstieg hat mit der aktuellen Debatte doch längst nichts mehr zu tun. Das ist beschlossene Sache. Vergangenheit. Und mag damals vielleicht radikal gewesen sein, von mir aus, aber selbst das ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn dir jemand ne Liste mit 50 mehr oder weniger radikalen Forderungen vorlegt, und du erfüllst 5 davon, dann wäre es naiv zu glauben, das würde als appeasement reichen.

    • Holger P.
      Holger P. 6 months ago

      Da gabs ja genug Beispiele. Strassenblockaden, Steine werfen, Farbe versprühen, alles was halt über 60min Demo hinausgeht, ist radikal, und irgendwas zwischen Erpressung und Sachbeschädigung.
      Und nein - der Zweck heiligt nicht die Mittel - wofür man sich einsetzt ist ganz egal.
      Um radikale Forderungen, wie z.Bsp. BGE oder ÖPNV kostenlos, geht es glaube ich bei dem Thema überhaupt nicht.
      In verbaler Äußerung in einer Debatte ist alles erlaubt. Bezogen auf Personen wir das Wort radikal so nie verwendet.
      Der Atomausstieg ist doch auch ne radikale Lösung, oder ?

    • Teutonicterror 03
      Teutonicterror 03 6 months ago

      @Chris Fuck off, ich brauch keine Intelligenzverweigerer unter meinen Kommentaren

    • Frau Schepperella
      Frau Schepperella 6 months ago +2

      Gut zusammengefasst

  • Mr X
    Mr X 6 months ago

    Tolle Runde, weiter so! :D

  • Andreas Stuermer
    Andreas Stuermer 6 months ago +63

    Man kann doch nicht sagen "Proteste dürfen nicht provozieren". Wenns nicht unangenehm ist, dann interessierts doch keinen. Gleichzeitig sollte man aber Politiker ärgern, nicht Pendler

    • Claud B
      Claud B 6 months ago

      Zwischen unangenehm und lebensgefährlich liegen Welten. Es ist jetzt schon mehrfach dazu gekommen, dass wegen solchen Protesten Rettungswägen nicht durch kamen. Es gibt mehrere Videos in denen die Aktivisten selbst die Rettungswägen nicht durchlassen oder viel zu spät räumen.

    • Mööp Dööp
      Mööp Dööp 6 months ago +8

      man kann auch anders auf sich aufmerksam machen. Die Frage ist eher erreichst du die Leute nur wenn du radikal bist, sind die Leute es auch. Also komplett das gegenteil von dem was man erreichen will.

  • CaputCaputtus
    CaputCaputtus 6 months ago +15

    Habe Philipp gesehen und musste es mir ansehen.
    Das Abo ist euch sicher, tolles Format.

  • Fghkfzhujk fhjkgjkölgkjl
    Fghkfzhujk fhjkgjkölgkjl 6 months ago +4

    Mein Kompromiss wäre, dass jeder Protest und damit auch radikaler immer auf ein zweckmäßiges Ziel ausgerichtet sein sollte. Damit meine ich, dass ein wahlloses Umsichschlagen wenig Effekt und viel Streitmaterial bringt. Dagegen sollte ein zweckmäßiges Protestieren in den allermeisten Fällen darauf abzielen, dass Stimmungen gemacht und gewonnen werden sowie Mehrheiten informiert und gewonnen werden. Im Ergebnis bedeutet das dann, dass eine breite Öffentlichkeit das Problem kennen lernt, erkennt und davon mobilisiert wird. Ab da hat man dann mehr und mehr eine Bewegung, die bei den Politikern das Interesse weckt die Dinge umzusetzen, weil sie die Stimmen der Bewegung erhalten will. Einige radikale Proteste erreichen das Gegenteil. Sie bringen die "Unentschiedenen/Uninformierten" gegen sich und damit gegen die Sache auf, noch bevor sie sich mit dem Inhalt auseinandersetzen können. Gegnerische Politik und Wirtschaft können dann ganz leicht dagegen schießen.

    • ~H0aX
      ~H0aX 6 months ago

      Du siehst das vermutlich anders .. aber ich habe nichts gelesen, das nicht genauso wie du es geschrieben hast, von einem Rechten kommen könnte. - Die Ähnlichkeit ist verdammt verblüffend & das ihr die nicht seht, einfach nur wow. 🙌

    • Holger P.
      Holger P. 6 months ago +1

      Aber über Dinge wie "zweckmäßig" ist halt jeder anderer Meinung. Und ob etwas eine "Bewegung" wird, hängt vom Thema ab.
      Da begreifen viele nicht, dass das Wachstum von 5.000 auf 50.000 in einer Bewegung bedeutungslos ist. Selbst 1 Millionen wären immernoch nur 2% der Wähler und eine extreme Minderheit. Das "viele menschen" was ganz anderes ist als "Die Mehrheit der Menschen" kriegen manche nicht so richtig auf die Reihe.

  • Stevew
    Stevew  6 months ago +1

    Super interessantes Format 👍 Da sieht man mal wieder das nicht alles schwarz und weiß ist, sondern gaaaanz viel grau dazwischen

  • Anton Ilai
    Anton Ilai 6 months ago +32

    Ich hätte gern wieder Klimawissenschaftler*innen in Talkshows, die noch Mal ganz deutlich machen wo wir stehen.

    • OrangeSunnSet
      OrangeSunnSet 6 months ago

      "Am Arsch!!!" ist den meisten doch zu unangenehm, da könnte vor Schreck glatt die Salami vom Butter fallen.

    • Felix L.
      Felix L. 6 months ago

      Mai Ling und Harald Lesch müssen nochmal richtig warnen.

    • NoName
      NoName 6 months ago

      @Der vegane Kannibale Ja nämlich dass es der Planet nicht betrift sondern sich der Trockennasenaffe namens Homo Sapiens seinen Arsch retten möchte.

    • HawkHunter325
      HawkHunter325 6 months ago +1

      Wofür? Genau das ist doch das Problem.... Seit Jahren passiert doch genau das.... Das Problem wird 100 Mal geschildert. Lösungen werden aber keine eingebracht, sondern lediglich die Verantwortung dann an Firmen abgeben und denen gesagt "ändert mal was".

    • ~NekoIDreamZz~
      ~NekoIDreamZz~ 6 months ago

      @paul_ stimmt, aber dafür 350-800 Millionen Menschen welche als "Kilmaflüchtlinge" gelten werden, viel spaß einen großteil in Europa zu versorgen 👍 zudem immer regelmäßiger werdende dürreperioden und und und dann habe ich lieber die Apokalypse um ehrlich zu sein.

  • Regisseur12
    Regisseur12 6 months ago +36

    Starke Diskussionen. Holger insbesondere hat sehr stablie Punkte. Carla kann immer nur in extremen Sprechen und wiederholt sich.

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago +1

      Ich finde man sollte diesen Protestlern Unterstützung zukommen lassen. Wenn sie sich zum Abend hin verziehen wollen, festhalten und gegen ihren willen festkleben über Nacht. Das wäre schließlich auch nur eine Art von "Gegendemonstration".

    • Antonius Nies - Komponist, Pianist & Organist
      Antonius Nies - Komponist, Pianist & Organist 6 months ago +3

      Sie hat den IPCC-Report gelesen und glaubt damit die Antwort auf alle Probleme der Welt zu haben. Sie kann sich nicht mehr vorstellen, dass die Argumente von Menschen mit anderer Meinung auch wichtig sein könnten. Das ist echt schade.

    • Gegenwirklichkeit
      Gegenwirklichkeit 6 months ago +8

      Sie spricht in extremen, weil Sie den IPCC Report gelesen hat und sich nicht durch Verdrängung selbst beruhigt. Nicht ohne Grund sind viele derer, die dort mitmachen, Wissenschaftler auf dem Gebiet. Sie können sich nicht mehr selbst beruhigen im Anbetracht dessen was uns bevorsteht.

    • Claud B
      Claud B 6 months ago +10

      Carla ist so unfassbar Ich-bezogen- "ich bekomme auch hate Nachrichten" "ich bin nicht ungeduldig" "ich will niemanden verletzen"... ich ich ich... wenn sie niemanden verletzen will wie kann ihr nicht bewusst sein, dass ihre Art von Protest Menschen irgendwann das Leben kosten wird. Bei Eingriffen in den Straßenverkehr kann es immer Mensch das Leben kosten

    • Stephan Pirner
      Stephan Pirner 6 months ago +14

      Es sind nicht nur extreme, sie antwortet einfach auch oft nicht auf die Frage die gestellt wird, was sehr schade ist.

  • Sese 123 Sese
    Sese 123 Sese 6 months ago +3

    Wir hatten vor ein paar Wochen die Situation dass sich einige Personen der Letzten Generation auf die Straße geklebt haben.
    Wir hatten einen Alarm der Feuerwehr. Ich bin mit aus gerückt, unsere Feuerwehr hätte innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein können hätten sich die Personen nicht fest geklebt, 15 Minuten sind lange ja aber wir waren die Feuerwehr die am nächsten lag alle anderen hatten 20-30 Minuten gebraucht.
    Ich verstehe dass man was machen muss und sich was ändern muss aber mit diesen Mitteln bewirkt man nur dass die Menschen die im Stau stehen gereizt und aggressiv werden.
    Was auch nicht dazu beiträgt dass sie sich damit befassen.

  • Musiclover #1
    Musiclover #1 Month ago

    Ich finde es immer wieder amüsant wie emotional und subjektiv viele der "pro" Seite reagieren. Wobei hier von beiden Seiten gute Argumente kam.

  • Auf einen Blick
    Auf einen Blick 6 months ago +12

    Ich finde ja sogar man kann radikal aktivistisch werden, aber es gibt doch deutlich klügere und effektivere Wege , die nicht die Leute verärgern die fast nichts damit zu tun haben. Die den Politikern ist es doch egal, dass wegen euch andere Leute im Stau stehen. Im Gegenteil, dass kann man wunderbar nutzen um das gesamte Movement im Keim zu erstickten. Deshalb find ich das so blöd, diese Aktivisten wirken immer auf mich, als wären sie nicht sehr helle in der Birne in dem sie sich immer so Aktionen raus suchen mit denen sie in ihr eigenes Bein schießen und nichts bewirken.

  • Marius Richter
    Marius Richter 6 months ago +7

    Hey, ich kommentiere eigentlich nie, wollte aber mal anmerken, dass ich großer Fan vom Format bin.
    Einen kleinen Verbesserungsvorschlag habe ich dennoch - bei den Bauchbinden während der Diskussionen könnte der weiße Text mit einer schwarzen Outline helfen den Text auch bei weißem Hintergrund gut lesen zu können.
    Meiner Meinung nach trifft der Punkt von Herrn Öhler bei 33:21 definitiv ins Schwarze.

  • Lana Stone
    Lana Stone 6 months ago +2

    Naja. Leider wieder gleiche basale Probleme in dieser Diskussion: keine vorherige Einigung auf Definitionen von den Begriffen mit denen die Unterhaltung geführt wird (welcher Gewaltbegriff wir genutzt? Was ist radikal? Nötigung?)
    Finde es auch schade, dass dort Menschen diskutieren, die im weitesten Rahmen da einen Bezug zu haben, allerdings zu dem spezifischen Thema eben auch nur eine Meinung (wie: 'also ich bin dann genervt' - like???) abgeben können.
    Zur Nötigung möchte ich auch anmerken, dass vor dem Gesetzt in Präzedenzfällen auch schon Aktivistis freigesprochen wurden, da der ausgesprochene Klimanotstand die Aktionen legitimiert.

  • Bernd Kolb
    Bernd Kolb 6 months ago +26

    Alle Beteiligten hatten gute Argumente. Was die Klimakrise anbelangt, dürfen wir keine Zeit vergeuden. Die Leidtragendenen sind vor allem die Jungen (bin 55),so würde ich vorsichtig sagen, dass eine gewisse Radikalität (nicht Fanatismus und Gewalt) angebracht ist. Wir junge Menschen haben viel zu verlieren. Ich denke, es ist wesentlich, Zusammenhänge zu verstehen. Die Beziehung Mensch zu Natur und Mensch zu Mensch ist leider nicht als harmonisch zu bezeichnen. Wir alle haben Angst und Gewalt in uns. Wollen wir die Gesellschaft verändern, müssen wir uns verändern, nicht umgekehrt. Wollen wir unsere Probleme in den Griff bekommen, müssen wir in Frieden zusammenleben, im Kleinen wie im Großen.

    • ~H0aX
      ~H0aX 6 months ago

      Wir jungen Mensch ... - Du bist 55, was hast du vermutlich noch? 15 - 25 Jahre vor dir, kommt darauf an ob du Handwerklich oder im Büro arbeitest.
      55 & sieht sich als jung, du bist näher am Tod als an der Geburt. - Sei doch froh, lieber so herum als wie bei mir. Bist 25 & hast noch 45/50 Jahre in diesem Drecks leben vor dir.

    • Felix L.
      Felix L. 6 months ago +1

      Die Jungen brüllen auch nur rum, dass die Alten was machen müssen, weil sie (die Jungen) ihre eigenen Gewohnheiten nicht ändern wollen :-)
      Meine natürlich Jungen und Mädchen und alle dazwischen und jenseits davon ^^

    • Chris
      Chris 6 months ago +3

      Wie weit ist Uschi noch mit Flieger geflogen... 50 km... 😂 😂 😂 Es ist alles so lächerlich

    • Chris
      Chris 6 months ago

      Gehirngewaschen bis ins letzte...
      All diese figuren sidn gekauft..
      Aber der deutsche trottel rettet die Welt..
      Ja ja hat man an den Bäckerbons gesehn, echt die wollen nur unser bestes...
      Dann die sinnfreie Gesichtswindel, die Skandale wo sich zig Leute die Taschen voll gemacht haben lassr ich mal weg...
      Wie groß ist der Müllteopich auch Kunststoff mittlerweile im meer...
      Glaub all diese figuren scheißen auf uns

    • Clouds OverCalifornia
      Clouds OverCalifornia 6 months ago

      Die Verschwörungstheorie des Klimawandels durch das CO2.

  • hetfield666999
    hetfield666999 6 months ago +7

    sobald es jemandem schadet ist es nicht mehr ok. ganz im sinne von jeder mensch ist so lange frei, solang er die freiheit eines anderen nicht einschränkt.

    • Anno Nühm
      Anno Nühm 6 months ago

      Ist das nicht ein bisschen kurz gedacht? Was heißt schon "schaden"? Eine Demonstration, für die Straßen gesperrt werden erzeugt automatisch Staus auf anderen Straßen. Nur weil das den Autofahrern in dem Moment schadet, nimmt das der Demo doch nicht ihre Legitimation. Genauso schadet es RWE wirtschaftlich, wenn Wälder besetzt werden und sich der Abbau von Braunkohle (Gott wie traurig, davon im Jahr 2022 überhaupt noch sprechen zu müssen) verzögert. Der Industrie schadet eine höhere CO2 Bepreisung (bzw. ist es langfristig ihre Rettung aber kurzfristig bedeutet es einfach weniger Gewinn). Frau Müller schadet es, wenn ihr Flug nach Malle teurer wird. Tönnies schadet es, wenn der "Tierschutz" verschärft wird. Allen Menschen schadet ständig irgendwas. Die Frage ist doch vielmehr, ob es mehr nützt als es schadet. Und das ist halt meistens recht komplex und nicht einfach zu beantworten. Außerdem könnte man argumentieren, dass eine Aktion nicht mehr ok ist, sobald sie Menschen körperlich schadet. Aber auch das ist schwer einzugrenzen. Wenn durch eine Demo ein Stau entsteht und ein Krankenwagen sich verspätet, schadet das Menschen körperlich. Aber dennoch, die Demo ist legal und das Demonstrationsrecht ist ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie, also nimmt auch der körperliche Schaden einer Aktion nicht automatisch ihre Legitimation. Der kleinste gemeinsame Nenner ist, dass keine direkte körperliche Gewalt gegen Menschen eingesetzt werden soll. Darauf können sich die meisten einigen aber das bringt uns auch nicht viel weiter...

  • Ed Soe
    Ed Soe 3 months ago +1

    Alles ist vergänglich... Und doch geht nichts verloren.. Wünsche allen etwas Entspannung.

  • Jeff's Goldblum
    Jeff's Goldblum 6 months ago +8

    Toller Diskurs, besonders die Lady von der letzten Generarion, der Zeit Journalist und der ehemalige Ext. Rebellion Kollege. Spannend spannend, spannend!

  • G. Kurz
    G. Kurz 6 months ago +23

    Die Dramatik liegt doch daran, dass eine radikale Abkehr der globalen Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas keine demokratische Mehrheit hat, obwohl sie absolut notwendig wäre. Die Herausforderung liegt darin, die Implikationen der realen Wohlstandsverlusten politisch zu vermitteln. Habeck hat hier einen Anfang gemacht. Aber was das konkret bedeutet, wollen sich viele nicht vorstellen.

    • u and i forever
      u and i forever 3 months ago

      @General Wolf den tot, abwärtsspirale

    • u and i forever
      u and i forever 3 months ago

      China lässt grüßen .

    • Le Foix
      Le Foix 6 months ago +3

      @Loui S reale Wohlstandsverluste für die Ober- und Mittelschicht - sehr gerne. Die Unterschicht blutet schon genug.

    • Loui S
      Loui S 6 months ago +1

      @Brynia Afrita warum genau?

    • Brynia Afrita
      Brynia Afrita 6 months ago +3

      @Loui S geh nach nordkorea.

  • Nelsathis
    Nelsathis 6 months ago +14

    Insgesamt ein sehr erhellendes Video. Ich hätte vorher gar nicht gedacht, dass ich der grünen Seite so zustimmen werde.
    Allerdings tu ich das auch mit Gelb, wenn es darum geht, dass eine Demokratie nun mal von bestimmten Regeln lebt.
    Allerdings gibt es eine Sache die hier gar nicht genannt wurde, die mich da eher mit Grün sympathisieren lässt:
    Die Demokratie ist schön und gut, allerdings ist auch das kein vollkommen starres System das sich nicht weiterentwickeln kann.
    Und gerade dann, wenn es um globale Probleme wie die Klimakrise geht, hat unsere Demokratie ein riesen Problem: Sie ist ein sehr geschlossenes System in dem viele Betroffene weder anwesend sind, noch eine Stimme haben. Und genau das führt eben zu dieser Leichtfertigkeit und eben teilweise Faulheit in Politik UND Gesellschaft Dinge zu ändern und geändert haben zu wollen.
    Klar gibt es eine Zustimmung von Leuten, dass die Klimakrise bekämpft gehört, aber so ein Kampf gegen eine Sache kann nicht rein binär sein. Es reicht nicht 'ja' zu sagen und dann wieder einzuknicken, sobald mich eben irgendwas selbst betrifft, wie ein teurerer Benzinpreis, oder eben das Windrat das 'nur' 900m weit weg steht. Und da haben wir genau das Problem. Diese Leute haben eine Stimme. Die Leute die auf der anderen Stelle der Welt auf Farmen angewisen sind, aber wegen der Klimakrise Ernteeinbrüche haben, haben diese eben nicht.
    Genau da kommt mir 'aber Demokratie' eben ein wenig zu starrköpfig vor.

    • 4 legs & 4 paws
      4 legs & 4 paws 6 months ago

      Genau! Und die wenigsten Leute haben sich mal tatsächlich mit Protestbewegungen der Vergangenheit auseinandergesetzt. Egal ob Bürgerrechte, Frauenrechte, Arbeiterrechte oder Schwulenrechte - diese waren eben nie nur demokratisch friedlich - CSD ist bestes Beispiel den meisten Menschen fehlt das Bewusstsein dafür dass dieser als gewalttätiger Steine schmeißender - durch Polizeigewalt aufgestachelter Mob began - auch wenn es heute eher ein kapitalistischer Karnevalsmarsch ist

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago +2

      @Nelsathis Ist das so? Also ist diese Gruppe wirklich gefährlich klein?
      Da bin ich nun wieder nicht so im Thema drin. Aber mir scheint, dass das Thema Umwelt und Klima schon durchaus vorhanden is, zweifellos durch Fridays for Future und Greta nochmal ordentlich Rückenwind bekommen aber nun in immer mehr Bereiche hineinflutet. Also die Lobby ist denke ich schon da - die Frage ist, was ist die imstande zu leisten. Wenn die Erwartungshaltung ist, wir steuern jetzt in kurzer Zeit radikal um, dann wird das aller Voraussicht nach zu Enttäuschung führen. Weil, wie gesagt, Gesellschaften sich eben nicht so schnell bewegen. (Und ein Teil der Älteren, die große Konsumkraft und politische Macht haben, nicht von den schlimmsten möglichen Folgen betroffen sein wird). Ich verstehe, dass man hier die Dringlichkeit ins Spiel bringen will, weil es kurz vor zu spät ist, aber so ein Druck wird Gegendruck erzeugen. Weil selbst, wenn es einmal etabliert ist, dass die Veränderungen im Gange sind, es ja auch wieder Gegenbewegungen geben wird - nicht in Richtung Vorbeugung sondern in Richtung "was können wir überhaupt realistisch betrachtet ausrichten".
      Ich frage mich auch oft, ist es wirklich der sinnvollste Weg, seine Energie nur auf Deutschland zu konzentrieren. Weil die größeren Hebel sitzen in anderen Ländern. Ich finde, auch das so sollte Teil der Debatte werden - wie wichtig sind Kohlekraftwerke für weitere 2, 5 oder 10 Jahre in Deutschland im Big Picture betrachtet. Global gesehen.
      Eine Lösung hab ich natürlich auch nicht. Aber ich habe schon den Eindruck, dass hier viel jugendlicher Idealismus in großer Ungeduld mündet, der die Realität der Welt noch nicht so ganz erfasst hat. Ich finds wichtig, dass der Idealismus hier Impulse setzt - aber man muss am Ende Kompromisse finden weils ja eh nur gemeinsam geht.

    • Nelsathis
      Nelsathis 6 months ago +3

      ​@Matt Daniels Ich möchte hier gar nicht für irgendeine Richtung werben, dazu bin ich viel zu wenig im Thema. Ich sehe auch durchaus den Punkt der gelben Seite, dass man Gefahr läuft die Leute gegen sich aufzubringen die man eigentlich überzeugen möchte. Und seien wir ehrlich, nicht jeder handelt rational. Man kann noch so oft sagen, dass Individuen nicht stellvertretend für Gruppen ist, aber im Unterbewusstsein hast du dann eben doch die Assoziation von Klimaprotest zu größeren Unbequemlichkeiten, die dem Fall dann wieder nicht gut tun.
      Alles was ich sage, ist, dass eine Demokratie eben nur so viel wert ist wie die Summe der Menschen die damit gehört wird.
      Beim Thema Klimawandel ist diese Gruppe bisher wirklich gefährlich klein.

    • Matt Daniels
      Matt Daniels 6 months ago

      Nachvollziehbar dargelegt. Aber öffnet eine sehr gefährliche Tür. Wenn wir nun so tun, dass "bestimmte Umstände bestimmte Ausnahmen rechtfertigen" dann höhlt das langsam aber sicher die Grundwerte aus.
      Auch wenns sicher schwer für einen jungen Menschen zu akzeptieren ist: dieser Druck, der hier aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit aufgebaut wird, wird nichts bringen. Gesellschaften bewegen sich nicht so schnell und wenn man nun Entscheidungen trifft, die die Masse der Gesellschaft nicht mitträgt, dann können sich Extinction Rebellion und Co. mit Glück für die nächsten 3 Jahre freuen bis dann eine neue Regierung das Ruder übernimmt. Eine Regierung, die dann von den Protestwählern und Unzufriedenen gewählt wird und die hohe Chancen hat, das Erreichte wieder zurückzubauen.

  • Kado Images
    Kado Images 6 months ago +30

    Protest darf nie so weit gehen, dass sich jemand erhebt, zu meinen, welche Frisur die Leute tragen dürfen ;)

    • Kado Images
      Kado Images 6 months ago

      @Patrick Pfirsich Das... ist die ''Spaltung der Gesellschaft'' von der immer alle reden. Aber diese Linksgrünen Aktivisten sind nur eine Minderheit, so wie auch handgreifliche Nazis. Die Mehrheit der Menschen, denk ich sind wohlwollend und vernünftig.

    • Patrick Pfirsich
      Patrick Pfirsich 6 months ago +1

      Naja, mit dem auf der Straße festkleben kann man in Zukunft bestimmt auch Gesetze erzwingen, die Weißen vorschreiben, was sie noch dürfen und was nicht. Und natürlich dass Gendersprache einzuhalten ist. Man muss ja quasi nur auf der moralisch richtigen Seite stehen, dann ist alles legitim. Nur blöd, dass jeder denkt, dass er auf der richtigen Seite steht.

  • setty
    setty 6 months ago +17

    Sehr interessante Folge und unglaublich tolle Diskussion. Ich fände es spannend mal eine Folge zum Thema LGBTQIA+ zu sehen (3. Geschlecht, Ehe für Alle, klassische Geschlechterrollen usw)

    • Hexenmeister 666
      Hexenmeister 666 4 months ago

      @nora nora nora Hab ich mir auch gedacht. Das Thema wird seit Jahren wiedergekäut.

    • nora nora nora
      nora nora nora 5 months ago +1

      @Vega N. steht in der "agenda" ;-) weißt du das denn nicht?

    • Vega N.
      Vega N. 5 months ago +3

      Warum genau? Das Thema wird den Menschen eh schon 24/7 den Rachen runter geschoben, die die sich darüber informieren wollen, tun dies, aber dafür gibt es reichlich Anlaufstellen und das muss nicht ständig im öffentlich-rechtlichen geschehen - im Gegensatz zu dem Thema hier das wirklich wichtig war.
      Zudem wird das Thema LGBT häufig sehr unsanft angefasst in solchen Diskussionsformaten, und da es häufig ja auch sehr persönliche Schicksale sind sollte man das mMn nicht zur Diskussion aufgeben, da es für diese Menschen un ihre elementaren Rechte geht um die sie argumentieren. Da eigenen sich Formate wie Dokumentationen und Kurzbeiträge um einiges besser.

    • Flavia Reina Sanchez
      Flavia Reina Sanchez 6 months ago

      Das ist ein super Vorschlag

  • Alexander Günther
    Alexander Günther 6 months ago +1

    schönes Format ... gelungene Auseinandersetzung

  • Marcel
    Marcel 6 months ago +26

    Wer eine Straße blockiert und damit gezielt einen Konflikt mit hunderten von Menschen schafft ist alles andere als friedvoll. Wie kann man glauben mit so einer Aktion irgendetwas positives bewirken zu können bzw. das man damit für seine Ideen wirbt ?

    • Phönix fighter
      Phönix fighter 5 months ago +1

      @Sapphos Matrix du hast op angemotzt sein Kommentar ist unnötig damit hast du eine Seite eingenommen und ich hab versucht dir zu erklären warum er recht hat. Anstatt auf irgendeiner meiner Punkte auch nur im geringsten einzugehen greifst du nach jedem strohalm den du finden kannst um das eigentliche Problem zu ignorieren.

    • Sapphos Matrix
      Sapphos Matrix 5 months ago

      @Phönix fighter Wieso schreibst du überhaupt "ihr"? Ich gehöre nicht zu dieser Protesgruppe. Kleb dich selber wohin du willst lol

    • Phönix fighter
      Phönix fighter 5 months ago +3

      @Sapphos Matrix nein ich spreche davon das ihr die falsche Zielgruppe für eure Proteste habt, und die dummerweise auch die Leute sind die ihr auf eurer Seite haben wollt.
      Klebt euch vors Parlament oder so, aber trefft die richtigen mit was auch immer ihr macht. Was ist bitte so schwer daran zu verstehen?

    • Sapphos Matrix
      Sapphos Matrix 5 months ago

      @Phönix fighter Du sprichst hier aber von Sachbeschädigung, die findet ja nicht statt.

    • Phönix fighter
      Phönix fighter 5 months ago

      @Sapphos Matrix er hat mehr für deine Sache erreicht als du wenn du dich auf die Straße klebst. Ihr sammelt Minuspunkte wenn ihr den Normalbürgern auf den Sack geht wie schwer ist das bitte zu verstehen? Glaubst du Bauern Proteste in Frankreich wären erfolgreich gewesen wenn sie ihre Gülle vorm netto anstatt vor dem Parlament entlehrt hätten?

  • and cheese
    and cheese 4 months ago +1

    Schade wenn ein so wichtiges Thema, wo am Anfang festgelegt wird das es um Grenzen geht, so oft in ein "es kommt auf die Gründe an" zurück läuft.
    Alleine die Frage ob das kleben zu weit geht wird ideologisch verwässert. Schade...

  • Leila
    Leila 3 months ago

    Super Folge 👍🏽
    ich finde Herrn Öhler am interessantesten!

  • OmegaPirat
    OmegaPirat 6 months ago

    Wird es demnächst von euch eine Sendung mit der Frage "Ist die ethnische Wahl eine Gefahr für unsere Demokratie?" mit Martin Sellner auf der Pro-Seite geben?

  • Robert 123
    Robert 123 6 months ago +80

    Ich finde die Entscheidung für eine Seite schwierig, aber das liegt mehr an der Fragestellung. Das Problem ist meines Erachtens nicht, dass der Protest oder die Aktivist:innen zu "radikal" sind - im Gegenteil: Zu häufig zeichnet sich nur eine Auseinandersetzung mit bestimmten Problemen ab, während die Ursachen völlig außer Acht gelassen werden. Da vermisse ich eine radikale Perspektive, die z. B. unser Wirtschaftssystem in Frage stellt. Was hier aber fälschlicher Weise als "Radikalität" dargestellt wird, nehme ich ebenfalls als Problem wahr, weil unpassende, provokante oder sogar militante Aktionen viel mehr das Gegenteil erreichen als einen kritischen Diskurs in Gang zu setzen.

    • Patrick Seitz
      Patrick Seitz 6 months ago +1

      @Robert 123 Nochmal, Dänemark und Venezuela waren einfach zwei beliebige Länder, du kannst dir auch jedes andere wirtschaftlich freie und jedes andere wirtschaftlich unfreie Land angucken. Ich habe genügend Länder aufgezählt, du kannst dir aber natürlich auch andere raussuchen. Das Ergebnis ist tendenziell das gleiche: Umso wirtschaftlich freier der Staat, umso weniger Ressourcen braucht man für den gleichen Output. Die Zahlen die ich genannt habe, waren natürlich pro Kopf, anders macht der Vergleich wie du bereits gesagt hast wenig Sinn. Jeder Mensch strebt danach zu wachsen, gerade die dritte Welt oder Schwellenländer werden sich nicht mit ihrem jetzigen Wohlstand zufrieden geben sondern wollen weiter wachsen. Das gilt auch für sozialistische Länder. Auf die Diskussion, dass die UdSSR, China, DDR etc alles kein Sozialismus gewesen sei, lasse ich mich nicht ein, das führt zu nichts. Natürlich gibt es auch nicht „den Kapitalismus“ und „den Sozialismus“, alle Staaten sind irgendwo Mischsysteme. Klimaschutz und Profit schließen sich natürlich nicht aus. Man muss die externen Klimakosten als Produktionskosten den Unternehmen berechnen über CO2-Preise. Dann verringert sich auch der Profit, umso mehr CO2 ausgestoßen wird. Zusätzlich ist es doch auch heute bereits so, dass jedes Unternehmen seine Ressourcen so effizient wie möglich einsetzen möchte, aus dem einfachen Grund, dass dadurch Produktionskosten gespart werden. Wir sehen doch jetzt in vielen entwickelten Staaten auch, dass der Ressourcenverbrauch sinkt und die Wirtschaft gleichzeitig wächst. Du wirst jedoch nie die Mehrheit der Bevölkerung für Klimaschutz gewinnen, wenn sie im Gegenzug dafür auf Wohlstand verzichten sollen. Daher steht der Klimaschutz auch aus diesem Grund nicht grundsätzlich dem Profit entgegen. Beim Staat ist das anders. Wir sehen ja an verschiedenen Beispielen vor allem im Bereich der Infrastruktur, wie der Staat Geld und Ressourcen verschwendet.

    • Robert 123
      Robert 123 6 months ago +2

      @Patrick Seitz Der Vergleich zwischen Venezuela und Dänemark ist völlig unbrauchbar. Weder eigenen sich diese Länder, um das jeweilige System zu repräsentieren, noch sind sie sich sonst so ähnlich, dass es sich um einen 'fairen Vergleich' handeln würde (d. h. sie unterschieden sich alleine durch das Wirtschaftssystem, sodass das Outcome mit Sicherheit darauf zurückgeführt werden könnte), noch legitimiert das BIP zwangsweise höhere Emissionen (wenn überhaupt könnten die Emissionen pro Kopf ein geeigneter Maßstab sein).
      Ich habe auch nicht behauptet, dass "der Kapitalismus" die einzige Ursache für die Klimakatastrophe sei. Es lässt sich allerdings schwer abstreiten, dass nicht der Profit und eine klimafreundliche Produktion zugleich an erster Stelle forciert werden können. Dies bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass jeder Systemwechsel automatisch zu mehr Klimaschutz beiträgt, lässt aber durchaus Zweifel aufkommen, ob und wie viel Klimaschutz in einer oder sogar durch eine überwiegend private Wirtschaft möglich ist.

    • Patrick Seitz
      Patrick Seitz 6 months ago

      @N2001 Ja natürlich sind das alles Schwellenländer. Dass die westlichen Sanktionen allerdings größtenteils berechtigt sind, ist dir aber auch bewusst, oder? Zudem es auch einige wirtschaftlich unfreie Staaten gibt, die nicht sanktioniert oder isoliert sind und die trotzdem enorm viel CO2 für ihren Output brauchen. Dass es dort keine Umweltschutzmaßnahmen gibt, liegt natürlich zum Teil auch am Sozialismus. In den meisten kapitalistischen Staaten gibt es solche Standards und Maßnahmen. Es gibt jedoch auch unter diesen Schwellenländern Gegenbeispiele: Botswana, Senegal oder Albanien haben mehr und mehr Markt zugelassen und siehe da, ihr BIP steigt enorm, die Armutsquote sinkt drastisch und gleichzeitig sinkt der CO2 Verbrauch pro Output. Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass es keinerlei Regeln braucht. Es braucht klare Rahmenbedingungen wie beispielsweise einen Zertifikatehandel und einen CO2-Preis, aber es braucht mit Sicherheit keinen Sozialismus oder eine Politik, die versucht planwirtschaftlich alles umzusetzen. Die unsichtbare Hand gibt es übrigens immer weniger. In fast allen Märkten wird mehr und mehr eingegriffen und dabei meistens mehr Schaden angerichtet, als positive Wirkung erzielt. Bestes Beispiel ist da der Wohnungsmarkt, aber das hat jetzt mit dem Umweltthema nichts zu tun. Wenn dich das jetzt nicht überzeugt, kann ich dir auch nicht helfen, ich würde aber mal an deiner Stelle dann weniger emotional an die Sache ranzugehen und nach dem Motto „Die bösen Konzerne und der böse Kapitalismus macht alles kaputt“ und mehr rational und mal zu schauen, welche Maßnahmen wie viel gebracht haben. Energiepolitik in Deutschland ist auch ein Beispiel, wo mehr Staat zu schlechten Ergebnissen führt. Dadurch, dass wir zuerst aus dem Atomstrom aussteigen, bevor wir die Kohlekraftwerke abschalten, stoßen wir Milliarden an CO2 aus. Gleichzeitig versucht die Politik hier dann mit unsinnigen Maßnahmen wie beispielsweise die Lastenräder in Berlin (40.000€ Kosten pro eingesparter Tonne CO2) Klimaschutz zu betreiben. Meiner Meinung nach sollte die Politik wie bereits gesagt das Ziel und den Rahmen vorgeben, die Umsetzung und Details dann jedoch dem Markt überlassen. Wenn du das anders siehst, ist das dein gutes Recht, aber den Kapitalismus „überwinden“ zu wollen oder ähnlichen Unfug, macht insgesamt wenig Sinn. Schönen Abend noch

    • N2001
      N2001 6 months ago +3

      @Patrick Seitz Alle diese Länder sind Schwellenländer, die entweder isoliert oder von westlichen Konzernen ausgebeutet werden.
      Natürlich ist der CO2 Ausstoß höher wenn billig Massenartikel produziert werden, nicht auf Umweltvorschriften geachtet werden und die Politik zu diesen Zwecken bestochen wird.
      Was ist denn deine Lösung? Die unsichtbare Hand des Marktes regeln lassen? Wir sehen ja sehr gut wo das und hingeführt hat.

    • Patrick Seitz
      Patrick Seitz 6 months ago

      @N2001 Venezuela und Dänemark waren lediglich ein Beispiel. Du kannst dir die Werte von beliebigen anderen stark kapitalistischen Ländern anschauen wie Singapur, Luxemburg, Schweiz, Irland, Taiwan, Neuseeland, Großbritanien etc und diese mit eher sozialistischen Staaten wie Simbabwe, Sudan, Kuba, Algerien, Libanon, Kongo, Pakistan etc vergleichen. Du kommst immer aufs selbe Ergebnis. Pro Einheit BIP stoßen die wirtschaftlich unfreien Staaten deutlich mehr CO2 aus. Zusätzlich hat der CO2-Ausstoß pro Einheit BIP nichts mit westlichen Sanktionen o.Ä. zu tun. Insgesamt stoßen die kapitalistischen Staaten natürlich mehr aus, aber produzieren gleichzeitig ein Vielfaches mehr. Anders gesagt: Um das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung herzustellen oder anzubieten, benötigen sozialistische Staaten deutlich mehr Ressourcen beziehungsweise stoßen mehr CO2 aus. Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass dann die kapitalistischen Staaten ihren Konsum reduzieren müssen, Lebensstandard runterfahren müssen etc, allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass du damit die breite Masse mit Sicherheit nicht abholst und dass dann sich die Produktion einfach in Staaten verschiebt, in dem nicht vorgegeben wird, dass weniger produziert werden muss. Gleichzeitig wirst du vor allem dritte Welt Länder nicht davon überzeugen können, dass sie nicht mehr wachsen dürfen und keinen zusätzlichen Wohlstand mehr erwirtschaften sollen. Die Lösung liegt viel mehr darin, der Marktwirtschaft zu vertrauen. Umso weniger Ressourcen ich für das gleiche Produkt benötige, umso günstiger produziere ich letztendlich und umso eher setze ich mich gegen Konkurrenz durch. Die Marktwirtschaft ist deutlich besser in der effizienten Nutzung von Ressourcen. Zudem kannst du in den kapitalistischen Staaten fast durchweg beobachten, dass der CO2-Ausstoß pro Kopf von Jahr zu Jahr sinkt, während gleichzeitig das BIP pro Kopf steigt.

  • Sip Pi
    Sip Pi 6 months ago +5

    Holgers Ansichten finde ich klasse. Er hat den richtigen Ansatz: Gewaltfrei publizieren, wie schön eine Welt sein könnte und nicht Angst schüren und Gewalt ausüben, wie es die meistens Aktivisten tun. Dies führt nämlich meist nur zu dem Gegenteiligen.

  • S3RöGA
    S3RöGA 5 months ago +1

    alleine diese Sendung beweist dass diese Aktionen was bringen!
    Wichtig und richtig

  • Schnickalodeon
    Schnickalodeon 5 months ago +11

    Mich würde mal die Frage: "Wird die Politik zu sehr beeinflusst von Unternehmen, die nachweislich kein Interesse an der Bekämpfung der Klima-Krise haben?" interessieren

    • Sassi7997
      Sassi7997 5 months ago +2

      Die Frage impliziert zu stark die Meinung des Fragestellenden und ist daher ungeeignet.

  • Christoph Häußler
    Christoph Häußler 6 months ago +2

    Ein Raum in dem sich über die Ziele alle einig sind ist aber auch langweilig. Ihr hattet Mal jemanden von der IB einladen können, die kennen sich mit Protest auch aus ;)

  • David N.
    David N. 6 months ago

    Im Grunde ist das eine schwierige Frage, weil Radikalität eine subjektive Wahrnehmung ist. Was dem einen Radikal ist, ist dem anderen nur moderat oder auch umgekehrt. Es verhält sich genau wie mit gut und böse oder unterschiedlichen Moralvorstellungen. Beides ist eine subjektive Wahrnehmung. Was dem einen als Gut empfunden wird, kann gleichermaßen dem anderen ein Schaden sein.
    Aber um die Frage mal ein wenig beantworten zu können. (jetzt hole ich ein bisschen aus, weil ich mich nicht kurz halten kann^^)
    Ich persönlich bin gegen einen radikalen Protest und hätte mich auf die Contra Seite eingruppiert. Ich glaube die Demokratie ist die beste Form, das Gehör von jedem zu erhalten, um gesellschaftlich eine Entscheidung treffen zu können. Diese sollte auch nicht einfach durchgewunken werden, sondern auch gut Diskutiert werden. Angst und Panik sind keine guten Ratgeber. Dies bedeutet aber auch, das es immer Menschen gibt, die mit "der Entscheidung" nicht zufrieden sind und sich als nicht "gehört" wahrnehmen. Eine Demokratie muss (sollte) das aushalten können und auch die Menschen, die mit der Entscheidung nicht zufrieden sind. Diese können weiterhin ihren Protest in diesem Land kundtun.
    Ich glaube Radikalität ist niemals (egal in welcher Form) ein weg zum Ziel, zu mindestens nicht gesellschaftspolitisch betrachtet. Demokratie ist wie ein schwerer Tanker und ich kann durchaus verstehen, das es jungen Menschen (ich schließe mich da durchaus mit ein), nicht schnell genug geht. Dennoch glaube ich, das der Protest in der Form z.B. an die Straße kleben, keinen Erfolg in Aussicht verspricht. Wenn ich jemanden auf meine Seite ziehen möchte und diese Person überzeugen möchte, das wir auf eine Tote Erde zusteuern, wenn nichts gemacht wird, brauche ich seine Unterstützung und muss seine Meinung ändern, in dem ich diese Person mit meinen Argumenten auf meine Seite ziehe und seine Argumente, argumentativ widerlegen. Wenn ich der Person (salopp gesagt: ans Bein scheiße), dann bringe ich die Person gegen mich auf und erhalte von ihr eine Trotz-Reaktion und die Diskussion verläuft im Sande, sofern diese überhaupt zustande kommt.
    Letztlich muss man klimatechnisch auch einfach mit sagen, das Deutschland "nur" ca. 2% des Weltweiten CO2 Ausstoßes hat und wenn China mit seinen 60% oder Amerika mit seinen ca. 20% nicht mitmachen, bringt uns das gar nichts. Wir können natürlich eine Vorreiterrolle einnehmen. Hier ist es aber wichtig, das wir nicht das trotzige Kind in der Welt sind und jedem sagen, was diese zu tun haben. Wir müssen diese mit Argumenten auf unsere Seite bringen und gemeinsam eine Lösung finden.
    Als letztes noch: jegliche Form der Gewalt und die Freiheit eines anderen zu beschneiden sollte untersagt werden. Gegen friedliche Proteste hat niemand was, aber wenn da Steine auf Polizisten fliegen, ist das keine Form eines akzeptablen Protests mehr. Für mich gehört die Gewalt auch schon dazu, wenn sich Menschen an die Straße kleben, auch wenn ich als Fahrradfahrer davon nicht betroffen bin.
    Was ich sehr schade finde und leider bestärkt mich das in meiner bereits negativen Meinung zu diese extremen Protestgruppen, die für sich das ziviles Ungehorsam beanspruchen. Das diese keinen Kompromissvorschlag mit eingebracht haben. Für diese Personengruppe gibt es nur ihre eigene Meinung und die Meinungen und Sichtweisen anderer sind ihnen völlig egal.
    Das Interview mit Scholz und den Hungerstreikern (m.E. nicht der richtige Weg und ein erpresstes Interview. Ich hätte mich darauf nicht eingelassen). Hr. Scholz war sehr gut auf das Interview vorbereitet und hat sehr gute Argumente geliefert. Leider hatten sich die beiden Hungerstreiker gar nicht vorbereitet und waren an einem Diskurs nicht interessiert, diese haben "nur" aus einer emotionalen Sichtweise Diskutiert und waren nicht daran interesseier einen Kompromiss zu finden.
    Ich finde das sehr schade und traurig, es zeigt mir dann auch, das diese Menschen gar kein Interesse an einem Diskurs haben.
    Hier geht's zum Interview: clip-share.net/video/q0KpnFzFQgc/video.html

  • Lea Satzinger
    Lea Satzinger 6 months ago +1

    also ich glaube dass das große Problem an der Sache ist zum einen das man mittlerweile nichts mehr großartig über Klima allgemein und auch über Demonstrationen hört und das andere dass die Leute es zwar alle wissen aber die allerwenigsten wirklich was dagegen machen wollen. die meisten haben weder Zeit noch Lust sich damit auch noch zu beschäftigen und machen deshalb nichts dagegen. ich finde Proteste und Demonstrationen an sich gut aber ich glaube nicht dass sie in der jetzigen Größenordnung irgendwas bringen

    • Melsworld78
      Melsworld78 6 months ago

      Ich glaube nicht, dass die meisten nichts machen wollen. Aber viele (mich eingeschlossen) wollen eben nicht so radikal ihr ganzes Leben ändern. Ich achte im Alltag schon darauf, dass ich zum Beispiel nicht unnütz verpackte Sachen kaufe, kaufe gerne auch mal Second Hand und gehe auf Flohmärkte. Ich esse (zwar eher aus gesundheitlichen/gewichtstechnischen Gründen, aber ist am Ende ja egal) mittlerweile viel öfter fleischlos als früher. Wir bauen viele Dinge im eigenen Garten an und bei der Gartengestaltung setzen wir oftmals auch auf Upsycling, nutzen Dinge, die andere wegwerfen wollten. Ich fahre nicht jeden Tag mit dem Auto einkaufen, sondern kaufe halt für mehrere Tage ein etc.
      ABER: Ich habe eine große Leidenschaft für (Fern) Reisen und im speziellen Kreuzfahrten. Ja: Schlecht für die Umwelt, keine Frage. Und ja: Da will und werde ich auch nicht verzichten. Dass man dann aber von so extremen Umweltschützern und Klimaaktivisten total angegangen wird, dass dann die vielen kleinen Dinge, die man im Alltag macht, quasi von denen abgetan werden etc, dann ist es wirklich so, dass ich ab und an schon denke: Na dann könnte ich mir im Alltag die Mühe auch sparen, angeblich bringt das ja eh nix, wenn ich mich nicht so geißel dass ich auf mein Hobby und meine Leidenschaft (mit der ich zudem noch einen Teil unseres Einkommens generiere) verzichte.
      Und so geht es vermutlich vielen Menschen. Wenn einem immer nur der SUV, das Motorsporthobby, der Genuss von Fleisch, die Reiselust etc. vorgehalten wird und man das Gefühl hat, ohne dass man seine für sich wichtige Lebensqualität im Prinzip komplett aufgeben muss, dann ist es doch klar, dass dann eher das Gegenteil passiert.
      Hinzu kommt, dass viele der anderen Menschen dann noch das Problem der Bezahlbarkeit von all dem haben.